• Produktbild: Erinnerung eines Mädchens

Erinnerung eines Mädchens Nobelpreis für Literatur 2022

8

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

163

Maße (L/B/H)

18,6/11,5/1,6 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47022-0

Beschreibung

Rezension

» Erinnerung eines Mädchens erschien ein Jahr vor #MeToo. Man kann sich kein treffenderes Buch zu diesem heiklen Gebiet zwischen Einwilligung und Missbrauch vorstellen.« ("NZZ am Sonntag")
»Annie Ernaux gelingt es ganz hervorragend, in ihrem Roman noch einmal zu der innerlich zerrissenen, verliebten, magersüchtigen, ehrgeizigen jungen Frau zu werden, die sie war als alles in ihr ins Wanken geriet ... « ("DIE ZEIT")
»Annie Ernaux ist die Königin der neuen autobiographischen Literatur.« ("DIE ZEIT")
»Ernaux ist eine Klasse für sich. « ("Der Tagesspiegel")
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.« ("DER SPIEGEL")
» ... in diesem historisch changierenden Blick und in dem ständigen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Erinnerung liegen die großen Stärken ihres aufwühlenden Buches.« ("Deutschlandfunk")
»Mit schonungsloser Genauigkeit schreibt sie über Macht, Ohnmacht und eine Zeit, die ihr Verständnis von Moral und Sexualität ein Leben lang entscheidend geprägt hat.« ("ORF")
»Wie sie hin- und herspringt zwischen Erinnerungen heute und Notizen von damals, zwischen ihrem privaten Leben und der öffentlichen Welt, das ist so atemberaubend geschrieben, dass ihre Leserinnen und Leser froh sind. Weil sie es anders gemacht hat.« ("ZEITmagazin")
»Annie Ernaux bewirkt Betroffenheit nicht durch Pathos. Sie legt ein cooles, durchaus zugängliches Buch vor, sprachlich minimalistisch, bisweilen sogar heiter.« ("Nordkurier.de")
»Eines der maßgeblichen Werke der zeitgenössischen französischen Literatur. « ("Le Point")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

163

Maße (L/B/H)

18,6/11,5/1,6 cm

Gewicht

150 g

Farbe

Seidengrau / Kaffee

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47022-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    4/5

    19.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Verarbeitung schmerzlicher Erfahrungen

    Die Autorin erzählt von ihren ersten sexuellen Erlebnissen als junge Betreuerin in einer Ferienkolonie für Kinder. Ihr ganzes Leben lang – so scheint es dem Leser – wird sie von einer Scham begleitet, die sie durch dieses reflektierte Schreiben zu überwinden versucht. Mit virtuoser sprachlicher Kunst erinnert sie sich an schmerzliche Ereignisse aus ihrer Jugend. Sehr abwechslungsreich schildert sie verschiedene Lebensabschnitte anhand von Fotos, die sie betrachtet und beschreibt. Es ist nicht immer ganz einfach der wechselnden Ich- und dann wieder Dritten-Person-Erzählerin zu folgen. Ein eindrückliches Portrait einer Frau, die schonungslos offen über sehr persönliche Erfahrungen spricht.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    2/5

    05.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Leider nichts für mich

    Ich fürchte, ich gehöre hier nicht zur Zielgruppe. Ich konnte diesem Text leider nichts abgewinnen. Da es sich um die Memoiren der Autorin handelt, möchte ich mit dem Inhalt nicht zu hart ins Gericht gehen, aber genau das war das Problem. Fraglos hat die Autorin Dinge erlebt, die (literarisch) verarbeitet werden müssen, nur konnte ich mit der Form nichts anfangen. Verschiedene Auszüge ihrer Briefe, Beschreibungen irgendwelcher Fotografien, Bezüge auf die Popkultur der 50er. Ein bisschen, wie wenn man einem Gespräch zu spät beitritt, die Leute sowieso nicht kennt und eigentlich andere Interessen hat. Gut geschrieben ist es, was dann aber auch nicht ausreicht. Leider nichts für mich.

  • G. G.

    2/5

    13.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Zäh und ein völliges Chaos der Gedanken

    Annie Ernaux versucht in ihrem Buch den Sommer 1958 zu verarbeiten. Dabei spricht sie aus der Ich- Perspektive (die erwachsene Frau, die alles reflektiert) und der Sicht des auktorialen Erzählers (sie). Dadurch entsteht eine Reflektion des Geschehenen. Sie verarbeitet aus erwachsener Sicht all die Ereignisse, die sie als junges Mädchen erlebte. Es geht viel um Sexualität (vor allem ihre Sucht nach H.), Autonomieproblematik, Abhängigkeitskomplex und das sich "Loslösen" von den konservativen Eltern und dem Milieu, aus dem sie kommt. Die Passagen sind kunterbunt durcheinander gewirbelt, sodass das Lesen erschwert wird - viele Gedankeneinschübe (vor allem geschichtliche Ereignisse) behindern den Lesefluss. Inhaltlich dreht sich Ernaux ohne Ende im Kreis. Es ist zwar interessant, erschreckend und doch verwirrend. Viele Sätze wiederholen sich und Ernaux kommt nicht aus ihrem Trott heraus. Leider eine Ansammlung teils diffuser, verschobener Gedanken. Hier hätten 20 Seiten ausgereicht. Leider eines ihrer schwächeren Werke.

  • Juti

    aus HD

    5/5

    03.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Veränderung der Sichtweise…

    Die Veränderung der Sichtweise der ersten sexuellen Beziehungen Obwohl dieses Buch kein Inhaltsverzeichnis hat, möchte ich das Buch doch in drei Teile gliedern: Im ersten Teil bis S.35 wird die Idee des Buches beschrieben: Ein Foto aus dem Sommer 1958 mit einer 18-jährigen: „Das Mädchen auf dem Foto bin nicht ich“ (S.19) schreibt Ernaux und hat damit Recht und Unrecht. Einerseits war sie auf dem Bild, aber bis 2014 -56 Jahre später schrieb sie diese Geschichte- ist sie eine andere geworden. Die Autorin nutzt dies, um ihr damaliges Leben in der dritten Person zu beschreiben. Gedanken beim Schreiben lesen wir in der Ich-Form. Bis zum Sommer 1958 lebte sie als einziges Kind einer Krämerfamilie in Nordfrankreich in sehr katholischen Verhältnissen, war sehr gut in der Schule und las viel. Im zweiten Teil besucht sie im Sommer 1958 eine Ferienfreizeit als Betreuerin, ohne Eltern, und macht ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Es ist eben immer die Frage, was im Sex freiwillig ist, ihre Jungfräulichkeit hat sie jedenfalls nicht verloren: „Ich erinnere nicht, wie viele Male er versucht hat, in sie einzudringen, und sie ihm stattdessen einen geblasen hat. Einmal erklärt er, wie um das zu entschuldigen: „Ich bin halt gut bestückt.““ (S.46). In diesem Abschnitt braucht man wahrhaft dicke Eier, denn von nun an verführt sie alle Betreuer bis sie nach drei Wochen noch einmal, diesmal ausdrücklich freiwillig ein Nacht mit Liebhaber H verbringt. Auf Seite 85 beginnt der diesmal auch im Druck getrennte dritte Teil. Das Leben nach dem Ferienlager verläuft in gesitteteren Bahnen. Sie vermisst H. Sie lebt während einer Ausbildung zur Grundschullehrerin in einem Nonnenkloster und darf keine anzüglichen Witze mehr machen. Selbst ihre Periode setzt aus. Blut spielt schon vorher eine wichtige Rolle. Als sie erkennt, dass sie keine geborene Lehrerin ist, geht sie mit ihrer Freundin als Aupair nach England. Ihre Freundin wird beim Ladendiebstahl erwischt, worauf die beiden noch seriöser werden. Das Buch endet mit unserer Protagonistin als fleißige und zufriedene, wieder mit Blutungen lebende Literaturstudentin. Ich habe nur Kritiken von Frauen über diese Erzählung gelesen. Ich kann nur wenige politische Bezüge erkennen, weiß nicht ob es der Frauenbewegung hilft und sehe erst recht nicht was das ganze Land damit anfangen soll. Für mich zeigt dieses Werk wie aus einem Mädchen eine Erwachsene wird und wie die Sicht auf diese Metamorphose sich im Wandel der Zeit ändert. Mit anderen Worten, den Schlussworten, formuliert dies auch die Autorin als ihr Ziel. 5 Sterne, da es auch ohne Politik unterhaltsam ist. Lieblingszitat: Einmal hat eine Klassenkameradin kichernd auf ein Zitat von Paul Claudel in dem katholischen Kalender gezeigt, den das Pensionat verteilte: „Für einen Mann gibt es kein größeres Glück, als seinen Samen in fruchtbaren Boden zu pflanzen.“ Sie verstand nicht, was daran obszön war. (S.29)

  • Bewertung

    5/5

    16.12.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "... nicht zu wissen, wie man sich in der Welt verhält."

    Annie Ernaux schildert die private Katastrophe, die ihr als junges Mädchen widerfährt. Ihre Fassungslosigkeit und Einsamkeit sind unmittelbar spürbar für den Leser. Wie sie mit analytischer Schärfe sich selbst nachspürt und ein schonungsloses Zeitbild zeichnet, ist absolut beeindruckend. Gerade in Zeiten von #MeToo aktueller denn je.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

2

3

0

2

2

1

2

Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Victoria

    Victoria

    Thalia Villach – Hauptplatz

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    24.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Unfassbar

    Ein autobiografischer Roman über die junge Annie Ernaux und ihre schockierende Jugendzeit. Verletzend, zerreißend, erschütternd und ehrlich. Ein wichtiges anspruchsvolles Buch; "Wunden, die nie geheilt sind und Erkennung des eigenen Werts".

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Erinnerung eines Mädchens