Produktbild: Die Tankstelle am Ende des Dorfs

Die Tankstelle am Ende des Dorfs Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.10.2019

Verlag

Insel

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12,1/3 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36460-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.10.2019

Verlag

Insel

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12,1/3 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Günther Frauenlob

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36460-3

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Aischa

    aus Kissing

    4/5

    04.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Überraschende Einsichten in eine völlig fremde Welt

    Nachdem ich Myttings jüngsten Roman, "Die Glocke im See", geradezu verschlungen hatte, waren meine Erwartungen an sein Erstlingswerk groß gewesen. Der Inselverlag hat Lars Myttings Debütroman neu aufgelegt. "Hestekrefter", so das norwegische Original von 2006, war 2007 erstmals unter dem Titel "Fyksens Tankstelle" erschienen. Ich muss gestehen, dass ich nicht sofort in die Geschichte hineingefunden habe. Zu fremd war das Setting: ein abgelegenes kleines Dorf in Norwegen, Protagonist Erik betreibt eine Tankstelle und ist ein leidenschaftlicher Autoschrauber. Nicht wirklich meine Welt. Und doch schafft es Mytting mit seiner ganz eigenen, atmosphärischen Erzählweise, dass ich mich auch diesmal auf die Geschichte einlassen konnte. Zugegebenermaßen hat das ein paar Kapitel gedauert, aber dann hatte mich auch dieser Roman. Und ich wurde mit überraschenden Einsichten belohnt: Was Erik aus dem Tankverhalten seiner Kunden alles schließen kann. Dass es Menschen gibt, die zur Beruhigung Werkstattbücher amerikanischer Autos lesen. Oder auch, dass es nicht nur im afrikanischen Busch, sondern auch im geschilderten norwegischen Dorf noch regen Tauschhandel gibt - da wird der Zahnarzt schon mal mit Wildbret statt mit Bargeld entlohnt. Die Geschichte hat einige Längen, sicher. Doch so sehr mich das in anderen Romanen stört, hier hat es irgendwie eine Berechtigung. Denn mal ehrlich, in dem Dorf ist nunmal einfach nichts los. Das wirklich spannende ist Eriks Gefühlsleben, sind seine Träume, sein Scheitern. Es ist ein Roman der leisen Töne, der mir eine für mich bis dato völlig fremde Welt gezeigt hat.

  • Martin Schult

    aus Borken

    4/5

    09.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Tankstelle mit Seele

    Erik Fyksen betreibt eine kleine, aber liebevoll eingerichtete Tankstelle am Ende eines norwegischen Dorfes. Er hat sich mit seinem teilweise schon enthalt-samen Leben arrangiert und seine Arbeit gibt dem Tag eine Struktur. Von einem Tag auf den anderen soll aber alles anders werden, die Hauptstraße soll verlegt werden und somit nicht mehr an seiner Tankstelle vorbeiführen. Nun ist es Zeit für sein Leben zu kämpfen, wird der zurückhaltende Erik über seinen Schatten springen können und seinem Schicksal eine Wende geben? "Die Tankstelle am Ende des Dorfs" ist ein Frühwerk des sehr angesehenen und erfolgreichen norwegischen Autors Lars Mytting. Er hat mich mit seinem Roman "Die Glocke im See" nachhaltig beeindruckt, so dass ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet bin, welches in seinem Heimatland Kult-Status erlangt hat. Er erzählt sehr bildreich und einfühlsam die Geschichte des eher etwas schüchternen und einfach strukturierten Tankstellen-Wärters Erik. Der Hauptprotagonist wird als fremdgesteuerter Mensch charakterisiert, der sein eigenes Schicksal gerne in die Hände anderer legt und versucht, das Gegebene zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Nun ist er wieder an einem Punkt angelangt, an dem er seinem Leben eine entscheidende Wendung geben kann, läuft aber Gefahr, sich in der Nostalgie alter Zeiten zu verlieren und wieder ein Spielball anderer zu werden. Der Autor Lars Mytting schildert das Leben des Hauptprotagonisten zwischen der Leidenschaft für die Welt der Autos und der unerfüllten Liebe seines Lebens. Insgesamt konnte mich "Die Tankstelle am Ende des Dorfs" nicht so sehr mitreißen wie "Die Glocke im See", aber das Erzähltalent des Autors macht auch dieses Buch zu etwas Besonderen. Mir hat der Roman viel Spaß gemacht, so dass ich ihn sehr gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

  • Bewertung

    aus Borken

    4/5

    09.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Tankstelle mit Seele…

    Eine Tankstelle mit Seele Erik Fyksen betreibt eine kleine, aber liebevoll eingerichtete Tankstelle am Ende eines norwegischen Dorfes. Er hat sich mit seinem teilweise schon enthalt-samen Leben arrangiert und seine Arbeit gibt dem Tag eine Struktur. Von einem Tag auf den anderen soll aber alles anders werden, die Hauptstraße soll verlegt werden und somit nicht mehr an seiner Tankstelle vorbeiführen. Nun ist es Zeit für sein Leben zu kämpfen, wird der zurückhaltende Erik über seinen Schatten springen können und seinem Schicksal eine Wende geben? "Die Tankstelle am Ende des Dorfs" ist ein Frühwerk des sehr angesehenen und erfolgreichen norwegischen Autors Lars Mytting. Er hat mich mit seinem Roman "Die Glocke im See" nachhaltig beeindruckt, so dass ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet bin, welches in seinem Heimatland Kult-Status erlangt hat. Er erzählt sehr bildreich und einfühlsam die Geschichte des eher etwas schüchternen und einfach strukturierten Tankstellen-Wärters Erik. Der Hauptprotagonist wird als fremdgesteuerter Mensch charakterisiert, der sein eigenes Schicksal gerne in die Hände anderer legt und versucht, das Gegebene zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Nun ist er wieder an einem Punkt angelangt, an dem er seinem Leben eine entscheidende Wendung geben kann, läuft aber Gefahr, sich in der Nostalgie alter Zeiten zu verlieren und wieder ein Spielball anderer zu werden. Der Autor Lars Mytting schildert das Leben des Hauptprotagonisten zwischen der Leidenschaft für die Welt der Autos und der unerfüllten Liebe seines Lebens. Insgesamt konnte mich "Die Tankstelle am Ende des Dorfs" nicht so sehr mitreißen wie "Die Glocke im See", aber das Erzähltalent des Autors macht auch dieses Buch zu etwas Besonderen. Mir hat der Roman viel Spaß gemacht, so dass ich ihn sehr gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

  • helena

    aus Potsdam

    4/5

    17.11.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Erik Fyksen oder Ein Männerroman nicht nur für Männer

    Hier liegt Myttings Debütroman in Neuauflage und Neuübersetzung vor. Erstmalig erschien er 2007 in Deutschland. Beide Auflagen wurden übersetzt von Günther Frauenlob. Vorab: Der Klappentext weckt leider falsche Erwartungen. Auf jeden Fall sollte man sich darauf einstellen, dass es etliche Passagen gibt, in denen Autos im Mittelpunkt stehen. Für sie schlägt nämlich Erik Fyksens Herz, um den es hier vorrangig geht. Anfang 30, von Frauen zweimal heftig enttäuscht, betreibt er im kleinen Annor eine Tankstelle mit einer angeschlossenen Autowerkstatt. Mit Hingabe und Einfallsreichtum tüftelt er hier mit Vorliebe an amerikanischen Autos, hat stets passende Ersatzteile zur Hand (manche über recht außergewöhnliche Wege) und fährt regelmäßig die Bergpässe ab, um eventuell liegengebliebenen Autos zu helfen. Auf Betreiben seines langjährigen Feindes Jotul, der im Ort hochanerkannt ist, soll nun aber die Strassenführung geändert werden. In Folge dessen würde seine Tankstelle im Nichts stehen. Doch so leicht gibt Erik nicht auf, er ist findig und verfügt ebenfalls über einige Verbündete... Fyksen ist interessant gezeichnet. Er lebt nostalgisch und mit festen, durchaus auch starren Grundsätzen. Er lässt sich nicht unterkriegen und ist recht schlau. Ein wenig eigenbrötlerisch, doch mit dem Herzen am rechten Fleck. Da er nicht so viele Kontakte pflegt, lernt man auch nicht so viele Menschen kennen. Es ist aber interessant zu sehen, wie hier jede(r) seine eigene Agenda verfolgt. Insgesamt schienen manche der Figuren etwas eigen, aber so soll es wohl sein in norwegischen Dörfern..:) Ich kam Norwegen generell ein wenig näher und erfuhr einiges Interessantes, z.B. über das Bestehen öffentlich zugänglicher Steuerlisten oder auch warum Autos besonders für junge Erwachsene so wichtig sind. Die Sprache ist poetisch, manches wird nur angedeutet. Ein feiner Humor, aber auch Traurigkeit und Ernst durchziehen den Roman. Hin und wieder sind Songtitel aufgeführt, da Fyksen die Musik liebt. Es gibt ganz realistische Szenen (Marketinggespräch für moderne Tankstellen) und wieder etwas mystische Szenen (ein mehrfach auftauchender weißes Cadillac). Die erste Hälfte verläuft recht ruhig, in der zweiten Hälfte wird man emotional ziemlich durchgerüttelt. Manches wirkte zwar etwas vorhersehbar und auch klischeehaft, das Meiste jedoch unterhielt mich sehr gut. Ich war gefesselt und sehr gespannt, es gab unerwartete Wendungen, ich wurde berührt, vergoss Tränen und erhielt Einiges zum Nachdenken. Neben der inneren Entwicklung von Erik geht es vor allem auch um gesellschaftliche Prozesse. Eindrücklich wird ganz realistisch am Beispiel der Umstrukturierung von Tankstellen dargestellt, wie Profitstreben und Konsumwille die Natur, die Menschen und das nahbare Miteinander kompromisslos vertreiben. Ebenso wird die eigene Machtlosigkeit deutlich gemacht, dieser allgegenwärtigen Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Man kann letztlich nur sich selbst flicken und reparieren, um zu heilen und zu gesunden, so die pessimistische (oder realistische?) Überlegung. Alles in allem ein sympathischer, norwegischer Männerroman, der mir sehr gut gefiel, wenngleich er in seiner Konzeption insgesamt nicht so ganz rund erschien. Definitiv hat er mir aber Lust gemacht hat, mehr von Mytting zu lesen!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    26.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Der Duft des Motoröls...

    In Erik Fyksens Tankstelle gibt es kein Bistro und auch keine gigantische Waschanlage wie bei der Konkurrenz und das Sechziger-Jahre-Design, in dem Eriks Freundin die Tankstelle stilecht renoviert hat, bevor sie ihn verließ, ist auch nicht jedermanns Sache. Dafür weiß Erik alles über Autos, die er mit Hingabe repariert, und kann noch für das ungewöhnlichste Modell Ersatzteile besorgen, und sei es beim örtlichen Schrottplatzbesitzer. Für Tüftler und Bastler ist der Ort zur »Tankstelle des Glücks« geworden, in dem nicht nur der fahrbare Untersatz auf Touren gebracht wird, sondern gleich das ganze Leben verhandelt wird. Nur schade, dass die Landstraße begradigt werden soll und dann nicht mehr an der Tankstelle vorbeiführen wird. Erik muss eine Entscheidung treffen. “Ein Männerverstehbuch, das in Norwegen zum Kultroman wurde”, verrät der Klappentext außerdem - oder wie der Piper Verlag seinerzeit schrieb, als er den Roman 2008 unter dem Titel “Fyskens Tankstelle” herausbrachte: “Ein witziges Männerverstehbuch, das erklärt, warum manche Männer mehr Lebenszeit unter ihrem Auto verbringen als mit ihrer Freundin”. Hm. In diesem Roman dreht sich alles ganz eindeutig um Autos. Um alte Autos, genauer gesagt, die noch mit Tüftelei, Bastelei und Behelferei zu reparieren waren. Erik Fysken, gerade einmal 34 Jahre alt, hat in dieser Tankstelle, in der es nicht nur Benzin zu kaufen gibt, sondern auch alles an Ersatzteilen, die die Dorfbevölkerung für ihre Autos brauchen könnten, offenbar seine  Lebenserfüllung gefunden. Bei Autos fühlt er sich sicher, da sitzt jeder Handgriff, zu jedem Problem hat Erik gleich eine Idee, wie es gelöst werden könnte. Im Umgang mit seinen Mitmenschen sieht das ein wenig anders aus. Er ist ein Eigenbrötler, dieser Erik, haust in seiner kleinen Wohnung über der Tankstelle und hört in seiner sparsamen Freizeit Neil Young und andere Oldies. Überhaupt lebt er recht rückwärtsgewandt, denn er will kein einziges Detail verändern - nicht in seinem Leben, nicht in der Tankstelle, die er mit seiner ehemaligen Freundin im Stile der Sechziger-Jahre renoviert hat. Dieser Freundin trauert er bis heute nach, und ein klein wenig Hoffnung hegt Erik, dass die Landstraße ihm eines Tages diese Freundin wiederbringen könnte. Nur geht das Leben weiter, und manche Ereignisse in dem kleinen Dorf in Norwegen werfen ihre Schatten auch auf Erik und seine Tankstelle. Ereignisse, die auch der stoische Erik schlussendlich nicht ignorieren kann. Er muss den Veränderungen, die da auf ihn zurollen, letztlich ins Auge sehen - und für sich und sein Leben eine Entscheidung treffen. Aber wird es die richtige sein? Lars Mytting besitzt privat drei englische Autos, und ich vermute mal, dass er die Liebe zu Autos in seinem Debütroman verarbeitet hat. Aus den Zeilen blitzt ein ungeheures Wissen über alte Automarken, und der Leser wird den gesamten Roman über damit bombardiert, ebenso mit Details, die unter der Motorhaube zu finden sind sowie mit alten Musiktiteln. Dumm nur, wer wie ich kein Faible für Automarken hat und dem selbst die Musiktitel größtenteils nichts sagen. Dementsprechend entzog sich mir die Faszination des Hauptcharakters für seine Leidenschaften. Dementsprechend zäh und langatmig gestalteten sich für mich weite Strecken des Romans, zumal das Leben im abseits gelegenen Dorf in Norwegen auch nicht vor Höhepunkten strotzt, sondern ähnlich wie die Erzählung selbst meist vor sich hinplätschert. Die Art der Darstellung gibt dem Leser eine klare Vorstellung davon, wie es sein muss, in diesem Dorf zu leben, und womit sich die Menschen ihre Zeit vertreiben. Dies muss nicht gefallen, wirkte auf mich oftmals sogar beklemmend, wenn auch unbedingt authentisch. Die letzten 100 Seiten etwa reißen den Leser dann aus der Lethargie, in die er bis dahin gefallen sein mag - hier überschlagen sich die Ereignisse plötzlich, gewinnen an Dramatik und Dynamik und treiben die Entwicklung voran. Während ich davor eher gleichgültig und teilweise gar genervt auf die Erzählung reagierte, fühlte ich mich plötzlich emotional angesprochen. Nach einigen überraschenden Wendungen und zerschlagenen Hoffnungen präsentiert Lars Mytting schließlich - ein offenes Ende. In diesem Fall für mich unbedingt passend, denn Erik wird in eine unbestimmte Zukunft entlassen, ausreichend hoffnungsvoll, während der Roman für mich ansonsten meist eine eher düstere Atmosphäre heraufbeschwor. Damit noch einmal zum Klappentext: für mich ist dieser Roman weder ein Männerverstehbuch - vielleicht mag das allenfalls auf solche Männer zutreffen, die in einem derart ablegenen Dorf inmitten tiefster Natur leben - noch ist es ein witziges Buch: Humor taucht hier höchstens wohldosiert und punktuell auf. Ich verstehe wieder einmal nicht, in welcher Absicht Titel und Klappentext konzipiert wurden, sei es nun beim Insel Verlag oder seinerzeit beim Piper Verlag. Sein Glück findet an der Tankstelle nach meinem Empfinden jedenfalls auch niemand. Abgesehen von den genannten Kritikpunkten möchte ich jedoch hervorheben, dass mich der Schreibstil von Lars Mytting fasziniert hat. Bildhaft, einfühlsam, stellenweise poetisch schildert er nicht nur die Menschen in dem kleinen Dorf, sondern schafft gekonnt die jeweils gewünschte Atmosphäre und lässt die Landschaft um das Dorf herum lebendig vor den Augen des Lesers erscheinen. Für mich Grund genug, auch nach den bereits hochgelobten Romanen Myttings Ausschau zu halten, die nach diesem Debüt herausgekommen sind: “Die Birken wissen’s noch” und “Die Glocke im See”. Alles in allem war dieser Roman für mich kein Highlight, lässt aber schon das Können des Autors erahnen.    © Parden  

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  • Produktbild: Die Tankstelle am Ende des Dorfs
  • Rostfraß

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