Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht...
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
mrs-lucky
aus Norddeutschland
5/5
07.10.2019
eBook (ePUB)
Ein spannender Thriller, in dem vieles ganz anders ist, als es anfänglich scheint
In dem kleinen Ort Ormberg haben Malin und ihre Freunde vor acht Jahren bei einer Geröllhalde ein Kinderskelett gefunden. Aber da niemand wusste, wer das kleine Mädchen war und niemand es als vermisst gemeldet hat, blieben die intensiven Ermittlungen erfolglos.
Jetzt ist Malin als Polizistin in ihr Heimatdorf zurückgekehrt mit und wird erneut mit diesem Fall konfrontiert. Nach der Abschaffung der Verjährungsfrist für Mord, wird der Tod des Mädchens noch einmal untersucht. Bereits zu Beginn der Untersuchung verschwindet die Verhaltensforscherin Hanne, die als Unterstützung bei den Ermittlungen mitarbeitet. Als sie im Wald aufgegriffen wird, kann sich niemand erklären, was passiert ist, Hanne selbst, kann sich an den Verlauf der letzten Tage nicht erinnern. Auch von Hannes Partner und Lebensgefährten Peter Lindgren, der ebenfalls mit dem Fall gearbeitet hat, gibt es keine Spur.
„Tagebuch meines Verschwindens“ ist eine Geschichte, die aus drei Perspektiven von drei Menschen erzählt wird, die alle mit ihren geheimen Dämonen ringen. Malin, die geprägt von ihrer Vergangenheit in die Heimatstadt zurückkehrt, Hanne, die ihre Krankheit vor der Umwelt zu verbergen versucht und Jake, der sich komisch und irgendwie falsch fühlt. Dazu kommt das fiktive Dorf Ormberg als düstere und winterkalte Kulisse. Im Ort sind alle Läden und Fabriken geschlossen, den übrig gebliebenen verbitterten Bewohnern stößt das in den ehemaligen Gebäuden des Trikot-Königs ansässige Flüchtlingslager sauer auf, sie betrachten die wechselnden fremden Bewohner mit Argwohn und stehen ihnen feindlich gegenüber. Selbst Malin geht es nicht viel anders, auch in ihrem Kopf haben sich Vorurteile den Flüchtlingen gegenüber festgesetzt, gleichzeitig löst die Rückkehr nach Hause eine Flut von Gedanken über ihr eigenes Leben aus und macht es ihr schwer, unvoreingenommen die Ermittlungen anzugehen.
Camilla Grebe hat nicht nur einen Krimi geschrieben, sie möchte mit dieser Geschichte den Leser sensibilisieren, sich in die hinein zu versetzen, die als Fremde in unser Land kommen. In ihrem Kommentar am Ende des Buches zitiert sie einen Ausspruch ihrer Krimifigur Malin, der mich während der Lektüre schon sehr bewegt und nachdenklich gestimmt hat. "Du könntest die sein, die vor Krieg und Hunger geflohen ist, sagt Andreas zu Malin." Dieser Satz gilt nicht nur Malin, sondern allen von uns. Es ist immer einfacher, dem zu Misstrauen, den man nicht kennt, als sich einzugestehen, sich im eigenen Menschenverstand getäuscht zu haben.
Der Krimi ist ganz anders, als ich es erwartet hätte, Hanne spielt eine deutlich kleinere, aber dennoch bedeutsame Rolle im Vergleich zu dem ersten Band „Wenn das Eis bricht“. Mir gefällt die komplexe und tiefgreifende Geschichte, der Verlauf hat mich an vielen Stellen überrascht, ich werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben und habe erfreut gesehen, dass im schwedischen Original Ende des Jahres bereits Teil 4 um die Profilerin Hanne veröffentlicht wird.
Bewertung
aus Bremen
5/5
23.09.2019
eBook (ePUB)
Sehr gut
Vorablesen.de hat mir das Original entfernt, als ich abwesend war. Angelika und ich haben dieses Buch aber gelesen und uns beiden hat es sehr gefallen. Wir haben dieses ebook sehr genossen. Gut.
Bewertung
aus Hartkirchen
5/5
21.09.2019
eBook (ePUB)
Rätselhaft
Camilla Grebe Mit Ihrem Buch „Tagebuch meines Verschwindens“ dem 2.Teil der Profilerin Reihe.
Das Cover und der Prolog haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, jedoch hab ich sehr lang gebraucht mich an den Schreibstil der Autorin zugewönnen.
Trotzdem bleibt keinem ColdCase Fan ein Wunsch unerfüllt. Ein lang verjährter Mord an einem kleinem Mädchen soll endlich geklärt werden! Keiner weiß, es wird viel vertuscht.
Spannend und aufregend
Freu mich schon auf den 3 Teil
MarionHH
Thalia Book Circle Community
5/5
18.09.2019
eBook (ePUB)
Wer Wind sät, wird Sturm ernten
In dem schwedischen Dorf Ormberg finden 2009 drei Teenager, Anders, Kenny und Malin, das Skelett eines Kindes. Der Fall bleibt ungelöst. Acht Jahre später werden einige Cold Cases wieder aufgenommen, darunter eben dieser Leichenfund, und Malin, inzwischen Polizistin, wird ebenfalls ins Team berufen, da sie hervorragende Ortskenntnisse hat. Zum Team gehören auch Profilerin Hanne und Ermittler Peter, die auch privat ein Paar sind. Die Ermittlungen stagnieren, als eines Tages Hanne verwirrt im Wald aufgefunden wird und Peter verschwunden ist. Hanne kann sich an nichts erinnern, und bei den Bewohnern des Dorfes stoßen Malin und ihre Kollegen auf eine Mauer des Schweigens…
Tagebuch meines Verschwindens ist ein ungewöhnlicher Thriller, bei dem es sehr lange dauert, bis sich scheibchenweise die Mosaiksteinchen ineinanderfügen. Es ist nicht nur ein Whodunnit-Krimi, sondern Psychogramm einer Dorfgemeinschaft und einzelner ihrer Mitglieder. Tatsächlich sind die Hintergründe so komplex und es tauchen immer wieder neue Wendungen auf, dass man als Leser mehrfach aufs Glatteis geführt wird. „Klassische“ Ermittlungsarbeit findet an sich kaum statt, stattdessen erfährt man aus verschiedenen Perspektiven von Malin, dem Jungen Jake sowie Hanne – zunächst in Form ihres Tagebuchs -, was passiert. Die Spannung lebt meines Erachtens stark von der Tatsache, dass sich Hanne nicht erinnern kann und dass das Tagebuch, in dem sie alles notiert, für die Ermittler nicht zugänglich ist und sie daher das Verschwinden Peters und seine Ermittlungsergebnisse nicht nachvollziehen können. Die Autorin macht dies sehr geschickt, denn auch der Leser, der zwar das Tagebuch mitliest, weiß dadurch nicht mehr als die Ermittler.
Den Titel des Buches kann man auf mehrere Aspekte der Geschichte anwenden – vieles verschwindet, Personen und Dinge, doch am erschütterndsten ist das Verschwinden von Hannes Gedächtnis. Das Tagebuch macht deutlich, wie verzweifelt sie ist und wie die Krankheit auch ihre Persönlichkeit verändert. Doch auch Malins und Jakes Innenleben wird intensiv beleuchtet, neben diesen dreien schienen mir die anderen Protagonisten eher schwach dargestellt zu sein. Diese drei sind ganz klar die Hauptpersonen, auf ihnen liegt der Fokus. Über Malin und Jake erfährt man zudem, wie die Dorfgemeinschaft funktioniert, und über allem hängt eine alles in allem düstere Atmosphäre, voller Geheimnisse und ein großes unangenehmes Schweigen, wie es nicht aus Zusammenhalt und Sympathie, sondern aus Misstrauen entsteht. Alle drei machen Entwicklungen durch und erfahren Schicksalsschläge, wobei Jake mir am besten gefallen hat, da er die positivste Wandlung erfährt. Der Fall selber – das tote Mädchen, das Verschwinden Peters – scheint mitunter ein klein wenig in den Hintergrund zu geraten ob dieser starken Präsenz der drei, doch plötzlich, wenn man es gar nicht erwartet, taucht wieder eine neue Entwicklung, eine neue Spur oder Entdeckung auf, und auch durch die persönliche Involviertheit Malins und die sukzessive Annäherung an die Lösung bleibt die Spannung auf einem sehr hohem Niveau. Für mich jedenfalls kamen die vielen Wendungen und die Lösung überraschend und ich fand die Erzählweise der Autorin sehr packend.
Fazit: Ein gelungener Psychothriller mit drei starken Protagonisten, die den Leser in ihren Bann ziehen. Wer blutige Leichen oder Psychoduelle zwischen Ermittler und Täter sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen erwartet ihn ein ungewöhnliches Psychogramm eines Dorfes und die nachdenklich machende Erkenntnis, dass Ormberg in uns allen ist.
raschke64
aus Dresden
3/5
01.10.2019
eBook (ePUB)
Schwächer
Ormberg ein kleiner Ort und ein Berg gleichen Namens mitten im Nirgendwo. Die Bewohner kennen sich alle untereinander gut. Da gibt es die Legende um ein Geisterkind. Da wurden vor Jahren die Knochen eines Kindes gefunden. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Jetzt findet man dort die Leiche einer Frau. Da sie an der gleichen Stelle gefunden wurde, nimmt man an, dass sie mit dem Kind zusammenhängt. Die Behörden ermitteln, doch dann verschwindet ein Kommissar spurlos.
Die Beurteilung des Buches ist für mich etwas schwierig. Positiv kann ich anmerken, dass ich die Autorin eigentlich sehr mag und dass sie auch in diesem Buch wieder einen guten und leicht lesbaren Stil gefunden hat. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, an deren Anfang immer der Name desjenigen steht, der in dem Kapitel in der Ich-Form berichtet.
Leider ist das Buch allerdings trotzdem in meinen Augen sehr ausschweifend und die Figur der Hanne ist für mich aufgrund ihrer Erkrankung und dem trotzdem möglichen Verbleib ohne Folgen in der Polizei nicht mehr wirklich glaubhaft. Alles in allem fehlt mir vor allem im Mittelteil komplett die Spannung. Ich glaube, hier hätte man mehr draus machen können.
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5/5
19.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein absolut gelungener Psychothriller...
Ein absolut gelungener Psychothriller der ein spannendes Lesevergnügen verspricht.
Fesselnd bis zur letzten Seite, konnte ich das Buch nicht beiseite legen. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch es nie langatmig wird.
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5/5
28.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Fesselnd bis zum Schluss!
An der gleichen Stelle in Omberg, wird eine tote Frau gefunden. wie einige Jahre zuvor. Der Fall wurde aber nie gelöst. Malin , eine junge Polizistin wird zu diesem Fall/Ort beordert, da sie ihre Jugend in Olmberg verbracht hat. Mich hat dieser Krimi besonders durch die immer neuen Wendungen bis zum Schluss gefesselt.
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4/5
01.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Nach "Wenn das Eis bricht" ein...
Nach "Wenn das Eis bricht" ein wirklich wieder gelungener Psychothriller der Autorin. Auch ohne viel Blut und Gewalt eine spannende und fesselnde Geschichte und ich bin gespannt ob wir noch mehr von der "Profilerin" zu lesen bekommen werden. Top Kaufempfehlung meinerseits.
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