Cherubino

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Roman

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Beschreibung

Eine starke Frau, zwei Männer, eine Schwangerschaft und die große Oper - in ihrem neuen Roman erzählt Andrea Grill eindringlich von einer Sängerin zwischen Kind und Kunst.

Die 39-jährige Sängerin Iris Schiffer ist zielstrebig, selbstbewusst und auf gutem Karriereweg. Demnächst gibt sie als Cherubino in Mozarts Oper "Hochzeit des Figaro" ihr Debüt an der Met, und unverhofft wird ihr eine Hauptrolle bei den Salzburger Festspielen angeboten. Aber die schönste Nachricht ist ihre Schwangerschaft, von der Iris zunächst weder den beiden in Frage kommenden Vätern noch ihrer Agentin etwas verrät, zumal die Premiere in Salzburg und der Tag der Geburt nah beieinander liegen. Andrea Grill erzählt von einer souverän handelnden Frau, die erst allmählich bereit ist, ihre Schwangerschaft anzunehmen. Von den Männern nimmt sie, was sie braucht. Denn das, was zählt, sind sie und ihr Kind.

„Hoch spannend bis zum großen Finale.“ Angela Wittmann, Brigitte, 25.09.19

„Ein modernes Buch, ein hervorragend recherchiertes Buch obendrein, ein Buch für alle, die mutig den eigenen Weg gehen." Annika Täuschel, BR Klassik, 24.09.19

„Ein Glücksfall! Grill erzählt in ihrem für den Deutschen Buchpreis 2019 nominierten Roman kurzweilig, unsentimental und nicht moralisierend davon, dass Emanzipation für Frauen noch immer eine schwierige Übung ist.“ Irene Prugger, Wiener Zeitung, 14.09.19

„Andrea Grill hat ein vielschichtiges Buch geschrieben und eine komplexe Frauenfigur erfunden, die mit ihren eigenen Widersprüchen und denen, die ihr durch gesellschaftliche Konventionen aufgezwungen werden, provozierend und leichtfüßig umgeht.“ Eva Schobel. Ö1 ex libris, 08.09.18

„Inhaltlich überzeugend, formal und stilistisch elegant schildert Grill typische Lebenssituationen einer emanzipierten Frau. Sie stellt das Selbstbestimmungsrecht des Menschen in der westlichen Moderne nie in Frage, macht aber auf realistische Weise klar, dass Freiheit auch ihren Preis hat.“ Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 06.09.18

„'Cherubino' vermittelt eine Ahnung von den Herausforderungen eines Lebens für den Bühnenbetrieb: eine Szene, in der die Selbstoptimierungstendenzen unserer Zeit auf die Spitze getrieben werden.“ Johannes Bruggaier, Südkurier, 27.08.19

„Andrea Grill ist eine genaue Beobachterin und gleichzeitig anteilnehmende und distanzierte Erzählerin. Das macht dieses Buch so lesenswert.“ Christiane Irrgang, NDR Kultur, 05.08.19

„Andrea Grill inszeniert ein Leben, in dem sich viele Frauen wiedererkennen dürften. Ein Frauenporträt, das von der Zerrissenheit zwischen Kind und Karriere erzählt. Und vom Märchen davon, beides mühelos und selbstbestimmt miteinander vereinbaren zu können.“ Nadine Kreuzahler, rbb quergelesen, 28.07.19

„Ein Buch, das mit Tabus bricht, und eine Inspiration für Frauen, die mehr wollen, als die Gesellschaft ihnen zugesteht.“ Alice Pfitzner, ORF Zeit im Bild, 22.07.19

„In einer ausdrucksstarken, mal lakonischen, dann wieder kunstvoll gedrechselten Prosa lotet Andrea Grill die Schwierigkeiten einer modernen Frau aus, die ein Ikea-Bett zusammenbauen kann und allein wohnen, aber nicht allein leben will.“ Irene Binal, Deutschlandfunk, 23.07.19

„Nebenbei ist Cherubino auch ein amüsanter, sanft satirischer Musiktheaterroman, in dem das so genannte Regietheater karikiert wird, das konzeptuelle Gehabe und abseitig-kapriziöse Einfälle sowie das Mit- und Durcheinander hinter den Kulissen.“ Alexander Kluy, literaturhaus.at, 23.07.19

„Ein sehr unterhaltsam, sehr kurzweilig geschriebener Roman, der das Porträt einer Frau ist, die selbst in schwierigsten Momenten auf ihr Recht auf Selbstbestimmung pocht.“ Katja Gasser, ORF

Andrea Grill, 1975 in Bad Ischl geboren, studierte u. a. in Salzburg und Thessaloniki und promovierte an der Universität Amsterdam in Biologie. Sie wurde u. a. mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis (2011) und dem Förderpreis für Literatur der Stadt Wien (2013) ausgezeichnet. Andrea Grill lebt in Wien und unterrichtet an der Universität Bern. Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane Das Paradies des Doktor Caspari (2015) und Cherubino (2019).

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2019

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2019

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3 cm

Gewicht

409 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-05949-8

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Kind oder Karriere?

leseratte1310 am 09.01.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 39-jährige Sängerin Iris Schiffer ist Opernsängerin. Sie ist selbstbewusst und weiß, was sie will. Mit der Rolle als Cherubino wird sie in Kürze an der Met debütieren und ihre Karriere ist vorgezeichnet. Sie bekommt unverhofft eine Rolle bei den Salzburger Festspielen angeboten. Doch die Premiere wird ungefähr mit der Geburt zusammenfallen, denn sie ist schwanger. Sie muss eine Entscheidung treffen: Kind oder Karriere. Wie wird sie sich entscheiden? Der Schreibstil der Autorin ist eindringlich und flüssig zu lesen. Iris Schiffer ist eine Person, die sich das vom Leben nimmt, was ihr gefällt. Während sie mit dem einen Mann zusammen ist, ist sie in einen anderen, der allerdings anderweitig gebunden ist, verliebt. In Bezug auf ihren Beruf ist sie ehrgeizig und zielstrebig und wird ihren Weg gehen. Doch dann erhält sie die Bestätigung ihrer Schwangerschaft, die mit einem Mal alles verändert. Iris ist nicht gleich bereit, die Tatsachen zu akzeptieren. Sie informiert weder ihre Partner noch ihre Agentin. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie weiß, wer der Vater ist. Aber sie ist sich auch sicher, dass sie Kind und Karriere unter einen Hut bringen kann. Iris Schiffer ist eine starke Person, die mir aber immer fremd blieb, obwohl ich so nahe an ihr und ihren Gedanken dran war. Ich weiß nicht, wie ich in Iris‘ Situation gehandelt hätte. Sie aber geht ihren Weg und geht dafür aus Risiken ein. Das Ende des Romans fand ich ein wenig überhastet. So ganz hat mich dieser Roman nicht überzeugt.

Kind oder Karriere?

leseratte1310 am 09.01.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 39-jährige Sängerin Iris Schiffer ist Opernsängerin. Sie ist selbstbewusst und weiß, was sie will. Mit der Rolle als Cherubino wird sie in Kürze an der Met debütieren und ihre Karriere ist vorgezeichnet. Sie bekommt unverhofft eine Rolle bei den Salzburger Festspielen angeboten. Doch die Premiere wird ungefähr mit der Geburt zusammenfallen, denn sie ist schwanger. Sie muss eine Entscheidung treffen: Kind oder Karriere. Wie wird sie sich entscheiden? Der Schreibstil der Autorin ist eindringlich und flüssig zu lesen. Iris Schiffer ist eine Person, die sich das vom Leben nimmt, was ihr gefällt. Während sie mit dem einen Mann zusammen ist, ist sie in einen anderen, der allerdings anderweitig gebunden ist, verliebt. In Bezug auf ihren Beruf ist sie ehrgeizig und zielstrebig und wird ihren Weg gehen. Doch dann erhält sie die Bestätigung ihrer Schwangerschaft, die mit einem Mal alles verändert. Iris ist nicht gleich bereit, die Tatsachen zu akzeptieren. Sie informiert weder ihre Partner noch ihre Agentin. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie weiß, wer der Vater ist. Aber sie ist sich auch sicher, dass sie Kind und Karriere unter einen Hut bringen kann. Iris Schiffer ist eine starke Person, die mir aber immer fremd blieb, obwohl ich so nahe an ihr und ihren Gedanken dran war. Ich weiß nicht, wie ich in Iris‘ Situation gehandelt hätte. Sie aber geht ihren Weg und geht dafür aus Risiken ein. Das Ende des Romans fand ich ein wenig überhastet. So ganz hat mich dieser Roman nicht überzeugt.

Andrea Grill – Cherubino

Miss.mesmerized am 14.09.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Nachricht von der Schwangerschaft trifft die Opernsängerin Iris Schiffer unerwartet. Gerade in Richtung Höhepunkt ihrer Karriere und nun das. Soll sie das Kind überhaupt behalten? Und wer ist der Vater, der emotionsgeladene Sergio, ebenfalls Sänger, oder der eher kühle Geschäftsmann Ludwig? Ihre Rolle als „Cherubino“ an der New Yorker Met kann sie jedenfalls deshalb nicht riskieren und beschließt erst einmal, das Geheimnis für sich zu behalten. Doch bald schon verändert sich ihr Körper, fordert Ruhephasen und Schlaf, gleichzeitig aber auch steigt ihre Ausdrucksfähigkeit. Während man sie in New York bejubelt, hadert sie mit ihrer Rolle bei den Salzburger Festspielen: soll sie das Engagement gefährden und den Verantwortlichen beichten, dass sie ein Kind erwartet? Mozarts „Le nozze di Figaro“ dient als Namensgeber für Andrea Grills Roman, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 steht. So wie Cherubino sich in der Oper verkleidet und vorgibt etwas zu sein, das er nicht ist, muss auch die Protagonistin eine Rolle spielen, da die Wahrheit ihr karrieretechnisch schaden würde. Cherubino spielt eine Frauenrolle, Iris schlüpft in die einer männlichen Figur und das in schwangerem Zustand – diese Absurdität wird nur von der Realität im Umgang mit Schwangerschaft und den damit einhergehenden vermeintlichen Schutzgesetzen übertrumpft, die nicht nur die Wünsche der Frauen nicht berücksichtigen, sondern wie im Falle von Iris, sogar richtig schaden können. Andrea Grill bietet gleich mehrere diskussionswürdige Themen in ihrem Buch an. Die Liebesgeschichte - die mich zugegebenermaßen weniger begeistern konnte – einer Frau, die zwischen zwei Männern steht und sich nicht entscheiden kann und will, da beide eine Rolle in ihrem Leben spielen. Die gesellschaftlichen Versprechungen, dass für die moderne Frau alles möglich sein, was sich aber spätestens mit Eintritt der Schwangerschaft als bloßer Schein entpuppt. Das Verhältnis von Mann und Frau: Ludwig kann sich der Vaterschaft einfach entziehen, für Iris gibt es diese Option nicht. Die Unsicherheit in der Schwangerschaft, was ist normal, was darf man, was soll man besser lassen, ein eigentlich natürlicher Vorgang, der heute maximal medizinisch begleitet und überwacht wird und allein aus diesem Grund viel mehr Gefahr ausstrahlt, als dies in den unzähligen Generationen zuvor je der Fall gewesen war. Alles überschattet jedoch die Auswirkungen auf Iris‘ beruflichen Möglichkeiten: „Der sogenannte gesetzliche Schutz, hatte Iris sich ereifert, erreicht bei mir das Gegenteil, nämlich, dass er mich zwingt, meine Karriere am Höhepunkt abzubrechen. Was würdest du sagen, wenn man dir gesetzlich verboten würde, in Bregenz aufzutreten, weil du ein Kind erwartest? Obwohl du dich fit genug fühlst und die Rolle aus eigenem Entschluss singen möchtest?“ Ob man in ähnlicher Situation wie Iris gehandelt hätte, muss jeder Leser für sich entscheiden. Eine Lösung kann es hier nicht geben. Unabhängig von der Inhaltsebene hat mich Andra Grills Schreibstil überzeugen können. Der Roman, komponiert wie eine Oper, gefällt mir auch dramaturgisch recht gut. Vielleicht ist es gerade das bisschen zu viel Gefühlsduselei, das die Emotionen der Protagonistin wiederspiegelt, das mir persönlich zu viel war, aber genauso auch die rationale Sängerin überrascht. Nicht der ganz große Kandidat für die Shortlist, aber durchaus ein Roman, der einiges zu bieten hat.

Andrea Grill – Cherubino

Miss.mesmerized am 14.09.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Nachricht von der Schwangerschaft trifft die Opernsängerin Iris Schiffer unerwartet. Gerade in Richtung Höhepunkt ihrer Karriere und nun das. Soll sie das Kind überhaupt behalten? Und wer ist der Vater, der emotionsgeladene Sergio, ebenfalls Sänger, oder der eher kühle Geschäftsmann Ludwig? Ihre Rolle als „Cherubino“ an der New Yorker Met kann sie jedenfalls deshalb nicht riskieren und beschließt erst einmal, das Geheimnis für sich zu behalten. Doch bald schon verändert sich ihr Körper, fordert Ruhephasen und Schlaf, gleichzeitig aber auch steigt ihre Ausdrucksfähigkeit. Während man sie in New York bejubelt, hadert sie mit ihrer Rolle bei den Salzburger Festspielen: soll sie das Engagement gefährden und den Verantwortlichen beichten, dass sie ein Kind erwartet? Mozarts „Le nozze di Figaro“ dient als Namensgeber für Andrea Grills Roman, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 steht. So wie Cherubino sich in der Oper verkleidet und vorgibt etwas zu sein, das er nicht ist, muss auch die Protagonistin eine Rolle spielen, da die Wahrheit ihr karrieretechnisch schaden würde. Cherubino spielt eine Frauenrolle, Iris schlüpft in die einer männlichen Figur und das in schwangerem Zustand – diese Absurdität wird nur von der Realität im Umgang mit Schwangerschaft und den damit einhergehenden vermeintlichen Schutzgesetzen übertrumpft, die nicht nur die Wünsche der Frauen nicht berücksichtigen, sondern wie im Falle von Iris, sogar richtig schaden können. Andrea Grill bietet gleich mehrere diskussionswürdige Themen in ihrem Buch an. Die Liebesgeschichte - die mich zugegebenermaßen weniger begeistern konnte – einer Frau, die zwischen zwei Männern steht und sich nicht entscheiden kann und will, da beide eine Rolle in ihrem Leben spielen. Die gesellschaftlichen Versprechungen, dass für die moderne Frau alles möglich sein, was sich aber spätestens mit Eintritt der Schwangerschaft als bloßer Schein entpuppt. Das Verhältnis von Mann und Frau: Ludwig kann sich der Vaterschaft einfach entziehen, für Iris gibt es diese Option nicht. Die Unsicherheit in der Schwangerschaft, was ist normal, was darf man, was soll man besser lassen, ein eigentlich natürlicher Vorgang, der heute maximal medizinisch begleitet und überwacht wird und allein aus diesem Grund viel mehr Gefahr ausstrahlt, als dies in den unzähligen Generationen zuvor je der Fall gewesen war. Alles überschattet jedoch die Auswirkungen auf Iris‘ beruflichen Möglichkeiten: „Der sogenannte gesetzliche Schutz, hatte Iris sich ereifert, erreicht bei mir das Gegenteil, nämlich, dass er mich zwingt, meine Karriere am Höhepunkt abzubrechen. Was würdest du sagen, wenn man dir gesetzlich verboten würde, in Bregenz aufzutreten, weil du ein Kind erwartest? Obwohl du dich fit genug fühlst und die Rolle aus eigenem Entschluss singen möchtest?“ Ob man in ähnlicher Situation wie Iris gehandelt hätte, muss jeder Leser für sich entscheiden. Eine Lösung kann es hier nicht geben. Unabhängig von der Inhaltsebene hat mich Andra Grills Schreibstil überzeugen können. Der Roman, komponiert wie eine Oper, gefällt mir auch dramaturgisch recht gut. Vielleicht ist es gerade das bisschen zu viel Gefühlsduselei, das die Emotionen der Protagonistin wiederspiegelt, das mir persönlich zu viel war, aber genauso auch die rationale Sängerin überrascht. Nicht der ganz große Kandidat für die Shortlist, aber durchaus ein Roman, der einiges zu bieten hat.

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