Drei Stunden gepackt mit bestaunenswerten Fakten zur wichtigsten Hauptsache der Welt. "Untervögelt" fasst in leichtem Plauderton zusammen, was der Stand von Wissenschaft und Forschung uns über die Sexualität zu berichten weiß. Ausgehend von Betrachtungen teils skurril anmutender Sexual- und Vermehrungspraktiken des Tierreichs beschreibt der Autor an Hand von nicht weniger als 50 Originalstudien die Auswirkungen unserer Sexualität auf Gesundheit, Lebenserwartung, Attraktivität, Beziehungszufriedenheit, Intelligenz, Sozialkompetenz und weitere Themenfelder. Abgerundet wird das Buch durch ein Essay über die Frage: "Was genau ist eigentlich "guter" Sex?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Frankfurt
5/5
19.11.2021
Hörbuch-Download
lehrreich unterhaltsam
Das Buch ist empfehlenswert. Man wird neugieriger und selbstbewusster. Das Buch bestärkt in der eigenen Suche nach Zufriedenheit und Befriedigung.
Am besten gefällt mir die Auswertung der vielen Statistiken in der Mitte des Buches. Der Beginn über das Tierreich ist nicht so relevant, aber mindestens unterhaltsam. Das Ende, die persönliche Meinung des Autors sowie die politischen Implikationen ziehen sich etwas, aber ist ein schöner Abschluss, den ich zu 95% teile.
Das Hörbuch ist gut gesprochen. Es nervt nur die gegenderte Sprache. Das lenkt manchmal vom Inhalt ab.
Bewertung
5/5
20.09.2023
eBook (ePUB 3)
Sehr empfehlenswert!
Ich bekam das Buch von einer Bekannten empfohlen, sie fand es sehr humorvoll. Ich war ehrlich gesagt erst skeptisch, wenn Sie es mir nicht empfohlen hätte (und auf den Humor hingewiesen hätte) wäre ich in einem Buchladen daran vorbeigelaufen. Das liegt vor allem am Titel-weil das für mich schmerzhafte Assoziationen weckt. Ich bin leider noch nicht so weit, dass ich in dieser Hinsicht locker bin.
Ich habe dann das eBook gekauft und hab's am gleichen Tag gelesen.
Mir hat es vor allem darum gefallen, weil Volker Schmidt viel Literatur zitiert, die ich kenne und schätze. Einerseits "Sex at Dawn", aber auch Wild Thing (Mit diesem Buch hatte ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie der Autor).
Für mich ist "Untervögelt" ein sehr flüssig lesbares Manifest für eine sexuell aufgeklärte und aktive Gesellschaft - etwas das wir aus meiner Sicht ganz dringend benötigen!
Es regt an, weiterzudenken, zu diskutieren und zu forschen. Ich mag die kompakte Form (Sex at Dawn finde ich viel schwerer verdaulich).
Seither habe ich tatsächlich mit einigen Bekannten über dieses Buch und damit auch über Sexualität gesprochen, was mir früher eher unangenehm war. So gesehen hat der Autor zumindest ein kleines Ziel erreicht.
Alles in allem: absolute Empfehlung von meiner Seite!
Bewertung
aus Hamburg
5/5
24.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Was Sex mit uns Menschen macht oder machen könnte... Sollte jede(r) mal gelesen haben!
Der Titel "Untervögelt?" wirkte auf mich zunächst etwas befremdlich - nach abgeschlossener Lektüre hat sich das aber gelegt. Geht doch aus diesem Buch sehr klar hervor, dass für uns alle, auf die eine oder andere Weise, die einzig ehrliche Antwort ein "Ja!" ist.
Volker Schmidt beschreibt sehr unterhaltsam und auf Basis zahlreicher Studien, was Sex (oder dessen Abwesenheit) mit uns Menschen und unserem Leben macht oder machen könnte. Hierbei bringt er Sachverhalte, die vermutlich vielen Menschen vage bekannt und irgendwie intuitiv wahr vorkommen, sehr präzise auf den Punkt und macht es damit möglich, sie besser einzuordnen.
Die positive, einladende und zuweilen visionäre Botschaft hat bei mir auf jeden Fall etwas zum Klingen gebracht.
Ich empfehle dieses Buch wärmstens allen jenen, die das Gefühl umtreibt, in Sachen Sex sei noch etwas Luft nach oben. Allen anderen empfehle ich das Buch dringend - nur werden die wohl nicht auf mich hören ;)
Bewertung
aus Leiben
3/5
28.01.2023
eBook (ePUB 3)
Let´s talk about Sex
Wie der Titel schon andeutet, geht es hier um die schönste Nebensache der Welt - Sex. Das ganze ist mit interessanten Statistiken und somit auch wissenschaftlich unterlegt.
Das Cover des Buches macht das Buch interessant, auch wenn man eigentlich nicht erkennt (außer am Untertitel), um was für ein Genre bzw. um was es hier geht. Mir gefällt das Cover allerdings, und man erfährt im Buch auch, was es mit dem Vogel auf sich hat.
Der Schreibstil des Autors ist sehr gut. Nach einer kurzen Einführung über das Tierreich, das ich doch interessant fand, kamen dann Statistiken, die ebenfalls gut in den Kontext passten und hervorragend in das Buch eingebaut wurden. Auch die persönliche Meinung des Autors findet seinen Platz. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und immer wieder blitzt auch ein wenig Ironie und Humor durch, was das ganze Buch auflockert.
Zu Beginn des Buches ist die Hauptquelle meist "Wikipedia", was ich nicht gut fand. Danach allerdings wird fleißig aus anderen Büchern und Artikeln (mit Quellenangabe) zitiert, was auf eine ausgezeichnete Recherche hindeutet.
Insgesamt fand ich das Buch interessant und las es relativ schnell (was bei ca. 160 Seiten auch meist geht). Am Ende gab es dann aber doch einige Wiederholungen zu viel, die ich nur noch schnell überlas.
Zum anderen nennt der Autor zwar viele Spielarten und Formen der Sexualität, allerdings lässt er Asexualität, Intersexualität und Transgender total außen vor und erwähnt sie nicht einmal.
Daher meine Meinung, dass das Buch an sich interessant ist, es aber zu dem Thema viele andere ausführlichere gibt (manche zitiert der Autor ja auch im Buch).
Fazit: Interessant, aber zum Thema gibt es definitiv bessere Bücher. 3,5 von 5 Sternen
Mrs.Moriarty
Thalia Book Circle Community
2/5
04.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Ich finde Schmidt ignoriert einfach gesellschaftliche Entwicklungen
Ich gebe zu, ich finde das Buch insgesamt inhaltlich etwas überflüssig, aber auch nicht überzeugend. Schmidt teilt keinerlei wirklich neue Informationen, die nicht aus Sexualratgebern oder Aufklärungsbücher der letzten Jahre, schon bekannt wären. Zum Teil sind seine Erkenntnisse meiner Meinung nach zwar nicht verkehrt. Ich finde es schon wichtig das unsere Gesellschaft unseren Umgang mit Sex und Sexualität verändern muss. Allerdings zieht er einfach andere Schlüsse als ich daraus - was okey ist, ich muss ja nicht seiner Meinung sein. Was für mich das Buch aber nicht soo empfehlenswert macht.
Ich finde es zwar gut, das er seine Argumentation mit verschiedenen wissenschaftlichen Studien untermauern möchte. Allerdings finde ich schon hier die Zusammenfassungen nicht immer gelungen. Manchmal häufen sich einfach nur verschiedene Erkenntnisse, Schmidt vergisst aber die Studien mit seinem jeweiligen Kapitelthema sinnvoll zu verknüpfen. Oftmals fehlte mir schlichtweg der Sinn, weshalb er eine bestimmte Studie nennt, dann aber gar nicht genau ausführt, was er mit ihr an diesem Punkt erklären möchte.
Gut fand ich auch, das er klar macht, das vor allem Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die freie Wahl einer der Schlüssel zu erfüllten Sexualität sind. Auch andere Punkte die dazu führen, weshalb der Geschlechtsverkehr von Menschen als nicht immer erfüllend wahrgenommen wird, fand ich schlüssig.
Allerdings fokussiert sich Schmidt sehr auf Naturwissenschaftliche Erklärungen und verschiedene zum Teil auch Sozialwissenschaftliche Studien - ignoriert dabei aber meiner Meinung nach völlig, das auch andere Einflüsse die eigene Auslebung der Sexualität massiv beeinflussen. Denn die Gründe die zu Geschlechtsverkehr führen sind vielfältig und nicht immer so stark beeinflussbar, wie der Autor das suggeriert. Nach Meinung des Autors muss zwar ein neuer Blick auf den Geschlechtsverkehr her und vor allem ein natürlicher Umgang damit. Aber er fokussiert sich dabei so stark auf biologische logiken, das er die gesellschaftlichen Entwicklungen außen vor lässt.
Er ignoriert in seiner Argumentation völlig, das gerade die Vorstellungen die über Frauen und Männer und andere Geschlechter herrschen, auch die Auslebung von Körperlichkeit so stark beeinflussen, das hier ein neuer Blick auf Sex allein einfach zu kurz gedacht ist.
Das ist zwar ein netter Rat, stößt aber keine Diskussion darüber an, wie sich dieser Blick ändern könnte. Sein Vergleich übrigens mit bestimmten Tierarten, die vermutlich eher wenig Spaß am Geschlechtsakt haben (oder sogar gar keinen) mit Menschen (und anderen Tieren die Spaß an Sex haben) hinkt auch. Hier hätte er mich vielleicht überzeugen können, wenn er ausgeführt hätte, das es Hinweise bei den Arten die er bennent, darauf gibt, das sie auch Spaß daran haben. Ansonsten fand ich den Hinweis darauf, das die Männchen einer bestimmten Entenart einen längeren Penis (im erigierten Zustand) haben können, als der Körper lang ist, völlig überflüssig. Was sollte mir diese Information bitte eigentlich sagen???
Immerhin bemüht er sich, Frauen und Männer gleichermaßen im Blick zu haben. Schade fand ich das er sich dabei so stark darauf fokussiert, die Menschen würden aus genau zwei Geschlechtern bestehen keine weiteren Geschlechter kennen (und wieder ignoriert, das genau diese Konstruktionen auch die naturwissenschaftlichen Forschungen beeinflusst haben und es nach wie vor tun).
Zu guter letzt, fand ich den aufgesetzten humorvollen Ton, den Volker Schmidt anschlägt anstrengend und ziemlich nervtötend.
Ich finde es wichtig das unsere Gesellschaft Sexualität und alles was damit zusammen hängt aus ihrem Schmuddeldasein heraus befördert und das wir uns mehr trauen, mit unseren jeweiligen Sexualpartnern*innen auf Augenhöhe über Wünsche und vielleicht auch Ängste zu sprechen. Es ist nach wie vor so, das viele Frauen noch nie einen Orgasmus hatten oder aufgrund schlechter Erfahrungen nicht wissen, das Sex auch richtig toll sein kann (und dann keinesfalls überschätzt ist, wie ich das als Aussage von einer Person tatsächlich mal gehört habe). Aber meiner Meinung nach greift Schmidts Buch einfach zu kurz und ignoriert in seinen Argumenten die verschiedenen Diskurse, die zur Herausbildung des heutigen Bildes von Sex und Sexualität geführt haben und sie nach wie vor bestimmen.
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