Produktbild: Radio Girls
Band 71644

Radio Girls Roman

8

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2020

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/3,6 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Schwarz / Camel

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Beate Brammertz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71644-9

Beschreibung

Rezension

»Stimmungsvoll, mit vielen Parallelen zur Gegenwart - und vor allem unterhaltsam.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2020

Abbildungen

SW-Abb.

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/3,6 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Schwarz / Camel

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Beate Brammertz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71644-9

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • dr_juergen

    aus Arnsberg

    5/5

    23.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Geniale Mischung aus Fakt und Fiktion

    „Radio Girls“ spielt im Zeitraum zwischen dem November 1926 und (inklusive Epilog) 1932. Es geht um den Aufstieg und die Entwicklung der staatlichen britischen Rundfunkgesellschaft BBC - British Broadcasting Cooperation. Gegründet eigentlich als ‚Absatzförderungsinstrument‘ der Radiohersteller, wurde die BBC Ende 1926 in eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts umgewandelt. Hier lässt auch Stratford ihren Roman beginnen. Nicht ohne jedoch der/dem Leser*in mit einem kurzen, rasanten Prolog Appetit zu machen und gleichzeitig zu zeigen: Hier geht es nicht nur um die (ggf. faden) Erinnerungen einer Rundfunksekretärin. Bereits mit diesen knapp 1 ½ Seiten hatte mich die Autorin gecatcht. Das ist schon ein Kunststückchen, aber es ging flott weiter und wir begleiten die Heldin des Romans, Maisie Musgrave, mit klopfendem Herzen zu ihrem Vorstellungstermin in die BBC. Maisie Musgrave ist die zentrale Person der „Radio Girls“, ergänzt durch die historische Figur der Programmdirektorin der Vortragsabteilung, Hilda Matheson, quasi als Co-Protagonistin. Daneben bevölkert eine bunte Mischung an fiktiven und historischen Personen den Roman. Und sie tun es in einer grandiosen Lebendigkeit, dass man sie absolut und jederzeit vor sich sieht. Vom Generaldirektor, von allen nur GD genannt über manchmal sympathische, manchmal schleimig-eklige Männergestalten, bis hin zu Rusty, einem der vielen Botenjungen. Nachdem sich das erste Drittel des Romans um den beruflichen Einstieg von Maisie Musgrave dreht, ergänzt durch den Blick auf die Entwicklung der BBC, nimmt diese zweite Perspektive dann deutlich an Fahrt auf. Maisie und die BBC werden mehr und mehr eins und die Figur der Protagonistin bekommt zunehmend Kontur. Tändeleien gibt es natürlich auch und ich muss gestehen, ich habe bei Maisies erstem Date mit einem Kollegen mit gezittert. Ich habe gebetet: Lieber Gott, lass das jetzt nicht in einer Liebesgeschichte enden! Aber man darf sich der erfahrenen Journalistin Sarah-Jane Stratford anvertrauen, die u.a. für The Guardian und The Boston Globe geschrieben hat. Routiniert führt sie die/den Leser*in an jedem rosaroten Fallstrick vorbei (übrigens auch später, wenn wir - liebestechnisch betrachtet - in wesentlich gefährlicheres Fahrwasser kommen). Stratford baut die Liebesgeschichten perfekt in die Gesamtstory ein, genauso wie das Wetter, Zahnschmerzen oder durchgelaufene Schuhe ist die Liebe eben Teil des täglichen Lebens. Nicht mehr und nicht weniger. Und zwar völlig egal, welche Art von Liebe! Als ich dann zur gefürchteten Mitte des Buches kam, gab es wieder so einen kurzen Angstmoment. Würde es jetzt, zwar flott erzählt, aber doch im selben Thema, weitergehen? Aber nein, hier startet die Autorin, fast möchte man sagen, wie ein Art Zusatztriebwerk, eine zweite Handlungsebene, die mich endgültig ans Buch band. Ich will nicht spoilern, deshalb gehe ich nicht weiter auf diese zweite Handlungseben ein. Nur soviel: Es ist rasant und dramatisch! Von der Tatsache abgehen, dass der gebürtigen U.S.-Amerikanerin Sarah-Jane Stratford ein ungemein spannender und im besten Sinne unterhaltsamer Roman gelungen ist, wird uns hier - ganz sanft und fast durch die Hintertür ein Lehrstück der Frauenrechte vorgeführt. Sehr elegant baut die Autorin die, für die britische Demokratie nicht eben schmeichelhaften, Fakten zur Lage der Frau im Vereinigten Königreich ein. Und als wenn das nicht virtuos genug wäre, haben queere Charaktere einen unaufdringlichen aber deutlichen Auftritt. Absolut begeistert (u.a.) war ich von der fein ziselierten Darstellung der historischen Person des Generaldirektors John Reith. Auch hier will ich nicht spoilern. Nur soviel: Es lohnt sich, seinen Aussagen und Handlungen aufmerksam zu folgen, dann kann man vergnügliche Zusammenhänge entdecken. Die Sprache des Buches, der Wortwitz, das Tempo: alles stimmt auf den Punkt. Hier wird, mit einem enormen Kraftaufwand an Recherche, ein Stück Geschichte serviert, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Ich hoffe inständig, dass die Autorin eine Fortsetzung mit Fokus auf die Jahre zwischen 1932 und dem Kriegsanfang schreiben wird. „Radio Girls“ ist eines meiner Lesehighlights 2020 und ich empfehle es mit Nachdruck!

  • Bewertung

    aus München

    4/5

    06.09.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Starke Frauen, tolle Geschichten und der Beginn des Radios

    London, Mitte der 1920er Jahre – die junge Maisie erhält eine Stelle als Sekretärin bei der neugegründeten Rundfunkanstalt BBC. Für Maisie, ein schüchternes Mädchen die in ihrer Kindheit als Maisie-Maus gehänselt wurde und sich nicht einmal traut eine Frage zu stellen, beginnt ein völlig neues Leben. Nicht nur, hat sie erstmals genug Geld zum Leben, sondern sie geht auch vollkommen in der trubeligen, flirrenden Atmosphäre der BBC auf. Bald arbeitet sie auch für Hilda Matheson, die Programmdirektorin für die Vortragsserie bei der BBC, die für Maisie eine Mentorin wird, und je tiefer Maisie in die Welt der BBC eindringt, desto weniger bleibt von dem verhuschten, schüchternen Mädchen übrig. Doch als Maisie und Hilda Informationen erhalten, die auf eine gefährliche Verschwörung hindeuten müssen sie sich entscheiden, wie weit sie als Frauen gehen können und wollen um die Wahrheit aufzudecken. Ich hatte mich bisher noch garnicht mit der Geschichte des Radios, der BBC und insbesondere auch nicht mit der Stellung von Frauen in diesen Branchen beschäftigt. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und die Entwicklung, die insbesondere die Protagonistin Maisie macht. Zu Beginn des Buches war ich teilweise wirklich erschüttert, was für ein Bild die Frauen von sich selbst hatten: Da musste dem Mann nach dem Mund geredet werden um ihm zu gefallen, da wird die Hochzeit mit einem (gut situierten) Mann als einziges Ziel im Leben der Frau dargestellt. Arbeitende Frauen waren die Seltenheit, nach der Hochzeit war an eine Arbeit kaum noch zu denken und das Frauenwahlrecht war noch nicht eingeführt. Hier war ich begeistert, über die Person der Hilda Matheson, die als Frau in einer leitenden Position im Radio genau diesem Bild entgegentreten wollte. Als Vortragsdirektorin war sie erpicht darauf, zu informieren, Frauen wie Männer, über Literatur und Kultur genauso wie über Politik. Sie wollte die Frauen nicht mehr nur als „Beiwerk“ des Ehemannes wissen und die positive Resonanz die sie erhielt, zeigte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg war. Sie war eine starke Frau die kein Blatt vor den Mund nahm und für ihre Ideen einstand und vor allem – sie war eine ganz hervorragende Netzwerkerin. Eine Eigenschaft, die ja heute noch vielfach unterschätzt wird. Aber auch die anderen weiblichen Figuren fand ich sehr stark – da ist Phyllida, eine Schreibkraft die sich politisch engagieren möchte, oder Beanie, eine junge Frau aus adligem Hause, die nur zu gerne aus der Etikette ausbricht um ihre Standpunkte zu vertreten. Aber wie gesagt, die größte und aus meiner Sicht beeindruckendste Entwicklung vollbringt Maisie. Hier zeigt sich, was Informationen und Bildung bewirken können – es kommt nicht darauf an, woher jemand kommt oder welche Ausbildung jemand hat – allein durch Interesse und Information kann man schon Berge versetzen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass die ersten 150 Seiten durchaus seine Längen hatten. Es war sicher wichtig, um eine Einführung in die Atmosphäre der damaligen Zeit und in die BBC und die Radiowelt zu erhalten, aber es hat mich einiges an Durchhaltevermögen gekostet. Umso besser wurde es im Anschluss bis ich zum Schluss das Buch kaum mehr aus den Händen legen konnte. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und das Buch entwickelte eine Spannung, die ich ihm nicht zugetraut hatte. Der Schreibstil war gut zu lesen, wobei ich auch hier gerade am Anfang teilweise so meine Schwierigkeiten hatte – so richtig bin ich nicht in das Buch reingekommen – aber das kann auch, wie oben beschrieben, am Inhalt liegen. Insgesamt fand ich das Buch sehr informativ und für all diejenigen, die sich für starke Frauen interessieren genau das Richtige. Aus meiner Sicht ist das Buch heute noch genauso aktuell wie damals – auch wenn sich natürlich das Umfeld geändert hat. Das Thema Netzwerk und Mentorentätigkeit ist aber heute noch genau wichtig wie damals – gerade für Frauen.

  • Lesezauber_Zeilenreise

    aus Eggenstein-Leopoldshafen

    4/5

    24.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Die Anfänge des Radios – geschichtlich spannend verpackt

    Es ist wirklich super interessant, einen Einblick in die Anfänge der BBC zu erhalten. Ich mag Bücher, die auf echten Personen beruhen. Hilda Metheson z.B. war die erste Gesprächsleiterin und Hörfunkproduzentin bei der BBC und eine sehr interessante Frau. Die politische Verschwörung, die Hilda und Maisie aufdecken ist spannend (Stichwort: Siemens und Nestlé). Das Frauenbild damals war schon sehr „speziell“ und daher war es sicher auch etwas Herausragendes, dass Hilda so erfolgreich war in ihrem Job. Und nicht verwunderlich, dass sie mit ihren wirtschaftlichen und politischen Radiogesprächen nicht immer auf Verständnis (vor allem in der männerdominierten Welt) stieß. Schön ist es auch, Maisie in ihrer Entwicklung vom verhuschten, grauen Mäuschen zu einer politisch engagierten, selbstbewussten Frau zu begleiten. Diese „Verwandlung“ ist der Autorin sehr gut geglückt – nicht übertrieben und unrealistisch, sondern nachvollziehbar. Ich mag Maisies Humor und ihre Schlagfertigkeit und ihr Mut beeindruckt. Das Buch hatte für mich persönlich ein paar Längen und war – trotz der insgesamt spannenden und interessanten Themen – nicht richtig fesselnd (wobei ich nicht genau sagen kann, warum ich das so empfand), weswegen ich nicht die vollen 5 Punkte vergebe. Dennoch für alle, die Bücher mit geschichtlichem Hintergrund mögen oder sich auch einfach für Radio/Rundfunk oder starke Frauen auf dem Weg zur Emanzipation interessieren, sehr zu empfehlen.

  • Bewertung

    4/5

    06.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Tolles Buch über das Leben der Frauen in den Zwanzigern!

    Maisie ist unscheinbar, ungebildet, mittellos und dazu noch völlig allein auf dieser Welt. Als sie die Chance bekommt, beim BBC als Sekretärin anzufangen ist sie hellauf begeistert und hat endlich die Möglichkeit auf ein besseres Leben. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte war Hilda - eine Abteilungsleiterin und damit tatsächlich eine Frau in Führungsposition, die sie unter die Fittiche nimmt und mehr aus Maisie rausholt, als diese je zu träumen gewagt hätte. Gemeinsam mit Hilda beeinflusst sie nicht nur den BBC auf atemberaubende Weise, sondern deckt politische Skandale auf und verliebt sich nebenbei auch noch... Fangen wir doch gleich beim Cover an - so schlicht aber trotzdem so schön und passend: es katapultiert einen von der Stimmung her direkt in die 20er und 30er Jahre. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und auch die Entwicklung der Hauptperson Maisie war absolut beeindruckend. Man erlebt Stück für Stück, wie sie aus sich selbst rauskommt, aber auch, dass es manchmal die Hilfe anderer braucht um zu sich selber zu finden. Die Probleme, mit denen sich die Frau von damals beschäftigen musste sind schön in die Geschichte eingearbeitet und es öffnet einem direkt nochmal die Augen dafür, wie dankbar wir heute eigentlich sein müssen, dass wir auch als Frauen die gleichen Rechte haben wir Männer, weil die Welt vor nicht einmal 100 Jahren eben doch noch eine andere war. Ich fand es auch sehr schön, dass eine kleine Liebesgeschichte eingebaut war, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Alles in allem ein tolles Buch!

  • Bewertung

    aus Tegernsee

    4/5

    20.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Der Beginn der BBC

    Inhalt: London 1926. Die junge Maisie war schon immer die graue Maus, ist nie aufgefallen, kommt aus sehr einfachen Verhältnissen. Sie bewirbt sich bei der BBC als Sekretärin, ihre Chancen sehen eher schlecht aus. Doch sie ergattert den begehrten Job, bei der Vorzimmerdame von John Reith. Sie soll aber auch bei dem Programmdirektor arbeiten, dieser entpuppt sich als Frau - Hilda Matheson, die mit ihren gewagten Themen, frischen aber auch gewagten Wind in die BBC bringt. Zusammen werden sie sehr schnell zu einem guten Team. In dem Buch begleiten wir die junge Maisie über 3 Jahre lang, über die Arbeit bei der BBC. Damals gab es noch keine Musik, sondern die BBC hat ihre Aufgabe zur Unterhaltung und Bildung gehabt. Meinung: So richtig bin ich nicht zu 100% mit dem Buch warm geworden, das ist auch das Problem, jetzt eine Rezension über dieses Buch zu schreiben. Es ist unterhaltsam und der Schreibstil ist flüssig. Man lernt in dem Buch die Anfänge der BBC kennen. Wie hart es für die Frauen war, in einer Männerdomäne sich zu etablieren. Die kleine Maus Maisie macht einen richtig tolle Wandlung in diesem Buch, sie wächst an ihren Aufgaben. Hilda ist eine starke Persönlichkeit, auch sie hat mir sehr gut gefallen. Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Sterne.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

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