Die dichterische Kraft von Ovid in lateinischer Sprache erschliesst sich mir nicht. Dazu fehlt mir das Interesse an toten Sprachen.
Doch in der Übersetzung von Hermann Heise konnte ich mich in die unvergänglichen Texten vertiefen. Eine ‚Greatest Hits‘ der Antiken Literatur.
Absolut empfehlenswert!
Zitronenblau
3/5
01.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Von den Gestalten zu künden, die einst sich verwandelt...
... in neue Körper, so treibt mich der Geist. So beginnt Ovid seine Verwandlungen und der Leser entdeckt in 15 Gesängen von der Weltenschöpfung bis zur Sternenfahrt Caesars eine der gewaltigsten Verssammlungen aus der römischen Antike. Doch wehe dem, der der Mythologie nicht mächtig ist, denn ist dem so, verliert sich der Irrende in vielen, vielen Namen und Geschichten aus Mythos, Legende und Historie, die einer Wissenschaft bedürfen, um sie alle erfassen zu können. Genau hierin liegt das Demotivierende an Ovids Gesängen. Der mächtige Anhang erleichtert und erschwert dem Laien die ovidsche Entdeckung. Leicht zu lesen ist es daher nicht. Somit schließe ich Ernst-Robert Curtius zitierend: "... Man musste sich darin auskennen. Sonst verstand man die lateinischen Dichter nicht."
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