Wiesbaden, 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, und das Café Engel - einst Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten - blieb wie durch ein Wunder verschont. Als Hilde Koch und ihre Mutter Else das Café wiedereröffnen, trüben schon bald erste Konflikte den jungen Frieden. Durch die Ankunft der schönen Luise, die sich als geflüchtete Cousine aus Ostpreußen vorstellt, fühlt Hilde sich zurückgesetzt. Zwischen den ungleichen Cousinen wächst eine Rivalität, die die Atmosphäre im Café zu vergiften droht. Bis beide Frauen begreifen, dass sie etwas gemeinsam haben: ein Geheimnis aus Kriegszeiten, das sie bis heute fürchten...
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Die Hoffnung stirbt niemals
Hopeandlive am 16.03.2026
Bewertungsnummer: 3078799
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1945, die letzten Kriegstage toben, die Menschen sind erschöpft und voller Angst, ob sie die Bombadierungen überleben und wie es denn überhaupt weitergehen soll in einer Stadt, die in Trümmern liegt, in der viele Menschen alles verloren haben und die von Hunger, Leid, Elend, Rationierungen vielfältigster Art gekennzeichnet ist. Doch in der Wilhelmstraße gibt es ein ganz spezielles Kaffeehaus, das Cafe Engel, gegenüber dem Theater und vor dem Krieg ein Ort, in dem sich Künstler und Musiker trafen und ihr Leben feierten.
Das Kaffeehaus bleibt auf wundersame Weise von den Bomben verschont und Mutter Else und Tochter Hilde können ihr Glück kaum fassen. Vater Heinz befindet sich in französischer Kriegsgefangenschaft und von den beiden Söhnen, die auch eingezogen wurden, fehlt jede Spur. In diesem besonderen Haus wird der Zusammenhalt groß geschrieben und alle, die darin wohnen, versteckt wurden, sind bestrebt, das Cafe Engel wieder zu beleben und machen sich trotz aller Widerstände, Rationierungen und der Besetzung der Amerikaner in Wiesbaden an die Arbeit. Hilde, die blonde und resolute Tochter, die wirkt als könnte sie nichts erschüttern, trägt ein bittersüßes Geheimnis mit sich, von dem sie glaubt, dass keiner davon weiß. Sie versteht es Liebe und Schmerz in sich verborgen zu halten und durch tatkräftiges Anpacken sich abzulenken. Mit ihrer Mutter gelingt es wieder Kuchen, Kekse, Kaffee, Muckefuck und Pfefferminztee den Gästen zu kredenzen und ihnen damit einen kleinen Glücksmoment in all der Not zu bescheren.
Doch alles wird anders als eines Tages eine junge dunkelhaarige Frau namens Luisa im Cafe auftaucht, die vorgibt auch zur Familie zu gehören. Luisa ist von Ostpreußen geflohen und hat Dinge erlebt, die keine junge Frau sehen und erleben sollte. Vater Heinz, inzwischen versehrt aus französischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, freut sich über den unverhofften Familienzuwachs, doch in Hilde wächst das Misstrauen und die Eifersucht und dann kommt auch noch ein Mann ins Spiel, an dem beide Frauen Interesse zeigen.....
Marie Lamballe ist es ganz außerordentlich gut gelungen, das Leben und die Atmosphäre dieser dunklen und schweren Zeit, sehr gut recherchiert, einzufangen. Ich konnte es mir bildlich vorstellen, zerschlagene Lebensträume, Armut, Trauer, Rationierungen, das Trauma des Untergangs des Nationalsozialismus, das für die einen Freiheit und für die anderen völliger Zusammenbruch bedeutete. Und bei aller Not doch die Hoffnung, wir bauen wieder auf, wir fangen neu an, egal wie.
Diese Familiengeschichte lohnt sich zu lesen, ich musste mit den vielen verschiedenen Personen erstmal ein wenig warm werden und habe etwas Zeit gebraucht in die Geschichte einzutauchen, doch dann hat sie mich wirklich gepackt und ich fand es sehr spannend zu lesen, welche Entwicklungen die jeweiligen Protagonisten durchlaufen und freue mich schon auf den nächsten Band.
Unterhaltend
Bewertung am 11.08.2025
Bewertungsnummer: 2564174
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Serie „Kaffee Engel„ hat mir sehr gefallen. Unterhaltsame Familiengeschichte, plätschert ruhig dahin, trotzdem kommt immer wieder Spannung auf. Für Alle, die Nachkriegsgeschichten gerne lesen. Reicht bis zur Moderne!
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