Lebendige Seelsorge 6/2018 Mit Rechten reden
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.12.2018
Herausgeber
Erich GarhammerVerlag
Echter VerlagSeitenzahl
76 (Printausgabe)
Dateigröße
12504 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783429049621
gleiche Erinnerung: Wir leben in einer gefährdeten Welt. Unsere offene Gesellschaft ist bedroht - und zwar nicht nur von rechten Hipstern wie den sogenannten 'Identitären', die sich mit ihrem intellektuell aufgemotzten
Rassismus als die 'außerparlamentarische Opposition' des 21. Jahrhunderts gerieren, sondern inzwischen auch von gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertretern, für die es zwischen rechtem Populismus und Rechtsextremismus keine Grenze mehr zu geben scheint: Willkommen in Dunkeldeutschland!
Angesichts dieser neuen Rechten, die es ja auch in den Reihen der Kirche gibt, stellt sich die Frage: Soll man mit ihnen reden? Und wenn ja: Wie? Kann man das überhaupt in Zeiten von hate speech und fake news? Wie kann es gelingen, rechten Ideologien zu widerstehen und zugleich christliche Alternativen, nichtidentitäre Narrative von Heimat anzubieten? Pastorale Orte eines wechselseitigen Erzählens, an denen das Abenteuer des
Lebens im existenziell Offenen angstfrei und fehlerfreundlich eingeübt werden kann - und zwar ohne rechtes Denken zu verharmlosen oder dessen Sympathisanten zu dämonisieren?
Hand auf's Herz: Haben Sie selbst schon einmal mit wirklich Rechten gesprochen? Gegen die zunehmende Tribalisierung unserer Gesellschaft hilft nur eines: Raus aus der milieuspezifischen Selbstbeschränkung der eigenen Filterblase und hinein in die Gesellschaft. Hin zu denen, die anders denken und fühlen - und mit ihnen sprechen. Face to face. Sie nach ihrer Geschichte fragen und auch die eigene Geschichte erzählen. Auf Bauchgefühle nicht mit Kopfargumenten reagieren. Mehr Demokratie wagen, oder besser: überhaupt
Demokratie wagen. Denn man kann eine offene Gesellschaft nicht mit geschlossenem Geist verteidigen.
Mit theoretischen Hilfestellungen und praktischen Beispielen lotet dieses Heft entsprechende Bedingungen und Möglichkeiten aus, die eigene Echokammer zu verlassen und rechts-identitäres Denken in Kirche und Gesellschaft diskursöffnend zu kontern. Also: Verständnis für Vergessene oder Paroli den Parolen?
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