Okinawa Die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs. Vorgeschichte, Verlauf und Folgen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.01.2019
Herausgeber
OAG-Deutsche Gesellschaft für Natur-und Völkerkunde OstasiensVerlag
IudiciumSeitenzahl
306
Maße (L/B/H)
21,1/13,1/2,3 cm
Gewicht
436 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86205-132-8
In den Gewässern vor Okinawa setzte die japanische Marine ihr ganzes Arsenal von Selbstmordwaffen ein: Sprengstoffgefüllte Sturmboote, Ein-Mann-Torpedos, Oka-Flugbomben, die Kamikaze und das Schlachtschiff Yamato.
Mit dem Rückzug der Japaner von der Hauptkampflinie nördlich von Naha und Shuri Anfang Juni 1945 in die Berge und Höhlen der Südküste zerbrach bald der organisierte Widerstand. Die letzten Wochen bestanden aus sinnlosen Massakern an Zivilisten und versprengten Soldaten. Kriegsverbrechen wurden von beiden Seiten in großer Zahl verübt. Hauptopfer waren Zivilisten, japanische Kriegsgefangene und Verwundete.
Nach der Einstellung der Kämpfe am 24. Juni war der Süden Okinawas, einschließlich Naha und der Königsstadt Shuri, völlig verwüstet. 140.000 Zivilisten waren getötet – ein Drittel der verbliebenen Inselbevölkerung –, 90.000 japanische und 7000 amerikanische Soldaten gefallen. Das Erbe der Ryukyu-Kultur – Tempel, Burgen, Brücken, Gärten, Kunstschätze, Archive – war zerbombt, verbrannt oder geplündert. Die überlebende Bevölkerung wurde in Internierungslager gesperrt. Bis 1972 blieb Okinawa eine vernachlässigte US-Militärkolonie. Doch auch nach der Rückgabe an Japan sind die besten Teile der Insel weiter US-Militärbasen. Aus Tokyoter Sicht werden die Okinawaer für die Tatsache, dass sie die meisten US-Stützpunkte in Japan beherbergen, durch den Subventionsstrom für mehr oder minder sinnhafte Bauprojekte entschädigt, eine etwas einseitige Sicht der Dinge, die die Inselbevölkerung seither in zwei Lager spaltet.
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