Todesursache: Flucht

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Beschreibung

In den vergangenen 25 Jahren sind mehr als 35.500 Menschen auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen. Dieses Buch will das Ausmaß dieser Tragödie sichtbar machen. Dokumentiert sind nur die belegten Fälle, die meisten Toten sind namenlos verzeichnet. Überlebende der Flucht haben den Herausgeberinnen einige Namen ihrer Toten genannt, andere sind recherchiert. Die Liste wurde ergänzt durch Porträts und Fotos der Menschen, die sie waren. Sie sollen dem Vergessen entrissen werden - denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Das Sterben muss aufhören!

Details

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.11.2018

Herausgeber

Kristina Milz + weitere

Beschreibung

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Format

PDF

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Text-to-Speech

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Erscheinungsdatum

30.11.2018

Herausgeber

Verlag

Hirnkost

Seitenzahl

456 (Printausgabe)

Dateigröße

10315 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783947380312

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Aufrüttelnd, sollte sich jeder anschauen

Bewertung aus Potsdam am 15.06.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Netzwerk UNITED veröffentlicht seit 1993 jährlich eine Liste mit sämtlich - bekannt gewordenen - auf der Flucht nach Europa verstorbenen Menschen. Auf deutsch ist sie erstmals 2017 als Beilage des Tagesspiegel erschienen. Auf dieser Grundlage haben die Herausgeberinnen die Liste seit 2017 weiter übersetzt, selbst recherchierte Fakten und einzelne Portraits ergänzt; verschiedene Texte: Essays, Gedichte, Berichte vorangestellt und ein Nachwort verfasst. Dieses Werk liegt nun in der für 2019 aktualisierten Form vor. Die Texte haben Geflüchtete, Ehrenamtler, NGO Mitarbeiter, Schüler, Studenten, Wissenschaftler, Pfarrer, Journalisten und andere verfasst. Sie sind von unterschiedlicher Qualität, aber zumeist sehr berührend, informativ und horizonterweiternd. Nur in ein, zwei Fällen gefiel mir die Wortwahl nicht. In den Texten werden viele Themen behandelt. Es werden Fluchtursachen und die damit zusammenhängende Verantwortung Europas erläutert, es wird die Seenotrettung diskutiert, es wird aus Flüchtlingscamps in Jordanien berichtet. Es wird über die Asylgesetzgebung und deren praktische Ausformung berichtet. Es wird zurück geblickt, wie zu anderen Zeiten mit Geflüchteten umgegangen wurde, es werden geflüchtete Menschen und ihre Schicksale porträtiert und einiges mehr. Insbesondere das Nachwort der Herausgeberinnen gefiel mir sehr gut. Es fasst die Kernthemen gut zusammen, ist sehr differenziert geschrieben, aber bezieht auch deutlich Stellung. Momentan stehen 36 609 Tote auf der Liste. Vermerkt werden neben der Informationsquelle folgende Angaben: Datum des Auffindens, Name und Alter (falls bekannt), Geschlecht, Herkunftsland und die Todesursache. Dadurch bekommen die Toten ein Gesicht, eine Geschichte und werden menschlich. Es sind sehr viel junge Menschen darunter. Frauen und Kinder!!! Viele, viele erschütternde Schicksale. Es macht sehr betroffen. Kann man nicht unbedingt in einem Stück lesen und sollte man vielleicht auch nicht. "Viele hätten gerettet werden können, durch adäquate Seenotrettung, organisiert von denen, die eigentlich dafür verantwortlich sind, die Anrainerstaaten des Mittelmeeres; durch die Bereitschaft Europas solches zu unterstützen und sich an der Aufnahme der Geflüchteten zu beteiligen; und, wenn man weiter ausgreifen will: durch den ernsthaften Versuch, Fluchtursachen in den Herkunftsregionen zu bekämpfen – und nicht diejenigen, die den Weg an die Küste und in die Boote nach oft unsäglichem Leiden geschafft haben." (S.18, B.Mesovic) Unbedingte Leseempfehlung für Alle!

Aufrüttelnd, sollte sich jeder anschauen

Bewertung aus Potsdam am 15.06.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Netzwerk UNITED veröffentlicht seit 1993 jährlich eine Liste mit sämtlich - bekannt gewordenen - auf der Flucht nach Europa verstorbenen Menschen. Auf deutsch ist sie erstmals 2017 als Beilage des Tagesspiegel erschienen. Auf dieser Grundlage haben die Herausgeberinnen die Liste seit 2017 weiter übersetzt, selbst recherchierte Fakten und einzelne Portraits ergänzt; verschiedene Texte: Essays, Gedichte, Berichte vorangestellt und ein Nachwort verfasst. Dieses Werk liegt nun in der für 2019 aktualisierten Form vor. Die Texte haben Geflüchtete, Ehrenamtler, NGO Mitarbeiter, Schüler, Studenten, Wissenschaftler, Pfarrer, Journalisten und andere verfasst. Sie sind von unterschiedlicher Qualität, aber zumeist sehr berührend, informativ und horizonterweiternd. Nur in ein, zwei Fällen gefiel mir die Wortwahl nicht. In den Texten werden viele Themen behandelt. Es werden Fluchtursachen und die damit zusammenhängende Verantwortung Europas erläutert, es wird die Seenotrettung diskutiert, es wird aus Flüchtlingscamps in Jordanien berichtet. Es wird über die Asylgesetzgebung und deren praktische Ausformung berichtet. Es wird zurück geblickt, wie zu anderen Zeiten mit Geflüchteten umgegangen wurde, es werden geflüchtete Menschen und ihre Schicksale porträtiert und einiges mehr. Insbesondere das Nachwort der Herausgeberinnen gefiel mir sehr gut. Es fasst die Kernthemen gut zusammen, ist sehr differenziert geschrieben, aber bezieht auch deutlich Stellung. Momentan stehen 36 609 Tote auf der Liste. Vermerkt werden neben der Informationsquelle folgende Angaben: Datum des Auffindens, Name und Alter (falls bekannt), Geschlecht, Herkunftsland und die Todesursache. Dadurch bekommen die Toten ein Gesicht, eine Geschichte und werden menschlich. Es sind sehr viel junge Menschen darunter. Frauen und Kinder!!! Viele, viele erschütternde Schicksale. Es macht sehr betroffen. Kann man nicht unbedingt in einem Stück lesen und sollte man vielleicht auch nicht. "Viele hätten gerettet werden können, durch adäquate Seenotrettung, organisiert von denen, die eigentlich dafür verantwortlich sind, die Anrainerstaaten des Mittelmeeres; durch die Bereitschaft Europas solches zu unterstützen und sich an der Aufnahme der Geflüchteten zu beteiligen; und, wenn man weiter ausgreifen will: durch den ernsthaften Versuch, Fluchtursachen in den Herkunftsregionen zu bekämpfen – und nicht diejenigen, die den Weg an die Küste und in die Boote nach oft unsäglichem Leiden geschafft haben." (S.18, B.Mesovic) Unbedingte Leseempfehlung für Alle!

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Todesursache: Flucht

von Heribert Prantl, Bernd Mesovic, Rolf Gössner, Heinrich Bedford-Strohm, Carlos Collado Seidel

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