Produktbild: Von schlechten Eltern

Von schlechten Eltern Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50428-6

Beschreibung

Rezension

»Von schlechten Eltern ist ein grandioses Buch. Road-Novel, Heimatroman, Gespenstergeschichte, Thriller, wobei der Schriftsteller selbst lieber von einer Meditation spricht und es damit wohl am besten trifft. [...] "Von schlechten Eltern" ist eine halluzinative Autofiktion aus der Zwischenwelt der Trauer. Sie fesselt den Leser durch einen frivol kalkulierten Thrill an die zutiefst introvertierte Erzählung eines vom Schmerz verschnürten Überlebens. Kein Plot, ein Zustand.« Ronald Düker, Die Zeit, 13.03.2020 ("Die Zeit")
»Mit welcher Konsequent dieser Kummer uns eng auf die Pelle rückt, wie er dieses nicht zu zähmende Todesding in den Griff bekommt, stilistisch, sprachlich, sowieso: nicht von schlechten Eltern: furchtbar traurig, furchtbar düster, furchtbar deprimierend. Gerade deshalb aber eben auch: furchtbar gut.« Martin Becker, WDR 3, 31.07.2020 ("Westdeutscher Rundfunk")
»Mit genialer Wucht inszeniert Tom Kummer Dunkelheit und Trauer als Leitmotive seines neuen Romans. Zugleich zieht sich ein vages, nervöses Kribbeln und Vibrieren durch den gesamten Text, ein unterschwelliges Rauschen, wie aus einer anderen Welt.« Ingeborg Kaiser, Titel Kulturmagazin, 08. Juni 2020 ("Titel Kulturmagazin")
»Von schlechten Eltern ist ein Roman, der die Leserin […] in eine Welt entführt, in der die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie auch im Kopf des fiktiven Tom Kummer ständig durchbrochen wird. Kummer schreibt elegant und in der Tat heiter, weil er Humor hat und zu seinem Protagonisten ein entspanntes Verhältnis pflegt.« Ulrich Gutmair, taz, 23.05.2020 ("taz")
»Mit einer knappen, reduzierten Sprache inszeniert Kummer eine halluzinierende Welt zwischen Leben und Tod. Er spielt mit dem Symbolismus, dem schönen Schauer der Melancholie, den Mythen von Wassernymphen oder dem Fährmann Charon.« Anne-Sophie Scholl, WOZ, 21.05.2020 ("WOZ")
»Von schlechten Eltern ist wie ein Bluessong: Man weiß, dass einen nicht viel Heiteres erwarten wird. Lässt man sich dennoch darauf ein, erwartet einen ein Erzählwerk voller Melancholie und Schönheit eine als Roman verfasste, mitreißend und authentisch gefasste Verlustanzeige. Gut gemacht, Tom Kummer.« Matthias Eichardt, Stadtmagazin07, 11.05.2020 ("07 das Stadtmagazin")
»Der Roman ist nicht nur eine eindrucksvoll gelungene Mischung aus literarischem Roadmovie mit gespenstischen Einschüben, es ist vor allem ein berührender Abstecher in das Reich zwischen Leben und Tod, in Grenzerfahrungen. Der Erzählstil ist temporeich, dennoch mündet er nicht selten in die Stille, die jeder große Verlust mit sich bringt. Ein vielschichtiges, bedeutsames Wechselspiel zwischen der ramponierten Welt da draußen und den seelischen Schäden tief drinnen.« Werner Krause, Kleine Zeitung, 30.04.2020 ("Kleine Zeitung")
»Tom Kummer schafft es in seiner Beschreibung, einem das Gefühl zu geben, das ist hier ein Ort, da passiert was, das ist ein spezieller Ort, ein interessanter Ort. […] Es ist so ein atmosphärisches Buch. Diese Nachtatmosphäre. […] Er zeichnet ein anderes, unbekanntes, ein aufregendes Bild der Schweiz. [...] Es ist wie eine Momentaufnahme, es ist dieses Gefühl, das da auch ausgebreitet wird. Das macht er großartig.« Reina Gehrig, SRF Literaturclub, 15.04.2020 ("SRF")
»Das Buch hat mich total überzeugt. Das ist ein Roadmovie, ein Heimatroman, ein Trauerroman. […] Und es ist unter all dem Obskuren, was er da beschreibt, […] ein sehr zärtliches Buch, ein sehr liebevolles Buch. Mich hat es bewegt und gerührt. [...] Dieses Elend, dieses Leid, was er da durchmacht, das höre ich so zum ersten Mal, und ich finde, er hat das bravourös geschrieben.« Elke Heidenreich, SRF Literaturclub, 15.04.2020 ("SRF")
»Es ist ein Sound, der diese tiefe Trauer über den Verlust der Frau, seiner Gattin, in sich trägt, all den Schmerz. Es ist ein sehr intimes Buch. Wirklich wie eine Musik, die sich durch das ganze Buch zieht, in Moll geschrieben.[...] Ich finde, dass dieser Zustand der Trauer und dieses großen, großen Schmerzes, der sich wirklich einem mitteilt [...] auch etwas Universales hat. […] Das ist stellvertretend für einen großen Schmerz von Verlust. Und das, finde ich, ist wirklich eine große Stärke des Buches.« Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 15.04.2020 ("SRF")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50428-6

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
Deutschland
Email: info@klett-cotta.de
Telephone: +49 711 66721519
Fax: +49 711 66722031

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    5/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von schlechtenEltern

    Viel Tom Kummer-autobiographisches. Roadmovie, Heimatroman, Traueroman. Ein zärtliches, liebevolles Buch beschreibt die nächtlichen Fahrten eines aus Amerika in die Schweiz zurückgekehrten VIP-Chauffeurs durch die Schweiz. Er trauert um seine verstorbene Frau, die nachts mit ihm spricht, kümmert sich tagsüber liebevoll um seinen Sohn. Er sucht ein neues Leben. Seine Fahraufträge sind gelegentlich auch obskurer Natur. Ist das angekratzte paradiesische, schweizerische Panorama, Realität oder Fiktion? Lesenswert auf alle Fälle.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    05.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauerroman, Liebesgeschichte und Roadmovie... brillant konstruiert!

    Nach dem Tod seiner Frau Nina kehrt Tom zurück in die Schweiz. Seinen jüngeren Sohn Vince nimmt er mit, sein älterer Sohn Frank will in den USA bleiben. Um seinem Sohn gerecht zu werden - Tom ist ein sehr verantwortungsbewusster und fürsorglicher Vater - nimmt er eine Stelle als Chauffeur an. Nachts muss er seine Fahrgäste mit dem Taxi hierhin und dorthin kutschieren. Auf diesen nächtlichen Fahrten verliert er sich in Gedanken und Erinnerungen, träumt und halluziniert er - er verarbeitet seine tiefe Trauer um seine verstorbene Frau Nina. Dabei ist er hin- und hergerissen zwischen dem Sog des Todes und dem Reiz des Lebens, der v. a. von seinen Söhnen ausgeht und vermittelt wird. Wir bekommen dabei nicht nur Einblicke in Toms Seelenleben sondern werden auch Zeugen interessanter Gespräche oder Monologe: philosophische Gespräche über Leben und Tod, mystische Erzählungen der zumeist afrikanische Fahrgäste... Tom Kummer hat mich mit seinem berührenden und bewegenden Roman überzeugt. Er handelt von emotionalem Schmerz und tiefer lähmender Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. Es geht darum, dass und wie man nach so einer bodenlosen Trauer wieder ins Leben zurück finden kann. Gleichzeitig ist „Von schlechten Eltern“ eine zart und fein geschriebene, aber niemals ins Kitschige abdriftende Liebesgeschichte und ein „Roadmovie“, über dem eine melancholische Atmosphäre schwebt. Tom Kummer jongliert gekonnt, feinfühlig und aufrichtig sowie mit schlichter, direkter, schnörkelloser und präziser Sprache zwischen äußerer und innerer Realität. Kein Wort ist zu viel, keines zu wenig. Die z. T. philosophischen Gespräche über Leben und Tod regen Nachdenken an und die sehr bildhaften und wundervollen Beschreibungen der Landschaft kann man schlicht und ergreifend genießen. Ein must-read!

  • yellowdog

    5/5

    17.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    autofiktionale Prosa

    Von schlechten Eltern heißt der neue Roman von Tom Kummer. Dieser Text ist mir schon letztes Jahr beim Bachmannpreis aufgefallen. Tom Kummer hatte daraus gelesen. Es ist autofiktionale Prosa. Ich schätze diese Form, wenn sie gut gemacht ist und das ist bei Tom Kummer klar der Fall. Der Protagonist des Romans heißt wie sein Autor Tom Kummer und teilt mit ihm diverse Eckdaten, z.B. der Aufenthalt in der Schweiz nach langen USA-Aufenthalt, Vater zweier Söhne, der Verlust der Frau und die Trauer. Tom Kummer, der aus dem Buch, fährt seit einigen Monaten als Chauffeur verschiedene Fahrgäste. Dadurch kommt es zu Begegnungen und Gesprächen. Das sind teilweise sehr gediegene Dialoge. Wirklich ausgezeichnet gemacht! Alle Fahrten sind nachts. Das trägt dazu bei, dass die Atmosphäre stark wirkt und der emotionale Zustand des Protagonisten wird deutlich. Von Bedeutung sind aber auch die Passagen mit Tom als alleinerziehender Vater eines 12jährigen Sohnes. Außerdem gibt es noch einen 18jährigen Sohn, der noch in Los Angeles ist. Eine Melancholie begleitet den Text, der sich aber durch seine spielerische Art Leichtigkeit bewahrt. Tom Kummer hat wirklich einen zwingenden Erzählton gefunden.

  • Bewertung

    4/5

    16.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Nacht als Weichzeichner der Trauer

    2016 verstarb Tom Kummers Ehefrau Nina. Daraufhin zog er von Los Angeles zurück in seine Heimatstadt Bern. Ein Jahr später erschien der autobiographische Roman „Nina & Tom“, der von der Kritik durchaus positiv aufgenommen wurde. Was ist nach der Rückkehr in die Schweiz passiert? Hiervon berichtet „Von Schlechten Eltern“. Einer der Söhne ist in Los Angeles geblieben, um dort am College zu studieren, während der Jüngere mit dem Vater in Bern lebt. Nachts fährt Tom VIPs, Führungskräfte und Diplomaten als Chauffeur durch die Gegend. Er versucht ein neues Leben aufzubauen und opfert sich für den zwölfjährigen Vincent auf. Ihn sieht er nur morgens, wenn er von der Arbeit kommt, und abends, wenn er zur Arbeit fährt. Wenn sonst keine Termine anstehen oder Dinge zu erledigen sind, schläft Tom tagsüber möglichst lange, um dem schonungslosen Sonnenlicht der Realität entfliehen zu können. Nachts ist alles weicher gezeichnet. Am Steuer unterhält er sich weniger mit seinen Fahrgästen, als dass er seinen Gedanken nachhängt. Oft denkt er an den verstorbenen Vater, dessen Asche er am Schwarzen Mönch - jenem Berg, an dem er tödlich abstürzte, verstreut hatte. Noch öfter ist Nina präsent - meist in übersinnlichen, psychedelisch anmutenden Visionen, so als säße sie leibhaftig neben ihm am Steuer. Gleichzeitig ist er froh, dass die Landschaft in Dunkelheit getaucht ist, strahlt sie für ihn tagsüber doch hauptsächlich Tristesse und Nüchternheit aus. Ein intensiver Roman, in dessen Zeilen sehr viel Weltschmerz mitschwingt. Das Ringen mit sich und der Versuch, einen Platz im Leben zu finden werden authentisch und nachfühlbar geschildert. Andererseits beinhaltet „Von schlechten Eltern“ immer dann Zärtlichkeit und Intimität, wenn die herzzerreißende Liebe des Vaters zu seinen Kindern thematisiert wird. Das Leben schreibt oft die besten Geschichten - und in diesem Fall auch die traurigsten.

  • Miss.mesmerized

    4/5

    23.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tom Kummer - Von schlechten Eltern

    Mit seinem Sohn Vincent ist Tom in die Schweiz zurückgekehrt. Nach dem Tod seiner Frau Nina war es in den USA für ihn unerträglich geworden, nur der ältere Sohn Frank blieb in L.A. zurück. Den Tag erträgt er nicht, am liebsten schläft er, nur in der Nacht traut er sich hinaus und als Chauffeur bei einem VIP Service bringt er die Gäste von A nach B quer durch sein Heimatland. So manches tiefgründige Gespräch entspannt sich auf der Fahrt, aber die Dämonen verlassen ihn nicht, der Geist von Nina ist immer bei ihm. Loslassen kann und will er aber ebenfalls nicht, denn dann wäre sie weg, wie ausgelöscht und nie dagewesen. Die Menschen sind ihm fremd geworden, dafür spricht die Natur immer intensiver zu ihm, einzig die Verbindung zu seinen Söhnen hält ihn noch am Leben – aber wie lange noch? In seinem Roman „Nina & Tom“ beschreibt Tom Kummer die Liebe zwischen ihm und seiner Frau, die nach 30 Jahren Beziehung an Krebs gestorben ist. „Von schlechten Eltern“ setzt die Erzählung fort und thematisiert die Trauer, die die Überlebenden, die zurückbleiben, überwältigt und geradezu vom Leben abhält. Stehen zunächst noch die Fahrten mit den zum Teil dubios erscheinenden Passagieren im Zentrum, übernimmt dann doch immer mehr Toms Innenleben und der Kampf um die Erinnerung an seine Frau. Es ist kein philosophisches Buch, das sich mit dem Leben und Sterben und dem Dasein als solches auseinandersetzt. Es ist auch kein Wegweiser zum Umgang mit Trauer, es bietet geradezu wenig Hoffnung darauf, dass diese jemals in ihrer Intensität nachlassen könnte. Für mich war es ein authentisch wirkender Bericht eines Menschen, der seinen Zustand, der sich emotional zwischen Sein und Nichtsein befand, sehr gut nachvollziehbar schildert. Lebendig wirkt er immer in der Interaktion mit dem Sohn; die grenzenlose Liebe, die er ihm entgegenzubringen vermag, steht in diametralem Gegensatz zu seinem eigenen Lebenswillen. Hilfe anzunehmen ist keine Option, allein will er sein mit seinem Kummer. Die Außensicht auf den Protagonisten erfolgt nur durch die Spiegelung der anderen Figuren, die offenkundig besorgt sind und den Ernst der Lage erkennen, den er leugnet. Man hat bisweilen den Drang ihm gut zuzureden, ihn aufzumuntern, wieder zum Leben zu erwecken, so nah geht einem die Erzählung. So wie die Limousine leise über die Schweizer Straßen gleitet, fließt auch der Roman, der gewaltig in der Bildsprache ist und sich oft im emotionalen Extrem bewegt. Die Nähe zwischen Vater und Sohn wirkt bisweilen fast grenzwertig, zeigt aber auch, wie viel Stärke von den Kindern ausgehen kann und wie sie hier noch mehr denn je für eine doch mögliche Zukunft stehen.

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