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Wie man Dinge repariert

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2019

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

160

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

291 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-006-6

Beschreibung

Rezension

»… Es gibt Romane, die muss man mehrfach lesen. Martin Peichl hat mit ›Wie man Dinge repariert‹ ein Buch geschrieben, das in diese Kategorie fällt. Einmal sollte man es wie im Rausch lesen, ein weiteres Mal mit all der Zeit, die Peichls verdichtete Prosa benötigt, um all die Nuancen und Bedeutungen zu entlarven, die in den Worten stecken.« – Begründung für die Nominierung zur Shortlist des Das Debüt-Literaturpreises.
»Der kluge Wortwitz, die Lebensnähe, die Art, die Dinge nüchtern zu betrachten laden zum Lesen ein, der Sprachstil fesselt.
»Gut möglich, dass hier alles Schreiben nichts anderes als eine willkommene Ablenkung ist vom Unvermögen, den eigenen Roman fertigzustellen, auf den eine Verlagslektorin wartet. Und den die Leserin schon längt entzückt in der Hand hält.« – Senta Wagner, Buchkultur
»So fatal der zeitdiagnostische Befund über eine selbstreferenzielle Generation ausfällt, die ihre eigenen Sehnsüchte und Bedürfnisse lieber verleugnet, als die eigene Coolness und (vermeintliche) Unabhängigkeit Preis zu geben, so lesenswert ist dieses intelligente und humorvolle Romandebüt!« – Veronika Hofeneder, Buchmagazin Literaturhaus Wien
»Peichls fast schon lyrische Prosa (›Ich müsste die Episoden nur ohne nostalgisches Pathos erzählen, ganz kühl und wie Pulverschnee müsste die Sprache sein‹) ist bildstark« – Dominika Meindl, Falter
»Besonders glücklich ist der Protagonist mit seinem kaputten Leben nicht. Besonders erfolgreich beim Reparieren auch nicht. Und das macht den Roman so gut. Er entwickelt einen Sog, ähnlich dem Strudel der Enttäuschungen, aus dem der Protagonist nicht entkommt. Ein sprachlich verspielter Strudel, in dem das Reparieren-Wollen und das Am-Reparieren-Scheitern immer neue Kreise ziehen.« – Thibaud Schremser, SR2
»Irgendwo schreibt er: ›Ich würde gerne weniger über Sex schreiben, aber Sex ist die einzige Metapher, die ich beherrsche.‹ Nein, er beherrscht auch andere Methaphern.« – Zita Bereuter, FM4
»Komplizierte Liebesbeziehungen, nicht vollendete Romanprojekte – nein, im Reparieren und Fertigstellen ist dieser Protagonist wirklich kein Experte. Er ist Mitte 30 und hat in diesem wunderbar zu lesenden Roman mehr Fragen als Antworten …« – Cornelia Wolter, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
»Ziemlich lässig schildert der Roman-Debütant Peichl … die (oft gar nicht so schlimmen) Nöte eines Mitt-Dreißigers, der eigentlich einen Roman schreiben möchte. … Eigentlich ist das Kreisen ums Schreiben ja schon längst ausgelutscht. Doch dem Beziehungsabenteuerlichen ist ein origineller Kniff gelungen, die Spielerei mit der angeblichen Unfähigkeit, Sinnhaftes zu Papier zu bringen, immer wieder aufzuspießen.« – Rupert Sommer, in Stadtmagazin München
»Martin Peichl wird der zeitgenössischen Literatur zugeordnet, wobei diese Begrifflichkeit im Vergleich zu seinem Schreibstil ziemlich altbacken wirkt … Peichls Stil ist vielmehr als Referenz für moderne Literatur zu sehen.« – Gerald Muthsam, Niederösterreichische Nachrichten

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2019

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

160

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

291 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-006-6

Herstelleradresse

Literaturverlag Poll GmbH
Nußdorfer Straße 62/2|1090|Wien|AT
office@editionatelier.at

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  • Birkatpet

    aus Wesseling

    5/5

    15.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leserausch, völlig drogen- und alkohlfrei!

    “BEZIEHUNGSSTATUS: Ich schreibe schon wieder einen Text über dich” Das Cover dieses Buches ist bereits ein Highlight. Eine zerdrückte, leere und unbrauchbare Dose, in Deutschland wäre sie noch 25 Cent wert, wird hier zur Vase umfunktioniert und bekommt so doch noch eine Aufgabe. Was am Ende jedoch daraus wird, sind knusprige Blumenleichen und rieselnde Rosenblätter. Der Aufdruck der Dose ist genial: ‘Peichl Bräu - Reparaturseidl’ und mit Alkohol wird in diesem Roman tatsächlich vieles versucht zu reparieren, zu löschen, zu konservieren und am Ende scheitern die Versuche doch irgendwie. Was bleibt sind knusprige Leichen und nicht nur Blätter fallen, manch eine Seele bröckelt, manches gerät ins wanken, anderes zerfällt. Inhaltlich erwartet einen das, was das Cover bereits verrät, Versuche Dinge zu reparieren, ins Lot zu bringen. Manches ist jedoch irreparabel. Der Tod des Vater und das geerbte Stück Wald - annehmen, änderbar ist es nicht. Liebe zu erzwingen ist ebenso unmöglich, kein Kleber hilft, kaputt ist kaputt, dies zu ignorieren kann Kollateralschäden mit sich ziehen und in Masochismus enden. Es wird viel gesoffen, Alkohol fließt in rauen Mengen um die Schäden besser zu ertragen, die Realität auszublenden, sich abzulenken, zu vergessen. Nicht nur Alkohol ist immer wieder Thema, sondern auch Sex zieht sich durch die Seiten, die Suche nach Nähe, Geborgenheit und Wärme. Oft geht es dem Ich-Erzähler um eine bestimmte Frau, eine zerstörerische on-off-Beziehung seit 10 Jahren. Viele Textteile erzählen uns davon, manche richten sich an sie, wie eine Art Brief. An anderen Stellen geht es um weitere Gespielinnen, Lebensabschnittsgefährtinnen, aber auch der Tod des Vaters und eines Jugendfreundes, Abschied und Loslassen findet man an anderen Stellen, auf anderen Seiten. Es sind umfangreiche und universelle Themen, die sich in diesem schmalen Büchlein sammeln. Jedes Kapitel für sich abgeschlossen und doch zusammengehörend. Viele der 33 Kapitel haben ihren eigenen Rhythmus, eine eigene besondere Art. Mal ein Fließtext, mal Strophen, abwechselnd und vielfältig wie das Leben. Es ist trotz der einen besonderen Frau, um die sich vieles dreht kein Liebesroman. Es ist vielmehr ein Buch über zwischenmenschliche Beziehungen und das schonungslos ehrlich von all dem Schmerz, den Wunden und Narben. Ein gutes Abbild der Gesellschaft Ü30, ein Abbild der Wegwerfgesellschaft, denn wegwerfen und ersetzen wirkt oft wie der leichtere Weg, schneller, unkomplizierter. Doch oft bleibt eine tiefe Leere zurück, man kramt im Müll und versucht vielleicht doch noch ernsthaft eine Reparatur, in Abwägung ob es sich um Liebe oder emotionale Abhängigkeit handelt. Die Sprache hat mich vom Hocker gehauen und ist der Hammer. Das Spiel zwischen sämtlichen Stilmitteln und -arten der Literatur, die unterschiedlichen Muster der Kapitel, sich wiederholende Strukturen. Teils lyrisch, poetisch und vor allem gefühlsbetont und emotional, ehrlich und authentisch. Keinesfalls kitschig, sondern alltagssprachlich und modern. Fasziniert war ich insbesondere von dem jeweils aktuellen ‘Beziehungsstatus’, welche sich zwischen den einzelnen Kapiteln befinden, sie haben mich an die Bierdeckel-Poesie des Autors erinnert und alleine diese habe ich alle markiert. Großartig! Ich folge Martin Peichl schon lange auf Instagram, eben diese Bierdeckel liebe ich und würde sie als Sammeledition sofort kaufen. Mein Exemplar des Buches hat unzählige Post it’s verschlungen und leuchtet in allen Farben. Ein Hoch auf dieses Buch, bereits jetzt ein Jahreshighlight, ein Hoch auf diese Sprache, ein Hoch auf die unglaubliche Fülle dieser 155 Seiten,...so anders, so besonders, so saugut. Prost! Lest es und lasst euch ein auf diesen Rausch, völlig alkohol und -drogenfrei.

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