Produktbild: Die Ostdeutschen / The East Germans

Die Ostdeutschen / The East Germans Fotografien aus dem Nachlass / Photographs from the estate 1964-1990

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2019

Abbildungen

169 schwarz-weiße Fotos

Herausgeber

Mathias Bertram

Verlag

Lehmstedt Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

27,4/24,3/3 cm

Gewicht

1308 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-95797-083-1

Beschreibung

Rezension

»Melis fotografierte mit Liebe und Respekt, wie die Leute schwer arbeiteten, liebten, feierten, träumten. Wie sie ihren Alltag meisterten und trotz der Enge das Glück suchten.« (Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung)
»Melis verbindet die registrierende Strenge eines August Sander mit der graziösen artistischen Aufmerksamkeit eines Cartier-Bresson für die Sensationen des Alltags.« (Peter von Becker, Tagesspiegel)
»Die Arbeiten von Roger Melis zeigen eine andere Welt und andere Menschen als die in der staatlich gelenkten Presse veröffentlichten Fotos.« (Christoph Hein)
»Melis fotografierte mit Liebe und Respekt, wie die Leute schwer arbeiteten, liebten, feierten, träumten. Wie sie ihren Alltag meisterten und trotz der Enge das Glück suchten.« (Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung)
»Melis verbindet die registrierende Strenge eines August Sander mit der graziösen artistischen Aufmerksamkeit eines Cartier-Bresson für die Sensationen des Alltags.« (Peter von Becker, Tagesspiegel)
"Melis sucht und findet die Individualität des Porträtierten, egal ob das die Fischverkäuferin, der Museumsdirektor, der Berliner Taxifahrer oder der Herzchirurg ist. Es sind beeindruckende Bilder, die ganz viel von der Lebenswelt der Ostdeutschen erzählen, von ihrer Skepsis und der Resignation, genauso vom Widerspruchsgeist und den Sehnsüchten." (Danuta Görnandt, RBB-Kulturradio, 2. April 2019)
"Straßenfotografie hatte im Ostblock und in der DDR einen besonderen Stellenwert. Arbeiten von Antanas Sutkus, Boris Mikhailov, Josef Koudelka oder Roger Melis waren immer auch politisch, weil sie Realitäten durchstreiften, die das offizielle Bild konterkarierten." (Lennart Laberenz, Freitag, 3. September 2020)

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2019

Abbildungen

169 schwarz-weiße Fotos

Herausgeber

Mathias Bertram

Verlag

Lehmstedt Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

27,4/24,3/3 cm

Gewicht

1308 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-95797-083-1

Herstelleradresse

Lehmstedt Verlag
Hainstraße 1
04109 Leipzig
DE

Email: info@lehmstedt.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    05.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roger Melis (1940-2009) war…

    Roger Melis (1940-2009) war einer der bedeutendsten Fotografen der DDR. Kaum ein zweiter Fotograf hat den ostdeutschen Alltag so realistisch festgehalten wie er … und über einen so langen Zeitraum: vom Bau der Mauer 1961 bis zu ihrem Fall 1989. In diesen fast drei Jahrzehnten erforschte er als kritischer Beobachter und Chronist das Innenleben der Republik. Er hielt keine spektakulären Momente mit der Kamera fest sondern die Menschen in ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen, er zeigte ihre kleinen Freuden, ihre Hoffnungen und ihre Aussichtslosigkeit. Der umfangreiche Bildband „Die Ostdeutschen“ aus dem Leipziger Lehmstedt Verlag versammelt neue, weitgehend unbekannte Fotografien aus dem Nachlass des Künstlers. Der Band enthält zahlreiche Bildserien und Reportagen, meist ohne Auftrag und ohne Aussicht auf Veröffentlichung entstanden. So war Melis weitgehend frei von äußeren Zwängen. Die älteste Bildserie dokumentiert eine gemeinsame Militärparade der Roten Armee und der Nationalen Volksarmee am 8. Mai 1965. Melis interessierte sich aber weder für die Staats- und Parteiführung auf der Tribüne noch die Zurschaustellung der Panzer und Raketen, vielmehr für abseits sitzende Mitglieder der Kampfgruppe beim Kartenspiel oder Passanten, die die Truppenschau distanziert beobachten. Auch die Jugendlichen, die Melis auf dem Berliner Rummelplatz 1969 porträtierte, entsprachen sicher nicht dem sozialistischen Wunschbild. Andere Reportagen führten den Fotografen ins winterliche Meißen (1969) oder zu einer Feldbaubrigade in der Uckermark (1978). Sein fotografisches Werk wurde auch von Berliner Stadtansichten - vom Zerfall der Altbausubstanz bis zu den Neubauvierteln von Marzahn - oder Besuchen in verschiedenen Werkstätten und Fabriken geprägt. Gewissermaßen als chronologische Klammer zur Militärparade von 1965 ist die letzte Bildserie der Feier am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 in Berlin gewidmet. Auch hier hielt Melis nur das beiläufige Geschehen am Rande der Vollzugs-Jubelfeier fest. Im Zentrum von Melis‘ Schaffen stand neben diesen Bildserien zu allen Zeiten das Porträt. Das betraf zu allererst Aufnahmen von Schriftstellern, Bildhauern, Malern, Schauspielern und Fotografen. So finden sich in dem Bildband eindrucksvolle Porträts von Anna Seghers, Ulrich Plenzdorf, Annekathrin Bürger, Klaus Renft oder Jürgen Kuczynski, aber ebenso Kinderporträts oder Aufnahmen von Berufstätigen (vom Spreewaldkahnbauer bis zur Fischverkäuferin) in ihrem Arbeitsumfeld. So ist ein fotografischer Querschnitt durch nahezu alle Schichten der Bevölkerung entstanden.

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