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Wolfssteig Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Milena

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/3 cm

Gewicht

300 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903184-31-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Milena

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/3 cm

Gewicht

300 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903184-31-2

Herstelleradresse

MILENA Verlag
Leonore-Brecher-Weg 3/1
1120 Wien
Österreich
Email: office@milena-verlag.at
Url: www.milena-verlag.at
Telephone: +43 1 4025990
Fax: +43 1 4088858

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Ein gelungener Debütroman

Gertie G. aus Wien am 30.05.2019

Bewertungsnummer: 1216046

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Autor und Biologe David Bröderbauer entführt seine Leser in eine mystische Ecke Niederösterreichs: in den aufgelassenen Truppenübungsplatz „Wolfssteig“, der im wirklichen Leben weder so heißt, noch aufgelassen ist, wie hunderte Rekruten jedes Jahr feststellen dürfen. Angelehnt an die wahre Geschichte des Tüpl - Enteignung und Vertreibung der Bevölkerung durch die Nazis - keimt hier im Roman nach Abzug des Bundesheeres die Hoffnung nach Rückkehr auf das Land der Väter auf. Doch die Rückkehrwilligen sind nicht die einzigen, die große Pläne mit dem riesigen Areal haben. Sie stehen Jägern, Naturschützern und dem Staat gegenüber, die in den aufgelassenen Kasernen Flüchtlinge untergebracht hat. Neben den sich selbst überlassenen Buchen, Fichten, Kiefern und Birken dürfen sich Rehe, Wildschweine, Mufflons, mehrere Arten von Spechten und das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn entwickeln. Biologe Ulrich Bruckner, der einst der Enge Wolfssteigs entronnen ist, kehrt nun im Auftrag des Naturverbundes zurück, um diese selten gewordenen Vögel zu zählen. Wir begegnen noch Christian Moser, dem ehemaligen Soldaten, der bei einem Unfall mit einem Panzer, hier auf dem Truppenübungsplatz ein Bein verloren hat und seine Hightech-Prothese mit magentafarbenen Lack ansprüht. Christian fristet sein Leben als Hausmeister im Asylantenheim und ist ein begnadeter Automechaniker, der jede noch so desolate Rostschüssel zum Laufen bringt. Christian und Ulrich stolpern gemeinsam durch das DIckicht des Truppenübungsplatzes, um die Birkhühner zu suchen. Dabei stöbern sie nicht nur allerlei Getier auf, sondern bekommen es mit den unterschiedlichen Interessen rund um den Tüpl zu tun. Selbst der nigerianischer Pfarrer mischt im Gerangel um die Nachnutzung mit. Meine Meinung: In seinem Debüt-Roman schneidet der Autor viele Themen an. Die Leser können sich ein Bild von der Artenvielfalt der unterschiedlichen Interessen machen. So trifft der Leser hierauf Landflucht, Reminiszenz an Vergangenes, Flucht, Vertreibung (die eigene), Fremdenfeindlichkeit sowie Naturschutz und zarte Liebe. Jedes Thema hat für sich seine Daseinsberechtigung, ein Miteinander scheint unmöglich. Hier prallen gegensätzliche Welten aufeinander. In Wahrheit robben nach wie vor Rekruten durch das dichte Unterholz, zerstören gepanzerte Fahrzeuge dasselbe und - ein Triumph der Natur - haben sich Wölfe angesiedelt. Ein Trupp Soldaten beobachtet das Rudel genau, übernimmt also die Rolle von Ulrich. Sehr zum Ärger der Bevölkerung und der Jäger (was häufig eine Personalunion darstellt), die die eingewanderten Wölfe lieber heute als morgen vor den Flinten hätten. David Bröderbauer ist 1981 in Zwettl, einer Kleinstadt die nur wenige Kilometer vom Truppenübungsplatz entfernt liegt, geboren. Er kennt daher Land und Leute. Sein beinahe karg anmutender Erzählstil, seine schnörkellosen Sprache passt ausgezeichnet zum schroffen Waldviertel und seinen Bewohnern. Als bekennender Waldviertel-Fan finde ich diesen Roman doch sehr poetisch. Manche Szenen wirken sehr vertraut: Die männliche Dorfjugend auf ihren (von Christian) niedergelegten PS-starken Autos, das Macho-Gehabe in der Dorfdisco und die Ablehnung von Neuem oder Fremden. Die Schilderung der Naturschönheiten lassen eine starke Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat vermuten. Der Kontrast - hier Knarzen des Holzes und Tirilieren der Vögel und dort scharfe Kommandos und das Dröhnen von Panzerhaubitzen, kann nicht größer sein. Fazit: Ein durch und durch gelungener Debütroman, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

Ein gelungener Debütroman

Gertie G. aus Wien am 30.05.2019
Bewertungsnummer: 1216046
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Autor und Biologe David Bröderbauer entführt seine Leser in eine mystische Ecke Niederösterreichs: in den aufgelassenen Truppenübungsplatz „Wolfssteig“, der im wirklichen Leben weder so heißt, noch aufgelassen ist, wie hunderte Rekruten jedes Jahr feststellen dürfen. Angelehnt an die wahre Geschichte des Tüpl - Enteignung und Vertreibung der Bevölkerung durch die Nazis - keimt hier im Roman nach Abzug des Bundesheeres die Hoffnung nach Rückkehr auf das Land der Väter auf. Doch die Rückkehrwilligen sind nicht die einzigen, die große Pläne mit dem riesigen Areal haben. Sie stehen Jägern, Naturschützern und dem Staat gegenüber, die in den aufgelassenen Kasernen Flüchtlinge untergebracht hat. Neben den sich selbst überlassenen Buchen, Fichten, Kiefern und Birken dürfen sich Rehe, Wildschweine, Mufflons, mehrere Arten von Spechten und das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn entwickeln. Biologe Ulrich Bruckner, der einst der Enge Wolfssteigs entronnen ist, kehrt nun im Auftrag des Naturverbundes zurück, um diese selten gewordenen Vögel zu zählen. Wir begegnen noch Christian Moser, dem ehemaligen Soldaten, der bei einem Unfall mit einem Panzer, hier auf dem Truppenübungsplatz ein Bein verloren hat und seine Hightech-Prothese mit magentafarbenen Lack ansprüht. Christian fristet sein Leben als Hausmeister im Asylantenheim und ist ein begnadeter Automechaniker, der jede noch so desolate Rostschüssel zum Laufen bringt. Christian und Ulrich stolpern gemeinsam durch das DIckicht des Truppenübungsplatzes, um die Birkhühner zu suchen. Dabei stöbern sie nicht nur allerlei Getier auf, sondern bekommen es mit den unterschiedlichen Interessen rund um den Tüpl zu tun. Selbst der nigerianischer Pfarrer mischt im Gerangel um die Nachnutzung mit. Meine Meinung: In seinem Debüt-Roman schneidet der Autor viele Themen an. Die Leser können sich ein Bild von der Artenvielfalt der unterschiedlichen Interessen machen. So trifft der Leser hierauf Landflucht, Reminiszenz an Vergangenes, Flucht, Vertreibung (die eigene), Fremdenfeindlichkeit sowie Naturschutz und zarte Liebe. Jedes Thema hat für sich seine Daseinsberechtigung, ein Miteinander scheint unmöglich. Hier prallen gegensätzliche Welten aufeinander. In Wahrheit robben nach wie vor Rekruten durch das dichte Unterholz, zerstören gepanzerte Fahrzeuge dasselbe und - ein Triumph der Natur - haben sich Wölfe angesiedelt. Ein Trupp Soldaten beobachtet das Rudel genau, übernimmt also die Rolle von Ulrich. Sehr zum Ärger der Bevölkerung und der Jäger (was häufig eine Personalunion darstellt), die die eingewanderten Wölfe lieber heute als morgen vor den Flinten hätten. David Bröderbauer ist 1981 in Zwettl, einer Kleinstadt die nur wenige Kilometer vom Truppenübungsplatz entfernt liegt, geboren. Er kennt daher Land und Leute. Sein beinahe karg anmutender Erzählstil, seine schnörkellosen Sprache passt ausgezeichnet zum schroffen Waldviertel und seinen Bewohnern. Als bekennender Waldviertel-Fan finde ich diesen Roman doch sehr poetisch. Manche Szenen wirken sehr vertraut: Die männliche Dorfjugend auf ihren (von Christian) niedergelegten PS-starken Autos, das Macho-Gehabe in der Dorfdisco und die Ablehnung von Neuem oder Fremden. Die Schilderung der Naturschönheiten lassen eine starke Verbundenheit des Autors mit seiner Heimat vermuten. Der Kontrast - hier Knarzen des Holzes und Tirilieren der Vögel und dort scharfe Kommandos und das Dröhnen von Panzerhaubitzen, kann nicht größer sein. Fazit: Ein durch und durch gelungener Debütroman, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

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