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History of Information Graphics

1

77,20 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2019

Abbildungen

Illustrationen, nicht spezifiziert

Herausgeber

Julius Wiedemann

Verlag

Taschen

Seitenzahl

462

Maße (L/B/H)

38,1/25,3/5 cm

Gewicht

3734 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch

ISBN

978-3-8365-6767-1

Beschreibung

Rezension

„Die ironische Verwendung des vorgeblich objektiven Verfahrens der Infografik ist ein besonderes Highlight des Bandes. Es fällt schwer, ihn aus der Hand zu legen… Ich lese ihn googelnd. Ich muss dauernd Dinge nachschlagen und Dinge vertiefen. So viel hätte in Zeiten, da es noch kein Internet gab, kein Buch bieten können. Das hätte eine Bibliothek nötig gemacht.“ ("Berliner Zeitung")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2019

Abbildungen

Illustrationen, nicht spezifiziert

Herausgeber

Julius Wiedemann

Verlag

Taschen

Seitenzahl

462

Maße (L/B/H)

38,1/25,3/5 cm

Gewicht

3734 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch, Englisch, Französisch

ISBN

978-3-8365-6767-1

Herstelleradresse

TASCHEN GmbH
customerserviceb2b@taschen.com
Hohenzollernring 53, 50672 - DE, Köln

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Flanieren mit den Augen...…

ws aus Markdorf am 04.08.2019

Bewertungsnummer: 2726523

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Flanieren mit den Augen... (Die sind stets online mit dem Hirn!) Am 30. und 31. August starteten die Radiosender Antenne Bayern und SWR3 eine Umfrage gerichtet an ihre Hörerschaft, ob in den Schulranzen der kommenden Erstklässler ein Smartphone gehören sollte oder nicht… Diese gerade die neueste Idee. Glauben doch die Befürworter, dass nur mit dieser elektronischen Krücke die ABC-Schützen frühzeitig und verantwortungsbewusst den gefahrenlosen Umgang mit dem Medium lernen könnten. Aber: leben wir nicht schon in einer massiv reizüberfluteten Welt? Die uns mit Bildern von Allem und Jedem, mit Videoclips von jedem Ereignis vollballert? Noch früher, noch schneller, noch mehr zum grössten Teil völlig unnötige Fotos von Celebrities jeglichen Genres, Promis und Möchtegern-Promis, noch mehr Reize, noch mehr Internetshops als mögliche Neukunden existieren. Anschauen, downloaden, liken, teilen, auf dem Display rumzeigen… Haben Informationsgrafiken – wie gut auch immer gestaltet – überhaupt noch eine Chance gegen die eh schon vorhandenen überbordenden Reize? Ist dies gerade der Grund, warum sich Sandra Rendgen und ihr Team derart intensiv mit der Geschichte der Informationsgrafik beschäftigten und schlussendlich dieses super schön und super gut gemachte Werk schufen? Es ist sicherlich nicht für jederfrau und jedermann. Wer aber Augen hat, die sehen wollen, denen die Zeit gegönnt wird, sich länger mit einer Grafik zu beschäftigen, findet in diesem meisterlich zusammengestellten Werk ein Füllhorn an ‘händisch‘ geschaffenen Karten, Diagrammen und Zeichnungen – eine Zeitspanne vom Mittelalter bis jetzt abdeckend – , wird mit dieser Sammlung von über 400 ausgewählten Beispielen belohnt. Dann kann Wissensdurst bei dem ersten neugierigen Durchblättern zu einem gebannt und gefesselt-Sein führen. Wird sogar noch eine Lupe zur Hand genommen, um alles lesen zu können, was den Urhebern der Inforationsgrafiken wichtig war festzuhalten, was diese mitzuteilen sollen, dann ist die Verblüffung über die Aussagen und Ziele der Info-Grafiken noch grösser. Der Druck ist so hochwertig, dass auch die kleinsten Details zu erkennen sind. Manches aber eben nur mit Lupe. Der Griff nach ihr, der Lupe, ist es wert. Meisterwerke bekannter Künstler wechseln sich ab mit meisterlichen Werken unbekannter Zeichner, anatomische Präzisionszeichnungen (z.B. von Albrecht Dürer auf Seite 140f.), mit frechen Bordüren als Nebenprodukt zur Unterhaltung oder als weiter-erzählende Bereicherung, akribisch gezeichnete und beschriebene Naturstudien mit geografischem Spaß (Seite 7 oder 307) und Spielereien. Aber die ausgesuchten Grafiken teilen auch humorvoll und teilweise satirisch politische Seitenhiebe (Seite 26f.) aus. Sie faszinieren mit überschießender Kreativität und Microgeschichten, sie erstaunen mit bis heute nicht entschlüsselten Codes. Einige Karten wären bei der heutigen seriösen Berichterstattung nicht mehr ‚politisch korrekt‘ – so z.B. Seite 451 „Das Ranking der Verteidigungswaffen von Frauen“, Seite 375 „Kill that Eagle“ (Politische Grosswetterlage anno 1914) oder der diplomatische, besser undiplomatische Atlas Europas und Asiens auf Seite 371. Wobei sich der heute lebende Leser zu Recht die Frage stellen darf, wo ‚political correctness‘ bei Äußerungen aktuell populistisch agierender und regierender Politikern verdammt noch mal geblieben ist. Die ausgewählten Werke reichen der Gegenwart die Hand, wenn die Arbeit der Englischen Heilsarmee im Jahr 1890 (S. 35) visualisiert wird. Auf der zu erkennen ist, wie die Salvation Army im Zuge ihrer Sozialarbeit Flüchtlinge aus dem Meer rettet und ihnen eine Lebensperspektive in der neuen Heimat aufzeigt. Das sind keine showmässig-telegenen Aussagen à la „Blühende Landschaften“ oder „Wir schaffen das“ – das war vor 130 Jahren! Von der Linie über die – anfänglich nachkolorierte – Farbe und Fläche zum Symbol führt dieses Werk auch durch 1.200 Jahre Druck- und Vervielfältigungsgeschichte der westli

Flanieren mit den Augen...…

ws aus Markdorf am 04.08.2019
Bewertungsnummer: 2726523
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Flanieren mit den Augen... (Die sind stets online mit dem Hirn!) Am 30. und 31. August starteten die Radiosender Antenne Bayern und SWR3 eine Umfrage gerichtet an ihre Hörerschaft, ob in den Schulranzen der kommenden Erstklässler ein Smartphone gehören sollte oder nicht… Diese gerade die neueste Idee. Glauben doch die Befürworter, dass nur mit dieser elektronischen Krücke die ABC-Schützen frühzeitig und verantwortungsbewusst den gefahrenlosen Umgang mit dem Medium lernen könnten. Aber: leben wir nicht schon in einer massiv reizüberfluteten Welt? Die uns mit Bildern von Allem und Jedem, mit Videoclips von jedem Ereignis vollballert? Noch früher, noch schneller, noch mehr zum grössten Teil völlig unnötige Fotos von Celebrities jeglichen Genres, Promis und Möchtegern-Promis, noch mehr Reize, noch mehr Internetshops als mögliche Neukunden existieren. Anschauen, downloaden, liken, teilen, auf dem Display rumzeigen… Haben Informationsgrafiken – wie gut auch immer gestaltet – überhaupt noch eine Chance gegen die eh schon vorhandenen überbordenden Reize? Ist dies gerade der Grund, warum sich Sandra Rendgen und ihr Team derart intensiv mit der Geschichte der Informationsgrafik beschäftigten und schlussendlich dieses super schön und super gut gemachte Werk schufen? Es ist sicherlich nicht für jederfrau und jedermann. Wer aber Augen hat, die sehen wollen, denen die Zeit gegönnt wird, sich länger mit einer Grafik zu beschäftigen, findet in diesem meisterlich zusammengestellten Werk ein Füllhorn an ‘händisch‘ geschaffenen Karten, Diagrammen und Zeichnungen – eine Zeitspanne vom Mittelalter bis jetzt abdeckend – , wird mit dieser Sammlung von über 400 ausgewählten Beispielen belohnt. Dann kann Wissensdurst bei dem ersten neugierigen Durchblättern zu einem gebannt und gefesselt-Sein führen. Wird sogar noch eine Lupe zur Hand genommen, um alles lesen zu können, was den Urhebern der Inforationsgrafiken wichtig war festzuhalten, was diese mitzuteilen sollen, dann ist die Verblüffung über die Aussagen und Ziele der Info-Grafiken noch grösser. Der Druck ist so hochwertig, dass auch die kleinsten Details zu erkennen sind. Manches aber eben nur mit Lupe. Der Griff nach ihr, der Lupe, ist es wert. Meisterwerke bekannter Künstler wechseln sich ab mit meisterlichen Werken unbekannter Zeichner, anatomische Präzisionszeichnungen (z.B. von Albrecht Dürer auf Seite 140f.), mit frechen Bordüren als Nebenprodukt zur Unterhaltung oder als weiter-erzählende Bereicherung, akribisch gezeichnete und beschriebene Naturstudien mit geografischem Spaß (Seite 7 oder 307) und Spielereien. Aber die ausgesuchten Grafiken teilen auch humorvoll und teilweise satirisch politische Seitenhiebe (Seite 26f.) aus. Sie faszinieren mit überschießender Kreativität und Microgeschichten, sie erstaunen mit bis heute nicht entschlüsselten Codes. Einige Karten wären bei der heutigen seriösen Berichterstattung nicht mehr ‚politisch korrekt‘ – so z.B. Seite 451 „Das Ranking der Verteidigungswaffen von Frauen“, Seite 375 „Kill that Eagle“ (Politische Grosswetterlage anno 1914) oder der diplomatische, besser undiplomatische Atlas Europas und Asiens auf Seite 371. Wobei sich der heute lebende Leser zu Recht die Frage stellen darf, wo ‚political correctness‘ bei Äußerungen aktuell populistisch agierender und regierender Politikern verdammt noch mal geblieben ist. Die ausgewählten Werke reichen der Gegenwart die Hand, wenn die Arbeit der Englischen Heilsarmee im Jahr 1890 (S. 35) visualisiert wird. Auf der zu erkennen ist, wie die Salvation Army im Zuge ihrer Sozialarbeit Flüchtlinge aus dem Meer rettet und ihnen eine Lebensperspektive in der neuen Heimat aufzeigt. Das sind keine showmässig-telegenen Aussagen à la „Blühende Landschaften“ oder „Wir schaffen das“ – das war vor 130 Jahren! Von der Linie über die – anfänglich nachkolorierte – Farbe und Fläche zum Symbol führt dieses Werk auch durch 1.200 Jahre Druck- und Vervielfältigungsgeschichte der westli

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von Sandra Rendgen

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