Produktbild: Der Mörder
Band 20

Der Mörder Mit einem Nachwort von Judith Kuckart

Aus der Reihe Die großen Romane
3

20,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

310 g

Auflage

1

Originaltitel

L´Assassin

Übersetzt von

Lothar Baier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00524-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

310 g

Auflage

1

Originaltitel

L´Assassin

Übersetzt von

Lothar Baier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00524-0

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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Ein spannender und schlüssiger Pageturner mit Tiefgang!

https://lieslos.blog/ am 02.06.2020

Bewertungsnummer: 1334494

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erneut haben wir es mit einem ganz besonderen Krimi aus der Feder des bekannten und erfolgreichen belgischen Schriftstellers Simenon (1903 - 1989) zu tun. Mit einem Krimi, der die Genregrenze sprengt. Warum? Weil schon nach kürzester Zeit Mörder und Motiv klar sind und weil es im weiteren Verlauf weniger um die offiziellen Ermittlungen geht, als um die inneren Entwicklungen und Veränderungen der Protagonisten und ihrer Beziehungen. Der 1937 erstmals erschienene Kriminalroman spielt in einem Winter in den Niederlanden. Der 45-jährige Doktor Hans Kuperus, Hausarzt in Sneek (Stadt in Friesland), ist, wie jeden 1. Dienstag im Monat in Amsterdam. Aber heute schwänzt er zum ersten Mal die Versammlung der biologischen Gesellschaft und er besucht auch nicht wie üblich seine Schwägerin. Stattdessen kauft er einen Revolver und gönnt er sich, ganz entgegen seiner üblichen Gewohnheiten, ein üppiges französisches Menü in einem exklusiven Restaurant. Aber warum braucht er eine Waffe? Das hängt mit einer anonymen Nachricht zusammen, die er vor einem Jahr bekommen hat. Da schrieb ihm jemand kurz und knapp, dass seine Frau Alice ihn immer mit dem stadtbekannten Frauenheld Schutter betrüge, wenn er unterwegs sei. Tja... und dann erschießt Kuperus genau mit dieser Waffe seine Frau und ihren Liebhaber, als die beiden einen Spaziergang im Mondschein machen. Die Leichen schmeißt er in einen Kanal, der günstigerweise bald zufriert... Man könnte sich jetzt fragen, ob der Autor nicht schon auf den ersten Seiten sein ganzes Pulver verschossen hat. Wir kennen den Mörder und wir kennen das Motiv. Und nun? Nun tauchen auf einmal viele Fragen auf. Was hat es mit dem fremden Mann auf sich, der unerkannt seit Monaten unter Kuperus’ Dach schläft? Warum schnüffelt eine blonde Frau seit neuem in Sneek herum? Wer hat den anonymen Brief geschrieben? Welche Rolle spielt das Dienstmädchen Neel? Wird man Kuperus entlarven? So viel sei verraten: Simenon hat sein Pulver bei Weitem nicht verschossen. Es bleibt bzw. wird fesselnd und spannend bis zur letzten Seite. Wie in all seinen Kriminalromanen, die ich bisher (mit großem Vergnügen!) gelesen habe, erfreue ich mich an Simenons eleganter und altertümlicher Sprache, seiner unaufgeregten und bedachten Ausdrucksweise und an der Charakterzeichnung sowie der zunehmenden Offenbarung des Innenlebens seiner Hauptfiguren Doktor Kuperus und seiner Dienstmagd Neel. Beides sind interessante Personen, die vor dem geistigen Auge zum Leben erwachen. Während Kuperus immer unsympathischer wird, staunt man immer mehr über Neels kühle Souveränität und Unnahbarkeit. Die Veränderungen, die mit Kuperus vor sich gehen, sind gleichermaßen faszinierend wie abschreckend und Simenon seziert dies detailliert und beeindruckend. Mit diesem Kriminalroman hat uns Simenon einen schlüssigen und fesselnden Pageturner mit Tiefgang vorgelegt.

Ein spannender und schlüssiger Pageturner mit Tiefgang!

https://lieslos.blog/ am 02.06.2020
Bewertungsnummer: 1334494
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erneut haben wir es mit einem ganz besonderen Krimi aus der Feder des bekannten und erfolgreichen belgischen Schriftstellers Simenon (1903 - 1989) zu tun. Mit einem Krimi, der die Genregrenze sprengt. Warum? Weil schon nach kürzester Zeit Mörder und Motiv klar sind und weil es im weiteren Verlauf weniger um die offiziellen Ermittlungen geht, als um die inneren Entwicklungen und Veränderungen der Protagonisten und ihrer Beziehungen. Der 1937 erstmals erschienene Kriminalroman spielt in einem Winter in den Niederlanden. Der 45-jährige Doktor Hans Kuperus, Hausarzt in Sneek (Stadt in Friesland), ist, wie jeden 1. Dienstag im Monat in Amsterdam. Aber heute schwänzt er zum ersten Mal die Versammlung der biologischen Gesellschaft und er besucht auch nicht wie üblich seine Schwägerin. Stattdessen kauft er einen Revolver und gönnt er sich, ganz entgegen seiner üblichen Gewohnheiten, ein üppiges französisches Menü in einem exklusiven Restaurant. Aber warum braucht er eine Waffe? Das hängt mit einer anonymen Nachricht zusammen, die er vor einem Jahr bekommen hat. Da schrieb ihm jemand kurz und knapp, dass seine Frau Alice ihn immer mit dem stadtbekannten Frauenheld Schutter betrüge, wenn er unterwegs sei. Tja... und dann erschießt Kuperus genau mit dieser Waffe seine Frau und ihren Liebhaber, als die beiden einen Spaziergang im Mondschein machen. Die Leichen schmeißt er in einen Kanal, der günstigerweise bald zufriert... Man könnte sich jetzt fragen, ob der Autor nicht schon auf den ersten Seiten sein ganzes Pulver verschossen hat. Wir kennen den Mörder und wir kennen das Motiv. Und nun? Nun tauchen auf einmal viele Fragen auf. Was hat es mit dem fremden Mann auf sich, der unerkannt seit Monaten unter Kuperus’ Dach schläft? Warum schnüffelt eine blonde Frau seit neuem in Sneek herum? Wer hat den anonymen Brief geschrieben? Welche Rolle spielt das Dienstmädchen Neel? Wird man Kuperus entlarven? So viel sei verraten: Simenon hat sein Pulver bei Weitem nicht verschossen. Es bleibt bzw. wird fesselnd und spannend bis zur letzten Seite. Wie in all seinen Kriminalromanen, die ich bisher (mit großem Vergnügen!) gelesen habe, erfreue ich mich an Simenons eleganter und altertümlicher Sprache, seiner unaufgeregten und bedachten Ausdrucksweise und an der Charakterzeichnung sowie der zunehmenden Offenbarung des Innenlebens seiner Hauptfiguren Doktor Kuperus und seiner Dienstmagd Neel. Beides sind interessante Personen, die vor dem geistigen Auge zum Leben erwachen. Während Kuperus immer unsympathischer wird, staunt man immer mehr über Neels kühle Souveränität und Unnahbarkeit. Die Veränderungen, die mit Kuperus vor sich gehen, sind gleichermaßen faszinierend wie abschreckend und Simenon seziert dies detailliert und beeindruckend. Mit diesem Kriminalroman hat uns Simenon einen schlüssigen und fesselnden Pageturner mit Tiefgang vorgelegt.

Die Folgen eines halben Gulden

yellowdog am 04.03.2020

Bewertungsnummer: 1300404

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Mörder ist ein Buch von Georges Simenon aus dem Jahr 1937 und der Roman trägt die typischen Simenon-Stärken. Das sind ruhige Beschreibungen und ein kühler Protagonist, der Arzt Hans Kuperus. Hinter der vorgeblichen Coolness des Protagonisten versteckt sich aber eine Menge Wut, auch Entschlossenheit. Mit einem Revolver in der Tasche ist er uf dem Weg, seine untreue Frau und deren Liebhaber umzubringen. Interessanterweise ist die Handlung in den Niederlanden angelegt. Der Hauptteil des Plots ist nach der Tat angelegt, bei der der Arzt sein bürgerliches Leben weiterlebt. Wobei er sofort ein Verhältnis mit dem Dienstmädchen Neel anfängt, die sich provozierend passiv zeigt. Das Nachwort von Judith Kuckart beleuchtet übrigens Georges Simenons langjährige Beziehung zu Dienstmädchen. Kuperus steigert sich immer mehr in einem psychologisch prekären Zustand hinein. Es handelt sich um einen psychologisch raffinierten Krimi, der 1979 sogar verfilmt wurde.

Die Folgen eines halben Gulden

yellowdog am 04.03.2020
Bewertungsnummer: 1300404
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Mörder ist ein Buch von Georges Simenon aus dem Jahr 1937 und der Roman trägt die typischen Simenon-Stärken. Das sind ruhige Beschreibungen und ein kühler Protagonist, der Arzt Hans Kuperus. Hinter der vorgeblichen Coolness des Protagonisten versteckt sich aber eine Menge Wut, auch Entschlossenheit. Mit einem Revolver in der Tasche ist er uf dem Weg, seine untreue Frau und deren Liebhaber umzubringen. Interessanterweise ist die Handlung in den Niederlanden angelegt. Der Hauptteil des Plots ist nach der Tat angelegt, bei der der Arzt sein bürgerliches Leben weiterlebt. Wobei er sofort ein Verhältnis mit dem Dienstmädchen Neel anfängt, die sich provozierend passiv zeigt. Das Nachwort von Judith Kuckart beleuchtet übrigens Georges Simenons langjährige Beziehung zu Dienstmädchen. Kuperus steigert sich immer mehr in einem psychologisch prekären Zustand hinein. Es handelt sich um einen psychologisch raffinierten Krimi, der 1979 sogar verfilmt wurde.

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Der Mörder

von Georges Simenon

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