Produktbild: Kaltenbruch

Kaltenbruch Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12,5/2 cm

Gewicht

281 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30640-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension


"Spannend und atmosphärisch." ("Dresdner Morgenpost")
"Spannend und atmosphärisch." ("Dresdner Morgenpost am Sonntag")
"Mit seinen vielen überraschenden Wendungen ist der Krimi von Anfang bis Ende sehr spannend." ("Lesen und Hören (Blog)")
"Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Michaela Küpper von den Schicksalen insbesondere junger Menschen, die in den Krieg hineingeboren wurden." ("SWA Der Anzeiger")
"Beklemmender Roman über die Nachkriegsjahre." ("Superillu")
"eine ganz wunderbare Kleinigkeit zur Geburt, dem ersten Geburtstag oder zur Taufe" ("minimenschlein (Blog)")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2019

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

19/12,5/2 cm

Gewicht

281 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30640-6

Herstelleradresse


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  • Lilliest

    aus Frankfurt am Main

    5/5

    04.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    deutsche Nachkriegsgeschichte, ein Mord und viele (unterdrückte) Gefühle

    Ein fesselnder Krimi zu der Zeit der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Einstieg ins Buch ist direkt. Ein Mord passiert, nachdem die Hauptfiguren vorgestellt und beschrieben sind. Die Kapitelnennung nach den Protagonisten hilft dabei, diese immer weiter einschätzen zu können. Ein spannender Krimi mit unerwartetem Ausgang, aber sehr guter Hinleitung zum Finale.

  • Bewertung

    5/5

    09.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Dorfleben mit Fehlern

    Auf dieses Buch bin ich 2018 neugierig geworden, weil der Verlag es direkt mit dem Buch „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann vergleicht, welches ich vor Kurzem gelesen und für sehr gut befunden habe. Die Autorin Michaela Küpper kannte ich bisher noch nicht, allerdings hat sie durchaus schon einige Krimis geschrieben, die im Gmeiner Verlag erschienen sind. Jetzt ist das Taschenbuch mit einem anderen Cover erschienen. Kaltenbruch ist ein fiktives Dorf in der rheinischen Provinz. Dort leben, wie zu der Zeit wahrscheinlich überall in Deutschland, Einheimische und Vertriebene aus dem Osten mehr oder weniger friedlich zusammen. 1954 gibt es schon einen gewissen Wohlstand, aber noch nicht für alle. Michaela Küpper beginnt ihren Roman nicht direkt mit dem Mord, sondern sie stellt uns nach und nach die wichtigen Personen ihres Romans vor: - Marlene, eine junge Frau, die bei dem Bauern Leitner untergekommen ist. Sie hat ihre ganz eigene traurige Geschichte, die ihren Ursprung in Köln hat. - Die Bauernfamilie Leitner, bestehend aus dem alten Bauern und seinen Söhnen Martin und Heiner, sowie noch zwei weiteren Kindern. - Dana, die beste Freundin von Marlene, eine ebenfalls junge Frau, die ursprünglich aus Breslau stammt und mit ihrer Mutter Gertrude ebenfalls auf dem Leitner-Hof lebt. - Berta Kaminski, ihre Söhne Wolfgang und Rudi, sowie einigen Töchtern, Flüchtlinge aus Schlesien, die noch in einer Notunterkunft wohnen. - Hans Gruber, ein langjähriger Hilfsarbeiter der Firma Schlüters Bürsten und Besen, der durch sein Alkoholproblem grad in Teufels Küche kommt. - Kommissar Peter Hoffmann, der ermittelnde Kommissar, der den Menschen in Kaltenbruch sehr arrogant gegenübertritt. - Lisbeth Pfau, eine junge Frau, die gerade ihre Stelle als Schreibkraft bei Kommissar Hoffmann angefangen hat. - Polizeimeister Kröger, der Polizist vor Ort. Wir lernen zuerst die jungen Leute kennen. Und dann passiert der Mord. Kommissar Hoffmann, der leider seinem Chef auf die Füße getreten ist, wird zur Aufklärung nach Kaltenbruch geschickt. Ein Hochwasser sorgt dafür, dass er direkt vor Ort bleiben muss. Eigentlich ist ihm von vorne herein klar, wer der Mörder ist. Er ermittelt nur in diese eine Richtung. Doch dann muss er feststellen, dass es so, wie er es sich vorgestellt hat, nicht sein kann. Und dann passiert ein zweiter Mord. Doch nicht nur Hoffmann ermittelt. Auch seine Sekretärin Lisa Pfau versucht dem Mörder auf die Schliche zu kommen, denn für sie ist der Fall nicht so eindeutig, wie er sich für ihren Chef darstellt. Für mich ist diese Geschichte kein klassischer Krimi, auch wenn es einen Kommissar gibt, der ermittelt. Michaela Küpper wechselt in fast jedem Kapitel, die Person, von der sie erzählt. Und so erfahren wir peu á peu, welche Geschichte die einzelnen Menschen haben, und wie sie zu einander stehen. Es sind z.T. sehr traurige Geschichten, die die Menschen während des 2. Weltkriegs traumatisiert haben. Aber so etwas wurde zu dieser Zeit einfach nicht thematisiert. Die Menschen haben versucht es zu vergessen und einfach weitergemacht, so gut es ging. Doch manchmal ging es halt nicht gut, so wie man in diesem Roman erkennen kann. Es gibt immer wieder Spannungen zwischen den Einheimischen und den Flüchtlingen. Und nicht jeder, der bei den Brauen aktiv mitgemacht hat, hat seine Strafe bekommen. Mich hat die Geschichte gefesselt und ich habe lange gebraucht, bis ich wirklich wusste, wer den Mord begangen hat und warum. Gerade diese immer wieder unterschiedlichen Blickrichtungen haben für mich den Reiz des Romans ausgemacht. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es uns heute in Deutschland so gut geht, wenn man bedenkt, wie viele Menschen ihre seelischen Verwundungen aus der Zeit des 3. Reichs, des 2. Weltkriegs, der Flucht und des schwierigen Neubeginns nie wirklich therapiert haben. Ein sehr spannender Roman, den man tatsächlich gut mit dem „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann vergleichen kann. Kein klassischer Krimi, aber ausgesprochen spannend.

  • Claudia Stadler

    aus Bad Ischl

    4/5

    22.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Interessantes Setting

    Das Buch "Kaltenbruch" wurde von Michaela Küpper verfasst und erschien 2018 im Verlag Droemer-Knaur. Die Autorin wählt ein interessantes Setting. Die Handlungsorte sind sehr gut beschrieben. Allerdings ist es bei den Protagonisten oft nicht so klar ersichtlich, warum sie so handeln, wie sie handeln. Der Sprachstil und die Wortwahl sind dem Geschehen und auch der Zeit angepasst. Der Lesefluss und die Spannung sind gegeben. Obwohl man manche Handlungsweisen nicht sofort versteht, so sind sie im Nachgang trotz allem schlüssig. Jeder, der gerne spannende Gesellschaftsromane liest, die auch Tiefgang haben, dem wird dieses Buch gefallen.

  • Svanvithe

    4/5

    06.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Kaltenbruch

    1954 sind im kleinen rheinischen Dorf Kaltenbruch die Folgen des Krieges noch spürbar. Neben der angestammten Dorfgemeinschaft leben hier jetzt unter anderem auch mehr schlecht als recht Flüchtlinge aus den einstmals deutschen Gebieten jenseits der Oder. Vor allem Frauen wie Berta Kaminski aus Breslau, ohne einen Mann, aber mit vielen Kindern, haben es schwer. Die Integration ist verhalten, Misstrauen/Argwohn und Ablehnung – bis auf wenige Ausnahmen – groß. Während beispielsweise seine Geschwister Anfeindungen ausgesetzt sind, ist Rudi Kaminski anerkannt. Auch Marlene, die als Kind in Köln ausgebombt wurde und dabei ihre Mutter verlor, hat es nach Umwegen über Großmutter und Heim gut getroffen. Sie ist auf dem Bauernhof der Leitners, wo sie gemeinsam mit der Mutter einige Sommer verbracht hatte, untergekommen. Genauso wie Dana, deren Mutter den Platz der verstorbenen Frau Leitner eingenommen hat. Da geschieht ein Mord und stellt das stillschweigende Arrangement der Dorfbewohner auf den Kopf. Der siebzehnjährige Heinrich Leitner, genannt Heini, liegt mit einer Axt hinterrücks erschlagen auf dem Erdbeerstand, an dem er kurz zuvor noch mit Marlene gesehen worden war. Statt ihrer wird Gruber, ein Dorfbewohner, der bekanntermaßen dem Alkohol verfallen und keiner Schlägerei in der Kneipe abgeneigt ist, blutbesudelt am Tatort aufgefunden. Allerdings beteuert er vehement seine Unschuld. Und Schlüter, Fabrikant und sein Arbeitgeber, nur sekundär an Politik interessiert, einer, der immer alle gut behandelt (hat, auch die Zwangsarbeiter), besorgt ihm einen Anwalt. Es ist am Düsseldorfer Kommissar Peter Hoffmann, die Frage zu klären, ob Gruber der Täter ist. Unterstützung erhält er vom jungen schlaksigen Polizeimeister Kröger, der im Dorf seinen Dienst verrichtet, und Lisbeth Pfau, die zunächst lediglich kommentarlos als Schreibkraft fungieren soll, dann aber beweist, dass sie durchaus zu eigenen klugen Überlegungen fähig ist. Schnell beißt sich der äußerst unwillig agierende und überheblich wirkende Hoffmann an Gruber als Täter fest und will diesen so möglichst bald überführen, um das Provinznest verlassen zu können. Doch nur wenige Tage später wird Gruber selbst zum Opfer und kommt gewaltsam zu Tode. Hat Heinis Mörder erneut zugeschlagen? Michaela Küpper hat für ihr Debüt „Kaltenbruch“ einen interessanten, selten besehenen Zeitpunkt gewählt. Fast zehn Jahren nach dem zweiten Weltkrieg sind die Menschen zwar wieder zu einer gewissen Normalität zurückgekehrt, die Nachwirkungen des Krieges prägen sie und ihren Alltag, der vor allem aus harter Arbeit besteht, indes immer noch. Die Dorfgemeinschaft ist nicht mehr unter sich. So wundert es nicht, dass Zugezogenen gegenüber wenig Akzeptanz bekundet wird, vielmehr Unbehagen und ebenso Missgunst vorherrschen. Die Autorin skizziert mit wachem Auge die unterschiedlichen Figuren, und nach einiger Zeit gelingt es, sie zuzuordnen. Die Darstellung zeigt sich als einleuchtend und glaubwürdig, erschließt jedoch das eine oder andere Mal erst im Verlauf der Handlung. Peter Hoffmann sieht auf den ersten Blick aus wie ein Pennäler, verhält sich allerdings nicht so. Auch auf den zweiten Blick ist er kein Zeitgenosse, dem die Sympathie zufliegt. Vielmehr stößt die Art, wie er mit Gruber umgeht, unweigerlich ab. Aber auch Hoffmann hat sein Päckchen zu tragen und offenbart gewisse Schicksalsmomente, in denen das Verständnis für ihn wächst. Der Plot in seinem historischen Gewand ist merkbar detailliert recherchiert und durchdacht. Er präsentiert einen kniffligen Kriminalfall, mit Raum für eigene Überlegungen, ohne diesen in den Mittelpunkt zu setzen. Die Geschichte wird wechselnd aus Sicht einzelner Figuren erzählt. Michaela Küpper schreibt ohne Effekthascherei, zurückhaltend und manchmal distanziert, bringt das Wesentliche aber mit überzeugenden und ergreifenden Bildern nahe, besonders wenn es darum geht, die beklemmende Vergangenheit zu schildern. Dabei entsteht leider auch eine Gefühlskälte, die erst nach und nach aufgebrochen wird und im gegenwärtigen Geschehen nicht durchgängig tiefgreifende Emotionalität aufweist. Trotzdem ist „Kaltenbruch“ ein lesenswerter Roman mit einer gut aufgearbeiteten Zeitgeschichte und Protagonisten, die sich in kein Korsett pressen lassen, deshalb auffallen und mögliches Potential für ein Wiedersehen bieten.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Schauplatz des Romans ist Kaltenbruch, ein Dorf in der Nähe von Köln im Jahr 1954. Die schrecklichen Kriegsereignisse haben die Dorfbewohner geprägt. Als ein junger Mann brutal ermordet wird, gibt es gleich einen Verdächtigen, der im Dorf kein hohes Ansehen genießt. Die Polizei hofft auf ein schnelles Geständnis. Doch so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, sind die Ermittlungen dann doch nicht. Weit in die Vergangenheit reichende Ereignisse werfen ihre Schatten. In dem Roman wird das Lebensgefühl der Nachkriegsjahre gut rübergebracht und auch die Stimmung in diesem Dorf. Alles in allem ein wunderbarer Roman.

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