Produktbild: Überflieger

Überflieger Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2019

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/15,2/3,8 cm

Gewicht

642 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-28195-6

EAN

9783426281956

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2019

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/15,2/3,8 cm

Gewicht

642 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-28195-6

EAN

9783426281956

Herstelleradresse

Droemer
Landsberger Str. 346
80687 München
Deutschland
Email: vertrieb@droemer-knaur.de
Url: www.droemer-knaur.de
Telephone: +49 89 92710

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  • Bewertung

    aus Lichtenstein

    5/5

    05.08.2019

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Gut gemeint ist nicht gut gemacht

    Sehr packend und realistisch fand ich diese Geschichte über eine eigentlich eher durchschnittliche deutsche Familie. Die Mutter hat einen deutlichen Hang nach oben, obwohl sie und ihr Mann schon in sehr gehobenen Positionen sind und auch überdurchschnittlich verdienen. Aber vom krankhaften Ehrgeiz zerfressen, erwartet Claire von ihren beiden Kindern, besonders aber von Sohn Raffi, fast Übermenschliches, was er nicht zu leisten vermag. Der Vater ist mit der Situation überfordert, kann sich gegen seine Frau kaum durchsetzen und bringt sich selbst dabei in große Schwierigkeiten. Die Tochter bleibt in dem ganzen Chaos auf der Strecke und reagiert entsprechend. Auch beruflich läuft es irgendwann für die Eltern nicht mehr rund. Schnell muss eine Lösung her, besser gleich mehrere. Guter Rat ist teuer, besonders, wenn man ihn nicht annehmen will. Claire kommt am Ende doch noch einigermaßen zur Vernunft. Allerdings sind noch längst nicht alle Schwierigkeiten vom Tisch. Sehr berührende und packende Geschichte, lesens- und nachdenkenswert.

  • Leseschneckchen555

    5/5

    30.07.2019

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Weg in die falsche Richtung führt und keiner die Begabung deines Kinders erkennt

    Die von Koppensteins, die gerade erst aus Amerika zurück in die deutsche Heimat kehren, haben nicht nur die Intelligenz, sondern auch das Glück gepachtet. Neben dem beruflichen Erfolg von Niko und Claire, haben sie auch noch ganz besonders talentierte und schlaue Kinder. Cordelia war schon als Baby ein Naturtalent und allen voraus. Sie übersprang eine Klasse und war in der neuen schnell wieder die Beste. Ähnlich ihr kleiner Bruder Raffi. Auch er las schon im Kindergartenalter Bücher auf Deutsch und Englisch und rechnete in Brüchen. Es konnte nicht besser laufen für die Familie von Koppenstein, deshalb ging Claire auch ohne Bedenken an Raffis Einschulung heran. Sie bekam sogar die Genehmigung ihn vorzeitig einschulen zu lassen. Schon am ersten Schultag bekam Claire allerdings einen Dämpfer. Die Einschulung verlief absolut chaotisch und die für Raffi zuständige Lehrerin machte alles andere, als einen guten Eindruck auf Claire. Das aber sollte nur der Anfang sein. Ganz im Gegenteil aller hohen Erwartungen, wurde für Raffi die Schulzeit zum Horror. Für den einst so hoffnungsvollen und wissbegierigen Jungen waren besonders die Hausaufgaben die reinste Katastrophe. Schnell wurde aus Unlust Schulangst. Das erste Lehrergespräch entpuppte sich als Reinfall und selbst ein Schulwechsel brachte nichts als Ärger. Was zu Beginn so einfach schien, stellte eine besondere Herausforderung für die gesamte Familie dar. Karin Ernst hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die absolut in unsere Welt passt. Weil ich selbst Kinder habe, fühlte ich mich vom Titel und Klappentext direkt angesprochen. Ich war neugierig, was mich hier erwartete, gerade weil ich kein klares Bild vor Augen hatte. Auch nach den ersten Seiten fragte ich mich immer wieder, worauf diese Geschichte hinausläuft und was mir dieses Buch sagen möchte. Was mir schließlich hier geboten wurde, war nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch ein Wechselbad der Gefühle. Von amüsant bis fassungslos, ließ ich keine Stimmung aus. Viele Szenen, kamen mir aus dem Umgang mit meinen Kindern oder aus dem Schulalltag sehr bekannt vor. Ich wollte nur zu gern erfahren, wie Claire, die sehr überzeugt von sich und ihren Kindern war, die Komplikationen mit ihrem Sohn meisterte. Ihre Gedanken waren interessant, selbstbewusst, oft überheblich, manchmal aber auch sehr sympathisch. Nicht all ihre Entscheidungen konnte ich nachvollziehen und war in Sachen Erziehung nicht selten anderer Meinung. Durch die vielen Gedanken, die sie mit mir teilte, konnte ich einige Handlungen von ihr aber nachempfinden und mich gut in ihre Situation hineinversetzen. Überhaupt hat die Autorin es sehr gut verstanden, die Momente, manchmal vielleicht etwas überspitzt, aber trotzdem real und authentisch wirken zu lassen. Jede Figur war charakterstark und meistens auf ihre Art sympathisch. Im Verlauf der Geschichte erhält man nicht nur in Claires Gedanken einen Einblick, sondern auch in einige der anderen Charaktere. Besonders Niko, der Familienvater hat bei mir Sympathiepunkte gesammelt. Er war mir durch seine bodenständige Zurückhaltung die angenehmste Persönlichkeit. Sehr unterhaltsam fand ich auch den Forumsaustausch im Internet mit anderen betroffenen Eltern, sowie einige Schulveranstaltungen und die Besuche der befreundeten Familie Hullemann. Mir hat es Spaß gemacht, die unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen von bunt zusammengewürfelten Eltern zu lesen. Spannend war zu beobachten, wie schnell ein Streit entfachen kann, sobald es um das Wertvollste, nämlich unsere Kinder geht. Mir ist am Ende wieder einmal klar geworden, wie schnell zu gut gemeinte Liebe genau das Gegenteil bewirken kann. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Manchmal sollte man das Glück der Gegenwart einfach genießen, und nicht immer nach dem Höchsten streben. Wichtig ist Zusammenhalt, damit sich die Familie nicht aus den Augen verliert, auch wenn der Weg manchmal sehr schwer erscheint. Ideales Buch für Familienmenschen, die auf humorvolle und amüsante Weise einen unverhüllten Blick hinter die Fassade und auf die Sorgen der Anderen werfen möchten.

  • Tine13

    aus München

    5/5

    26.07.2019

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Aufrüttelndes unterhaltsames Eltern-Kind-Schule Erziehungsdrama

    Das erfolgreiche Akademikerehepaar Claire und Niko kehren aus den Staaten zurück nach München. Mit im Gepäck haben sie ihre wunderbaren Kinder, Cordelia und Raffi. Sie alle sind privilegiert, klug, schön und besonders! Gerade Claire betrachtet ihren Nachwuchs mit Wohlwollen und vergleicht ihn auch gerne mit den Kindern von Freunden. Cordelia hat schon eine Klasse übersprungen und auch von Raffi wird Großes erwartet, kann der Fünfjährige doch schon Bücher auf Englisch und Deutsch lesen und das Alphabet in Großbuchstaben schreiben! Daher besteht die ehrgeizige Claire auch vehement darauf, Raffi so frühzeitig wie möglich einzuschulen, wieder aller Empfehlung.....! Der Debütroman „Überflieger“ von Karin Ernst, ist eine etwas überzogen gezeichnete Gesellschaftsposse über besonders motivierte Eltern-Ansprüche und man kann sich so gut recht gut darüber amüsieren. Jedoch entdeckt man auch viel Wahres und jede Menge an Dramatik und Tragik in der Geschichte. In unserer heutigen Zeit werden große Ansprüche gestellt und schon die Kleinsten sollen ihnen gerecht werden. Dabei prasseln die Erwartungen von allen Seiten auf die Kinder ein und dieses Drama wird am Beispiel Raffi nur allzu deutlich. Klar findet jeder sein Kind toll, individuell und will ihm größtmögliche Freiheit gewähren, dadurch wird aber leider die Gefahr groß, lauter Prinzen und Prinzessinnen zu schaffen, die auch gerne ihren Kopf durchsetzen und zum Tyrannen werden können! Auf der anderen Seite die Schule mit ihren Standards, die keine individuelle Sichtweise zulässt. Hier zählt allein die Funktion und Angepasstheit. Die köstlich sarkastische Erzählweise der Autorin macht den Roman zu einer genussvollen Lektüre. Es gelingt ihr den Spannungsbogen hochzuhalten und die Dramatik immer weiter zu Steigern, daher liest sich die Geschichte schnell und auch spannend. Natürlich ist das Thema wohl mehr für Eltern und die es werden wollen, interessant;) Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Viele Episoden und Erlebnisse haben mich auch an die Zeit erinnert, als meine Kinder in dem Alter waren. Verrückte Elterngespräche, Hausaufgaben-Qualen, Widerworte und der tägliche Kampf ums Aufstehen! Gelungene bissige Gesellschaftskritik um Erziehungsfragen, Schule, subjektive und objektive Wahrnehmung, die zum Nachdenken und zur Diskussion einlädt.

  • Bewertung

    5/5

    24.07.2019

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Familiendrama, ausgelöst durch überambitionierte Mutter

    Klappentext: Ein scharfzüngiger und dabei höchst unterhaltsamer Roman über die Absturz-Ängste der Mittelschicht von Karin Ernst für die Leser von Yasmina Reza ("Der Gott des Gemetzels") - intelligente Unterhaltung mit gesellschaftlichem Hintergrund Claire und ihr Mann Niko glauben, es geschafft zu haben. Sie genießen finanzielle Unabhängigkeit, bewohnen ein wunderbares Haus in einer beliebten Großstadt, sehen blendend aus und sind gesund. Gerade von einem langjährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt, führen sie voller Stolz ihren wohlgeratenen Nachwuchs vor. Denn natürlich haben sie zwei großartige und begabte Kinder, denen der Erfolg quasi in die Wiege gelegt wurde. Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Großes erwarten. Doch mit Raffis Schuleintritt erweisen sich sämtliche Hoffnungen als reine Fantasie, und es beginnt eine wahre Tour de Force für die Familie… Fazit: Schon das Cover zog mich magisch an, denn was soll dieser halbleere Luftballon an dieser Wäscheleine bedeuten? Das scheint kein Überflieger zu sein. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will, da dieses Thema ziemlich brisant in unserer Gesellschaft ist. Alle Eltern denken: Mein Kind ist das niedlichste, hübscheste, schlaueste, intelligenteste…Welches Drama aus dieser Denkweise entstehen kann, genau dies erzählt diese Geschichte. Die Autorin beschreibt bildgewaltig und messerscharf die Konflikte, die entstehen, wenn Eltern zu große Erwartungen an ihre Kinder knüpfen. Welche Eltern wünschen sich kein hochbegabtes Kind? Welche Schwierigkeiten damit verbunden sind, oder ob das eigene Kind wirklich hochbegabt ist, dies wird leider viel zu häufig ausgeblendet. Als Leserin durfte ich an dem Drama um die Familie von Koppenstein teilnehmen. Claire und Niko haben es aus ihrer Sicht geschafft, sie genießen ihr perfektes Leben, zu dem natürlich die perfekten Kinder gehören. Tochter Cordelia ist talentierte Pianistin und Sohn Raffi natürlich hochbegabt. Claire schreibt ihr Leben der Intelligenz zu und vergleicht sich und ihre Familie ständig mit anderen Familien, die scheinbar weniger erreicht haben als sie. Das Glück ist ganz auf der Seite der von Koppensteins und Claires Anspruchshaltung ist dementsprechend hoch. So verwundert es nicht, dass Raffi schon vorzeitig eingeschult wird. Ab jetzt muss sich Familie von Koppenstein daran gewöhnen, dass Begabung alleine nicht immer zum Ziel führt, denn die Schule will Raffis Begabung partout nicht sehen und das Drama beginnt. Claire und Niko steigern sich immer mehr in das Thema Hochbegabung ihres Sohnes hinein und verlieren den Blick für das Wesentliche. Tochter Cordelia fühlt sich immer mehr vernachlässigt und beginnt zu rebellieren, während Raffi die Schule immer mehr hasst. Familie von Koppenstein muss immer mehr Tiefschläge hinnehmen und es kommt Stück für Stück zur Katastrophe. Durch die Überheblichkeit der Eltern und ihre Sturheit war diese schon vorauszusehen. Für mich war besonders schlimm, dass die Kinder die Leidtragenden sind und die Eltern über lange Zeit ihren Erziehungsauftrag so schlecht erfüllt haben, wichtig ist den Eltern nur, den schönen Schein zu wahren. Erst nach der Katastrophe zeichnet sich ein allzu schwacher Lichtstreif am Horizont ab und die Eltern beginnen, sich selbst zu hinterfragen. Auf bissige, provokante, unterhaltsame, manchmal sogar witzige Art wird diese Geschichte erzählt, die zum Nachdenken anregt und für mich sehr realitätsnah ist. Natürlich wurde von der Autorin auch bewusst überzeichnet, um Leser zum Reflektieren anzuregen. Das Brett zwischen sinnvoller Förderung und Überforderung ist immer noch sehr schmal und viele Eltern wollen ihre Kinder mit allen Mitteln fördern und fordern und verlieren das Wohl des Kindes sehr schnell aus den Augen. Ich empfehle dieses Buch voller Überzeugung weiter, da dieses Thema in unserer Gesellschaft immer aktuell bleibt. Ein gelungenes Debüt, ich freue mich auf weitere Werke der Autorin.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    28.06.2019

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Ein Alptraum

    Überflieger von Karin Ernst ist ein Roman über die Familie von Koppenstein. Die Eltern Niko und Claire sind Akademiker, die überzeugt sind das ihre Kinder hochbegabt sind. Das sieht auch so aus, Cordelia spielt gut Klavier und Raffi, der noch nicht zur Schule geht, kann schon lesen. Besonders Claire lässt gegenüber ihrer Freunde die Talente ihrer Kinder heraushängen. Aber dann kommt Raffis erster Schultag. Von dem war ich entsetzt, der reinste Chaos. Ich bin bloß froh, das meine Kinder von ihren Lehrerinnen besser behandelt wurden. Raffi tat mir da sehr leid, er kann sich in die Schulordnung nicht einfügen und will nicht mehr zur Schule gehen. Niko und Claire meinen er wäre unterfordert und soll eine Klasse überspringen. Der Versuch schlägt fehl. Es kommt so weit, das das Jugendamt ihnen Raffi weg nimmt. Das wird für Raffi besonders tragisch und die Eltern fühlen sich hilflos. Am Ende habe ich die Hoffnung, das Claire und die Kinder es schaffen, Niko muss noch an sich arbeiten. Die Autorin versteht es eine interessante lesenswerte Geschichte, die es so geben kann, zu schreiben. Ich bin von dem Roman beeindruckt.

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