Prophet der Vernichtung. Über Volksgeist und Judenhass Herausgegeben und mit begleitenden Essays von Götz Aly
18,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB 3
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.01.2019
Verlag
Fischer E-BooksSeitenzahl
288 (Printausgabe)
Dateigröße
5833 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783104910130
1923 hielt Siegfried Lichtenstaedter für möglich, was 1933 begann: Dass die Juden in Deutschland 'totgeschlagen und ihre Güter den ¿Ariern¿ gegeben' würden. 1926 beobachtete er, wie - 'heimlich ersehnt und schmunzelnd erwähnt' - Vernichtungswünsche gegen die Juden immer populärer wurden. Damals erschien auch die Satire über die München sehr ähnliche Stadt Anthropopolis: Als hier die Stelle des Gerichtsvollziehers mit einem Juden besetzt wird, gerät 'dieses Amt zu 100 Prozent in jüdische Hand'! Daraus entspinnt sich eine sich langsam radikalisierende Kampagne, die in der Forderung endet, 'das ganze Volk Israels unschädlich zu machen'.
'Als aktiver Beamter, noch dazu Jude' veröffentlichte Lichtenstaedter seine mit jüdischem Witz verfeinerten Geschichten und Prognosen unter Pseudonymen. Früh erkannte er die Gefahren des leisen, jedoch hinterhältigen deutschen Antisemitismus und des allgemeinen, oft unvermutet hervorbrechenden Minderheitenhasses.
Heute drängen lange verdeckte ethnische und religiöse Konflikte wieder auf die politische Tagesordnung. Auch das motivierte Götz Aly, die wichtigsten Texte Lichtenstaedters auszuwählen. Sie lesen sich, als seien sie gestern für uns Heutige geschrieben - eine echte Entdeckung.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice