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Serotonin Roman

Aus der Reihe Michel Houellebecq
22

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

15327

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/3 cm

Gewicht

480 g

Farbe

Schwarz / Sonnengelb

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Sérotonine

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8388-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

15327

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/3 cm

Gewicht

480 g

Farbe

Schwarz / Sonnengelb

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Sérotonine

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8388-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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schonungslos

shoka (shuka) Golsabahi aus Berlin am 20.02.2021

Bewertungsnummer: 1453003

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schonungslose Abrechnung mit seinem Leben, schreibt der Protagonist in Houellebecq's Buch Serotonin. Über verpasste Gelegenheiten, verflossene Liebschaften und ein langweiliges Leben, das er seines nennen muss. Sehr gut geschrieben, gewürzt mich einem Hauch von Überheblichkeit.

schonungslos

shoka (shuka) Golsabahi aus Berlin am 20.02.2021
Bewertungsnummer: 1453003
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine schonungslose Abrechnung mit seinem Leben, schreibt der Protagonist in Houellebecq's Buch Serotonin. Über verpasste Gelegenheiten, verflossene Liebschaften und ein langweiliges Leben, das er seines nennen muss. Sehr gut geschrieben, gewürzt mich einem Hauch von Überheblichkeit.

Erst das Antidepressivum, dann der Kaffee, dann die Zigarette

Bewertung am 28.11.2019

Bewertungsnummer: 366709

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Protagonist, Florent-Claude Labrouste (seinen Vornamen hasst er), 46 Jahre, zieht eine Bilanz seines Lebens: er ist unglücklich, depressiv und gefangen in einer Beziehung mit einer Frau, die er hauptsächlich als Schlampe bezeichnet oder als Spinne, die ihn aussaugt und darauf wartet, dass er stirbt. Florent-Claude arbeitet im Landwirtschaftsministerium, seine Arbeit widert ihn an, er hat Landwirtschaft studiert, für Monsanto gearbeitet, Abgründe erlebt, ist resigniert. Um den Alltag zu überstehen, nimmt er gleich nach dem Aufwachen eine Captorix-Tablette – ein Antidepressivum – dann folgt der Kaffee, danach die Zigarette. In der Erzählung lässt der Protagonist sein Leben Revue passieren und das mit der Erinnerung an die Frauen seines Lebens. Florent-Claude ist gestört, respektlos (sogar der Leser wird zwischen den Klammersätzen belehrt), aber man verzeiht ihm und findet ihn sympathisch, denn es steckt viel Lebensweisheit zwischen den Zeilen, man kann die Resignation vollkommen nachvollziehen, man leidet mit ihm, aber man lacht auch unglaublich viel. Florent-Claude löst sein gegenwärtiges Leben auf: die beklemmende Beziehung, das Arbeitsverhältnis, seine Wohnung, er zieht in ein Hotel, später aufs Land zu seinem damaligen Freund aus Studienzeiten. In Serotonin wird mit dem herrschenden System abgerechnet, der Kapitalismus ist am Ende, Deregulierung und „der Markt wird‘s richten“ funktionieren nicht, mit Arbeit wird kein Geld verdient, wer reicht ist, wird reich bleiben, und irgendwie ist niemand so richtig glücklich. Eine großartige, spannende Erzählung, unverblümt, tragisch, authentisch, direkt. Es gibt so viele Gedanken über das Leben, die Liebe, den Tod, menschliche Verhaltensweisen, menschliche Abgründe - und seien sie auch nur gedacht - Verzweiflung, verpasste Chancen.

Erst das Antidepressivum, dann der Kaffee, dann die Zigarette

Bewertung am 28.11.2019
Bewertungsnummer: 366709
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Protagonist, Florent-Claude Labrouste (seinen Vornamen hasst er), 46 Jahre, zieht eine Bilanz seines Lebens: er ist unglücklich, depressiv und gefangen in einer Beziehung mit einer Frau, die er hauptsächlich als Schlampe bezeichnet oder als Spinne, die ihn aussaugt und darauf wartet, dass er stirbt. Florent-Claude arbeitet im Landwirtschaftsministerium, seine Arbeit widert ihn an, er hat Landwirtschaft studiert, für Monsanto gearbeitet, Abgründe erlebt, ist resigniert. Um den Alltag zu überstehen, nimmt er gleich nach dem Aufwachen eine Captorix-Tablette – ein Antidepressivum – dann folgt der Kaffee, danach die Zigarette. In der Erzählung lässt der Protagonist sein Leben Revue passieren und das mit der Erinnerung an die Frauen seines Lebens. Florent-Claude ist gestört, respektlos (sogar der Leser wird zwischen den Klammersätzen belehrt), aber man verzeiht ihm und findet ihn sympathisch, denn es steckt viel Lebensweisheit zwischen den Zeilen, man kann die Resignation vollkommen nachvollziehen, man leidet mit ihm, aber man lacht auch unglaublich viel. Florent-Claude löst sein gegenwärtiges Leben auf: die beklemmende Beziehung, das Arbeitsverhältnis, seine Wohnung, er zieht in ein Hotel, später aufs Land zu seinem damaligen Freund aus Studienzeiten. In Serotonin wird mit dem herrschenden System abgerechnet, der Kapitalismus ist am Ende, Deregulierung und „der Markt wird‘s richten“ funktionieren nicht, mit Arbeit wird kein Geld verdient, wer reicht ist, wird reich bleiben, und irgendwie ist niemand so richtig glücklich. Eine großartige, spannende Erzählung, unverblümt, tragisch, authentisch, direkt. Es gibt so viele Gedanken über das Leben, die Liebe, den Tod, menschliche Verhaltensweisen, menschliche Abgründe - und seien sie auch nur gedacht - Verzweiflung, verpasste Chancen.

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Serotonin

von Michel Houellebecq

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Nina Oberngruber

Thalia Zentrale

Zum Portrait

3/5

Houellebecq erfüllt die Erwartungen der Kritik, das muss aber nicht immer gut sein.

Bewertet: eBook (ePUB)

Ein Buch, das keinen Grund zum Aufregen bietet, macht sich vermutlich schlecht in Houellebecqs Portfolio. Deshalb ist es keineswegs überraschend, dass auf den ersten Seiten mit rassistischen und frauenfeindlichen Sprüchen alles andere als gespart wird. Der Autor lässt den Gedanken seines Protagonisten freien Lauf, wodurch der Leser einiges an vulgären Äußerungen ertragen muss. Ich hatte das Gefühl, dass Houellebecq alles Erdenkliche an Obszönitäten raushauen musste, um nur ja seinem Ruf als Skandalautor gerecht zu werden. Hat man die ersten Kapitel aber geschafft, scheint er sein Feuer verschossen zu haben, und das meine ich im positiven Sinne. Denn dann wird es ruhiger um den Erzähler, der sich, gemäßigt durch ein Antidepressivum, um die Aufarbeitung seiner Vergangenheit bemüht. Ab da hat mich die Geschichte gepackt und auch sprachlich wird es nun um einiges angenehmer. Das Ende hat in mir zwar eher den Eindruck erweckt, als würde der Autor unter Zeitdruck stehen, und war teilweise etwas verworren (vielleicht soll das aber auch nur den Geisteszustand des Protagonisten widerspiegeln?). Hin und wieder beschleicht einen außerdem das Gefühl, man habe aus Versehen zu einer Abhandlung über französische Landwirtschaft gegriffen. Meine Fazit lautet daher: man nehme die ersten Seiten mit Humor und darf als Belohnung danach in eine fesselnde Geschichte eintauchen. Trotzdem muss ich aber aus den oben genannten Gründen Punkte abziehen. Die Kritiken, die Houellebecq für dieses Werk in den Himmel loben, kann ich nicht nachvollziehen, aber wie gesagt, der überwiegende Teil des Romans hat mich gut unterhalten.
  • Nina Oberngruber
  • Buchhändler/-in

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3/5

Houellebecq erfüllt die Erwartungen der Kritik, das muss aber nicht immer gut sein.

Bewertet: eBook (ePUB)

Ein Buch, das keinen Grund zum Aufregen bietet, macht sich vermutlich schlecht in Houellebecqs Portfolio. Deshalb ist es keineswegs überraschend, dass auf den ersten Seiten mit rassistischen und frauenfeindlichen Sprüchen alles andere als gespart wird. Der Autor lässt den Gedanken seines Protagonisten freien Lauf, wodurch der Leser einiges an vulgären Äußerungen ertragen muss. Ich hatte das Gefühl, dass Houellebecq alles Erdenkliche an Obszönitäten raushauen musste, um nur ja seinem Ruf als Skandalautor gerecht zu werden. Hat man die ersten Kapitel aber geschafft, scheint er sein Feuer verschossen zu haben, und das meine ich im positiven Sinne. Denn dann wird es ruhiger um den Erzähler, der sich, gemäßigt durch ein Antidepressivum, um die Aufarbeitung seiner Vergangenheit bemüht. Ab da hat mich die Geschichte gepackt und auch sprachlich wird es nun um einiges angenehmer. Das Ende hat in mir zwar eher den Eindruck erweckt, als würde der Autor unter Zeitdruck stehen, und war teilweise etwas verworren (vielleicht soll das aber auch nur den Geisteszustand des Protagonisten widerspiegeln?). Hin und wieder beschleicht einen außerdem das Gefühl, man habe aus Versehen zu einer Abhandlung über französische Landwirtschaft gegriffen. Meine Fazit lautet daher: man nehme die ersten Seiten mit Humor und darf als Belohnung danach in eine fesselnde Geschichte eintauchen. Trotzdem muss ich aber aus den oben genannten Gründen Punkte abziehen. Die Kritiken, die Houellebecq für dieses Werk in den Himmel loben, kann ich nicht nachvollziehen, aber wie gesagt, der überwiegende Teil des Romans hat mich gut unterhalten.

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

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4/5

Monsieur Provocateurs neuer Roman

Bewertet: eBook (ePUB)

Houllebecqs Romane regen auf und das ist auch gut so. Die einen vergöttern ihn als das literarische Ausnahmetalent, dass er ist und die anderen finden in schnöde und überbewertet. In Serotonin ist es wieder ein bestimmter Männertyp, den wir bereits in vergangenen Romanen auf die ein oder andere Weise kennengelernt haben. Anders als aber in den vorangegangenen Roman „Unterwerfung“ mag der Leser allerdings sogar etwas Mitleid mit dem Charakter haben, zumindest ging es mir so. Die üblichen Provokationen lassen nicht lange auf sich warten und die eine oder andere Szene ist schon sehr befremdlich. Das sein Roman anspruchsvoll sind und nicht nebenbei gelesen werden sollten erklärt sich von allein. Manch ein Kritiker steckt den französischen Schriftsteller nun ins rechte Eck. Vielleicht ein wenig vorschnell. Seine Romane persiflieren und sind oft überzeichnet. Was den Tatsachen entspricht ist, dass Michel Houellebecq einer der umstrittensten und meist übersetzten französischen Autoren der Gegenwart ist. Nicht nur in Frankreich, sondern auch im deutschsprachigen Raum ist der exzentrische Autor ein literarischer Superstar. Der Schriftsteller hat bereits vor einiger Zeit dieses neue Buch angekündigt: "Es ist ein Roman", sagte der Autor lapidar dem Radiosender Europe 1 ausgestrahlten Interview. Zum Inhalt schwieg er sich aus und auch von Verlagsseite gab es bis zum Erscheinen so gut wie keine Informationen zum Buch.
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

4/5

Monsieur Provocateurs neuer Roman

Bewertet: eBook (ePUB)

Houllebecqs Romane regen auf und das ist auch gut so. Die einen vergöttern ihn als das literarische Ausnahmetalent, dass er ist und die anderen finden in schnöde und überbewertet. In Serotonin ist es wieder ein bestimmter Männertyp, den wir bereits in vergangenen Romanen auf die ein oder andere Weise kennengelernt haben. Anders als aber in den vorangegangenen Roman „Unterwerfung“ mag der Leser allerdings sogar etwas Mitleid mit dem Charakter haben, zumindest ging es mir so. Die üblichen Provokationen lassen nicht lange auf sich warten und die eine oder andere Szene ist schon sehr befremdlich. Das sein Roman anspruchsvoll sind und nicht nebenbei gelesen werden sollten erklärt sich von allein. Manch ein Kritiker steckt den französischen Schriftsteller nun ins rechte Eck. Vielleicht ein wenig vorschnell. Seine Romane persiflieren und sind oft überzeichnet. Was den Tatsachen entspricht ist, dass Michel Houellebecq einer der umstrittensten und meist übersetzten französischen Autoren der Gegenwart ist. Nicht nur in Frankreich, sondern auch im deutschsprachigen Raum ist der exzentrische Autor ein literarischer Superstar. Der Schriftsteller hat bereits vor einiger Zeit dieses neue Buch angekündigt: "Es ist ein Roman", sagte der Autor lapidar dem Radiosender Europe 1 ausgestrahlten Interview. Zum Inhalt schwieg er sich aus und auch von Verlagsseite gab es bis zum Erscheinen so gut wie keine Informationen zum Buch.

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