Produktbild: Wir haben schon immer im Schloss gelebt

Wir haben schon immer im Schloss gelebt

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14015

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2019

Verlag

Festa

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,7 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

We have always Lived in the Castle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86552-709-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14015

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.05.2019

Verlag

Festa

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,7 cm

Gewicht

342 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

We have always Lived in the Castle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86552-709-7

Herstelleradresse

Festa Verlag
Justus-von-Liebig-Straße 10
04451 Borsdorf
DE

Email: shop@festa-verlag.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    12.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir haben schon immer im Schloss gelebt

    Shirley Jackson – Wir haben schon immer im Schloss gelebt Eine Rezension Es gibt Romane, die ihren Schrecken aus dem entwickeln, was sie zeigen. Und es gibt jene seltenen Bücher, deren eigentliche Kraft aus dem entsteht, was sie konsequent unausgesprochen lassen. Shirley Jacksons Wir haben schon immer im Schloss gelebt gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie – und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb mich dieser Roman sogar noch stärker beeindruckt hat als ihr berühmter Klassiker Spuk in Hill House. Niemals ist völlig klar, wo die Grenze zwischen Realität und Einbildung, zwischen psychischem Ausnahmezustand und tatsächlichem Spuk verläuft. Gerade diese Ungewissheit macht den Roman so außergewöhnlich. Jackson interessiert sich nicht für den schnellen Effekt und schon gar nicht für das Klischee. Sie vertraut darauf, dass das Unheimliche dort am nachhaltigsten wirkt, wo wir als Leser gezwungen sind, unsere eigenen Deutungen zu entwickeln. Besonders beeindruckt hat mich die Bildsprache. Das Anwesen der Familie Blackwood ist weit mehr als ein bloßer Schauplatz. Es wird zu einem psychischen Raum, in dem Erinnerung, Schuld und Isolation sichtbar werden. Das langsam verfallende Haus, die überwuchernden Weinranken und die beinahe zeitlose Abgeschiedenheit hinterlassen Bilder, die sich tief einprägen. Shirley Jackson schreibt nicht spektakulär – sie schreibt präzise. Und gerade dadurch entstehen Szenen von bemerkenswerter ikonischer Kraft. Ebenso faszinierend ist die psychologische Konstruktion der Figuren. Mary Katherine „Merricat“ Blackwood und ihre Schwester Constance bilden zwei Pole einer inneren Welt: Merricat verkörpert das Unberechenbare, Magische und Chaotische, während Constance mit ihrer stillen Fürsorge den Versuch darstellt, eine zerbrochene Ordnung aufrechtzuerhalten. Zwischen ihnen bewegt sich Jonas, der Kater – ein stiller Begleiter und Beobachter, der an die symbolische Rolle der Katze in alten Märchen erinnert, ohne jemals in stereotype Hexenfolklore abzuriften. Gerade diese Zurückhaltung macht die Symbolik so wirkungsvoll. Auch der Name Blackwood wirkt auf mich kaum zufällig. Für Leser klassischer Schauerliteratur liegt die Assoziation zu Algernon Blackwood nahe – einem der prägenden Autoren des Genres. Ob bewusst gesetzte Hommage oder nicht: Sie fügt sich erstaunlich stimmig in die literarische Tradition ein, mit der Jackson hier in einen leisen Dialog tritt. Der eigentliche Spuk dieses Romans geht jedoch nicht von Geistern aus. Er entsteht aus dem, was Familien über Generationen hinweg verschweigen. Aus Verletzungen, Schuld, Traumata und Erinnerungen, die nicht verschwinden, sondern sich in Räumen, Ritualen und Beziehungen festsetzen. Liest man den Roman heute, wirkt er beinahe wie eine literarische Annäherung an Themen, die wir heute selbstverständlich psychologisch oder psychotherapeutisch beschreiben würden. Die Gespenster wohnen nicht im Haus – sie wohnen in den Menschen. Besonders gelungen empfinde ich schließlich das Ende. Gerade hier scheitern viele Romane, unabhängig vom Genre. Shirley Jackson entscheidet sich jedoch gegen den großen Showdown. Stattdessen führt sie die Geschichte zurück in eine stille, beinahe meditative Form des Grauens. Das Finale erklärt nicht alles – es vertieft das Geheimnis. Und gerade deshalb bleibt es lange im Gedächtnis. Hinzu kommt die sprachliche Eleganz des Romans. Das Buch ist vergleichsweise schmal, beinahe zwischen Novelle und Roman angesiedelt. Jackson schreibt klar, unaufdringlich und erstaunlich zugänglich. Die sprachliche Einfachheit täuscht jedoch. Die eigentliche Komplexität liegt unter der Oberfläche – in den Symbolen, den psychologischen Spannungen und den vielen Bedeutungsebenen. Für mich ist Wir haben schon immer im Schloss gelebt deshalb weit mehr als ein Schauerroman. Es ist eine literarische Studie über Erinnerung, Isolation, familiäre Traumata und die Geschichten, die wir erfinden müssen, um mit ihnen leben zu können. Gerade seine Subtilität macht ihn zu einem der bedeutendsten psychologischen Horrorromane des 20. Jahrhunderts. Ein Roman, den man gelesen haben sollte. MM

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man gestört wird, hilft nur Magie – oder doch nicht?

    Merricat lebt mit ihrer Schwester Constance und dem gebrechlichen Onkel Julian im abgelegenen Haus der Familie Blackwood, am Rand eines Dorfes, das sie nie wirklich aufgenommen hat. Die übrigen Familienmitglieder sind tot, vergiftet. Constance wurde freigesprochen, doch das Urteil hat nichts geheilt: Das Dorf bleibt feindselig und lauernd. Faszinierend ist die Ordnung, in der diese drei Menschen leben. Keine heile Welt, aber eine funktionierende. Constance sorgt für den Alltag, Julian klammert sich an seine Erinnerungen, Merricat bewegt sich fast ausschließlich im Umkreis des Hauses. Für sie ist das kein Mangel, sondern ein Zuhause. Die Geschichte folgt Merricats innerer Logik: kindlich, magisch, manchmal naiv und zugleich sehr sensibel. Nicht, weil die Welt magisch wäre, sondern weil Merricat sich mit magischem Denken schützt. Ihre Rituale sind kein Spiel, sondern eine Strategie, um Kontrolle in einer feindlichen Umgebung zu bewahren. Ich habe diesen Roman nicht als klassischen Thriller oder Horror gelesen, sondern als psychologisches und gesellschaftskritisches Buch. Er zeigt, wie Menschen, die nicht ins Bild passen, langsam an den Rand gedrängt werden, wie Rückzug zur einzigen Möglichkeit wird und wie sehr Gemeinschaften jemanden brauchen, auf den sie ihren Groll richten können. Mit dem Auftauchen von Cousin Charles gerät diese fragile Ordnung ins Wanken. Er bringt keine Hilfe, sondern ein anderes Ordnungssystem, das sich auf Normalität, Besitz und Autorität beruft. Ohne zu fragen, nimmt er Raum ein und erklärt, wie ein Leben zu funktionieren habe. Wir haben schon immer im Schloss gelebt ist ein sehr kluges und ausgesprochen spannendes Buch. Die Spannung entsteht nicht durch äußere Dramatik, sondern aus psychologischer Enge und schleichenden Machtverschiebungen. Zurück bleibt die unbequeme Frage, wer entscheidet, welche Lebensform gültig ist – und was geschieht, wenn Menschen genau deshalb in die Enge getrieben werden Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

  • Lines Books

    aus Nentershausen

    5/5

    29.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein skurriles, erschütterndes und wahrhaft einmaliges Meisterwerk !

    "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" ist schon ein etwas älteres Buch, es wurde jetzt allerdings neu im Festa Verlag verlegt. Ich hatte bereits ein Buch der Autorin gelesen und genau deshalb musste ich auch dieses Werk von ihr lesen. Allerdings sollte man sich bewusst sein das dieses Buch zum ersten Mal 1962 erschienen ist. Ich mag Jacksons ganz besonderen Schreibstil unglaublich gerne. Sie schaffte es mühelos mich in den Bann der Story zu ziehen. Sie schreibt einnehmend, intensiv und sehr fesselnd. Dennoch ist ihr Stil auch sehr bildhaft. Dieser Stil in Verbindung mit ihren doch außergewöhnlichen Charakteren konnte mich wieder begeistern. Allerdings kann ich mir auch vorstellen das nicht jeder mit ihren Stil klar kommt. Die Story an sich ist teilweise verwirrend, bizarr und wirr. Doch genau das macht die Autorin aus. Die Verrücktheit der Merricat hat mich beinahe umgehauen. Dieses Buch kommt ohne Blutvergießen aus, es lebt von dem unterschwelligen Horror den man mehr als deutlich spürte. Ich wusste gleich geschieht etwas, aber ich wusste nicht wann noch wie es geschehen würde. Ich bekam Gänsehaut und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere wurden hier authentisch und greifbar gezeichnet. Es fiel mir echt schwer sie genauer einzuschätzen denn hier weißt du einfach nicht, wer der böse ist und wer der gute ist. Das Anwesen der Blackwoods ist unglaublich imposant, es wirkte auf mich magisch, fast wie ein verwunschender Ort. Das ganze schilderte die Autorin bildhaft und sehr detailliert. Fast wie von selbst sprang mein Kopfkino an und es war als wäre ich ein Teil der Story. Die Atmosphäre im Buch war düster, beklemmend und faszinierend gleichermaßen. Auch mit diesem Buch gelang es Jackson mich vollkommen zu begeistern. Das Ende wiederum kam leider viel zu schnell. Ich hätte noch ewig weiter lesen können denn es war für mich wie eine Sucht. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Das Ende an sich passte einfach perfekt zum Buch was anderes kann ich nicht sagen. Das hier war ganz großes Kino. Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Klare Lese und Kaufempfehlung. Fazit: Mit "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" gelingt Shirley Jackson ein skurriles, erschütterndes und wahrhaft einmaliges Meisterwerk welches ich nicht mehr vergessen werde. Natürlich bekommt dieses Highlight von mir die volle Punktzahl!

  • Sallys Books

    aus Bischofswerda

    5/5

    16.08.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd

    Cover: Das Cover ist sehr gruselig und macht schon mal die richtige Stimmung für das Buch. Man sieht eine Treppe, die nach unten führt und dort lauert ein rot glühendes Auge. Inhalt/Schreibstil: Das Buch beginnt mitten im Geschehen. Wir begleiten Marricat beim Einkauf in der Stadt. Dort merkt man bereits die Feindseligkeit, die ihr gegenüber herrscht. Auch Marricat - aus deren Sicht wir das Buch lesen – hat sehr hasserfüllte Gedanken, die man als Leser nicht gleich nachvollziehen kann. Doch man kommt im laufe der Geschichte dem Geheimnis um diese Gefühle auf die Schliche. Man erfährt was passiert ist und warum sich die Personen im Buch so verhalten. Ich persönlich muss sagen, das Buch lebt von seiner bedrückenden Atmosphäre. Es kam unglaublich gut rüber und hat mir deshalb großen Spaß gemacht zu lesen. Da ich von der Autorin noch nichts anderes kenne, kann ich sagen ihr Schreibstil ist einmalig und etwas besonderes. Er ist nicht wirklich spannend, was dieses Buch aber auch nicht nötig hat. Die Art wie sie die Gedanken und Gespräche schreibt waren fesselnd und ab und zu hat man sich auch mal unwohl gefühlt. Für mich eigentlich genau das richtige Buch für die Herbstzeit. Fazit: Ein tolles Buch mit einer Atmosphäre die einem Gänsehaut beschert. Absolut empfehlenswert.

  • World of books and dreams

    5/5

    04.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Wahn und Wahrheit

    Gemeinsam mit ihrem kranken, an einem Rollstuhl gefesselten Onkel leben die Schwestern Mary Katherine, genannt Merricat, und Constance auf dem Anwesen ihrer Familie, den Blackwoods. Sechs Jahre ist nun her, dass die anderen Familienmitglieder vergiftet wurden. Damals wurde Constance beschuldigt, doch vor Gericht frei gesprochen. Trotzdem können die übrigen Familienmitglieder nicht in Ruhe leben, denn die Einwohner des Dorfes, an dessen Rand das Anwesen liegt, lassen nur allzu deutlich spüren, was sie von den Schwestern halten. Dann taucht ein Cousin der Familie auf, Charles, doch dessen Absichten zielen nur auf das Familienerbe hat, sehr zum Leidwesen Merricats. Meine Meinung Dieses Cover ist mal einfach nur der Hammer, es zog auf jeden Fall sofort meinen Blick auf sich und machte Gänsehaut. Der Roman ist eine Neuauflage des Buches, dessen Erstveröffentlichung bereits im Jahre 1962 liegt. Aber ich kann nur sagen, dass der Inhalt nach wie vor aktuell ist und mir mit seinem subtilen Horror schaurige Lesestunden bereitet hat. Shirley Jacksons Art zu schreiben klingt auf den ersten Blick sehr leicht, doch diese Autorin versteht es zu hundert Prozent, eine schauerliche Atmosphäre zu erzeugen. Dabei ist es weder blutig oder brutal, sondern von der ersten Seite an absolut beklemmend. Das wirkt ganz besonders dadurch, dass hier die achtzehnjährige Merricat als Ich-Erzählerin beschreibt, was vor sich geht, aber auch ein wenig, was in ihr vorgeht. Merricat ist eine absolut einmalige Figur, am Rande des Wahnsinns, wie es mir scheint, besessen von der übergroßen Liebe zu ihrer Schwester Constance, aber in ihrer eigenen Welt auf dem Anwesen der Familie durchaus glücklich. Je mehr ich von Merricat las, desto mehr war ich von ihrer Figur gleichermaßen fasziniert und verstört. Ich bin mir selbst nach dem Beenden des Buches nicht sicher, was real war und was nicht. War Merricat real? Constance? Das Leben auf dem Schloss an für sich? Definitiv ist das ein Buch, das ich ein zweites Mal lesen werde, denn ich habe immer noch das Gefühl, dass mir etwas fehlt und doch ist alles gesagt. Constance lebt völlig zurückgezogen auf dem Anwesen, das Anwesen, das hier Schloss genannt wird. Doch ist dieses Schloss schon mehr eine Metapher für das gefangen sein, sowohl in dem zu Hause als auch in sich selbst. Neben den beiden merkwürdigen Schwestern darf der Leser auch einen Blick auf deren Onkel Julian werfen. Aber auch dieser ist anders, immer noch brütet er über Aufzeichnungen zu dem, was damals im Schloss wirklich geschah. So bekommt auch der Leser immer mehr von der Vergangenheit mit. Letzten Endes kommt es, wie es kommen muss, als Cousin Charles, der Unsympath schlechthin, auftaucht. Aber eigentlich möchte ich da gar nicht zu viel zu verraten, denn man muss diese Stimmung eigentlich am eigenen Leib erleben. Mein Fazit Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen, gut, es hat auch nur etwas über 200 Seiten, aber ich wurde allein durch diese beklemmende, bedrückende Stimmung durch die Seiten getrieben. Ich bin fasziniert von der Zeichnung der Figuren, von dem subtilen Grauen, das einen überkommt, wenn man der Gedankenwelt Merricats folgt. Für Liebhaber des subtilen Psychothrillers ist dieses Buch perfekt. Nein, dieses Buch lebt nicht von Action und Blut, doch wer hier genau liest, der wird schnell vom kalten Grauen gepackt.

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