Im Jahr 1936 holt der Vater die drei Töchter nach, aus der andalusischen Provinz mitten hinein in die Hauptstadt der Welt: New York. Hier sollen sie im Restaurant helfen. Doch als der Vater stirbt und das Geld kaum zum Überleben reicht, wissen sich Victoria, Mona und Luz nicht anders zu helfen: Sie verwandeln das väterliche Lokal in einen Nachtklub. Gemeinsam begeben sie sich auf ein verwegenes Abenteuer in den Häuserschluchten Manhattans. Sie begegnen der Liebe, verfallen der Leidenschaft zur Musik und kosten den süßen Geschmack der Unabhängigkeit (zum allerersten Mal) ...
María Dueñas hat einen ergreifenden Schwesternroman geschrieben. Ein Buch über drei starke Frauen, die sich einen Platz in der Fremde erkämpfen, über Familienbande und den Glanz der ersten großen Gefühle.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Brühl
5/5
13.06.2019
eBook (ePUB)
Eine andere Zukunft von Maria Duenas
Das Buch beinhaltet eine interessante und spannende Geschichte von 3 spanischen Schwestern, die mit ihrer Mutter in New York ein neues Leben nach dem Tod ihres Vaters beginnen müssen.
Bewertung
aus Memmingen
5/5
02.05.2019
eBook (ePUB)
Drei junge Spanierinnen lernen auf eigenen Beinen zu stehen
Im Jahre 1936 holt der Spanier Emilio Arena seine drei Töchter Victoria, Mona und Luz mit ihrer Mutter Remidios aus Andalusien nach New York. Nachdem er ein Vagabundendasein auf dem Meer und zu Land in ganz unterschiedlichen Berufen geführt hat, lässt er sich inmitten der Metropole als Restaurantbesitzer nieder – ohne Erfahrung und auf sich alleine gestellt. Seine Frau und Töchter sollen ihn dabei unterstützen und so hat er sie zu sich beordert. Nicht nur dass es ein Kulturschock für die vier Frauen ist, so kennen sie nicht einmal die Sprache und wollten schon gar nicht in diese riesige, fremde Stadt. Bevor sie sich einleben können, kommt Emilio bei einem Unfall im Hafen ums Leben. Die weltfremde, ängstliche und lebensuntaugliche Remidios und ihre drei bildschönen, aber bockigen Töchter stehen plötzlich ganz alleine da und der Weg zurück in die Heimat scheint ein aussichtsloser Traum zu sein.
Nach „Wenn ich jetzt nicht gehe“ ist dies mein zweiter Roman aus der Feder von Maria Dueñas und ich bin erneut ihrem bildgewaltigen und kraftvollen Schreibstil und der beeindruckenden Atmosphäre ihrer Geschichte erlegen. Vor meinem inneren Auge erwachen die Arenas Schwestern, ihre Mutter Remidios und die unvergleichliche, harsche Nonne Lito zum Leben. Maria Dueñas versteht es, mich ins New York des Jahres 1936 eintauchen zu lassen. Mit den Schwestern staune ich über die gewaltigen Straßenschluchten, beeindruckenden Hochhäuser und den Reichtum der Oberschicht. Ich bin fasziniert vom Zusammenhalt der Spanier, fern ihrer Heimat und beschämt über ihre Armut. Ich leide mit Victoria, Mona und Luz, wenn ihnen ihre Gefühle in die Quere kommen und ich spüre den Zorn und das Unverständnis von Remidios, die ihre ganz eigenen Pläne für ihre Töchter hat. Ganz langsam lernen die drei Schwestern „laufen“ und sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Zunächst entfernen sie sich voneinander und drohen sich und ihre Verbundenheit zu verlieren. Jede hat ihre Vorstellung von der eigenen Zukunft und die passt nicht immer ins Konzept der anderen. Doch stets bilden sie eine unverbrüchliche Gemeinschaft, wenn es darauf ankommt.
Die geschickt eingeflochtenen Gedankengänge ganz unterschiedlicher Personen füllt diese mit Leben und trägt zum Verständnis ihrer Handlungen bei. Diese Art des Schreibens macht die Geschichten von Maria Dueñas so besonders, voller Gefühl formt sie ihre Charaktere und stellt sie in den Mittelpunkt der Erzählung. Die bildhafte und lebhafte Beschreibung der Umgebung bildet den Rahmen und macht den Roman lebendig. Ein ums andere Mal habe ich das New York der 30er Jahre gegoogelt, um noch tiefer in die Geschehnisse einzutauchen. Meine Begeisterung für die Autorin ist mit diesem berührenden Roman noch gewachsen und ich kann eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen.
Tine13
aus München
5/5
01.05.2019
eBook (ePUB)
Interessanter Ausflug ins Jahr 1936 nach New York, eine Stadt voller Migranten
Der in New-York gestrandete Spanier, Emilio Arenas, holt im Frühjahr 1936 seine Frau und sein drei Töchter zu sich nach Übersee. Die drei jungen Frauen sind alles andere als begeistert, sie stäuben sich nach Strich und Faden, wollen am liebsten sofort aufs nächste Schiff und zurück ins heimische Málaga.
Doch durch einen schrecklichen Unfall am Hafen, steht die Familie plötzlich vaterlos in der fremden Stadt, mutlos, ohne die Sprache zu beherrschen, ohne Geld und mit einem frisch gepachteten Lokal, durch das jede Menge Schulden anfallen. Nun sind die vier Frauen auf sich gestellt und plötzlich sind sie allesamt gezwungen Entscheidungen zu treffen, was ihre Zukunft angeht…….
Der Roman „Eine eigene Zukunft“ aus der Feder der spanischen Autorin María Dueñas, führt uns in eine Welt von frisch immigrierten Einwanderern, die sich mit dem „American Way of Life“, noch sehr schwertun. Entsetzt über ihren eigenen Mut, hinein katapultiert in eine ihnen völlig neue fremde Welt, zeigt sie uns vier andalusische Frauen, die mit dieser Situation völlig überfordert sind. Die Mutter Remedios versucht verzweifelt ihre Töchter weiterhin streng zu überwachen und zu kontrollieren. Doch die drei Schwestern, Victoria, Mona und Luz, lassen sich so leicht nicht bändigen! Mit ihrem andalusischen Temperament gehen die Geschwister die Sache an, ihre anfangs so unbändige Scheu vor der großen Stadt beginnt zu bröckeln.
Die Autorin beschreibt diesen Kampf perfekt, die Gefahren, die Männer, die Umstände. Immer wieder stolpern die Mädchen in gefährliche Situationen, doch mithilfe der spanischen Gemeinde, von Nachbarn und Freunden wird die fremde Welt auch ganz langsam annehmbar. Wunderbar episodenhaft wird die Geschichte erzählt, jede Schwester für sich ist einzigartig und ein flüssig bildhafter Schreibstil macht die Lektüre angenehm.
Es ist spannend die Schwestern durch die Straßen Manhattans zu begleiten, eine Stadt die gerade im Aufbruch steht, um eine Metropole zu werden. Man spürt den Elan und die Aufbruchstimmung, natürlich auch die Korruption und manchmal auch die eiskalte Gewaltbereitschaft. Die Drei erleben so manches brenzlige Abenteuer in spannenden Episoden.
Eine ganz wundervolle Einwandergeschichte, zum Mitfiebern, Mitleiden und natürlich auch zum Verlieben. Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten:)
Bewertung
aus Braunau am Inn
5/5
05.04.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
"NIEMAND WOLLTE NACH NEW YORK"
Das Buchcover ist schon sehr einprägsam und zeigt uns eine hübsche spanische Lady vor der Skyline von Manhattan . Niemand von der 3 Töchtern ( Victoria,die Älteste, Mona, die Mittlere und Luz, die Jüngste) wollte je nach New York. Doch ihre Mutter Remedio folgte der Aufforderung ihres Mannes Emilio, um die Töchter aus Malaga herzuschleifen. Man hat uns mit Gewalt hergebracht, uns kann diese verdammte Stadt gestohlen bleiben und bei erstbester Gelegenheit, sobald sich nur die allergeringste Chance bietet, steigen wir ins nächste Dampfschiff und fahren wieder nach Hause, dies war die Einstellung der 3 Töchter. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Als ihr Vater Emilio ihnen jedoch versprach, wenn sie in einem von ihm neu zu eröffnenden Lokal (ihm schwebte eine Gastwirtschaft vor, um die Hafenarbeiter täglich zu bewirten und dadurch viel Kohle zu machen) fest anpackten um genug Geld zu verdienen , dann könnten sie schneller wieder nach Malaga zurückkehren. musste man ihnen das nicht zweimal sagen --- und sie begannen nun, Vater Emilio und Mutter Remedio tatkräftig zu unterstützen, nur um schnell wieder nach Hause zu kommen. Doch es kam alles anders als gedacht, das Restaurant floppte, Vater Emilio kam durch ein tragisches Unglück ums Leben und Mutter Remedio war mit ihren 3 Töchtern nun in der grossen Metropole New York auf sich alleine gestellt. Ab nun nimmt dieser Roman richtig Fahrt auf und ist gespickt von unzähligen Charakteren, die man besser nicht hätte erfinden können. Da ist zum einen die Ordensschwester Lito, eine kettenrauchende Lucky Strike Liebhaberin, die der Familie zu einer grösseren Entschädigung als Abgeltung für den bedauernswerten Unfall von Emilio bei den Schifffahrtsgesellschaften verhelfen soll, der dicke italienische Rechtsanwalt Mazza, der die Bestrebungen von Schwester Lito gar nicht gutheissen konnte, da er sich am Leid der armen Familie selber bereichern wollte und deshalb zu gewalttätigen Mitteln griff, und eine Vielzahl von kuriosen und skurrilen Charakteren, die man hier gar nicht alle aufzählen kann, da es in diesem Roman nur so davon trieft. Aber einen hätte ich nun fast vergessen, eine absolute Hauptfigur, nämlich Alfonso de Borbo`n Battenberg Conde de Covadonga, Erstgeborener und ein Mann, der König von Spanien hätte werden können, den Mona vor aufdringlichen Reportern beschützt hat und der ihr deswegen zu Dank verpflichtet war. Mona wollte daraufhin seine Berühmtheit für die Eröffnung eines neuen Nachtclubs nutzen, aber ob das so eine gute Idee war, bleibt mal dahingestellt,waren doch nicht alle Spanier in New York unbedingt königstreu und es gab eine grosse Gruppe, die der Meinung waren, dass es in Spanien ohne Königshaus den Mitbürgern wesentlich besser ging. Wie es nun den 3 Schwestern mit ihrer Mutter Remedio in New York weiter ergangen ist, will ich hier nicht verrraten, konnten sie mit Erfolg eine neuen Nachtclub aufmachen, hatten sie Glück mit ihren zahlreichen Verehrern, habe sie den Richtigen gefunden und ob sie überhaupt in New York geblieben sind, wird der werte Leser nur dann erfahren, wenn er diesen Roman tatsächlich von Anfang bis zum Ende liest. Für mich war das ganz grosses Kino und ein literarisches Meisterwerk, ich musste diesen Roman einfach zügig durchlesen um das Ende zu erfahren, er war nie langweilig, mit unzähligen interessanten und skurrilen Charakteren bestückt und ich würde diesen Roman auf der Stelle verfilmen.
Bewertung
aus Tullnerbach
4/5
10.04.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
drei Schwestern in der Fremde
Drei Schwestern, die sich gemeinsam mit ihrem Vater nach Amerika gegangen sind, damit dieser sich dort dessen Traum verwirklichen kann, sich etwas eigenes aufzubauen. Plötzlich allein stehen die drei Schwestern und Mutter mit dem Restaurant, als der Vater durch einen traurigen Unfall stirbt. Seinen Töchtern obliegt es nun, den Traum des Vaters weiter zu leben. Ein beschwerlicher Weg liegt vor ihnen.
In diese Buch wird man nach Manhattan entführt, was mir als Location für die Geschichte äußerst gut gefallen hat. Man darf die Familie in diesem neuen Land bei den Anfängen begleiten. Emotionen sind quer durch den Wind beim Lesen mit dabei.
Manchmal sind mir die Wendungen in dem Buch nicht ganz klar gewesen bzw. schwer nachvollziehbar. Daher ein Stern Abzug.
Im Großen und Ganzen hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und war schön zu lesen - daher eine Empfehlung von meiner Seite.
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