Produktbild: Jenseits von Kohle und Stahl

Jenseits von Kohle und Stahl Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom | Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2018

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

525

Maße (L/B/H)

22/14,6/3,7 cm

Gewicht

697 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-58735-5

Beschreibung

Rezension

»Raphael ... beschreibt diese Geschichte mit großer Überzeugungskraft und beweist so, dass der Job des Historikers nicht allein darin besteht, in der Vergangenheit Vorboten dessen zu entdecken, was später passiert, sondern ebenso auf Entwicklungen zu verweisen, die nicht fortgeführt werden – verlassene Gleise zu betrachten.« ("DER SPIEGEL")
»Raphael hat, gestützt auf einen ganzen Forschungsapparat, einen interessanten, fantasievollen Forschungsansatz verfolgt: Er hat nicht bloß, wie für Sozialhistoriker üblich, Datenbanken ausgewertet ... er hat sich an Nah- und Fernsichten versucht, indem er einzelne Lebensläufe ebenso darstellte wie die Entwicklungen in Ländern, beispielhaften Regionen oder sogar einzelnen Unternehmen ... « ("Der Tagesspiegel")
»Sein Buch ist eine Gesellschaftsgeschichte der Industriearbeit – packend, kenntnisreich, klug.« ("DIE ZEIT")
»Raphael trägt Fakten und Zahlen zusammen. Er liefert Einblicke in die Lebensrealität der Betroffenen. Und er verbindet den Niedergang der Arbeiterkultur mit neuen politischen Kräfteverhältnissen.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Methodisch und theoretisch hellwach und überaus transparent führt der Historiker durch drei Jahrzehnte westeuropäischer Gesellschaftsgeschichte.« ("SWR")
»Überzeugende Darstellungen.« ("ak - analyse & kritik")
»Jenseits von Kohle und Stahl ist ein überzeugend argumentierendes Werk. ... Viele aktuelle Probleme erschließen sich dem Leser nach seiner Lektüre wesentlich besser. Selten sind mir die Schwierigkeiten und Herausforderungen der gegenwärtigen Sozialdemokratie – vor allem der SPD – so deutlich vor Augen geführt worden.« ("Hémecht")
»...ungeheuer lesenswert.« ("Zeitschrift Marxistische Ernennung")
»Souverän verarbeitet [Lutz Raphael] Erkenntnisse vieler Wissenschaften mit einer Materialfülle als Untergrund zu Lesbarkeit mit Aha-Effekt.« ("Geographische Rundschau")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.05.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

525

Maße (L/B/H)

22/14,6/3,7 cm

Gewicht

697 g

Farbe

Schwarz / Silbergrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-58735-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Produktbild: Jenseits von Kohle und Stahl

  • Einleitung: Perspektiven einer Gesellschaftsgeschichte



    Westeuropas nach dem Boom



    Eine Geschichte »von unten«



    Eine Geschichte »von gestern aus«



    Bezugspunkte einer Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung



    Gesellschaftsgeschichte: Tragweite eines Konzepts



    Methodische Komplikationen: Nah- und Fernsichten, Theorieeffekte und Quellenauswahl



    I. DIE VOGELPERSPEKTIVE



    Drei nationale Arbeitsordnungen im Umbruch



    1. Industriearbeit in Westeuropa nach dem Boom: Die politökonomische Perspektive



    Deindustrialisierung in Westeuropa



    Neue Technologien industrieller Produktion



    Geldwertstabilität, Industriesubventionen und Privatisierungen



    Auf dem Weg in den Finanzmarktkapitalismus



    Arbeiterinnen und Arbeiter in Zeiten der Deindustrialisierung



    Kumulative Dynamiken des wirtschaftlichen Strukturwandels



    2. Der Abschied von Klassenkämpfen und festen Sozialstrukturen: Eine Wissensgeschichte der Umbrüche



    Neoliberale Krisendiskurse und Trenddeutungen



    Drei nationale Perspektiven auf den demokratischen Klassenkonflikt



    Von Amts wegen: Soziale Klassifizierungen



    Neue Grenzlinien



    Neue politische Mobilisierungssprachen



    Kulturelle Repräsentationen industrieller Arbeitswelten im Umbruch



    Zwischen Sprachlosigkeit und Verschwinden: Unschärfen in der sozialen Wahrnehmung industrieller Wirklichkeiten



    3. Politikgeschichte von »unten«: Arbeitskämpfe und neue soziale Bewegungen



    Nationalspezifische Rahmenbedingungen von Sozialprotesten und Arbeitskonflikten



    Militanz und neue soziale Bewegungen (1968-1979)



    Mobilisierung und Protest in der Krise (1979-1990)



    Die Rückkehr der Rebellion (1990-2005)



    Der Abschied der Industriearbeiter von der politischen Bühne



    4. Von Industriebürgern und Lohnarbeitern: Arbeitsbeziehungen, Sozialleistungen und Löhne



    Industrielle Lohnarbeit und soziale Sicherheit Anfang der 1970er Jahre



    Die Erosion des kollektiven Tarifrechts



    Löhne und Entgeltsysteme im Umbruch



    Individuelle Schutzrechte im Zeichen der Verrechtlichung



    Der Abschied vom Sozialpaket



    Krise der Sozialbürgerschaft



    5. Facharbeit, Produktionswissen und Bildungskapital: Deutungskämpfe und Neuarrangements



    Produktionswissen und Bildungskapital: Eine Geschichte langer Dauer



    Postindustrielle Bildungsideologien



    Die vielen Leben des deutschen Berufsbildungssystems



    Kompetenzerwerb, Wissensverlust und Dequalifizierung: Britische Wege in die Wissensgesellschaft



    Traditionelle Distanz und neue Hierarchien: Bildungstitel und Produktionswissen in Frankreich



    Wissensordnungen und neue Produktionsregime



    Gewinner und Verlierer



    II. NAHAUFNAHMEN



    Erfahrungsräume und Erwartungshorizonte im Wandel



    6. Lebensläufe, Berufskarrieren und Jobsuche in Umbruchzeiten



    Arbeitsbiographien und Lebenslaufforschung



    Wege in die Industriearbeit in den 1950er und 1960er Jahren



    Kontinuität und Wandel: Berufskarrieren und Arbeitsbiographien nach dem Boom in Frankreich



    Großbritannien: Arbeiterbiographien zwischen Katastrophe und Umbruch



    Westdeutsche Industriearbeit zwischen Aufstieg und prekärer Stabilität



    Heirat, Hausstand, familiäre Solidarität



    Blicke zurück, Blicke nach vorn



    7. Betriebliche Sozialordnungen im Umbruch



    Die Fabrik als »soziales Handlungsfeld«



    Das Unternehmen als Kreuzungspunkt von Solidaritäten und Bindungen



    Institutionelle Rahmenbedingungen und langfristige Prägungen im Drei-Länder-Vergleich



    Betriebliche Sozialordnungen in der Automobilindustrie 1970-2000



    Das außergewöhnlich Normale: Notgemeinschaften, Befreiungen und Auflösungen



    Der Industriebetrieb als Sicherheitsinsel



    8. Industriedistrikte, »Problemviertel« und Eigenheimquartiere: Sozialräume der Deindustrialisierung



    Neue regionale Disparitäten



    Industriedistrikte im Strukturwandel



    Von der Trabantenstadt zum »Problemviertel« und zur Reihenhaussiedlung



    Doppelte Abwesenheit: Transiträume



    Das Ende der sozialmoralischen Milieus und die Krise lokaler Arbeiterkulturen



    Schluss: Die Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung als Problemgeschichte unserer Gegenwart?