Frühjahr 1858: Ein Brief des Artensammlers Alfred Russel Wallace verlässt die Gewürzinsel Ternate gen England, darin ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Kaum ein Jahr später wird dieser für Aufsehen sorgen. Doch nicht sein Verfasser wird den Ruhm ernten, sondern sein Empfänger, Charles Darwin. Von Wallace bleibt lediglich eine nach ihm benannte Trennlinie der Arten im Malaiischen Archipel. 150 Jahre später stößt der Museumsnachtwächter Albrecht Bromberg auf die Geschichte des vergessenen Wallace. Er reist auf seinen Spuren durch ferne Länder und kämpft darum, dass Wallace erhält, die Würdigung erhält, die ihm zusteht.
Ungekürzte Lesung mit Wolfram Koch, Robert Stadlober 6 CDs | ca. 7 h 36 min
Alfred Russel Wallace hatte etwa zeitgleich mit Darwin die "Entstehung der Arten" entdeckt. Gebührt Ihm der Ruhm der Darwin zuteil wurde?
Bewertung
5/5
16.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Woher hatte Charles Darwin den...
Woher hatte Charles Darwin den Impuls für seine spannenden Entdeckungsreisen, auf denen er seiner Zeit vorauseilte?
Wer war Alfred Russel Wallace?
Diese und andere Fragen klärt Anselm Oelze hier literarisch gekonnt.
Bewertung
5/5
02.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Entstehung der Arten 2.0
Wer "Wallace" liest, der bekommt zwei Bücher zum Preis von einem. An der Seite des namensgebenden Forschers Alfred Russel Wallace erlebt der Leser Abenteuer im Brasilien des 19. Jahrhunderts, wohingegen er den Museumswächter Bromberg in der Gegenwart auf Spurensuche begleitet. Anselm Oelze schreibt lebendig und erzählt fesselnd die Geschichte eines vergessenen Gelehrten.
Fazit: Eine gelungene Mischung aus historischem Abenteuerroman und spannender Wissenschaftsgeschichte.
Aischa
5/5
20.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gleich mit seinem Debütroman…
Gleich mit seinem Debütroman hat Anselm Oelze eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack geschrieben: Der Wissenschaftsroman erzählt in zwei Zeitebenen, zum einen Mitte des 19. Jahrhunderts vom britischen Forschungsreisenden Alfred Foster Wallace, zum anderen von einem Nachtwächter in einem Naturkundemuseum, in nicht genauer bezifferter Jetztzeit. Wallace formulierte im Roman wie im wahren Leben eine Abhandlung über eine neue Idee zur Entstehung der Arten. Er stand dazu im Briefwechsel mit Charles Darwin, der darauf hin seine eigene, praktisch identische Evolutionstheorie publizierte und seither als Vater ebendieser gilt. Oelze hat die Geschichte nicht nur fundiert recherchiert, sondern daraus einen intelligent und witzig erzählten Plot entwickelt, der etliche g rundlegende Fragen des Lebens aufwirft. So zum Beispiel, was die Wahrheit ist, wann wir etwas für wahr halten, wie Forschung und Ruhm verknüpft sind und was im Leben (oder auch danach) zählt. Oelzes Sprache ist sehr abwechslungsreich und fordert den Leser durchaus. Da kann sich ein Schachtelsatz mit zahlreichen Einschüben und Nebensätzen schon mal über zehn oder mehr Zeilen erstrecken. Gelungen ist in der historische Duktus in den Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen. Hier vermittelt die gewählte Sprache Authentizität. Schlaue Unterhaltung mit viel Diskussionsstoff, unbedingt lesen!
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