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Anselm Oelze

1. Wallace

Wallace Ungekürzte Lesung mit Robert Stadlober und Wolfram Koch (6 CDs)

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Wolfram Koch + weitere

Spieldauer

7 Stunden und 36 Minuten

Erscheinungsdatum

28.02.2019

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

6

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410313

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

7 Stunden und 36 Minuten

Erscheinungsdatum

28.02.2019

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

6

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742410313

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstr. 9a
10623 Berlin
Deutschland
Email: info@der-audio-verlag.de
Url: www.der-audio-verlag.de
Telephone: +49 30 31998280
Fax: +49 30 319982811

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    26.01.2020

    Hörbuch (CD)

    Der Zweite ist immer der erste Verlierer...

    Frühjahr 1858: Ein Brief des Artensammlers Alfred Russel Wallace verlässt die Gewürzinsel Ternate gen England, darin ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Kaum ein Jahr später wird dieser für Aufsehen sorgen. Doch nicht sein Verfasser wird den Ruhm ernten, sondern sein Empfänger, Charles Darwin. Von Wallace bleibt lediglich eine nach ihm benannte Trennlinie der Arten im Malaiischen Archipel. 150 Jahre später stößt der Museumsnachtwächter Albrecht Bromberg auf die Geschichte des vergessenen Wallace. Er reist auf seinen Spuren durch ferne Länder und kämpft darum, dass Wallace die Würdigung erhält, die ihm zusteht. “Ein literarisches Denkmal für die Außenseiter des Lebens und der Geschichte” - so bezeichnet der Klappentext selbst das Debüt von Anselm Oelze. Und tatsächlich widmet sich der Roman in einem Handlungsstrang dem Leben und Schaffen von Alfred Russel Wallace, einem schüchternen Zeitgenossen, der offenbar über wenig Selbstbewusstsein verfügt hat. Er reiste in abgelegene Gegenden, um dort Tierarten zu sammeln, diese zu katalogisieren und als Anschauungsobjekte zurück nach England zu bringen. Durch Beobachtungen und Schlussfolgerungen entwickelte er schließlich eine schlüssige Theorie von der Entstehung der Arten. Doch aufgrund seiner ständigen Selbstzweifel wollte er diese Theorie zunächst von Charles Darwin überprüfen lassen, mit dem er schon länger in brieflichem Kontakt stand. Russel blieb auf der Gewürzinsel Ternate, und Darwin veröffentlichte einige Monate nach der Ankunft des Briefes die heute allen geläufige Theorie von der Entstehung der Arten - unter seinem eigenen Namen - Russel wurde lediglich in der Danksagung erwähnt. Anselm Oelze belässt es jedoch nicht bei dem historischen Handlungsstrang, sondern flicht eine weitere Erzählebene ein, die in der Gegenwart spielt. Albrecht Bromberg arbeitet als Museumsnachtwächter und stößt auf die Ungerechtigkeit, die Wallace widerfahren ist. Bromberg beschließt, dem Forscher post mortem zu seinem Ruhm zu verhelfen und spannt dafür Freunde und Bekannte ein. Er lässt nichts unversucht, um Charles Darwin auch in der Öffentlichkeit zu entlarven und für Gerechtigkeit zu sorgen…   “Aber es stimmt doch einfach nicht! Darwin ist nicht vor Wallace im Ziel gewesen! Er ist einfach nur früher losgelaufen! Es ist mir schleierhaft, wie jemand, der früher losläuft, aber zeitgleich mit dem Konkurrenten ins Ziel gelangt, am Ende den Sieg davontragen kann! Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu! Das muss man doch verhindern!”    Ich mag Bücher, die sich eher unbekannten historischen Fakten widmen und dabei an vermeintlich feststehenden Grundfesten rütteln. Ein Roman für einen Verlierer der Historie - eine nette Idee. Die Figuren, die Oelze zeichnet, sind allesamt etwas skurril, so dass sowohl der Handlungsstrang der Vergangenheit als auch der in der Gegenwart spielende recht verschroben wirken. Der Autor webt dabei gekonnt leise Ironie und augenzwinkernden Humor ein, so dass sich der Leser bei aller Nachdenklichkeit, die sich während der Lektüre einstellen mag, auch gut unterhalten fühlt.  Der Schreibstil ist geschliffen und versetzt beispielsweise mit heute kaum noch gebräuchlichen Verben gekonnt in vergangene Zeiten; die zahllosen Adjektive vor allem zu Beginn des Romans sind zwar gewöhnungsbedürftig, dienen aber der Bildhaftigkeit des Erzählten. Die ungekürzte Lesung mit Robert Stadlober und Wolfram Koch (456 Minuten) ist angenehm zu hören. Ein ruhige Erzählung mit Charakteren, die eher auf Distanz bleiben. Ein hörenswerter Roman, der ein wenig an den Festen der Geschichte rüttelt und interessante Fragen aufwirft…   © Parden

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wallace

    Alfred Russel Wallace hatte etwa zeitgleich mit Darwin die "Entstehung der Arten" entdeckt. Gebührt Ihm der Ruhm der Darwin zuteil wurde?

  • Bewertung

    5/5

    16.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Woher hatte Charles Darwin den...

    Woher hatte Charles Darwin den Impuls für seine spannenden Entdeckungsreisen, auf denen er seiner Zeit vorauseilte? Wer war Alfred Russel Wallace? Diese und andere Fragen klärt Anselm Oelze hier literarisch gekonnt.

  • Bewertung

    5/5

    02.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Entstehung der Arten 2.0

    Wer "Wallace" liest, der bekommt zwei Bücher zum Preis von einem. An der Seite des namensgebenden Forschers Alfred Russel Wallace erlebt der Leser Abenteuer im Brasilien des 19. Jahrhunderts, wohingegen er den Museumswächter Bromberg in der Gegenwart auf Spurensuche begleitet. Anselm Oelze schreibt lebendig und erzählt fesselnd die Geschichte eines vergessenen Gelehrten. Fazit: Eine gelungene Mischung aus historischem Abenteuerroman und spannender Wissenschaftsgeschichte.

  • Aischa

    5/5

    20.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gleich mit seinem Debütroman…

    Gleich mit seinem Debütroman hat Anselm Oelze eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack geschrieben: Der Wissenschaftsroman erzählt in zwei Zeitebenen, zum einen Mitte des 19. Jahrhunderts vom britischen Forschungsreisenden Alfred Foster Wallace, zum anderen von einem Nachtwächter in einem Naturkundemuseum, in nicht genauer bezifferter Jetztzeit. Wallace formulierte im Roman wie im wahren Leben eine Abhandlung über eine neue Idee zur Entstehung der Arten. Er stand dazu im Briefwechsel mit Charles Darwin, der darauf hin seine eigene, praktisch identische Evolutionstheorie publizierte und seither als Vater ebendieser gilt. Oelze hat die Geschichte nicht nur fundiert recherchiert, sondern daraus einen intelligent und witzig erzählten Plot entwickelt, der etliche g rundlegende Fragen des Lebens aufwirft. So zum Beispiel, was die Wahrheit ist, wann wir etwas für wahr halten, wie Forschung und Ruhm verknüpft sind und was im Leben (oder auch danach) zählt. Oelzes Sprache ist sehr abwechslungsreich und fordert den Leser durchaus. Da kann sich ein Schachtelsatz mit zahlreichen Einschüben und Nebensätzen schon mal über zehn oder mehr Zeilen erstrecken. Gelungen ist in der historische Duktus in den Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen. Hier vermittelt die gewählte Sprache Authentizität. Schlaue Unterhaltung mit viel Diskussionsstoff, unbedingt lesen!

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