Produktbild: Erinnern, vergessen, umdeuten?
Band 73

Erinnern, vergessen, umdeuten? Europäische Frauenbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert

52,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.08.2019

Herausgeber

Angelika Schaser + weitere

Verlag

Campus

Seitenzahl

406

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/4,5 cm

Gewicht

515 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51033-0

Beschreibung

Rezension

»Selbst HistorikerInnen werden hier sehr viel Neues und Interessantes erfahren, denn die Geschichte der Frauenbewegungen ist immer noch ein stiefmütterlich behandelter Bereich.« Glarean-Magazin, 04.10.2019
»Jeder Beitrag in diesem Sammelband wirft Licht auf etwas Neues oder lässt Altes in neuem Licht erscheinen. Jeder Beitrag hält eine Überraschung bereit, als ob der abschließende Artikel der Kommunikationswissenschaftlerin Susanne Kinnebrock zum Zusammenhang von Gedächtnisformen und Medienlogiken Pate gestanden hätte. Überraschung, Personalisierung und Dramatisierung sind wichtige Bearbeitungsweisen, um Ereignisse zu erinnern und sie aus dem kulturellen Langzeitgedächtnis in das kommunikative Kurzzeitgedächtnis zu holen, so Kinnebrock. Dies ist den Autorinnen dieses Buches außerordentlich gut gelungen.« Marianne Schmidbaur, H-Soz-Kult, 30.09.2020
»Der vorliegende Sammelband gibt erste wichtige Antworten auf die Frage, in welcher Weise sich europäische Frauenbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert selbst erinnerten und welche bewegungsinternen Deutungskämpfe um Geschichtsbilder und -narrative damit einhergingen. Ein zentraler Befund der Aufsätze ist, dass die Frauenbewegungsgeschichte gerade nicht in Narrativen wie abgrenzbaren ›Wellen‹ oder eines eindeutigen Strukturbruchs in den 1970er Jahren aufgeht. Die Beiträge des Bandes lassen sich durchwegs auf die Komplexität von Historisierungsprojekten ein und eröffnen den Blick auf vielfältige, auch unvorhergesehene historische und räumliche Bezüge.« Elisa Heinrich, L'Homme, 2 (2021)

Portrait

Angelika Schaser ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg..
Sylvia Schraut vertrat bis zu ihrer Emeritierung 2020 die Professur für Neuere Geschichte an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München..
Petra Steymans- Kurz, Dr. phil., ist Fachbereichsleiterin an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.08.2019

Herausgeber

Verlag

Campus

Seitenzahl

406

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/4,5 cm

Gewicht

515 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51033-0

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Erinnern, vergessen, umdeuten?
  • Inhalt

    Einleitung: Die (fehlende) Historiographie zu den Frauenbewegungen in Europa 7
    Angelika Schaser/Sylvia Schraut

    Am Beginn der Bewegung: Strategien der Traditionsstiftung bei Louise Otto-Peters 22
    Susanne Schötz

    Die Schriftstellerin Lily Braun und die Frauen der Antike – Traditionsbildung von begrenzter Reichweite 54
    Beate Wagner-Hasel

    »Tremate, tremate, le streghe son tornate!« Zur Wirkmacht des Hexen-Narrativs in den europäischen Frauenbewegungen 70
    Rita Voltmer

    Macht/Lust – Übersetzung und fragmentierte Traditionsbildung als Strategien zur Mobilisierung eines radikalen Feminismus 95
    Johanna Gehmacher

    »[…] wichtig zur Orientierung der jüngeren Generation«. Erinnerungskultur nach 1945 im Münchner Verein für Fraueninteressen und Frauenarbeit 124
    Mirjam Höfner

    Verlorene Erinnerung – Traditionsbrüche und fehlende Erinnerungsarbeit bei Damenverbindungen im Kaiserreich und in der Weimarer Republik 152
    Simone Ruoffner

    Helene Lange und Gertrud Bäumer als Historiographinnen der Frauenbewegung 170
    Angelika Schaser

    Lagerbildungen, konfessionelle und regionale Brüche in der Traditionsstiftung der deutschen Frauenbewegung 198
    Sylvia Schraut

    Die Geschichte und Bedeutung von Frauen-/Lesbenarchiven und -bibliotheken für die Traditionsarbeit innerhalb der Frauenbewegungen 228
    Jessica Bock/Birgit Kiupel

    Wer sich wo und wie erinnern wollte? Die Neuen Frauenbewegungen und soziale Ungleichheit nach Klasse, »Rasse« und Migration 255
    Ilse Lenz

    Vergangenheit, Gefühl und Wahrheit. Strategien der Geschichtsschreibung über Frauenpolitik und Frauenbewegungen in Galizien an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert 284
    Dietlind Hüchtker

    Feminist Biography in Finland and Sweden around 1900: Creation of Bonds of Admiration and Gratitude 312
    Tiina Kinnunen

    Unrecognized Transnationalism. A Counter History of the Early Italian Women’s Movement 338
    Ruth Nattermann

    To Early to Memorize? The Feminist Movement in Spain: Forgetfulness and Disagreements 361
    Soraya Gahete Muñoz

    Warum Frauenbewegungen erinnert werden oder auch nicht. Zum Zusammenspiel von Gedächtnisformen und Medienlogiken 376
    Susanne Kinnebrock

    Autorinnen 403