«Die schwarze Spinne» ist eine Novelle von Jeremias Gotthelf aus dem Jahr 1842. Eingebettet in eine idyllisch angelegte Rahmenerzählung werden alte Sagen zu einer gleichnishaften Erzählung über christlich-humanistische Vorstellungen von Gut und Böse verarbeitet. Die Symbolik der Erzählung ist über den christlichen Sinn hinaus jedoch auch unter einer allgemeineren moralischen Fragestellung von Gut und Böse verständlich. Die soziale Dynamik des Dorfes wird von Gotthelf präzise geschildert: gegenseitige Schuldzuschreibung, schnell vergessene Kollektivschuld und das Schicksal von Außenseitern, die von der Gemeinschaft leichtfertig zu Sündenböcken gemacht werden, machen das Buch zu einer nach wie vor aktuellen Lektüre. Zuerst kaum beachtet, gilt diese Erzählung bei vielen Literaturkritikern als eines der Meisterwerke des deutschen Biedermeier. Thomas Mann schrieb darüber in «Die Entstehung des Doktor Faustus», dass Gotthelf oft das Homerische berühre und dass er seine Schwarze Spinne wie kaum ein zweites Stück Weltliteratur bewundere.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
lara
5/5
21.12.2025
Buch (Taschenbuch)
jugend ohne gott
Jugend ohne Gott von Odön von Horvath ist ein unfassbar gut aber auch leicht verständlich geschriebenes Buch. Es zeigt die Machtausnutzung und genommene Freiheit des einzelnen im dritten Reich. Pflichtlektüre meiner Meinung nach,da man so leichte Vorurteile,die von den großen kommen,hervorsehen kann.
Bewertung
5/5
19.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Verboten großartig!
Unglaublich, wie manche Bücher über Jahrzehnte - hier ist es schon fast ein Jahrhundert - aktuell, spannend und berührend bleiben. Dieses Buch gehört definitiv dazu!
Bewertung
5/5
15.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Sehr interessant
Das Buch war sehr interessant zu lesen und einfach geschrieben. Die Gedankensprünge sind nachvollziehbar und die Handlungen des Protagonisten sind verständlich.
Das Buch kann innerhalb von 2-3 Stunden gelesen werden und ist damit perfekt für lange Fahrten geeignet.
Bewertung
5/5
04.03.2023
eBook (ePUB)
Mein liebstes "altes" Buch
"Jugend ohne Gott" zählt für mich zweifellos zu den unterhaltsamsten und dennoch lehrreichsten Geschichten aus dieser Zeit. Man muss das Werk (selbstverständlich) im Kontext ebendieser Zeit lesen, dann ist es ein wirklich spannendes und gelungenes Buch.
Gustl Schmidt
aus Wien
5/5
16.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Jugend ohne Gott
Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch schon gelesen habe. Es war immer wieder neu, spannend, anders. Man kann die Geschichte vom Lehrer, der in der NS-Zeit einen Mord aufklärt, als einen Krimi der besonderen Art oder aber auch als eine soziologische Studie über den Faschismus lesen. Man kann das Buch als eine ganz persönliche Suche des Autors nach Gott betrachten oder aber das Wirken jugendlicher Gruppendynamik studieren. Dieses Buch eröffnet immer wieder neue Zugänge, setzt immer wieder neue Schwerpunkte.
Darüber hinaus ist Horváth ein großartiger Stilist, der die Dinge sprachlich exakt auf den Punkt bringt. Dieser österreichische Dichter ungarischer Abstammung ist, unter absurd-tragischen Umständen, viel zu früh verstorben. Sein Werk, wie Skizzenblätter und verschiedene Vorarbeiten belegen, war noch im Entstehen. Im Suhrkampverlag erschien in den letzten Jahren eine sorgfältig editierte Textsammlung aus dem Nachlass. Horváth kann nicht genug gelesen werden.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.