Ein erschreckend realer Horrorthriller von Bestsellerautor J.A. Konrath.
Die Kameras ihrer Computer sind ausgeschaltet. Er sieht sie trotzdem …
Er stalkt junge Models, die sich vor der Webcam für Geld ausziehen. Er belauert jeden ihrer Schritte aus der dunkelsten Ecke des Internets. Dann kommt er leibhaftig. Das Letzte, was seine schönen Opfer sehen, ist ihr eigenes Blut in ihren Augen.
Tom Mankowski vom Morddezernat in Chicago hat es mit einem extrem verstörenden Fall zu tun. Die Verstümmelungen der Leichen mit Messer und Schere sind grässlich. Immer scheint der Täter zu wissen, welcher Spur der Detective gerade nachgeht – als ob er mit im Raum wäre. Ausgerechnet jetzt, wo Toms Freundin aus L.A. zu Besuch ist, der er einen Antrag machen möchte.
Doch selbst das beobachtet der Killer. Und es gefällt ihm gar nicht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Mülheim
5/5
28.06.2021
Buch (Taschenbuch)
J.A.Konrath
5 Sterne sind eindeutig zu wenig.
Hoffe auf Folgebücher von J.A.Konrath
Ich verschlinge sie förmlich!
Liebe Grüße von Doris
Elohym78
aus Horhausen (Westerwald)
5/5
19.08.2018
Buch (Taschenbuch)
Eine brutale, schon bestialisc…
Eine brutale, schon bestialisch anmutende Mordserie erschüttert Chicago. Junge Webcam-Models werden erst von einem Cyberstalker methodisch in Angst und Schrecken versetzt und schließlich ermordet. Die Presse nennt ihn den Schnippler, da er seinen Opfern die Augenlider abschneidet, damit sie die Folterqualen sehen können, bzw. sehen müssen. Doch das ist nur, was die Polizei weiß, denn die Wahrheit liegt tiefer. Viel tiefer. Detective Tom Mankowski und sein Partner Roy Lewis ermitteln in diesem an die Substanz gehenden Fall und ahnen nicht, dass einer von ihnen bereits ins Fadenkreuz des Schnipplers geraten ist. Das Cover zeigt ein in Panik aufgerissenes Auge, dass auf einem Computermonitor abgebildet dem Betrachter hilfesuchend entgegen blickt. Dieses Bild zusammen mit dem Klapptext, hat mich neugierig auf das Buch gemacht, da es von Angst, Panik und Grauen spricht. Und es verspricht nicht zu viel... J.A. Konrath ist ein großartiger Autor, der es einfach meisterhaft versteht, seine Leser in die Abgründe der Perversion zu führen; Er verbreitet mit wenigen Mitteln größtmögliche Angst. Das Buch ist unfassbar spannend geschrieben, so dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte, auch wenn einige Stellen so brutal und blutig geschildert waren, dass sich mir der Magen hob. Konrath mischt zwei Ängste der Menschen: Zum einen die Urangst, zum Beispiel gegen Dunkelheit oder Spinnen und dann die erlernte, dass wir abgelauscht und beobachtet werden können durch die Technik. In einer abwärts gerichteten Spirale reißt er seine Opfer in nie dagewesene Gefilde der Angst. Und genau deswegen wirkt das Geschriebene echt und so, wie wenn es jeder Zeit geschehen kann. Zu Beginn hat mich gestört, dass alle Opfer junge, gutaussehende Frauen sind, die als Cam-Models arbeiten, Kendal heißen und in Chicago leben. Es ist in meinen Augen einfach viel zu unwahrscheinlich, dass es so viele geben könnte, auf die diese Merkmale zutreffen könnten. Aber was mich anfangs störte, war mir schließlich egal und ich überließ mich dem Geschehen. Manchmal sollte man sich einfach fallen lassen, störende Grübeleien ausschalten und genießen. Vor allem, wenn es sich um so einen packenden Thriller handelt. Der Spannungsbogen ist stets straff gespannt und Konrath schafft es, ihn keine Sekunde erschlaffen zu lassen, sondern zieht ihn sogar noch stärker an als ich dachte, es wäre nicht mehr möglich, noch mehr Spannung aufzubauen. Selten habe ich einen Thriller gelesen, in dem alles so stimmig und nahtlos ineinander griff. Ganz großes Kopfkino! Als, ich nenne es mal ruhenden Gegenpol, wird das Leben von Tom Mankowski geschildert. Von Anfang an war er mir als Ermittler sehr sympathisch, da er mit beiden Beinen fest im Leben steht und seinen Job als Polizist ernst nimmt. Allerdings wird sehr deutlich, dass er in erster Linie Mensch ist und nicht Polizist, das Leben sich also nach seinem Willen gestaltet und nicht nach seinem Beruf. Mir gehen oft diese überkanditelten Gesetzeshüter auf den Geist, die der festen Überzeugung sind, dass sich die Welt ausschließlich um sie dreht. Mit dem Detective Tom Mankowski hat J.A. Konrath einen wirklich tollen Protagonisten erschaffen, der mit Menschlichkeit und Nähe punktet. Er liebt seinen Beruf, keine Frage, aber seine Freundin Joan ist sein Lebensmittelpunkt. Auch wenn er dies hin und wieder in den Hintergrund treten lässt. Tom ist eben mehr als nur Polizist; er ist Liebhaber, bester Freund und Mann und das macht ihn mir von Grund auf sympathisch. An seiner Seite sein Freund und Partner Roy Lewis. Schnell wird klar, dass die beiden ein eingespieltes Team sind, die mehr als nur die Arbeit verbindet. Mein Fazit Buch nicht schief halten! Es läuft Blut raus! Grauen pur!
Harakiri
aus Ostalb
4/5
22.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Erinyes räumt auf. Er tötet…
Erinyes räumt auf. Er tötet alle, die Schuld auf sich laden. Seien es allzu freizügige Frauen, Prostituierte oder auch jemand, der einfach nur im Weg ist. Besonders perfide sind seine Morde an Frauen, die Kendal heißen. Er stalkt sie regelrecht, hackt ihre Smartphones und PCs und dringt des Nachts in ihre Schlafzimmer ein. Detective Tom Mankowski ist ihm auf der Spur. Allerdings wird dann seine Freundin entführt und das nimmt er persönlich. Bereits die ersten Seiten sind sehr gruselig. Zwar lässt der Autor jetzt nicht Mengen an Blut fließen, er spielt eher mit der Einbildungskraft seines Lesers und lässt Schreie erklingen und bestellt Peitschen im Internet. Mit den Opfern hätte ich gerne ein wenig mehr mitgelitten, die Beschreibung ging etwas schnell. Sehr schnell war auch das Ende. Konradts Schreibweise hat mir gut gefallen, er schreibt flüssig und anschaulich. Allerdings kamen mir seine Charaktere nicht so richtig nahe. Mit sämtlichen 4 Protagonisten konnte ich nicht viel anfangen, hier hätte ich mir mehr Input gewünscht, auch wenn das Privatleben durchaus kurz gestreift wurde. Dies ist mein erstes Buch von J.A. Konradt, aber wohl nicht mein letztes. Querverweise im Buch zeigen zu Jaqueline (Jack) Daniels, die mir ein interessanter Charakter zu sein scheint. Fazit: gut zu lesen, aber mit kleinen Schwächen.
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