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Produktbild: Und jeden Morgen das Meer

Und jeden Morgen das Meer Roman

6

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12552

Erscheinungsdatum

20.08.2018

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

1149 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446261341

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

12552

Erscheinungsdatum

20.08.2018

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

1149 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446261341

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Meer ohne Idylle

Bewertung am 03.12.2018

Bewertungsnummer: 328658

Bewertet: eBook (ePUB)

Gerade hatte ich ein hübsches kleines Buch (Capus, "Königskinder") zu Ende gelesen, das von einer (fast) puren Idylle mitten in der Französischen Revolution erzählt. In "Und jeden Morgen das Meer" erwähnt ein gewisser Professor Todd, Gast im Hotel unserer Hauptfigur, dass "Adlige sich während der Revolution gepudert und geschminkt zur Guillotine führen ließen." Es geht darum, das Leben bis zur letzten Minute auszukosten und bis zur letzten Minute Haltung zu bewahren. Gejammert wird jedenfalls nicht. Das Leben auskosten - bei dem Gedanken, an der Küste von Wales, direkt am Strand, ein kleines, wenn auch etwas heruntergekommenes Hotel zu übernehmen, um den Lebensabend dort ausklingen zu lassen, muss doch Sehnsucht und ein bisschen Neid aufkommen. Das muss Idylle pur sein. Doch sehr schnell wird klar, dass es sich nicht um eine neue Version des "kleinen Strandcafés" handelt, sondern um die eher unfreiwillige Flucht einer ehemals "grande" Dame um die Anfang 60, einst Inhaberin eines renommierten Vier-Sterne-Hotels am Bodensee. Sehr langsam, behutsam und mit viel Empathie ribbelt Karl-Heinz Ott Sonjas Leben auf wie einen Wollpullover, der den Vorstellungen letztlich doch nicht entspricht - also alles auf Anfang. So zumindest Sonjas Hoffnung. Doch die Vergangenheit mit all den Erinnerungen lässt sich nicht so leicht abschütteln, ganz gleich wie sehr Sonja sich den Naturgewalten auch aussetzt, um sie buchstäblich aus ihr hinauspeitschen zu lassen. Die Zeit soll Wunden heilen, und doch ahnt Sonja: "Vielleicht vergeht die Zeit überhaupt nicht und häuft bloß Schicht auf Schicht. Vielleicht ist nie etwas vorbei. Vielleicht türmt sich alles nur auf." Sonja jammert zwar nicht, doch sie leidet. Es ist die Geschichte eines Niedergangs, der Sonja offenbar größtenteils unverschuldet zugestoßen ist, und die sich doch nach und nach zu einer Geschichte über Schuld entwickelt. Die allmählichen Enthüllungen werden sehr elegant und einfühlsam, außerdem sprachlich sehr schön von Karl-Heinz Ott eingefädelt.

Meer ohne Idylle

Bewertung am 03.12.2018
Bewertungsnummer: 328658
Bewertet: eBook (ePUB)

Gerade hatte ich ein hübsches kleines Buch (Capus, "Königskinder") zu Ende gelesen, das von einer (fast) puren Idylle mitten in der Französischen Revolution erzählt. In "Und jeden Morgen das Meer" erwähnt ein gewisser Professor Todd, Gast im Hotel unserer Hauptfigur, dass "Adlige sich während der Revolution gepudert und geschminkt zur Guillotine führen ließen." Es geht darum, das Leben bis zur letzten Minute auszukosten und bis zur letzten Minute Haltung zu bewahren. Gejammert wird jedenfalls nicht. Das Leben auskosten - bei dem Gedanken, an der Küste von Wales, direkt am Strand, ein kleines, wenn auch etwas heruntergekommenes Hotel zu übernehmen, um den Lebensabend dort ausklingen zu lassen, muss doch Sehnsucht und ein bisschen Neid aufkommen. Das muss Idylle pur sein. Doch sehr schnell wird klar, dass es sich nicht um eine neue Version des "kleinen Strandcafés" handelt, sondern um die eher unfreiwillige Flucht einer ehemals "grande" Dame um die Anfang 60, einst Inhaberin eines renommierten Vier-Sterne-Hotels am Bodensee. Sehr langsam, behutsam und mit viel Empathie ribbelt Karl-Heinz Ott Sonjas Leben auf wie einen Wollpullover, der den Vorstellungen letztlich doch nicht entspricht - also alles auf Anfang. So zumindest Sonjas Hoffnung. Doch die Vergangenheit mit all den Erinnerungen lässt sich nicht so leicht abschütteln, ganz gleich wie sehr Sonja sich den Naturgewalten auch aussetzt, um sie buchstäblich aus ihr hinauspeitschen zu lassen. Die Zeit soll Wunden heilen, und doch ahnt Sonja: "Vielleicht vergeht die Zeit überhaupt nicht und häuft bloß Schicht auf Schicht. Vielleicht ist nie etwas vorbei. Vielleicht türmt sich alles nur auf." Sonja jammert zwar nicht, doch sie leidet. Es ist die Geschichte eines Niedergangs, der Sonja offenbar größtenteils unverschuldet zugestoßen ist, und die sich doch nach und nach zu einer Geschichte über Schuld entwickelt. Die allmählichen Enthüllungen werden sehr elegant und einfühlsam, außerdem sprachlich sehr schön von Karl-Heinz Ott eingefädelt.

Nur das wütende Meer kennt die Verzweiflung

Bookxer am 23.08.2024

Bewertungsnummer: 2274353

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie kann der Autor - ein Mann - es wagen, von Sonjas Scheitern, einer Frau in ihren 60ern, zu erzählen. Wie konnte ein Mann - ihr Ehemann Bruno - es wagen, den Untergang des gemeinschaftlichen, berühmten Hotels ‚Lindenhof‘ am Bodensee untätig hinzunehmen. Wie kann ein Mann - der Schwager - nach dem Tod seines Bruders es wagen, Sonja Bräuninger, die angesehene Prinzipalin des Hotels, vor die Tür und in die Realität zu stoßen. Vor lauter Scham und Verzweiflung flieht Sonja an die raue walisische Küste nach Abydyr. Der Ort, den ihr der frühere Hotelgast Mr Pettibone in seinen Geschichten beschrieben hat. Karl-Heinz Ott wagt es, sich der verzweifelten Sonja anzunehmen und sie auf ihre Flucht und die Reise in ihre Vergangenheit zu sich selbst zu begleiten. Als Mann ist Ott hierfür per se nicht weniger ,qualifiziert‘ als eine Frau und der Vorwurf einer Art ‚kultureller Aneignung‘ trifft nicht. Auf 144 Seiten gelingt es Karl-Heinz Ott, die Leser*innen gefühlvoll in Sonjas Gedankenwelt und schmerzhaften Erinnerungen zu führen. Der Text und ist dicht und außergewöhnlich ideenreich. Treffgenaue Bilder ersetzten weitschweifige Textpassagen und Rückblicke. Karl-Heinz Ott, ein Autor, den man nicht sofort auf der Leseliste stehen hat. Aber ein Buch führt zu dem nächsten. Seine exzellente, literarische Übersetzter von R. C. Sherriffs Roman ‚Zwei Wochen am Meer‘ (@Unionsverlag) verführt dazu, Ott als Autor kennenzulernen.

Nur das wütende Meer kennt die Verzweiflung

Bookxer am 23.08.2024
Bewertungsnummer: 2274353
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie kann der Autor - ein Mann - es wagen, von Sonjas Scheitern, einer Frau in ihren 60ern, zu erzählen. Wie konnte ein Mann - ihr Ehemann Bruno - es wagen, den Untergang des gemeinschaftlichen, berühmten Hotels ‚Lindenhof‘ am Bodensee untätig hinzunehmen. Wie kann ein Mann - der Schwager - nach dem Tod seines Bruders es wagen, Sonja Bräuninger, die angesehene Prinzipalin des Hotels, vor die Tür und in die Realität zu stoßen. Vor lauter Scham und Verzweiflung flieht Sonja an die raue walisische Küste nach Abydyr. Der Ort, den ihr der frühere Hotelgast Mr Pettibone in seinen Geschichten beschrieben hat. Karl-Heinz Ott wagt es, sich der verzweifelten Sonja anzunehmen und sie auf ihre Flucht und die Reise in ihre Vergangenheit zu sich selbst zu begleiten. Als Mann ist Ott hierfür per se nicht weniger ,qualifiziert‘ als eine Frau und der Vorwurf einer Art ‚kultureller Aneignung‘ trifft nicht. Auf 144 Seiten gelingt es Karl-Heinz Ott, die Leser*innen gefühlvoll in Sonjas Gedankenwelt und schmerzhaften Erinnerungen zu führen. Der Text und ist dicht und außergewöhnlich ideenreich. Treffgenaue Bilder ersetzten weitschweifige Textpassagen und Rückblicke. Karl-Heinz Ott, ein Autor, den man nicht sofort auf der Leseliste stehen hat. Aber ein Buch führt zu dem nächsten. Seine exzellente, literarische Übersetzter von R. C. Sherriffs Roman ‚Zwei Wochen am Meer‘ (@Unionsverlag) verführt dazu, Ott als Autor kennenzulernen.

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Und jeden Morgen das Meer

von Karl-Heinz Ott

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