Einmal die große Liebe, Reifenwechsel inklusive! Beau Winston ist wirklich der netteste und charmanteste Typ der Welt. Normalerweise. Denn obwohl er der beliebteste Winston in Green Valley ist, ist sein Leben neuerdings ein Spießrutenlauf. Und das liegt nur an der Frau, die sein Bruder als neue Mechanikerin in der gemeinsamen Autowerkstatt eingestellt hat. Shelly Sullivan ist niemals nett und schon gar nicht charmant. Sie beendet keine Unterhaltung ohne bissige Bemerkung und ist sowieso eher ein Tier- als Menschenfreund. Beau will sie raus seinem Laden, raus aus Tennessee und raus aus seinem Leben haben. Aber bald merkt er, dass sich unter dieser harten Schale ein wunderschöner, todunglücklicher und verführerischer Kern verbirgt. Und einmal hinter die Fassade geblickt, kann Beau nicht mehr wegschauen. Von Penny Reid sind bei Forever erschienen: In der Winston-Brothers-Reihe: Wherever you go Whatever it takes Whatever you need Whatever you want Whenever you fall When it counts When it's real
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Anders, aber genauso schön, wie die Bände davor...
Lotti's Bücherwelt am 15.10.2018
Bewertungsnummer: 1139964
Bewertet: eBook (ePUB 3)
>>Bitte lass mich deine Werkzeuge halten, während du an deinem Kühlschrank arbeitest.<<
Eigentlich ist Beau Winston total umgänglich, charmant und super freundlich. Jeder in Green Valley mag ihn, besonders die Frauen. Nur eine Frau macht ihm das Leben schwer: Shelly Sullivan, die neue Mechanikerin, die sein Bruder Cletus für ihre gemeinsame Autowerkstatt eingestellt hat. Sie ist stets kühl, kurz angebunden und unhöflich zu den Kunden. Sie ist aber auch fachmännisch äußerst kompetent und dazu unfassbar hübsch. Beau würde Shelly am Liebsten so schnell wie möglich loswerden, denn seine Meinung von Shelly als >>überhebliche, eitle Mensch-Stachelschwein-Kreuzung<< hat sich mit jeder ihrer Begegnungen verfestigt. Und er ist sich absolut sicher, dass sie ihn genauso verabscheut wie er sie. Doch dann überrumpelt sie ihn eines Tages mit einer überraschenden Bitte. Und schon bald muss Beau erkennen, dass sich hinter der Fassade aus Eis mehr Gefühle verbergen, als für einen einzigen Menschen gut sind.
„Winston Brothers – Whatever You Want“ ist der 4. Band der gleichnamigen Reihe von Penny Reid und er ist genauso schön, wie die Bände davor. Doch trotzdem ist diese Geschichte anders. Die Hauptthematik Zwangserkrankungen wurde in einem mitreißenden, emotionalen Maß umgesetzt. Shelly hat ein hartes, anstrengendes Leben, doch nachdem Beau erstmal einen Blick in ihren zurückgezogenen Alltag erhaschen konnte, tut er alles, um ihr zu helfen..., sie zu unterstützen. Und schon ist er mittendrin. Damit hatte er nicht nur sein Leben von innen nach außen gekrempelt, es völlig auf den Kopf gestellt, sondern auch für sie macht er alles ein bisschen besser. Und schlimmer. Und chaotischer. Auf einmal waren da bei beiden all diese Gefühle. Doch Shelly hat Angst; sie will nicht nur >sein Kühlschrank< sein! Und so beschließt sie, an einer Neuverkabelung ihres Gehirns zu arbeiten. Aber was bedeutet das für beide? Werden sie jemals eine realistische Chance bekommen?
Die Geschichte spielt zeitgleich zu Band 3. Dadurch sind sie stark verwoben, aber alles greift stimmig ineinander. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker-leicht und auch diese beiden Protagonisten haben mein Herz gewonnen.
Die Analogie des Kühlschranks fand ich sehr gelungen.
Ich freue mich schon auf die Story über Roscoe <3
Liebe zwischen Motoren und Zwängen
fuddelknuddel am 01.10.2018
Bewertungsnummer: 1136801
Bewertet: eBook (ePUB 3)
„Wie wäre es, würden sich Sterne verzehren
Nach uns, und wir ihnen Gunst verwehren?
Ein Ungleich an Liebe nehme ich hin,
Solang ich der Liebendere bin.“
Beau Winston ist eigentlich der umgänglichste von allen Winstons. Immer gut gelaunt, freundlich und zuvorkommend hilfsbereit, genau das Gegenteil von seinem Zwillingsbruder Duane. Ihn aus der Fassung zu bringen ist quasi unmöglich, nur die neue Mechanikerin Shelly Sullivan in der Winston'schen Autowerkstatt, die auch noch ohne sein Einverständnis eingestellt wurde, bringt ihn regelmäßig auf die Palme. Kaltschnäuzig und unberechenbar ist sie, verletzend direkt und scheinbar ohne jedes Takt- oder Mitgefühl anderen Menschen gegenüber, doch entgegen seiner anfänglichen Abneigung bemerkt Beau bald, dass Shelly etwas hinter ihrem bissigen Verhalten zu verbergen versucht. Er will hinter die Schale blicken und stellt fest, dass die junge Frau sehr viel mehr bieten kann, als es zunächst den Anschein hat..
Nach „Whatever you need“ ist dies für mich das zweite Buch über die Winston Brüder, insgesamt der 4. Teil der Reihe, deren Bände man auch getrost ohne die Vorgänger zu kennen lesen kann. Ich kann im Vorfeld schon sagen, dass Penny Reid mich definitiv nicht enttäuscht hat, auch wenn Beau für mich in keinem Fall an Cletus aus dem dritten Band heranreichen kann, dafür hat mich der schräge Vogel einfach zu sehr begeistert.
Das Cover ist von der Art wie die anderen Bücher der Reihe gestaltet, man sieht einen Mann, der den typischen Bart der Winstons trägt. Mir gefällt es, dass die Bücher auf diese Weise eindeutig als zusammengehörig gekennzeichnet sind, und vor allem auch, dass nicht der Körper des Mannes, der bei vielen New Adult Büchern leicht bis nicht bekleidet gezeigt wird, sondern das charakteristische Aussehen der Winston-Brüder im Vordergrund steht.
Beau und Shelly erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Ich-Perspektive, gerade Shellys Gedanken waren extrem interessant zu verfolgen. Ich habe wirklich mit den beiden gefühlt und gelitten, denn wie jede Liebesbeziehung hat natürlich auch ihre viele Höhen und Tiefen.
Für New Adult hatte dieses Buch auch relativ viele Seiten, die es wegen der zögerlichen Entwicklung der Geschehnisse auch braucht, aber dennoch lässt sich das Buch flüssig lesen und man mag es eigentlich gar nicht aus der Hand legen. Die einfache, unkomplizierte Sprache, Shellys spezielle Gedanken und Beaus Humor haben die Seiten für mich nur so dahinfliegen lassen.
Shelly hat eine besondere Art mit Menschen umzugehen. Sie schüttelt keine Hände, macht bissige, unfreundliche Bemerkungen und ist schonungslos direkt, hat für keinen ein nettes Wort geschweige denn ein Lächeln übrig, nur mit ihren Tieren geht sie liebevoll um. Dadurch macht sie Beau den Arbeitsalltag in der Werkstatt zur Hölle, doch dass sie eigentlich Hilfe braucht, bemerkt zunächst niemand. Alle denken, sie wäre nur eine Frau mit unglaublich attraktiver Schale und ungnädigem Gemüt, doch in ihrem Kopf führen die Gedanken ein Eigenleben. Sie leidet unter Zwängen und Ängsten, schon seit vielen Jahren, immer und überall, doch im Laufe der Geschichte macht sie eine bemerkenswerte Wandlung durch. Ihre Gedanken und Gefühle zu verfolgen war unfassbar spannend und sich in jemanden mit ihren Problemen hineinzuversetzen, muss für die Autorin sehr schwer gewesen sein, sofern man keine persönlichen Erfahrungen damit hat. Ob Shellys Handlungen realistisch sind, kann ich nicht richtig beurteilen, aber ich persönlich empfand es während des Lesens als gleichermaßen authentisch wie faszinierend, hatte stellenweise auch großes Mitgefühl mit der jungen Frau.
Beau, der Strahlemann der Winstons, eigentlich stets gut gelaunt und ausgeglichen, hegt von der ersten Sekunde an eine Abneigung gegen Shelly, die er sich irgendwie selbst nicht so richtig erklären kann. Er will sie nur loswerden, raus aus seiner Werkstatt und am besten auch gleich aus der Stadt, bis er dann feststellt, was Shelly hinter ihrer ruppigen Art zu verbergen versucht, und anfängt, Gefühle für sie zu hegen. Für den jungen Mann steht fest, er muss Shelly näher kommen, doch das gestaltet sich sehr schwierig. Ich finde es bewundernswert, mit wie viel Geduld und Gefühl Beau sich Shellys Vertrauen erarbeitet und sich von nichts abschrecken lässt, wenn sich mal unvorhergesehene Vorkommnisse ereignen. Er hat einfach eine liebevolle Art, sie ihn als Buchcharakter sehr sympathisch macht und ist Shellys perfektes Gegenstück, es ist so süß gewesen zu sehen, wie beide sich gegenseitig stützen und „das Werkzeug halten“, wie es im Buch so schön heißt.
Eine weitere Geschichte über die Winstons zu lesen, hat mich wirklich gefreut. Es ist das große Ganze, was mir so gut gefällt, die vielen liebenswerten Charaktere, die detaillierten Schauplätze und die außergewöhnlichen Hintergrundgeschichten der Menschen. Man fühlt sich beim Lesen, als käme man nach einer langen Reise nach Hause in den Schoß der Familie zurück und findet dort etwas, was man schon lange gesucht hat. Ein perfektes Wohlfühlbuch, dem durch die kleinen Querelen mit dem ortsansässigen Motorradclub Iron Wraiths immer wieder neue Spannung hinzugefügt wird. Die Geschichte von Beau und Shelly ist nicht übertrieben kitschig und heile Welt, aber auch nicht überladen mit Drama oder plumpen Bettszenen, sondern die perfekte Mischung aus allem.
Mein Fazit:
Kaufen, kaufen, kaufen! Die Reihe um die Familie Winston ist einfach traumhaft und nahezu perfekt. New Adult vom feinsten, genau das richtige für einen kuscheligen Nachmittag auf dem Sofa während der kalten Herbsttage, eine klare Leseempfehlung.
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