Produktbild: Der Reisende

Der Reisende Roman

Aus der Reihe Klett Lektüre
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2019

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/2,7 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

8. DruckAuflage, 2022

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98154-4

Beschreibung

Rezension

»Ein literarischer Schatz und Appell ans Nicht-Vergessen.«
Judith Mederer, Apropos, Juni 2025 ("Apropos")
»Man erstarrt als Leser ob der Authenzität, der Empathie und auch der eigenen Trauer, die sich einstellt, sitzt man mit dem ‚Reisenden‘ als Beifahrer bei seiner rasenden Reise durch Deutschland.«
Lothar Schelenz, Hermannstädter Zeitung, 12. November 2021 ("Hermannstädter Zeitung")
»In einem fast filmisch ablaufenden Erzähltempo entwickelt Boschwitz viele beklemmende Einzelszenen, die sich zu einem Milieubild von barbarischer Triebentfesselung und unverhohlener Herzenskälte verdichten.«
Oliver vom Hove, Spectrum, 27.10.2018 ("Spektrum der Wissenschaft")
»"Der Reisende" ist eine Flaschenpost der Exilliteratur.[...] Eine wundersam traurige Parabel. Was Ulrich Alexander Boschwitz in seinen jungen Jahren in Deutschland und auf der Flucht gesehen hat, wird in diesemRoman zu einer überragenden und doch leisen Monografie der Gewalt, in der noch die feinsten Nuancen der Macht beschrieben sind.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 02.07.2018 ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ulrich Alexander Boschwitz' Roman aus den dreißiger Jahren ist von mitreißender Aktualität.[...] Die Geschichte des Juden Otto Silbermann [...] ist so brandaktuell wie zeitlos.[...] Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass "Der Reisende" bald in der Schule gelesen und diskutiert wird. Das wird helfen.«
Ralf Bönt, Die Zeit, 14.06.2018 ("Die Zeit")
»Dem Herausgeber [...] Peter Graf [...] ist mit dem Boschwitz-Roman eine höchst komplizierte Art der Wiedergutmachung gelungen, die für die Authentizität der Geschichtsschreibung ebenso wichtig ist wie für Zerrüttungen der Gegenwart. Mut zum Leben heißt auch, sich mutig für das Leben aller anderer einzusetzen.«
Michael Ernst, Sächsische Zeitung, 19./20.05.2018 ("Sächsische Zeitung")
»Hier wird Geschichte erzählt, von einem, der mitten in ihr steckt. Die atemlose Flucht von Hotel zu Hotel, von Stadt zu Stadt und schließlich vor allem von Zug zu Zug, in Richtung der belgischen Grenze: Sie überträgt sich fast physisch auf die Leser.«
Alicia Lindhoff, Frankfurter Rundschau, 21./22.04.2018 ("Frankfurter Rundschau")
»"Der Reisende" ist ein sensationeller Spätfund.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, 31.03.2018 ("Kleine Zeitung")
»Ulrich Alexander Boschwitz zeigt die Mechanismen der Ausgrenzung, in denen der Massenmord schon angelegt ist, nüchtern und schonungslos.«
Ulrich Gutmair, taz, 14.03.2018 ("taz")
»Dass dieser Text nun, fast 80 Jahre später, erstmals in deutscher Sprache erscheint, ist eine kleine Sensation. Denn von einem Buch, das aus der Innenperspektive und im gehetzten Stakkato eines Thrillers über die Verfolgung der Juden kurz vor dem Zweiten Weltkrieg berichtet, hatte man bislang nichts gewusst.«
Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 11.03.2018 ("Tagesspiegel")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2019

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/2,7 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

8. DruckAuflage, 2022

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98154-4

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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    aus Nürensdorf

    5/5

    09.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Genial aber traurigerweise top-aktuell!

    Ich habe das Buch fast in einem Zug (haha, einem Durchgang, meine ich!) gelesen. Ich konnte es fast nicht weglegen. In der Tat, ist's ja klar, wie es kommen wird und doch will man genau wissen, ob DER REISENDE es am Schluss doch noch vielleicht schafft. Man wünscht das ihm so. Das Buch - obschon es sich um eine andere Zeit, ein anderes gesellschaftliches Verbrechen handelt - ist heute leider genau so relevant wie dann, als es geschrieben worden ist. Alle müssten es gelesen haben!

  • Bewertung

    5/5

    27.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    aktueller denn je, ein Werk gegen...

    aktueller denn je, ein Werk gegen das Vergessen und gegen die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. Absolut lesenswert!

  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    07.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Muss man lesen

    Der Reisende ist ein Buch, das man unbedingt lesen muss. Man spürt die Verzweiflung und Verlorenheit des Kaufmanns Silbermann. Ein wirklich gut geschriebener kleiner Roman. Silbermann, ein reicher (jüdischer) Kaufmann, fühlte sich eine Zeitlang recht sicher, in der Zeit, als Hitler seinen Spießgesellen die Freiheit gab, mit den Juden machen zu dürfen, was sie wollten. An dem Tag, als Silbermann sein Wohnhaus verkaufen wollte, schlug die SS an seine Tür. Alle Juden wurden verhaftet und in Lager oder Gefängnisse verbracht. Silbermann's Frau, die nicht jüdisch war, scheuchte ihn aus dem Hinterausgang auf die Strasse. Nur seiner ruhigen und gesetzten Art, hatte es Silbermann zu verdanken, den Schurken durchs Netz zu gehen, ihnen zu entwischen. Aber wohin nun? Ohne Ausreisepapiere war er aufgeschmissen. Sein Kompagnon konnte ihm einiges an Geld geben, das er in einer Ledertasche bei sich trug. Aber ohne wirkliches Ziel und Möglichkeiten, kam er nicht aus Nazideutschland heraus. So fuhr er als der Reisende mit dem Zug durch Deutschland. Silbermann, einst Chef eines gut laufenden Kontors, war plötzlich ein Nichts, ein Jude ohne Rechte, ohne Handhabe. Abhängig von Menschen, mit denen er gestern noch Geschäfte getätigt hat, denen er Anweisungen gab und vertraut hat. Unsicher sucht er nach Vertrauten, nach Menschen, die ihm zur Seite stehen würden. Doch oft genug traf er auf Verräter. Ständig kreisten seine Gedanken um Dinge, die er machen könnte und verwirft sie sofort wieder, weil er sich sicher ist, dass er dann einen Fehler machen würde. Er musste einen Weg finden, ins Ausland zu gelangen. So stieg er in einen Zug und begann eine seltsame Reise. Er wurde der Reisende. Was ich gelesen habe Silbermann, der Kaufmann, erzählt seine eigene Geschichte. Die Gedanken sind unermüdlich am Rotieren. Wohin nur? Und wie? Wem kann er noch vertrauen? Dinge, die einem sicherlich in einer solch brenzligen Situation durch den Kopf gehen. Von der ersten Seite an habe ich mit dem Mann mitgegrübelt. Wie würde ihm geholfen. Der Roman hat sich sehr zügig gelesen. Bewundernswert dafür, dass der Schriftsteller selber noch nicht besonders alt war. Ulrich Alexander Boschwitz schrieb diesen Roman mit 24 Jahren. 1915 in Berlin geboren war er mit seiner Mutter nach Skandinavien emigriert. Dort schrieb er seinen ersten Roman, der ihm ein Studium ermöglichte. 1939 schrieb er dann „Der Reisende“ in England. 1942 wurde er dann nach Australien, als enemy alien interniert. Auf seiner Rückreise, nach England, wurde Boschwitz‘s Schiff, von einem deutschen U-Boot torpediert. Sein letztes Manuskript ging (wahrscheinlich) mit dem talentierten Schriftsteller unter.

  • Bewertung

    5/5

    07.07.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Der Jude Otto Silbermann irrt...

    Der Jude Otto Silbermann irrt nach der Flucht aus seiner Wohnung per Bahn durch Deutschland. Ohne echtes Ziel, immer in der Angst verhaftet zu werden. Beeindruckend auch heute noch

  • Bewertung

    5/5

    14.02.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Ein beeindruckendes und wütendes...

    Ein beeindruckendes und wütendes Buch, 1938 unter dem Eindruck der Reichsprogromnacht geschrieben. Eine lesenswerte Wiederentdeckung!!!

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