Produktbild: Tram 83

Tram 83 Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,3/2 cm

Gewicht

231 g

Farbe

Elfenbein / Orange

Auflage

3

Übersetzt von

Lena Müller + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20803-2

Beschreibung

Rezension


»
Tram 83
ist der radikale Bericht postkolonialen afrikanischen Lebens in einer auf unermesslichen Bodenschätzen brodelnden Stadt. Fiston Mwanza Mujila skandiert, brüllt, säuselt die Sätze über den Alltag mit radikalem Furor und erzählt nebenbei die Geschichte eines Chefgauners und die der unwahrscheinlichen Rettung eines todgeweihten Dichters.«
("Jury des Internationalen Literaturpreises, Haus der Kulturen der Welt")
»Zu Recht gefeiert wird Mujilas Rhythmus. Wie Wildwasser rauschen seine Charaktere durch die Zeilen, Perspektiven wechseln, es geht rau zu. Mujilas Wortschöpfungen und sein unbestechlicher, teils satirischer Blick lassen den afrikanischen Kontinent endlich einmal anders erscheinen.« ("ZDF Aspekte")
»Der Autor lauscht dem vielstimmigen Lärm der Bar eine Melodie ab und zeichnet sie auf. Der Erzähler hört nur zu und schreibt auf. Wie ein Saxophonspieler, der Worte zu Musik zermahlt. Als Musik wird die Literatur zu einem neuen Genre.« ("Frankfurter Rundschau")
»Es zeugt schon von großer Könnerschaft, wie Mwanza Mujila diesen fiktiven Ort so glaubhaft in seiner Lebendigkeit und Verkommenheit schildert, dass man ihn für äußerst real hält. Ein sehr gelungener wilder, experimenteller Roman. In den Sätzen dieses wunderbaren Buches stecken Menschenkenntnis, Beobachtungsgabe, Witz und Musikalität.« ("Bayern 2, Diwan")

»
Tram 83
steckt voller Musik und Witz. Hier wird eine ›desorganisierte Bananenrepublik‹ als ›schöne kaputte Welt‹ gezeigt. Das Großartige: Die Welt ist kaputt und trotzdem schön. Mujila verharmlost die makabre, unmenschliche Realität nicht. Trotzdem vermag er auch ihre vitale Schönheit zu sehen und zu zeigen.«
("SRF")
»Die rasante Sprache des Romans ist vom Sound des Jazz durchdrungen. Mujilas Debüt ist viel mehr als nur ein Afrika-Roman: Es ist ein Stück literarischer Weltmusik.« ("arte")
»Ein furioser postkolonialer Roman, der keine Spur von exotischem Kitsch hat. Eine John-Coltrane-artige, sehr verjazzte Version des Evangeliums.« ("3sat")
»Immer wieder verschwimmen die Gattungsgrenzen – Roman, Theater, Lyrik – immer wieder dominieren Musikalität und Rhythmus der Sprache. Ein sprachlich-musikalisches Meisterwerk.« ("Ö1")
»Ein fulminanter, rhythmischer und äußerst gewagter Roman.« ("Deutschlandfunk Kultur")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.07.2018

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19/12,3/2 cm

Gewicht

231 g

Farbe

Elfenbein / Orange

Auflage

3

Übersetzt von

  • Lena Müller
  • Katharina Meyer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20803-2

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    aus Fehraltorf

    2/5

    19.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Etwas zu wirr!

    Für mich ist dieser Roman mit zu vielen Ungereimtheiten und zum Teil sehr abwertenden Phrasen geschmückt. Ich kann das Buch nicht vorbehaltlos weiterempfehlen.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    18.09.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Äquatorialafrika, es könnte…

    Äquatorialafrika, es könnte Kongo sein, es könnte überall sein. Ein Ort namens Stadtland bildet die Kulisse für ein unglaubliches Schauspiel. Im „Tram 83“, eine Mischung aus Bar, Bordell und lokalem Handelsplatz für quasi alles, nahe des Bahnhofs gelegen, treffen sich allabendlich die Bewohner und die Touristen. Junge Mädchen, genannt Küken und kaum die Pubertät erreicht, bieten ihre Körper ebenso an wie erwachsene Frauen. Die Arbeiter der nahegelegenen Minen betrinken sich ebenso wie die Studenten. Ex-Kindersoldaten versuchen zu vergessen, ebenso wie die Verlierer des korrupten Staates. Unter ihnen auch Requiem, der sich mit Erpressung und zwielichtigen Geschäften ganz gut positionieren konnte. Lucien wiederum, erfolgloser Schriftsteller und Träumer, hat weniger Glück und die Tatsache, dass Requiem noch eine Rechnung mit ihm offen hat, wird es nicht leichter machen. Alle versuchen zu überleben in einem Land, das von regelmäßigen Stromausfällen, unsicherer politischer Lage und ausländischen Kräften geprägt wurde. Im Tram 83 verschwinden die Unterschiede jedoch manchmal, denn die Kellnerinnen schnauzen alle gleichermaßen an. „Am Anfang war der Stein, und der Stein schuf den Besitz und der Besitz den Rausch“ – man sagt guter Literatur nach, dass sie im ersten Satz schon alles unterzubringen mag, was die danach folgenden Seiten beinhalten. Fiston Mwanza Mujila hat sehr viel seines Romans hineingepackt in diesen ersten Satz: die Steine der Diamantminen, eine schier unerschöpfliche Geldquelle – für wenige. Ursache von Korruption und Verderbtheit. Schuld nicht nur an unsäglicher Armut, sondern auch der Suche nach dem Rausch und der Flucht vor der Realität. Der Alltag in Afrika, den uns der Autor präsentiert und den er nicht an einen Ort oder ein Land bindet, ist für uns Europäer verschreckend. Nichts lässt mich jedoch daran zweifeln, dass das Leben vielerorts genauso ist, wie wir es in „Tram 83“ kennenlernen. Was sonst hören wir aus Afrika außer Korruption, Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Prostitution schon von Minderjährigen, kriegswilde Generäle, tödliche Minen etc. Viel Hoffnung auf Besserung gibt uns auch dieses Buch nicht. Was fasziniert jedoch so an diesem Roman, der dem Autor zahlreiche Preise eingebracht hat und in vielen Ländern von der Presse bejubelt wird? Wir haben keine Erzählung und Handlung, der ein Erzähler stringent folgt. Viel mehr folgt das Geschehen dem afrikanischen Rhythmus, wird unterbrochen, hat Wiederholungen, bestimmte Segmente tauchen regelmäßig auf. Wie im Jazz wird mal scheinbar improvisiert, dann geben wieder klare Regeln den Takt vor. Der Ton ist manchmal brutal laut, dann in einem fast heiteren Allegro bis hin zu einem leisen Piano, kulminierend in einem immer mehr Fahrt aufnehmenden Crescendo. Man muss sich in den ungewohnten Rhythmus einlesen, findet aber zunehmend Gefallen daran. Ein afrikanischer Roman also – jein. Man merkt, dass Fiston Mwanza Mujila Europa und seine Kultur kennt. Die oben bereits zitierte Stelle, die jedem Christen sofort das Johannesevangelium in Gedächtnis ruft, deutet an, dass hier auch mit der Frage des Kolonialismus gespielt wird. Es kam kein Erlöser nach Afrika; die Europäer, denen man im Roman begegnet, sind reiche Touristen oder Nachfahren der Kolonialzeit, die in abgeschotteten Stadtvierteln unter sich bleiben. Nur zum Vergnügen kehren sie ins „Tram 83“ ein und mischen sich unter die Einheimischen. Abgelöst werden sie nach und nach von den Chinesen, die möglicherweise ein neues Zeitalter einläuten werden. Das muss auch Lucien merken, der seine Literatur nach Europa verkaufen will – aber dort hat man schon kein Interesse mehr an Afrika. Zu wenig exotisch ist es mittlerweile. Bleibt am Ende nur noch, sich ins Getümmel des Tram zu stürzen und sich zu vergnügen, denn der Morgen hat wenig zu bieten.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von J. Richter

    J. Richter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

    5/5

    07.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Afrika

    Die Bar Tram 83 in einer afrikanischen Stadt ist der Treffpunkt für Kolonialisten, Touristen, Alkoholikern, Prostituierten, Verbrechern und Menschen die einfach auf der Suche nach dem Glück sind. Das Tempo ist hoch, die Jazzmusik allgegenwärtig. Hier findet ein Wiedersehen zwischen zwei alten Freunden statt, der eine ist ein Schriftsteller, der andere ein Erpresser, dazwischen ein europäischer Verleger. Es ist am Anfang nicht so leicht sich im Buch hineinzufinden, das Tempo ist sehr hoch. Aber dann auf einmal ist man dort, man hört die Musik, fühlt die Atmosphäre und die Hitze. Das Buch schildert einen afrikanischen Staat, der über das heutige Europa und die gemeinsame kolonial Geschichte reflektiert, gezeichnet vom Krieg, Korruption & Globalisierung. Sehr Lesenswert

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