Der Traum vom besseren Leben kann Ansporn und Motivation sein, er kann aber auch belasten, wenn man ihn nicht umsetzt. Dabei ist es erschreckend einfach, ein Macher zu werden! Es braucht nur ein bisschen Selbstüberlistung und das Motivationsbuch von Marius Kursawe.
Kursawe bietet kleine, schnell anwendbare Mindhacks für den leichten Start sowie Tools und Methoden für den langen Atem. Leser erhalten konkrete und verblüffend einfache Motivationstipps für jede Phase der Umsetzung. Damit kann wirklich jeder am Ball bleiben!
Fesselnde Beispiele erfolgreicher Macher aus Sport, Wissenschaft und Alltag ergänzen das mentale Rüstzeug:
- Ein Bergführer bringt ganz normale Menschen auf den Mount Everest,
- eine 68-Jährige Rentnerin lernt endlich Klavier.
Es gibt keinen Grund, dem eigenen Glück länger im Wege zu stehen!
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Sehr eingängige Lektüre
Andreas S. aus Hessen am 05.06.2019
Bewertungsnummer: 1217920
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Marius Kursawe präsentiert mit „Berge versetzen für Anfänger“ ein erstklassiges Buch zur Entwicklung der eigenen Zielorientierung. Dabei erarbeitet er die notwendigen Schritte, um den Einstieg in eine Entwicklung hin zu einem erfüllteren Leben zu erreichen, genau in der Form, wie man es sich vorstellt.
Nach einem ersten Fokus auf die Reflexion und Definition der eigenen Ziele und Wünsche, geht es im zweiten Teil des Buches um ganz besondere Erfolgsgeschichten. Anhand diese Geschichten, die der Autor kurz zusammenfasst, zieht er auch die entsprechenden Rückschlüsse, welche Eigenschaften und Einstellungen wichtig sind, um auch in (persönlichen) Krisen Berge versetzen zu können. Der dritte Teil befasst sich dann mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse über alle Geschichten hinweg, um im vierten Kapitel noch einen kleinen Ausblick zu bieten, welche die nächsten Schritte sein könnten, um darauf aufzubauen.
Im Gegenzug zu vielen anderen Autoren merkt man hierbei auch, dass sich Marius Kursawe seine Interviewpartner sehr gezielt ausgewählt hat, da es einmal nicht die üblichen Verdächtigen sind, mit denen er sich unterhält, sondern Personen, die aus extrem schwierigen Situationen etwas erreicht haben, das beachtenswert ist. Entsprechend leicht fällt es auch im direkten Vergleich mit vielen anderen Büchern für sich selber etwas aus diesen Geschichten mitzunehmen, weil sie „echter“ sind, als der klassische Weg vom Tellerwäscher zum Millionär!
Auf der Suche nach Grit
Dr_ M aus Sachsen am 17.08.2020
Bewertungsnummer: 1364850
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Da war sie wieder, meine Lieblingsszene. Endlich, auf Seite 119, erfährt der Leser, dass der "Flügelschlag eines Schmetterlings in Australien einen Tornado in Kanada" auslösen kann. Hallo, lieber Herr Kursawe, passen Sie bloß auf, wenn Sie mal husten müssen. Nicht dass Sie für einen Tornado in ihrem Wohngebiet verantwortlich gemacht werden. Wenn man sich von diesem unmenschlichen Verantwortungsdruck befreien möchte, dann hilft es, wenn man mal kurz nachdenkt und nicht einfach alles nachplappert, was einem gerade in sein Mentaltrainer-Dasein passt.
Das betrifft auch das Versetzen von Bergen. Einfach einmal anfangen und ein paar Kubikmeter Sand oder Erde ein paar Meter versetzen. Das erdet ungemein und stört den Hang zum Größenwahn. Ja klar, die Berge waren nur im übertragenen Sinne gemeint. Aber auch da wäre es glaubwürdiger, einfach einmal ein paar Nummern kleiner zu beginnen. So ein Mentaltrainer befindet sich immer in einer für ihn glücklichen Situation. Er kann alles Mögliche erzählen, so lange es sich gut anhört und Menschen für eine gewisse Zeit theoretisch motiviert. Beispiele heldenhaften Tuns helfen dabei ungemein. Wenn dann Leser dennoch versagen, dann sind sie eben selbst schuld. Mich würde übrigens ganz nebenbei interessieren, welche Berge denn der Autor schon versetzt hat. Schließlich muss er darin Meister sein, wenn er ein Buch für Anfänger schreibt.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Mentaltrainer können tatsächlich äußerst hilfreich sein. Aber eben nur dann, wenn man sie persönlich bei sich hat, sie einem in den Allerwertesten treten, falls nötig, und ständigen hilfreichen und wohl dosierten Druck aufbauen. Bücher hingegen sind, wenn überhaupt, nur höchst selten hilfreich. Wenn man dieses hier aufmerksam liest, dann findet man auch genau den Schwachpunkt. Erfolgreiche Menschen oder solche, die sich aus einem Loch wieder hochgearbeitet haben, besitzen eine gemeinsame Eigenschaft, nämlich einen unbedingten Willen, aus dem dann das nötige Durchhaltevermögen resultiert. Wer einen solchen Willen nicht hat, dem helfen auch Bücher wie dieses nicht. Wenn er fehlt oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist, dann können Freunde oder eben ein Mentaltrainer helfen, aber niemals ein Buch.
Ohne es wahrscheinlich zu merken offenbart der Autor das auch noch selbst in einer lustigen Tautologie: Für den Erfolg seien Talent oder eine hohe Intelligenz nicht so wichtig. Wichtig ist dagegen Grit. Das ist nicht etwa eine gewisse Dame, sondern "die Leidenschaft und Ausdauer für langfristige Ziele. Grit ist Durchhaltevermögen. Grit ist, sich an seinen Plan zu halten jeden Tag, nicht nur für eine Woche oder einen Monat, sondern für Jahre und hart daran zu arbeiten, dass diese Zukunft Realität wird". Also lieber Leser: Falls Sie noch keinen Grit haben, dann besorgen Sie sich einen. Dann klappt es auch mit der rosigen Zukunft. Wie man dieses Defizit allerdings beseitigen kann, weiß man auch nach dem Lesen dieses oder ähnlicher Bücher nicht.
Warum ist das so? Einfach deswegen, weil es ohne Eigenanteil nicht geht. Bücher können ihn nicht erzeugen. Sie können bestenfalls einen Anstoß geben. Und wie weit der dann reicht, hängt wieder von einem selbst ab. Und da beißt sich die berühmte Katze in den Schwanz.
Als Motivationsbuch ist dieses Werk eher mittelmäßig. Viel Neues steht nicht in ihm, wie auch. Es gibt nichts Neues. Es enthält viel Wahres, verpackt in den üblichen Plattitüden, die, oberflächlich betrachtet, erst einmal nützlich erscheinen, doch das eigentliche Problem nicht lösen. Durchhaltevermögen stellt sich gewöhnlich nicht nach dem Lesen von Büchern ein. Wer Grit nicht hat, braucht Grit. Darauf kann man die Erkenntnisse aus diesem Buch reduzieren. Und darauf ist man meistens auch selbst schon gekommen, eine gewisse Selbstehrlichkeit vorausgesetzt.
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