Was macht unser Leben wertvoll? Wie können wir leben, um die Möglichkeiten voll auszuschöpfen, die Gott uns verliehen hat? Worauf müssen wir achten, um uns auf dem Weg nicht selbst zu verlieren?
Tamara Hinz ist sich sicher: Der Lebensmut ist entscheidend. Ist der vorhanden, kann uns nichts und niemand aufhalten.
Die gute Botschaft ist: Lebensmutig zu sein, kann man lernen. Worauf es dabei ankommt? Das Leben anzunehmen wie es ist. Den Ängsten zuzuhören, statt sie zu verdrängen. Klar zu kommunizieren – sogar Neinsagen ist erlaubt! –, und dabei die eigenen Bedürfnissse ebenso wahrzunehmen wie die des anderen. Oder mutige Entscheidungen zu fällen und zu den eigenen Werten zu stehen, selbst wenn es wehtut.
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Lebensmutig werden
Bewertung aus Glauchau am 07.01.2019
Bewertungsnummer: 1162072
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„...So manche Enttäuschung im Leben ist hausgemacht, weil wir völlig unrealistische Erwartungen an uns selbst und an das Leben haben, die Latte viel zu hoch hängen und nicht bereit sind, Die Realität zu akzeptieren, wie sie nun einmal ist...“
In acht Kapitel legt die Autorin dar, was man tun kann, um lebensmutiger zu werden.
Im ersten Kapitel wählt sie al Einstieg ein Zitat von Pippi Langstrumpf. Auf deren Aussagen nimmt sie auf den folgenden Seiten immer wieder Bezug. Sie schreibt dabei Pippi eine hohe Resilienz zu. Sie zerbricht an den Widrigkeiten des Lebens nicht, sondern geht daraus gestärkt hervor. Wie das Eingangszitat zeigt, ist dazu eine realistische Sicht notwendig. Es geht darum, uns so anzunehmen, wie wir sind und das Beste daraus zu machen. Themen wie Flexibilität, die ausgewogene Balance zwischen Ja- und Nein – Sagen, lernfähig bleiben und eine gute Selbstfürsorge stehen im Mittelpunkt.
Im zweiten Kapitel geht es darum, Grenzen zu setzen. Das betrifft schädliche Gefühle und Gedanken, Bedürfnisse und Handlungen. Ein Zitat von Albert Einstein trifft es genau:
„...Die einzigen wirklichen Feinde eines Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken...“
Im dritten Abschnitt rät die Autorin, sich mit der eigenen Lebensgeschichte auseinander zu setzen. Welche unguten Sätze haben uns geprägt? Welche inneren Verletzungen sind noch nicht geheilt? Wo haben wir Schuld auf uns geladen? Genau diese Fragen werden beleuchtet und beantwortet.
Einer der Kerngedanken lautet.
„...Wenn Sie nicht bereit sind, um des anderen willen zu vergeben, dann tun Sie es wenigsten für sich selbst. Denn Vergebung ist wie eine Schere, mit der Sie die ungute Bindung durchtrennen...“
Das nächste Kapitel widmet sich der Angst. Hier geht es um Sinn und Zweck der Angst. Außerdem vermittelt die Autorin ganz konkrete Möglichkeiten, wie man Ängste durchschauen und verwandeln kann. Dabei streift sie auch die beste Verbündete der Angst, die Sorge.
„...Sorge ist Angst, die sich Gedanken macht...“
Im fünften Kapitel beschäftigt sich die Autorin mit der Kommunikation. Als Einstieg wählt sie eine Fabel, die zeigt, dass mutige Kommunikation lebensrettend sein kann. Ein rechtzeitig und richtig geführtes Gespräch lässt manchen Ärger erst gar nicht aufkommen.
„...Lebensmutig kommunizieren heißt: Jeder übernimmt Verantwortung für sich und die Gestaltung seines Lebens und erwartet nicht, dass der andere diese Verantwortung übernimmt...“
Der nächste Abschnitt widmet sich den Fällen von Entscheidungen. Dabei muss mir klar, was ich eigentlich will, wo meine eigenen Kompetenzen liegen und welche Alternativen ich habe. Wer sich nicht entscheiden will oder kann, schwimmt im Mainstream mit und leicht manipulierbar.
Im vorletzten Kapitel beschäftigt sich die Autorin mit den Werten, ihrer Entstehung und Veränderung. Sie sagt klar:
„...Wenn wir also möchten, dass bestimmte Werte in unserem Leben vorhanden sind oder sogar Priorität haben sollen, dann ist es sinnvoll, ihnen mit einem entsprechenden Verhalten zuzuarbeiten, damit sie gestärkt werden...“
Im letzten Kapitel gibt es eine Kurzanleitung für Wagemutige, bevor eine Literaturliste folgt.
Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er ist lebensnah. Die Autorin bringt konkrete Beispiele aus dem täglichen Leben und aus ihren eigenen Erfahrungen. Vergleiche und Gegenüberstellung gehören zu ihrem Handwerkszeug. An passender Stelle greift sie auf Bibelzitate zurück, die dann kursiv eingefügt sind.
Das Bbuch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wo es im Leben hakt und was zu tun ist, dass man mutig neuen Fragen und Situationen gegenübertritt, sich aber genauso von alten Zöpfen verabschiedet.
Ein Buch was den Lebensmut weckt
abbi am 05.10.2018
Bewertungsnummer: 1137933
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Stark und gelassen durchs Leben gehen. Wer wünscht sich das nicht? Lebensmut ist lernbar.
Kurz zusammengefasst, darum geht in dem Buch.
1. Kapitel: Lebensmutiger werden und Resilienz trainieren-Selbstfürsorge, Lebensmut oder Lebensmüde?
2. Kapitel: Lebensmutig Grenzen setzen- zu mir und meinen Grenzen stehen. Kann ich meinen Bedürfnissen Grenzen setzen, wenn ja wie?
3. Kapitel: Lebensmutig der eigenen Geschichte begegnen- ungute Prägungen erkennen und verändern. Ein sehr tiefgehendes und mit aha Effekten gespicktes Thema.
4. Kapitel: Lebensmutig der Angst entgegentreten- Angst wer bist du und warum bist du so? Angst entlarven. Sehr verständlich geschrieben. z.B. Der lebensmutige Weg im Umgang mit der Angst geht immer mitten durch die Angst hindurch.
5. Kapitel: Lebensmutig kommunizieren-ich bin Gestalter meines Lebens. Z.B. ich bringe meine Wünsche, Ansichten und abweichenden Meinungen als Ich-Botschaft hervor. Kommunikation-wie kann es gelingen.
6. Kapitel: Lebensmutige Entscheidungen treffen- ja treffen und nicht ewig zwischen ja und nein und ist meine Entscheidung jetzt richtig oder ändere ich sie doch noch mal ab …? Was hilft mir an diesem Punkt. Ein sehr interessantes Thema. Mit tollen Ideen für Ich-kann-mich -nicht-entscheiden-Menschen
7. Kapitel: Lebensmutig durch verlässliche Werte-Werte ein Geländer ??!! für ein gutes Leben
8. Kapitel: Kurzanleitung für Wagemutige-Quickessenz aus dem Buch
Meine Meinung: Das Buch ist flüssig und ehrlich geschrieben. Die Themen sind kurz angerissen gehen dennoch in die Tiefe-bringen zum Nachdenken und Staunen denn manches ist nicht so schwer wie man denkt. Hilfreich wie ein Gespräch mit der Freundin.
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