Produktbild: Bis ans Ende, Marie

Bis ans Ende, Marie Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2018

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,5/12,3/2,5 cm

Gewicht

333 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01120-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2018

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,5/12,3/2,5 cm

Gewicht

333 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01120-4

Herstelleradresse

Kremayr & Scheriau
Rotenturmstr. 27/5
1010 Wien
AT
office@kremayr-scheriau.at

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  • Bewertung

    5/5

    03.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bis ans Ende...

    Mit „Bis ans Ende, Marie“ legt Barbara Rieger einen besonderen Debütroman vor. Sie überzeugt mit ihrem Schreibstil und mit ihrer Handlung, die aber erst am Schluss ihren wahren Charakter aufzeigt. Die namenlose Ich – Erzählerin lernt Marie in einer Bar kennen. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv, extrovertiert, beliebt. Schnell entwickelt sich eine Freundschaft die Grenzen überschreitet und kein gesundes Nähe – Distanz – Verhältnis zulässt. Trotzdem scheint Marie die Einzige zu sein, die sie versteht, denn ihre Familie ist kaum eine Stütze für sie. Die Begegnungen mit Marie werden aber immer seltsamer und bruchstückhafter. Was ist wirklich passiert? Und was nur phantasiert? Zunächst einmal erscheint die Handlung des Buches „normal“. Die beiden Mädls lernen einander kennen und verstehen sich gut. Eine Alltagssituation, die man kennt und die man jedem wünscht. Mit Fortfahren der Lektüre merkt man als Leser aber sehr schnell, dass hier gar nichts „normal“ ist. Marie bekommt Überhand und stellt die Ich – Erzählerin immer mehr in den Schatten. Lediglich in den Szenen, in denen die Namenlose bei ihrer Familie ist, die auch alles andere als „normal“ erscheint rückt sie in den Fokus und darf so sein, wie sie ist. Früher oder später kommt dem aufmerksamem Leser ein Verdacht, der sich am Ende erhärtet und dann das ganze Geschehen in logischer Weise auflöst. Als ich voriges Jahr das Buch „Frühstück mit den Borgias“ gelesen habe, habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich da überhaupt lese. Erst mit der Auflösung am Ende konnte ich die gesamte Handlung verstehen und überblicken. Eine sehr besondere Art des Lesens hat sich mir da eröffnet. Mit „Bis ans Ende, Marie“ war es genauso. Zwar hatte ich hier schon ein wenig früher einen Verdachtsmoment, wohin das Ganze laufen könnte, aber erst der Schluss machte die Handlung so richtig schlüssig. Es ist also ein Buch das man zum einen sehr aufmerksam lesen um zum anderen eines, auf das man sich ganz einlassen muss, da es sonst wenig Sinn macht überhaupt damit anzufangen. Aber so viel sei gesagt…es lohnt sich auf alle Fälle. Eine weitere Besonderheit des Buches ist der Schreibstil. Es ist wirklich erstaunlich was manche Autoren und Autorinnen zu Papier bringen. Barbara Rieger ist eine davon. Sie schreibt kurze markante Sätze, die zur Folge haben, dass der Stil sehr klar ist. Allerdings zaubert sie dann auch wieder Sätze hin, die unglaubliche Bilder heraufbeschwören. Manche davon so wunderbar, dass man sie zwei Mal liest, dann wieder welche die komplett verstörend sind und dann wieder welche vor denen man sich geradezu ekelt. Kurzum: Sowohl literarisch als auch handlungsgebend hat Barbara Rieger ein Werk erschaffen, dass seinesgleichen sucht. Für all jene, die sich zu dieser Lektüre entschließen habe ich den Tipp, dass sie wirklich bis zum Ende durchhalten müssen. Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und möchte mich beim Verlag herzlich bedanken. Gerade eben fiel mit nämlich ein, dass auf dem Paketumschlag, in dem mir das Buch zugesendet wurde, riesengroß „Lies mich bis zum Ende“ stand. Ein Satz, der tatsächlich Bedeutung für dieses Werk hat.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    02.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Rausch und Realität, verstörend und faszinierend!

    Ich verbringe meinen Urlaub praktisch nie zwei Mal am selben Ort. Denn egal, wie sehr es mir gefallen hat - ich denke immer, dass es woanders vielleicht noch schöner ist. Und so ähnlich geht es mir auch mit Büchern: Es gibt nur ganz wenige, die ich mehrfach gelesen habe, einfach aus der Angst heraus, dann vielleicht ein noch besseres zu verpassen. Aber "Bis ans Ende, Marie" werde ich sicher noch einmal lesen. Barbara Rieger hat mit ihrem Erstlingsroman nicht nur grosartgro Literatur vorgelegt, sondern mich persönlich hat der Twist am Ende so überrascht, dass ich mich auf jeden Fall noch einmal auf die Suche nach vorab eingestreuten Hinweisen begeben möchte. Und mit dem Wissen, das ich nun nach vollendeter Lektüre habe, ändert sich wahrscheinlich auch die Beurteilung vieler Figuren im Roman. Die Leser begleiten die namenlose Ich-Erzählerin, eine junge Psychologiestudentin, und ihre Freundin Marie durch wilde Partynächte, auf Familienfeiern und einen Urlaub mit der Clique. Dabei werden reichlich Alkohol und andere Drogen konsumiert, und nicht immer erkennt man leicht, wo die Realität aufhört und eine Traumsequenz beginnt. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich, auch das Lesen der Geschichte hatte für mich etwas Rauschhaftes. Aber Vorsicht: Riegers Erzählung erfordert aufmerksame Leser. Die Sprache ist komplexer, als sie zunächst wirkt, und dies gilt für die Handlung noch viel mehr. Es ist kein Buch für zwischendurch, nichts womit man einfach Mal ausspannen kann, sondern ich wurde durch diesen Roman gefordert, es gab Passagen, die schwierig zu lesen waren, manches muss man sich etwas "erkämpfen". Und dennoch kann ich "Bis ans Ende, Marie" nur sehr empfehlen, es ist einfach großartige Literatur!

  • Frollein_von_Kunterbunt

    4/5

    15.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit, fesselnd und faszinierend.

    „Bis ans Ende, Marie“ ist das Erstlingswerk von Autorin Barbara Rieger und auch mein erstes Buch aus dem Verlag Kremayr-Scheriau und ich kann sagen, dass es auf allen Seiten eine gelungene Premiere war. Der Roman ist so ziemlich das außergewöhnlichste, das ich bisher gelesen habe. Ausschlaggebend dafür ist der ganz besondere Schreibstil der Autorin. Ganz anders als in den meisten Romanen gibt es hier keinen Fließtext mit langen Sätzen und einfacher Wortwahl, sondern das Buch besteht aus bruchstückhaften und zusammengesetzten Erinnerungsfetzen der Protagonistin, einzelnen Sequenzen aus ihrem Leben und kurzen Splittern ihrer Illusionen und Fantasien. In Kombination mit kurzen Sätzen, einer prägnanten Wortwahl und dem Mut, die Protagonistin manche Sätze mitten im Reden oder Denken abbrechen zu lassen sorgt dafür, dass man schon nach wenigen Seiten komplett die Orientierung verloren hat und nicht mehr weiß, ob das eben Geschehene nun die Realität der namenlosen Protagonistin war oder reine Illusion. Die Geschichte entwickelt sich somit immer auf der schmalen Spur zwischen Wahn und Wirklichkeit, balanciert darauf und lässt den Leser irritiert zurück. Was abschreckend klingt, ist jedoch in Wahrheit ein absoluter Garant für eine ganz außergewöhnliche Leseerfahrung. Auch wenn die Handlung und die Personen in diesem Buch durch den Schreibstil schwer zu greifen sind und man sich als Leser an manchen Stellen verloren fühlt, so merkt man doch bereits am Anfang, dass sich die Geschichte auf ein faszinierendes Finale hin bewegt. Rasant, fesselnd, beklemmend und verwirrend zugleich lässt einen das Buch wie in einem Rausch zurück und es fühlt sich an wie eine Trance, sobald man es aus den Händen legt. Ebenso wie dem Leser ergeht es auch den beiden Frauen, von denen das Buch handelt. Die Beziehung zwischen den beiden ist ein Wechselspiel aus Zuneigung und Abscheu, Kühle und Vertrautheit und hat etwas von einer Hassliebe. Die beiden hegen eine beängstigende Faszination füreinander, die ungeahnte Ausmaße annimmt und am Ende in einem furiosen Finale endet. Dieses Erstlingswerk der Autorin ist keine leichte Kost, verliert jedoch niemals an Spannung und steigert während des Lesens kontinuierlich die Neugierde des Lesers. Ein Buch, das man nicht nur wegen des schönen Covers nicht mehr aus der Hand legen kann.

  • Bewertung

    aus Absdorf

    4/5

    06.08.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders

    Die namenlose Ich-Erzählerin lässt uns an ihrem Leben als junge ungebundene Studentin teilhaben, das sich um elterliche Fürsorge, Ausbruch und vor allem um Marie dreht. Es ist eine rasante Erzählung rund ums eigenständig sein, Freundschaften, Obsession, Drogen, Partys und Selbstkontrolle. In diesem Rahmen entwickelt sich eine rauschartige Geschichte, in der Realität und Fiktion teilweise verschwimmen lässt. Besonders macht dieses Buch aus meiner Sicht die fast gehetzte Sprache und die toll konstruierten psychologischen Aspekte. Es handelt sich um ein ganz besonderes Buch, dass für alle lesenswert ist, die skurrile, nachhaltige Erzählungen mögen und Interpretationen lieben. Mir persönlich war es dann doch ein Hauch zu viel Interpretationsspielraum, weshalb ich 4 Sterne vergebe. Ich werde dieses Buch aber definitiv noch lang in Erinnerung behalten und auch noch einige Stunden darüber grübeln.

  • Bewertung

    2/5

    29.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bis ans Ende Marie - eine schräge Geschichte

    Und wieder ein Erstroman, der die emotionale Achterbahn durch die Wesenszüge einer doch sehr speziellen Z-Generation-Frau beschreibt. Realitätsverslust, Drogen, Sex, der Mühe hat zufriedenstellend stattzufinden, Alkohol, Partys beherrschen von nun an ihr sowieso schon nicht problemloses Leben. Durch ihre neue Freundschaft mit Marie, die so gar nicht ist wie sie, verliert sie sich ganz. Ein Roman wie ein wilder stürmischer Tanz durch die Nacht - wie die Wiedergabe einer steckengebliebenen Schalplatte - langweilt definitiv ab Seite 100. Die Bücher aus dem Verlag Kremayr & Scheriau bestechen durch wunderschöne Covers, Satz und grafische Gestaltung, die eindeutig mehr Sterne verdienen als der Plot des Romans.

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