Produktbild: Adolf Hitler
Band 1

Adolf Hitler Die Jahre des Untergangs 1939-1945 Biographie

Aus der Reihe Adolf Hitler. Biographie
3

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15096

Erscheinungsdatum

04.10.2018

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

896 (Printausgabe)

Dateigröße

17805 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104903897

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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15096

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04.10.2018

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Fischer E-Books

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896 (Printausgabe)

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Deutsch

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9783104903897

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Grauen und Faszination

S.A.W am 18.10.2018

Bewertungsnummer: 1137679

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor und nach Joachim Fest 1973 sind schon viele Biographien über Hitler erschienen. Diese hier von Volker Ulrich hat den Vorteil, auf dem Stand der Forschung 2018 zu sein. Es sind die gesamte Forschung zum Holocaust und zum Vernichtungsfeldzug im Osten eingearbeitet, weiters alle verfügbaren Tagebücher und Zeitdokumente von Speer, Goebbels, Bormann sowie eine realistische Einschätzung von Hitlers Politik und Strategie. Hitler wird als Vabanque-Spieler gezeichnet, der alles auf eine Karte setzt, ohne Rücksicht auf Menschenleben oder Wahrheit und immer wieder auf Sieg oder Untergang pokert. Das geht drei Jahre lang gut, die Besetzung von Österreich und der Tschechei gelingt noch durch Drohungen, die Eroberung von Polen, Frankreich, Dänemark und Norwegen durch das Bündnis mit Stalin, das Hitler den Rücken frei hält, sodass er einzelne Länder mit überlegenen Kräften überrumpeln kann. Der deutsche Blitzkrieg, eine Mischung aus Panzervorstößen, Luftschlägen und Einkesselung, ist völlig neu und bis 1941 haben die Alliierten dem nichts entgegenzusetzen. 1941 erscheint Hitler siegestrunken als strahlender Held und neuer Napoleon, der so nebenbei noch Jugoslawien, Griechenland, Kreta und Nordafrika besetzt. Wie Napoleon verfällt er dem Größenwahn und unterschätzt die Schwierigkeit der Besetzung Russlands, das er in einem brutalen Mordfeldzug zu überrollen sucht. Millionen Kriegsgefangene werden dem Hungertod preisgegeben, Sonderkommandos liquidieren Hundertausende in den besetzten Gebieten, um Südrussland mit deutschen Wehrbauern neu besiedeln zu können. Hitler wird als genialer Redner und Schauspieler gezeichnet, der sich aber gleichzeitig mit neurotischer Paranoia, Judenhass und Mordbereitschaft in seiner eigenen Wahnwelt verrennt. In der Offensive trifft er noch sinnvolle Entscheidungen, seine Rückzugsstrategie (Halten um jeden Preis, umzingelte Städte als Festungen) wird aber zum Desaster. Trotz sehr sachlicher und historisch richtiger Darstellung, die sich spannend liest, kann man dem Buch aber doch die übliche Einseitigkeit aller Hitler-Biographien nicht absprechen. Da fast sämtliche eingearbeiteten Zeitzeugnisse von Hitler und seinem inneren Kreis stammen, wird der Leser verführt, sich mit Hitler, Goebbels und Speer zu identifizieren. Deren Verbrechen werden ohne Emotion aufgeführt, ihre Gefühle, Träume und Wünsche aber mit all den Ängsten und Hoffnungen ihrer Tagebücher und Gespräche aufgeladen. So klärt das Buch zwar sachlich über das Ausmaß der Genozide und der Verbrechen von SS und Wehrmacht auf. Deutsche und vor allem rechtsnationale Leser werden die Nazis aber doch in subtiler Weise als Helden ihrer Geschichte empfinden. So räumt das Buch auf Grund der historischen Recherchen der letzten Zeit mit den alten Rechtfertigungsmythen von der sauberen Wehrmacht und der funktionierenden Volksgemeinschaft auf und schafft doch ein neues Heldenepos großer deutscher Vergangenheit, das den Linien von Hitlers egomanischem Denken folgt und die Distanzierung von den Nazi-Gräueln nur scheinbar schafft.

Grauen und Faszination

S.A.W am 18.10.2018
Bewertungsnummer: 1137679
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vor und nach Joachim Fest 1973 sind schon viele Biographien über Hitler erschienen. Diese hier von Volker Ulrich hat den Vorteil, auf dem Stand der Forschung 2018 zu sein. Es sind die gesamte Forschung zum Holocaust und zum Vernichtungsfeldzug im Osten eingearbeitet, weiters alle verfügbaren Tagebücher und Zeitdokumente von Speer, Goebbels, Bormann sowie eine realistische Einschätzung von Hitlers Politik und Strategie. Hitler wird als Vabanque-Spieler gezeichnet, der alles auf eine Karte setzt, ohne Rücksicht auf Menschenleben oder Wahrheit und immer wieder auf Sieg oder Untergang pokert. Das geht drei Jahre lang gut, die Besetzung von Österreich und der Tschechei gelingt noch durch Drohungen, die Eroberung von Polen, Frankreich, Dänemark und Norwegen durch das Bündnis mit Stalin, das Hitler den Rücken frei hält, sodass er einzelne Länder mit überlegenen Kräften überrumpeln kann. Der deutsche Blitzkrieg, eine Mischung aus Panzervorstößen, Luftschlägen und Einkesselung, ist völlig neu und bis 1941 haben die Alliierten dem nichts entgegenzusetzen. 1941 erscheint Hitler siegestrunken als strahlender Held und neuer Napoleon, der so nebenbei noch Jugoslawien, Griechenland, Kreta und Nordafrika besetzt. Wie Napoleon verfällt er dem Größenwahn und unterschätzt die Schwierigkeit der Besetzung Russlands, das er in einem brutalen Mordfeldzug zu überrollen sucht. Millionen Kriegsgefangene werden dem Hungertod preisgegeben, Sonderkommandos liquidieren Hundertausende in den besetzten Gebieten, um Südrussland mit deutschen Wehrbauern neu besiedeln zu können. Hitler wird als genialer Redner und Schauspieler gezeichnet, der sich aber gleichzeitig mit neurotischer Paranoia, Judenhass und Mordbereitschaft in seiner eigenen Wahnwelt verrennt. In der Offensive trifft er noch sinnvolle Entscheidungen, seine Rückzugsstrategie (Halten um jeden Preis, umzingelte Städte als Festungen) wird aber zum Desaster. Trotz sehr sachlicher und historisch richtiger Darstellung, die sich spannend liest, kann man dem Buch aber doch die übliche Einseitigkeit aller Hitler-Biographien nicht absprechen. Da fast sämtliche eingearbeiteten Zeitzeugnisse von Hitler und seinem inneren Kreis stammen, wird der Leser verführt, sich mit Hitler, Goebbels und Speer zu identifizieren. Deren Verbrechen werden ohne Emotion aufgeführt, ihre Gefühle, Träume und Wünsche aber mit all den Ängsten und Hoffnungen ihrer Tagebücher und Gespräche aufgeladen. So klärt das Buch zwar sachlich über das Ausmaß der Genozide und der Verbrechen von SS und Wehrmacht auf. Deutsche und vor allem rechtsnationale Leser werden die Nazis aber doch in subtiler Weise als Helden ihrer Geschichte empfinden. So räumt das Buch auf Grund der historischen Recherchen der letzten Zeit mit den alten Rechtfertigungsmythen von der sauberen Wehrmacht und der funktionierenden Volksgemeinschaft auf und schafft doch ein neues Heldenepos großer deutscher Vergangenheit, das den Linien von Hitlers egomanischem Denken folgt und die Distanzierung von den Nazi-Gräueln nur scheinbar schafft.

Eine glänzend erzählte…

Joschne aus Sittensen am 25.10.2013

Bewertungsnummer: 2703495

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine glänzend erzählte Biografie Zu Adolf Hitler scheint alles gesagt, doch noch immer gibt es erstaunlich viele blinde Flecken. Der Zeithistoriker und Publizist Volker Ullrich hat neben der neuesten Literatur auch bislang unbekanntes Archivmaterial ausgewertet. So kann er manche Klischees revidieren und dem bisherigen Bild wichtige Facetten hinzufügen. Hinter der öffentlichen Figur des "Führers" wird der Mensch mit seinen frappierenden Widersprüchen sichtbar – mit seinen gewinnenden und abstoßenden Zügen, seinen großen Talenten und Begabungen ebenso wie mit seinen tiefsitzenden Komplexen und mörderischen Antriebskräften. Von den Anfängen bis zum Höhepunkt seiner Macht vollzieht der erste Band den durchaus aufhaltsamen Aufstieg des Diktators nach. Eine glänzend erzählte Biografie, die Hitler nicht als Psychopath und Monster, sondern als einen Meister der Verführung und Verstellung zeigt – und gerade dadurch die Abgründe seiner Persönlichkeit greifbar macht. Wer war Hitler wirklich? Und wie wurde er zu dem, der er war? Volker Ullrich, geboren 1943, studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Der promovierte Historiker ist Autor der ›ZEIT‹ und Mitherausgeber des Magazins ›ZEIT-Geschichte‹ und lebt in Hamburg. Von 1990 bis 2009 leitete er das Ressort Politisches Buch bei der Hamburger Wochenzeitung. Ullrich hat zahlreiche historische Werke zum 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht. Bei S. Fischer erschien 1997 ›Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871–1918‹. Für sein publizistisches Wirken wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis und der Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet.

Eine glänzend erzählte…

Joschne aus Sittensen am 25.10.2013
Bewertungsnummer: 2703495
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine glänzend erzählte Biografie Zu Adolf Hitler scheint alles gesagt, doch noch immer gibt es erstaunlich viele blinde Flecken. Der Zeithistoriker und Publizist Volker Ullrich hat neben der neuesten Literatur auch bislang unbekanntes Archivmaterial ausgewertet. So kann er manche Klischees revidieren und dem bisherigen Bild wichtige Facetten hinzufügen. Hinter der öffentlichen Figur des "Führers" wird der Mensch mit seinen frappierenden Widersprüchen sichtbar – mit seinen gewinnenden und abstoßenden Zügen, seinen großen Talenten und Begabungen ebenso wie mit seinen tiefsitzenden Komplexen und mörderischen Antriebskräften. Von den Anfängen bis zum Höhepunkt seiner Macht vollzieht der erste Band den durchaus aufhaltsamen Aufstieg des Diktators nach. Eine glänzend erzählte Biografie, die Hitler nicht als Psychopath und Monster, sondern als einen Meister der Verführung und Verstellung zeigt – und gerade dadurch die Abgründe seiner Persönlichkeit greifbar macht. Wer war Hitler wirklich? Und wie wurde er zu dem, der er war? Volker Ullrich, geboren 1943, studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Der promovierte Historiker ist Autor der ›ZEIT‹ und Mitherausgeber des Magazins ›ZEIT-Geschichte‹ und lebt in Hamburg. Von 1990 bis 2009 leitete er das Ressort Politisches Buch bei der Hamburger Wochenzeitung. Ullrich hat zahlreiche historische Werke zum 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht. Bei S. Fischer erschien 1997 ›Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871–1918‹. Für sein publizistisches Wirken wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis und der Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet.

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