Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood in den Sümpfen von Louisiana ermordet zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
Im Mordfall Underwood ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes, die von ihren Vorgesetzten und den Medien zunehmend unter Druck gesetzt wird. Je mehr Antworten sie findet, desto größer werden ihre Zweifel an der offiziellen Version.
Was hat dieser Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Und gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?
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Mit jeder Seite wird das Buch spannender!
Tine U. am 08.08.2018
Bewertungsnummer: 1124237
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood ermordert zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
In diesem Mordfall ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes. Sie wird von allen Seiten unter Druck gesetzt. Je mehr Antworten sie findet, desto mehr zweifelt sie an der offiziellen Version. Was hat der Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?"
Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es ist schwarz, unten sieht man Streichhölzer, oben der Name des Autorenduos. Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Streichhölzer sind definitiv interessant.
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut. Ein Vater, der seine Frau verloren hat, zu seinem Sohn hat er keinen Kontakt. Dort, wo er wohnt, mit seinem Hund, pflegt er kaum Kontakt zu anderen Menschen, außer zu seiner Freundin Marie. Dann Alexander, der seinen Vater wohlmöglich für einen Mörder hält und nun selber einer sein soll. Und Hanna, die Polizistin, die in dem Mordfall von Alexanders Freundin Nathalie ermittelt. Sie will den Fall lösen. Kommt ein Unschuldiger ins Gefängnis?
Die Figuren sind meiner Meinung nach recht authentisch. Man kann nachvollziehen, warum sie tun was sie tun. Die Umsetzung der Geschichte ist einfach brilliant. Mit jeder Seite wird es spannender, aber es wird auch nicht unnötig in die Länge gezogen. Der Schreibstil ist auch sehr gut. Mir gefällt zudem der Perspektivenwechsel. Das bringt nochmal etwas mehr Stimmung.
Der Lesespaß ist definitiv gegeben, Spannung sowieso.
Mein Fazit: Definitiv zu empfehlendes Buch. Es ist spannend aufgebaut, es ist nachvollziehbar. Die Figuren sind relativ authentisch. Eine Geschichte zum Aufsaugen. Tolles Buch!
Wie der Vater, so der Sohn:…
TochterAlice aus Köln am 07.08.2018
Bewertungsnummer: 2713883
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wie der Vater, so der Sohn: Und das hat in diesem Fall eine ebenso tragische wie dramatische Bedeutung: denn beide stehen in Verdacht, die jeweils geliebte Frau umgebracht zu haben, Vater Aron seine Frau Nora, die Mutter des Sohnes Alexander, dem nun, fünf Jahre später, in New Orleans der Prozess gemacht wird. Er wird verdächtigt, seine Freundin Nathalie auf besonders brutale Art umgebracht zu haben. Während der Vater nur aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde und selbst vom eigenen Sohn, der deswegen aus den Niederlanden in die Vereinigten Staaten umsiedelte, als schuldig angesehen wird, läuft die Verhandlung gegen den Sohn noch. Sein Vater, der sich ihm immer noch eng verbunden fühlt, eilt ihm zur Hilfe - und wird nicht gerade herzlich empfangen. Es ist ein besonderer, starker Druck, der sich durch das gesamte Geschehen zieht, auch die Ermittlerin Hanna Vincennes ist davon betroffen, sowohl beruflich als auch privat. Aus Arons Sicht gehen ihre Ermittlungen in die falsche Richtung, so dass er einen Detektiv einschaltet. In klarer, fast schlichter Sprache und eher kurzen, umso eindringlicheren Sätzen schildert das Autorenduo, die niederländischen Brüder Heerma van Voss die Entwicklung auf nahezu bedächtige Art und Weise. Gerade dadurch wirkt die Darstellung des Geschehens umso erschütternder. Ein ganz besonderer, literarisch gekonnt rübergebrachter, dramatischer und spektakulärer Thriller ist dies, der ganz ohne die üblichen Sensationen auskommt. Ganz im Gegenteil, die Brüder punkten mit ihrer - auch in der Übersetzung meisterlich dargelegten - sparsamen Beschreibung sowohl der Charaktere als auch der Handlungsorte, die Leser dennoch bis ins Mark trifft. Manche der Entwicklungen erwartet man, doch immer wieder werden sie durchbrochen von Überraschendem. Es ist ein Spiel, das der Täter mit den Opfern (ja, es gibt mehr als eins), die Autoren mit ihren Lesern treiben und zwar ein mörderisches. Ein ausgesprochen grausamer Thriller, gerade weil er in einigem so alltäglich und gewissermaßen auch realistisch ist. Trotz einiger offen bleibender Entwicklungen habe ich die Lektüre als ausgesprochen rundes, großartig konstruiertes Leseerlebnis empfunden!
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