Die Zutaten der Liebe. Toskana, 1833: Auf dem Weingut in der Toskana scheinen Marco und Antonella am Ziel ihrer Träume angekommen: Marco kann nun endlich seiner Berufung nachgehen, Antonella freundet sich schnell mit Tiziana, der Besitzerin der benachbarten Osteria an, und ist froh, bei ihr als Köchin und Bäckerin arbeiten zu können. Außerdem erwarten die beiden ihr erstes Kind. Doch dann taucht ihr ehemaliger Verlobter auf und droht, ihr Glück zu zerstören. Ein Weingut im Italien des beginnenden 19. Jahrhunderts und eine starke Frau, die für ihre Familie kämpft.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Warstein
5/5
12.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine sehr gelungene Fortsetzung
Dieses Buch ist der zweite Teil der Toskana Saga und es erzählt die Geschichte von Antonella und Marco weiter.
Sie haben Zuflucht bei Allessandro gefunden, aber immer noch dürfen sie nicht verraten wer sie sind und Marco kämpft noch mit den Schatten der Vergangenheit.
Antonella arbeitet in der Osteria von Tiziana.
Endlich kann sie ihre Fähigkeiten als Köchin zeigen.
Und dann erfährt sie das sie schwanger ist, nun kommt eine Reise nach Amerika nicht mehr in Frage.
Die Geschichte ist spannend und die Verknüpfung von einer wunderschönen aber teilweise auch traurigen Liebesgeschichte mit der Historie Italiens ist perfekt gelungen.
Die Autorin schafft es die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Es sind nicht nur die großen geschichtlichen Ereignisse, sondern auch die kleinen Dinge. Das tägliche Leben der einfachen Menschen, aber auch der Reichen.
Egal ob es um Kleidung, Einrichtung oder das Essen geht, man fühlt sich in das Leben der Menschen hineinversetzt, kann es nachempfinden.
Alles wirkt autentisch.
Auch die Protagonisten wirken lebensecht und kraftvoll. Es sind Menschen der beschriebenen Zeit mit all ihren Stärken, aber auch Fehlern.
Ein Buch was man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man es einmal begonnen hat.
Man ist tief in dieser Geschichte versunken und liebt und leidet mit den Beiden mit.
Auch der Schreibstil passt perfekt zum Buch und der Geschichte, er ist gut verständlich, aber gleichzeitig auch nicht zu modern. Eben so wie es ein historisches Buch verlangt.
Mein Fazit:
Ein historisches Buch wie es sein sollte, nicht belehrend aber sehr lebendig. Man kann die Geschichte nicht nur sehen, sondern auch riechen und schmecken. So sehr ist man in das Buch eingebunden.
Hier wird eine Epoche lebendig und die detailgetreue Darstellung der Geschichte hat mich wirklich begeistert. Man glaubt der Autorin wirklich jedes Wort. Deshalb kann ich dieses Buch nur empfehlen. Auch der zweite Teil hat mich nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil vollauf begeistert.
Jetzt bin ich sehr gespannt was mich im dritten Teil erwartet. Ich werde auch dieses Buch garantiert lesen.
Diese Saga hat alles was ein historisches Buch braucht:
Eine spannende Geschichte, Protagonisten voller Gefühl und Wärme, Orte die man unbedingt besuchen will und die historischen Details stimmen alle, was will man mehr.
Bewertung
aus Mülheim
5/5
14.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Traumhafte Fortsetzung der Toskana-Reihe
Schon der Vorgänger "Die Tochter der Toskana" überzeugte mich in Schreibstil, Atmosphäre und Spannung.
In diesem Buch geht die Geschichte von Antonella und Marco weiter.
Nach ihrer Flucht lässt das junge Paar sich in einem kleinen Ort in der Toskana nieder, in der Absicht, so viel Geld anzusparen, dass es für eine Überfahrt nach Amerika reicht. Doch Antonellas Schwangerschaft zwingt sie, diese Pläne zu verschieben. Marco arbeitet als Landarbeiter und Antonella in einer Osteria, in der sie eine neue Freundin findet. Ihr Glück scheint perfekt, bis die jeweilige Vergangenheiten beider sie einholen.
Das Buch zieht einen sofort in den Bann! Nach den ersten Seiten schon ist der Leser mitten in der Zeit und Italien angekommen: Gerüche, Bilder, Atmosphäre sind wundervoll beschrieben. Man erfährt mehr über Marcos Vergangenheit, was stelenweise jedoch an der Beziehung der beiden Liebenden nagt. Doch auch Antonellas ehemaliger Verlobter droht, ihr Glück zu zerstören.
Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, die vielen kleinen Details über Landshaft, Tiere, Kleidung und Arbeitsweise wurden dezent eingebaut und runden die Erzählungen ab, sodass man immer klare Bilder im Kopf hat beim Lesen.
Gerade gegen Ende kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen und ist beinahe traurig, als es zuende ist.
Eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung. Marco und Antonella sind mir sehr ans Herz gewachsen!
Bewertung
aus Glauchau
5/5
29.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Gelungene Fortsetzung
„...Ich glaube, man kann in jedes Dorf in Italien gehen und wird überall die alten Männer finden, die auf den Mauern oder Bänken sitzen, rauchen und tratschen. Dabei heißt es doch immer, Frauen würden das tun. Aber wir Frauen sind meist viel zu sehr beschäftigt...“
Wir schreiben das Jahr 1833. Marco und Antonella haben sich bei Alessandro eingelebt. Marco kümmert sich um die Weinstöcke. Beide planen allerdings immer noch ihre Ausreise nach Amerika. Das zerschlägt sich vorerst, weil Antonella schwanger ist.
Auf den Markt lernen sie Tiziana kennen. Die junge Frau ist Witwe und führt die Osteria ihres Mannes weiter. Im Ort wird sie geschnitten. Antonella fängt bei ihr als Köchin und Bäckerin an zu arbeiten.
Die Autorin hat erneut einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Handlung setzt zeitnah nach Band 1 ein.
Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Eingebettet in das Geschehen ist eine kurze Geschichte der Toskana. Sehr anschaulich wird das Markttreiben in dem kleinen Ort beschrieben. Auch für die Feinheiten der Natur findet die Autorin passende Sprachbilder, wie das folgende Zitat zeigt:
„...Um sie herum zirpten die Grillen. Elfchen nannte Marco sie, ihres zarten melodischen Gesangs wegen. In der Ferne quakten die Frösche und aus dem Wäldern, die Castello umgaben, drang der Ruf eines Käuzchens...“
Eine besondere Rolle spielt Ugo, Tizianas Bruder. Er gilt als zurückgeblieben. Viele im Ort fürchten sich vor ihm. Dabei kümmert er sich hingebungsvoll um den Garten der Osteria. Und im Moment der Gefahr überwindet er seine Panik und wird zum Retter in der Not.
Als Antonella auf den Markt den Schäfer Paolo sieht, der ihr einst als Bräutigam zugedacht war, kommen bei ihr alte Ängste zurück doch sie vertraut darauf, dass sie unentdeckt bleibt.
Auch Marco wird von seine Vergangenheit eingeholt. Sein ehemaliger Vorgesetzter soll die Seite gewechselt und sich den Rebellen angeschlossen haben. Das kann Marco nicht glauben. Erwitttert eine Falle.
„...Er ist ein Mann mit eisernen Grundsätzen. Ein großartiger Freund, aber hart und unerbittlich als Feind...“
Marco und Antonella müssen noch durch einige Tiefen, bis ihr Leben endlich in ruhiges Fahrwasser kommt.
In aussagekräftigen Diskussionen werden die Gedanken und Ansichten der Protagonisten deutlich. So zeigt sich, dass Marcos Vater ein Mann ist, der Menschen wie Schachfiguren benutzt. Sehr sympathisch dagegen ist mir Marcos Bruder Enrico. Wenn es notwendig ist, ignoriert er die Gebote des Vaters. Allerdings macht er es eher auf stille Art, während bei Marco auch einmal ein aufbrausendes Temperament durchkommt.
In einem Nachwort werden Realität und Fiktion getrennt.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie ein Kapitel italienischer Geschichte Spuren in einzelnen Familien hinterlassen hat.
Bewertung
aus Lichtenstein
5/5
29.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Wieder in die Toskana
Auch die Fortsetzung dieser romantisch-schönen Geschichte aus der Toskana hat mir wieder sehr gut gefallen. Ereignisreich, tragisch, spannend, aber auch interessant über damalige Zeiten, Sitten und Gebräuche plaudernd, geht sie weiter.
Antonella und ihr Marco haben so manches Abenteuer zu bestehen, es wird oft gefährlich. Sie müssen um ihr junges Leben fürchten. Auch ihre Ehe wird auf harte Proben gestellt. Nicht jeder ist mit ihrer Beziehung einverstanden oder gönnt ihnen ihr Glück zu zweit.
Doch sie halten gegen sämtliche Widrigkeiten zusammen und kämpfen um das neu erworbene Glück mit allen Mitteln.
Dabei werden sie von guten Freunden und letztendlich auch ihren Familien unterstützt.
Ende gut- (fast) alles gut. Die Protagonisten haben es sich verdient.
Elke Seifried
aus Gundelfingen
5/5
26.03.2019
Buch (Taschenbuch)
lässt einen in die Toskana reisen und in eine vergangene Welt versinken
Schön mit ihrer „Die Tochter der Toskana“ hat mich Karin Seemayer mich mit auf eine fesselnde Zeitreise genommen und auch das Gutshaus steht dem nicht nach. Ich konnte das Buch wieder einmal nicht mehr aus der Hand legen.
Es ist nicht viel Zeit vergangen, seit dem ersten Teil. Marco, der als Aufständischer gesucht wird und der von seinem Vater vom elterlichen Weingut verstoßen wurde, und seine Ehefrau Antonella haben bei Alessandro Zuflucht gefunden. Sie unterstützen ihn bei der Arbeit auf seinem kleinen Hof, bald soll es ja nach Amerika gehen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch dann wird Antonella schwanger und die Reisepläne liegen erst einmal auf Eis. Um sich über Wasser zu halten zu können, hilft Antonella in einer benachbarten Osteria, und auch Marco findet dort genügend Arbeit. Die beiden führen ein einfaches, aber unbeschwertes Leben und sind miteinander glücklich. Doch dann kommt alles ganz anders. Marco erfährt von seinem Freund, dass Mazzini und die Giovine Italia einen neuen Aufstand planen, um Carlo Albertos Herrschaft zu beenden. Um seinen Freund vor einer Falle zu warnen, muss er seine schwangere Frau alleine lassen. Gerade in dem Moment taucht Antonellas ehemaliger Verlobter auf, und das Schicksal schlägt brutal zu. Plötzlich ist nichts mehr wie es einmal war.
Warum und wie die Geschichte auf dem Weingut von Marcos Eltern weitergeht, wie der Klappentext ja meiner Meinung nach leider schon ein wenig zu viel verrät, wird natürlich nicht verraten. Nur so viel auch dort hat die Autorin für eine Menge dramatischer Szenen gesorgt, sodass man gefesselt einfach immer noch weiter lesen muss.
Der lockere Sprechstil der Autorin liest sich super flüssig, eine augenfreundlich großzügige Schriftgröße, tun ihr Übriges dazu, dass die Seiten geradezu dahinfliegen. Man darf immer wieder schmunzeln, dafür sorgen witzige Sprüche, wie „Ein Idiot. Der furzt höher, als sein Ar… hängt.“, es ist von einer „alten Gewitterziege“ die Rede oder ein „deren Haufen riechen trotzdem nicht nach Lavendel“, wenn es um die noble Gesellschaft geht. Sie beschreibt mit unheimlich vielen Bildern und man hat die Geschichte wie einen Film im Kopf vor Augen. Mit „ Sie sah aus, als hätte sie an einer Zitrone gesaugt.“, oder „Stattdessen warf sie böse Blicke wie Dolche zu Antonella. Ihre Stimme verriet jedoch nichts davon, sie klang süß wie die Honigplätzchen, die Rosa servierte.“, ist wohl alles gesagt, welche Gefühle und welchen Gesichtsausdruck der Gegenüber hat. Karin Seemayer nimmt einen auch mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe mit Antonella gehofft, war mit ihr glücklich und unbeschwert, habe still mit ihr gelitten, habe mit ihr zurückgesteckt, und konnte dann auch mehr als gut verstehen, dass die Gefühle irgendwann überschwappen müssen. Man leidet und lebt die Geschichte regelrecht mit, kann das Buch deshalb schon nicht aus der Hand legen. Die Autorin legt aber mit ihren äußerst geschickt platzierten Perspektivwechseln obendrein noch eine gehörige Schippe Spannung darauf, sodass man am besten ein freies Wochenende zum Lesen wählt, die Nächte werden kurz!
Ich kenne den ersten Teil, klar ich kenne somit die ganze, teils tragische Vorgeschichte und auch die Charaktere sind mir schon sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mich richtig über das Wiedersehen mit Antonella, Marco und dem Rest gefreut. Diese, wie auch alle Nebendarsteller sind mit viel Profil toll dargestellt, man bekommt sicher auch als Neueinsteiger noch guten Zugang. Zudem gibt es im Roman eingestreute inhaltliche Hinweise, ein Lesen ohne Vorkenntnisse ist daher bestimmt ohne Verständnisprobleme möglich, jedoch entgeht einem dann ein wirklich grandioser erster Teil, den ich jedem nur ans Herz legen kann.
Die Autorin nimmt einen mit auf eine gelungene Zeitreise. Man bekommt als Leser ein tolles Bild vom Leben in der Zeit, sowohl inmitten der einfachen Bevölkerung, als auch der noblen Gesellschaft. Da passt alles beim Essen angefangen bis hin zur Ausdrucksweise bei den wörtlichen Reden. Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen kleinen Detailinformationen, bei denen ich dazulernen konnte, wie z.B. zur standesgemäßen Kleidung und der Anziehprozedur oder auch, dass die Toskana 1786 als erster moderner europäische Staat in der Welt Folter und Todesstrafe abschaffte. Die Autorin hat hier wirklich gut recherchiert und weiß wovon sie schreibt.
Das Cover mit den Mohnblumen auf den Feldern und den Pinien im Hintergrund zeigt schon ganz deutlich, dass es in einen kleinen Urlaub geht. Man darf sich hier nicht nur auf eine mehr als gelungene Zeitreise begeben, sondern die vergangene Zeit in der herrlichen Toskana verbringen. Weinberge, Olivenhaine das passende Essen, hmmm, genau richtig, um sich in den Süden zu träumen.
Alles in allem eine grandiose Fortsetzung und ich fiebere dem dritten Teil der Sage jetzt schon entgegen.
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