Produktbild: Blockadebuch

Blockadebuch Leningrad 1941-1944

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37,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2018

Abbildungen

51, Mit 51 Fotos schwarzweiß, mitlaufend

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

703

Maße (L/B/H)

23,3/16,2/4,5 cm

Gewicht

985 g

Farbe

Kaffee / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Blokadnaja Kniga

Übersetzt von

Ruprecht Willnow + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03735-2

Beschreibung

Rezension

»Es bleibt dieses Buch: Die Wahrheit über ein Verbrechen, den Ermordeten zum Denkmal, ein Testament für alle Zeit.« ("DIE ZEIT")
»Das Werk ist ein gigantisches Mahnmal gegen den Krieg« ("SRF Schweizer Radio und Fernsehen")
»Es gibt Bücher, die bleiben universell gültig.« ("Wostock")
»Der Aufbau Verlag hat mit der sorgsamen Neuedition des «Blockadebuches» aucheinen leider hochaktuellen Beitrag zur Verteidigung der zunehmend unter Angriff stehenden Menschenrechte geleistet« ("dpa")
»Das "Blockadebuch" ist eine entsetzliche, aber unentbehrliche Lektüre und ein Mahnmal. Die russischen und deutschen Neuausgaben sind genau zur richtigen Zeit erschienen« ("Berliner Zeitung")
»Es ist ein großer Verdienst des Aufbau Verlags, dass er nun erstmals die unzensierte Fassung in einer hervorragenden Übersetzung dem deutschen Leser zugänglich gemacht hat« ("DAMALS")
»Epos menschlichen Leidens. Adamowitsch und Granin reproduzieren eine Vielzahl von Stimmen, lassen Hunderte von Überlebenden sprechen, Ihre Hauptthemen sind Hunger, Kälte und Tod.« ("Neues Deutschland")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2018

Abbildungen

51, Mit 51 Fotos schwarzweiß, mitlaufend

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

703

Maße (L/B/H)

23,3/16,2/4,5 cm

Gewicht

985 g

Farbe

Kaffee / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Blokadnaja Kniga

Übersetzt von

  • Ruprecht Willnow
  • Helmut Ettinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03735-2

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    09.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fast 900 Tage dauerte die Belagerung...

    Fast 900 Tage dauerte die Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg. Eine unvorstellbare Hungersnot mit rund 1 Million toter Zivillisten lässt uns das Grauen dieser Zeit nur erahnen. Dieses Buch brennt die Berichte der Überlebenden in die Seele der Leser :so viel Leid & Mut .

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    18.10.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    BLOCKADEBUCH - Das erschütternde Dokument über die Belagerung Leningrads in ungekürzter Ausgabe

    1974 - also 30 Jahre nach Ende der 900 Tage andauernden Blockade der russischen Stadt Leningrad durch die deutsche Wehrmacht - begannen die Schriftsteller Daniil Granin (1919-2017) und Ales Adamowitsch (1927-1994) einfache Menschen zu interviewen, die die Blockade erlebt und überlebt hatten. Ziel war nicht ein neues Heldenepos, sondern die Sicherung von Alltagserinnerungen für die Nachwelt: "Augenzeugen der Blockade reichten uns an Leidensgenossen aus jener Zeit weiter. Damals - Mitte bis Ende der 70er Jahre - waren viele von ihnen noch am Leben. Wir gingen von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung, hörten zu und nahmen mit dem Tonbandgerät auf, was sie uns erzählten. Anfangs taten wir das gemeinsam, dann trennten wir uns, um mit mehr Menschen sprechen zu können. Warum mit mehr Menschen? Weil sich herausstellte, dass jeder seine eigene Geschichte hatte. Seine Tragödie, sein Drama, seine Erlebnisse und seine Toten. Die Menschen hungerten und starben auf verschiedene Weise. Wir hatten bereits hundert Berichte beisammen und noch nicht eine einzige Wiederholung." (S. 14) Das 1982 erstmals gekürzt erschienene Buch gliedert sich in 2 Teile. Die Autoren verwenden dabei die Aussagen der Zeitzeugen abwechselnd in einem nach verschiedenen Kriterien (beispielsweise Hunger und der Kampf ums tägliche Brot) gegliederten Text - also nicht als komplexe personalisierte Interviews. Für Teil 1 wurden die ab 1974 in Gesprächen erfassten Aussagen verwendet, die in erschütternder Weise auch die psychologischen Nachwirkungen der 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse verdeutlichen. Teil 2 dokumentiert Aussagen aus zeitgenössischen Tagebüchern, die das Grauen aus der Sicht des Tages reflektierten und insofern noch größere Authentizität haben als die 30 Jahre später im Rückblick gewonnenen Aussagen. Die sowjetische Zensur war in den frühen 1980er Jahren wenig erbaut über die von den als gängige Geschichtsschreibung etablierten Heldenepen abweichenden Aussagen des Blockadebuches. So fielen Erinnerungen an Kannibalismus, sexuellen Notstand und Kritik an der stalinistischen Führung der Streichung zum Opfer. Der DDR-Verlag Volk und Welt veröffentlichte 1984 und 1987 die 2 Teile in der freigegebenen Version in Übersetzung durch Ruprecht Willnow (*1926). Nach langjährigen Bemühungen konnte Daniil Granin 2014 in Russland erstmals die vollständige Ausgabe veröffentlichen: "Wir haben uns entschlossen, die über das ganze Manuskript verstreuten Passagen, die von der Zensur akribisch ausgetilgt wurden, zu zwei weiteren kurzen Kapiteln zusammenzuführen und diese in die neue Ausgabe des Blockadebuches einzufügen. So soll es in vollem Umfang wiederhergestellt und in diesen Punkten ergänzt werden." (S. 660 f.) Die vom AUFBAU-Verlag nun vorgelegte vollständige Ausgabe enthält die Übersetzung von Ruprecht Willnow aus den 1980er Jahren - ergänzt von Helmut Ettinger. Am Anfang stehen ein Vorwort des Schriftstellers Ingo Schulze (*1962) und eine anlässlich der Neuausgabe geschriebene Einführung von Daniil Granin. Zahlreiche Schwarzweiß-Fotos innerhalb des Textes ergänzen den Band. BLOCKADEBUCH ist ganz gewiss nicht einfach zu lesen. Die erschütternden Fakten dürften hierzulande den wenigsten bekannt sein. Umso wichtiger ist die Veröffentlichung vor dem Hintergrund immer weiter greifender Relativierungen der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Stichwort: "Fliegenschiss") einerseits und der geschichtsvergessenen Reaktivierung antirussischer Bedrohungs-Feindbilder auch in der offiziellen deutschen Politik!

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