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Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste Ein Karl-May-Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/4,8 cm

Gewicht

789 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05107-0

Beschreibung

Rezension

»grandioses Romandebüt [Es] entsteht die Magie eines bizarren Kunstlebens, die Philipp Schwenke in seinem aufwendig recherchierten, rasant montierten und klug kombinierenden Roman einzufangen und weiterzuspinnen weiß.« ("Deutschlandfunk")
»Philipp Schwenke hat gründlich Vorstudien betrieben … Die darin gefundenen Fakten, Daten und Zitate hat Schwenke äußerst kunstvoll mit seiner eigenen Imagination verwoben, so dass es auch für den Karl-May-Kenner mitunter schwierig ist zu unterscheiden, was Tatsache und Fiktion ist. Und was könnte man Besseres sagen über eine Romanbiografie zu einer Person, sie selbst zeitlebens nicht zwischen Dichtung und Wahrheit unterscheiden konnte?« ("Karl-May-Magazin")
»Philipp Schwenkes Roman ist eine irrwitzige Erzählung über Briefe aus dem Jenseits, Sexskandale und die Lügenpresse, über eine Goldader im Dschungel und Winnetous Haare.« ("medien-info.com")
»ein großartiges Debüt [Erstaunlich], wie viel Tiefe in der Figur des Karl May steckt und wieviel Komik Philipp Schwenke in seine Geschichte bringt, ohne sich auch nur eine Sekunde lustig zu machen« ("WDR 5 Bücher")
»ein intelligenter, gut recherchierter, psychologisch einfühlsamer, [...] immer wieder komödiantische Funken schlagender Unterhaltungsroman, seinem Vorbild gemäß durchaus mit Pageturnerqualitäten« ("taz")
»Man mag, wie damals in Kindertagen, gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Ein Fest« ("Bayern 2")
»Schwenke erzählt in geschickter Konstruktion mit heiteren wie anrührenden Momenten die Geschichte der entscheidenden Lebenskrise von Karl May« ("Nürnberger Zeitung")
»Wer dieses Buch liest braucht Karl May nicht mehr zu lesen« ("FAS")
»Philipp Schwenke gelingt auf heiter-dramatische Weise eine Annährung an den rätselhaftesten aller Erfolgsautoren« ("Südwest Presse")
»[Vom] Krieg der Welten in Mays Kopf, Herz und Seele insgesamt erzählt Schwenke hochvergnüglich. Unerbittlich, aber zugleich voll warmem Mitgefühl für diesen deutschen Don Quijote begleitet er Mays Fall.« ("Rheinische Post")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/4,8 cm

Gewicht

789 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05107-0

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Verlag
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
Deutschland
Email: verlag@kiwi-verlag.de
Url: www.kiwi-verlag.de
Telephone: +49 221 376850
Fax: +49 221 3768511

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Die wahren Abenteuer sind im Kopf

Gertie G. aus Wien am 15.10.2018

Bewertungsnummer: 1136584

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste“ ist Phillip Schwenkes erster Roman. Er beleuchtet das Leben von Karl May, der Generationen von Lesern als Schöpfer der Figuren Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar sowie Winnetou und Old Shatterhand bekannt ist. Weniger geläufig ist, dass Karl May alle diese Reisen und Erlebnisse erfunden hat, obwohl er immer wieder behauptet, selbst Kara Ben Nemsi und Old Shatterhand zu sein. Denn Karl May ist über seine Heimat Sachsen bis 1899 nicht hinausgekommen. Erst ab 1899, in seinem 57. Lebensjahr, unternimmt Karl May seine erste Auslandsreise. Sie führt ihn in den Orient und wird zur Enttäuschung seines Lebens. Nichts ist so, wie in seiner Fantasie erdacht. Es geht ihm das Geld aus. Zusätzlich sieht er sich einer Verleumdungskampagne ausgesetzt, denn auf der Schiffspassage stellen Mitreisende unangenehme Fragen. Man fühlt ihm, der behauptet 800 (oder nach anderen Angaben 1.200) Sprachen zu sprechen, auf den Zahn. Nicht einmal die einfachsten Floskeln auf Portugiesisch beherrscht er. Der Argwohn der Leute ist geweckt. Eine Hiobsbotschaft folgt der anderen: Seine Werke werden nicht mehr so gerne gekauft, Zeitungsberichte zweifeln die Geschichten überhaupt an, man zeiht ihn des unmoralischen Lebenswandels usw.. Und was macht Karl May? Er flüchtet in seine Traumwelt und manchmal hat es den Anschein, dass er zwischen Fakt und Fiktion nicht mehr so recht unterscheiden kann. Meine Meinung: Selbst als jugendliche Leserin bin ich nie auf den Gedanken gekommen, dass Karl May alle seine Abenteuer wirklich und wahrhaftig selbst erlebt haben könnte. Da zu sind es zu viele Bände. Reisen in der Fantasie sind total ok, oder glaubt jemand, dass Harry Potter tatsächlich existiert? Was Karl May ein wenig unsympathisch macht ist, dass er das (damalige) Publikum für dumm verkaufen will, in dem er sich selbst als den strahlenden Helden präsentiert. Das nehmen ihm viele der honorigen Bürger Deutschlands auch übel. Es kommt zu den genannten Zweifeln an seiner Person. Karl May führt einen Doktor-Titel für den es keine Grundlage gibt. Mehrere Gerichtsverfahren wegen Hochstapelei sind die Folge und die Haftstrafen der frühen Jahre werden wieder ins Treffen geführt. Interessant ist der Blick auf den Privatmann Karl, der in einer unglücklichen Ehe mit Emma gefangen zu sein scheint. 1903 werden sich die beiden scheiden lassen und Karl May Klara Plöhn, die Witwe seines Freundes heiraten. Gut gefällt mir Philipp Schwenkes Schreibstil, der der Ausdrucksweise der Jahrhundertwende gut angepasst ist. Der letzte Satz des Buches ist vorzüglich getroffen: „Und wenn wir auf Karls Reise eines gelernt haben, dann doch dieses: wie wenig es lohnt, sich eine herrlich geratene Überzeugung später durch Tatsachen verderben zu lassen.“ Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. Fazit: Ein gut gelungenes Porträt eines Mannes, der wie kein Zweiter Generationen von Lesern Abenteuer im Kopf erleben ließ.

Die wahren Abenteuer sind im Kopf

Gertie G. aus Wien am 15.10.2018
Bewertungsnummer: 1136584
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste“ ist Phillip Schwenkes erster Roman. Er beleuchtet das Leben von Karl May, der Generationen von Lesern als Schöpfer der Figuren Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar sowie Winnetou und Old Shatterhand bekannt ist. Weniger geläufig ist, dass Karl May alle diese Reisen und Erlebnisse erfunden hat, obwohl er immer wieder behauptet, selbst Kara Ben Nemsi und Old Shatterhand zu sein. Denn Karl May ist über seine Heimat Sachsen bis 1899 nicht hinausgekommen. Erst ab 1899, in seinem 57. Lebensjahr, unternimmt Karl May seine erste Auslandsreise. Sie führt ihn in den Orient und wird zur Enttäuschung seines Lebens. Nichts ist so, wie in seiner Fantasie erdacht. Es geht ihm das Geld aus. Zusätzlich sieht er sich einer Verleumdungskampagne ausgesetzt, denn auf der Schiffspassage stellen Mitreisende unangenehme Fragen. Man fühlt ihm, der behauptet 800 (oder nach anderen Angaben 1.200) Sprachen zu sprechen, auf den Zahn. Nicht einmal die einfachsten Floskeln auf Portugiesisch beherrscht er. Der Argwohn der Leute ist geweckt. Eine Hiobsbotschaft folgt der anderen: Seine Werke werden nicht mehr so gerne gekauft, Zeitungsberichte zweifeln die Geschichten überhaupt an, man zeiht ihn des unmoralischen Lebenswandels usw.. Und was macht Karl May? Er flüchtet in seine Traumwelt und manchmal hat es den Anschein, dass er zwischen Fakt und Fiktion nicht mehr so recht unterscheiden kann. Meine Meinung: Selbst als jugendliche Leserin bin ich nie auf den Gedanken gekommen, dass Karl May alle seine Abenteuer wirklich und wahrhaftig selbst erlebt haben könnte. Da zu sind es zu viele Bände. Reisen in der Fantasie sind total ok, oder glaubt jemand, dass Harry Potter tatsächlich existiert? Was Karl May ein wenig unsympathisch macht ist, dass er das (damalige) Publikum für dumm verkaufen will, in dem er sich selbst als den strahlenden Helden präsentiert. Das nehmen ihm viele der honorigen Bürger Deutschlands auch übel. Es kommt zu den genannten Zweifeln an seiner Person. Karl May führt einen Doktor-Titel für den es keine Grundlage gibt. Mehrere Gerichtsverfahren wegen Hochstapelei sind die Folge und die Haftstrafen der frühen Jahre werden wieder ins Treffen geführt. Interessant ist der Blick auf den Privatmann Karl, der in einer unglücklichen Ehe mit Emma gefangen zu sein scheint. 1903 werden sich die beiden scheiden lassen und Karl May Klara Plöhn, die Witwe seines Freundes heiraten. Gut gefällt mir Philipp Schwenkes Schreibstil, der der Ausdrucksweise der Jahrhundertwende gut angepasst ist. Der letzte Satz des Buches ist vorzüglich getroffen: „Und wenn wir auf Karls Reise eines gelernt haben, dann doch dieses: wie wenig es lohnt, sich eine herrlich geratene Überzeugung später durch Tatsachen verderben zu lassen.“ Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. Fazit: Ein gut gelungenes Porträt eines Mannes, der wie kein Zweiter Generationen von Lesern Abenteuer im Kopf erleben ließ.

Karl May Roman - die Wahrheit

Bewertung aus Ober-Grafendorf am 23.09.2018

Bewertungsnummer: 1134782

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jahrelang hat Karl May der Welt vorgespielt, er selbst sei Old Shatterhand – unbesiegbarer Abenteurer, bärenstarker Fährtenleser und Winnetous Blutsbruder. Millionen Leser glauben den Fotos von ihm im Heldenkostüm und verschlingen seine Erlebnisse aus Amerika und dem Orient. Dabei hat er Sachsen praktisch nie verlassen. Er ist fast 60, als es ihn das erste Mal tatsächlich aus Europa hinaustreibt. Endlich ist er da - Der Roman mit der Wahrheit und der uns einfach einmal die Realität in unterhaltsamer Weise darstellt - Empfehlung für jeden Karl May Fan. Man kann es nicht bestreiten - Karl-May muss über unglaubliches Können verfügen, so viele Leser weltweit in den Bann zu ziehen. Das Buch hat einen sehr großen Umfang - zeitweise ist es etwas "langweilig" zu lesen, aber durchwegs gibt es interessante/unterhaltsame Passagen, die sich absolut zu lesen lohnen.

Karl May Roman - die Wahrheit

Bewertung aus Ober-Grafendorf am 23.09.2018
Bewertungsnummer: 1134782
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jahrelang hat Karl May der Welt vorgespielt, er selbst sei Old Shatterhand – unbesiegbarer Abenteurer, bärenstarker Fährtenleser und Winnetous Blutsbruder. Millionen Leser glauben den Fotos von ihm im Heldenkostüm und verschlingen seine Erlebnisse aus Amerika und dem Orient. Dabei hat er Sachsen praktisch nie verlassen. Er ist fast 60, als es ihn das erste Mal tatsächlich aus Europa hinaustreibt. Endlich ist er da - Der Roman mit der Wahrheit und der uns einfach einmal die Realität in unterhaltsamer Weise darstellt - Empfehlung für jeden Karl May Fan. Man kann es nicht bestreiten - Karl-May muss über unglaubliches Können verfügen, so viele Leser weltweit in den Bann zu ziehen. Das Buch hat einen sehr großen Umfang - zeitweise ist es etwas "langweilig" zu lesen, aber durchwegs gibt es interessante/unterhaltsame Passagen, die sich absolut zu lesen lohnen.

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