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Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster Roman

22

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2018

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,7/2,7 cm

Gewicht

253 g

Farbe

Camel / Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05186-5

Beschreibung

Rezension

»An keiner Stelle wird dieses Buch pathetisch oder gar rührselig. Dieser Roman ist keiner, der Angst vorm Sterben macht. Im Gegenteil. Er macht Lust auf das Leben.« ("WDR Frau TV")
»Ihr Geheimnis ist vielleicht, dass sie einfach das Leben bis zum letzten Moment abbildet. Und das ist eben nicht nur düster, morbide und deprimierend, sondern auch voller witziger und skurriler Momente.« ("Kieler Nachrichten")
»Ohne Pathos, aber mit ganz viel Herz [...].« ("buchtipp-neuerscheinungen.de")
»Susann Pásztor erzählt eine tolle, intensive Geschichte ganz leicht.« ("Barbara")
» [...] ein anrührender – und, ja – auch humorvoller Roman über ein trauriges Thema.« ("stern")
»Ein wunderbares Buch, unaufgeregt erzählt, das Emotionen hervorbringt ohne die Geschichte zu dramatisieren.« ("Der Reinbeker")
»[...] das ist ganz große Erzählkunst und so ernst wie heiter.« ("Donna")
»In Susann Pásztors leichtfüßiger Erzählung verliert der Tod seine Düsternis, rückt ganz nah ans Leben heran [...].« ("Ö1 Ex libris")
»Die Berliner Autorin Susann Pásztor hat eine seltene Gabe: Sie weiß ein bedrückendes Thema leicht zu erzählen.« ("Berliner Morgenpost")
»Humorvoll und bewegend erzählt Susann Pásztor eine Geschichte über die Kraft und die Reife, die aus menschlicher Fürsorge erwächst.« ("Buchjournal")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2018

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,7/2,7 cm

Gewicht

253 g

Farbe

Camel / Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05186-5

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Gilasbuecherstube

    5/5

    10.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Nachdenklich, philosophisch, tiefsinnig

    Karla weiß, dass sie nur noch höchstens ein halbes Jahr zu leben hat und genaue Vorstellungen, wie der Mitarbeiter des Hospizdienstes sie in dieser Zeit unterstützen soll. Sie ist eine sehr starke, sture und eigensinnige Frau und Fred, der seinen ersten Einsatz nach seiner Ausbildung bei ihr hat, kann es ihr irgendwie gar nicht recht machen, denn sie reagiert völlig anderes, als er es erwartet hat. Der Versuch, Karla mit ihrer Vergangenheit auszusöhnen, misslingt deshalb auch völlig und Karla will Fred nicht mehr sehen. Nur sein Sohn Phil, der ihre Fotos archiviert, darf sie noch besuchen. Doch dann verhilft ausgerechnet der Hausmeister Klaffki Fred zu einer zweiten Chance. Als ich den Titel des Buches gelesen habe, wusste ich sofort, welches Thema in der Geschichte behandelt wird, denn ich habe selbst vor über 20 Jahren diese Ausbildung gemacht und war lange Zeit als Sterbebegleiterin im Hospizdienst aktiv. Der alleinerziehende Fred will seinem Leben mehr Sinn geben und hat eine Ausbildung als Sterbebegleiter gemacht. Karla ist seine erste Begleitung und er möchte natürlich alles richtig machen. Doch Fred ist sehr unsicher und unbeholfen. Ihm fehlt die Erfahrung und das nötige Feingefühl. Er glaubt, wenn er so handelt, wie er es gelernt hat, macht er alles richtig. Dabei erkennt er nicht, welche Bedürfnisse Karla hat und entscheidet einfach über ihren Kopf hinweg. Karla hingegen weiß genau was sie will. Sie hat sich mit ihrem frühen Ableben abgefunden, will bis zuletzt in ihrer Wohnung bleiben, ihre Ruhe haben und eigentlich keine Nähe zulassen. Es macht den Eindruck, als ob sie ihrem Lebensende relativ gelassen entgegensieht, doch der erste Eindruck täuscht. Erst Phil, der 13-jährige Sohn von Fred hat die nötige Empathie und das Einfühlungsvermögen, um instinktiv zu erkennen, was Karla gerade braucht und handelt dementsprechend. Neben der Sterbebegleitung spielt parallel auch das Verhältnis von Vater und Sohn eine Rolle. Phil ist ein ruhiger, zurückhaltender Junge und Fred versucht ihm ein guter Vater zu sein. Die Treffen zwischen Karla und Phil tun beiden gut, denn mit der Zeit entwickelt sich zwischen ihnen so etwas wie eine Beziehung. Susann Pásztor hat mit Fred, Klara, Phil und auch Klaffki wunderbare Charaktere erschaffen, die sich im Laufe der Geschichte kontinuierlich weiterentwickeln. Enttäuscht hat mich lediglich etwas, dass dieser Augenblick, in dem das Fenster geöffnet wird, nur nebenbei erwähnt wurde. Aus meiner Arbeit in der Altenpflege und des Hospizdienstes kenne ich den Brauch, nachdem ein Mensch verstorben ist, das Fenster zu öffnen, damit die menschliche Seele einen Weg hat um in den Himmel aufzusteigen. Ich hätte mir Stelle gewünscht, dass etwas mehr darauf eingegangen wäre. Fazit „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ ist keine Geschichte, die auf die Tränendrüse drückt. Im Gegenteil. Sie ist nachdenklich, philosophisch und tiefsinnig. Es gibt viele humorvolle und skurrile Situationen, die mich zum Lachen gebracht haben. Aber natürlich gibt es auch viele Momente und Dialoge, die zum Nachdenken anregen. Auch wenn ich eine etwas andere Vorstellung von der Geschichte hatte, hat sie mir gut gefallen. Ich hoffe, diese Konfrontation mit dem Sterben und dem Tod baut Berührungsängste ab, denn kaum jemand beschäftigt sich mit dem Thema. Ich kann sie jedenfalls jedem nur wärmstens ans Herz legen.

  • Bewertung

    aus Henstedt-Ulzburg

    5/5

    21.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Wichtiges Thema

    Es handelt sich um einen Roman, in dem ein Vater das erst Mal als Sterbebegleiter tätig wird. Er schildert seine eigenen Ängste und Erfahrungen. Zugleich bestehen zwischen ihm und seinem Sohn Spannungen. Ohne es direkt zu wollen spielt die Sterbende plötzlich eine Rolle in diesem Konflikt. Das Buch regt zum Nachdenken an, enthält auch heitere Passagen und stellt die Situation dar, die u s alle einmal erwartet - den Tod. Trotz des ernsten Themas lustig geschrieben und lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    07.02.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Sterbebegleitung der anderen Art...

    Sterbebegleitung der anderen Art mit Figuren, die schnell ans Herz wachsen. Das alles so berührend und zugleich humorvoll, dass ich begeistert bin, dieses Buch gelesen zu haben!!!

  • Gaby Bessen

    aus Mühlenbeck

    5/5

    20.10.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Dem Tod die Stirn bieten - absolut lesenswert

    Fred ist alleinerziehender Vater seines 14-jährigen Sohnes Phil, der nach der Scheidung beim Vater geblieben ist und bei ihm lebt. Beide gehen respektvoll, aber distanziert miteinander um, denn jeder von ihnen lebt in seiner eigenen Welt. Während Fred sich neben seiner Arbeit zum Sterbebegleiter ausbilden ließ, schreibt Phil in einem Internetforum Gedichte und untersucht Wörter nach ihrer Gesundheit und danach, ob sie wegen ihrer kranken Aussagekraft in ein Wörterkrankenhaus verschoben werden sollten. Und dann tritt Karla in das Leben von Vater und Sohn, eine 60-jährige selbstbewusste Frau ohne Familie und Freunde, die an Pankreaskrebs erkrankt ist und weiß, dass sie bald sterben wird. Es ist Freds erster Fall als Sterbebegleiter, an dem er sich fast die Zähne ausbeißt. Auch Phil tritt in Karlas Leben, da sie ihn beauftragt, eine Vielzahl all ihrer Negative zu digitalisieren und zu archivieren. Und noch einige Personen aus dem näheren Umfeld werden immer bedeutender in Karlas Leben. So bildet sich eine Gemeinschaft völlig unterschiedlicher Menschen um Karla, die sie mit Einfühlungsvermögen und Fürsorge sie bis zum letzten Tag ihres Lebens begleiten, das sie selbstbestimmt zu Ende bringt. Der Tod als Tabuthema in unserer Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit ihm, die Frage, wie verlässt man diese Welt und wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um, sind einige zentrale Fragen in diesem Buch. Die Autorin, selbst ehrenamtliche Sterbebegleiterin, schafft es, in diesem Roman, den Schrecken Tod zu etwas Natürlichem zu machen, zu etwas, das unweigerlich jeden von uns mal treffen wird und auch ein Stück greifbarer zu machen. Die Menschen um Karla, die sich – bis auf Fred und Phil - vorher absolut fremd waren und auch in völlig verschiedenen Welten leben, bilden eine Gemeinschaft wie einen Kokon, der es Karla ermöglicht, in Würde zu gehen. Der Roman berührt, er geht in die Tiefe und doch strömt er einen Frieden aus, der sich im Titel spiegelt, wenn die Seele des Verstorbenen durch das geöffnete Fenster ihren Weg in die Unendlichkeit antritt.

  • Bewertung

    5/5

    26.10.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Dieser Roman gibt einen Einblick...

    Dieser Roman gibt einen Einblick in die wenigen Charaktere verbunden mit dem schwierigen Thema: Leben und Sterben. Das gelingt hier respektvoll, mit ein wenig Humor- sehr gut!

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  • Zum Bewerterprofil von Dominik

    Dominik

    Thalia Wien – Q19

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Kein Stück pathetisch!

    Karla ist eine einsame Frau. Von Schmerzen stark geplagt regelt sie ihren Nachlass. Eine große Hilfe ist ihr da Freds Sohn. Diese herzerwärmende Geschichte wurde von einer Frau geschrieben, die Ahnung von der Thematik hat. Sie beschreibt die Ängste und Unsicherheiten, die fast jeden Anfänger in der Sterbebegleitung plagen. Fred kommt sehr sympathisch und menschlich rüber. Interessant fand ich, dass er seinen Sohn Phil mit in die Begleitung involviert hatte. Denn, genau dieser Junge tat der schwerkranken Karla gut. Seine authentische und jugendliche Art, hatte die ältere Dame des öfteren aus der Reserve gelockt. Er brachte sie zum Lachen. Ale er ihr einen Rapp vortrug, war Klara nicht die Einzige, die ein Schmunzeln auf den Lippen hatte. Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten nicht weichgezeichnet wurden. Mit allen Ecken und Kanten wurden sie beschrieben. Es handelt sich hier um kein Märchen, indem man jemanden die Hand hält, und die lieben Engelein kommen angeflogen. Vielmehr werden Ängste und Probleme beschrieben, die bei einer Begleitung auftreten können. Fred musste vor allen Dingen lernen, wie weit er sich in privaten Dingen einmischen darf. Musste lernen zu akzeptieren, dass manche Unstimmigkeiten nicht aus dem Weg geräumt werden können. Vor allen Dingen, dass man nicht über den Kopf eines schwerkranken Menschen Entscheidungen treffen kann und darf. Seien sie auch noch so gut gemeint.

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