Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Taschenbuch)
30 Jahre Mauerfall! Mauerpost ist das passende Buch, um sich dieses historische Ereignis zu erlesen. Julia, 15 Jahre lebt in Ostberlin ganz nah an der Mauer und beginnt eine Brieffeunschaft mit Ines 13, die ihr von einer Nachbarin, "Oma Ursel", vermittelt wird. Diese Freundschaft muss allerdings streng geheim bleiben. Ines Mutter wurde einst aus der DDR frei gekauft und will nichts mehr davon wissen und auch Julias Vater ist gegen Westkontakte. Beide verbindet schnell eine innige Freundschaft. Gemeinsam kommen sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, womit keine gerechnet hätte. Absolut mitreißend und spannend wie hier DDR Geschichte erzählt wird. Ab 13 Jahren
Lilliest
aus Frankfurt am Main
5/5
26.10.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine fast unmögliche Geschichte einer unentdeckten Brieffreundschaft zwischen Ost und West
Die Geschichte ist für größere Kinder schön geschrieben. Etwas Hintergrundwissen sollten die haben, denn sonst ist es nur eine Geschichte ohne echten Lebensbezug.
Die Schrifstellerinnen haben versucht alle möglichen Themen im Buch aufzunehmen, was an mancher Stelle etwas viel war.
Grundsätzlich ist es kurzweilig zu lesen und kann zu Gesprächen mit Jugendlichen zum Thema deutsch deutsche Geschichte dienen .
Michaela
5/5
28.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Super spannende Geschichte!
Mich hat das Buch anhand des Titels und des Covers neugierig gemacht, daher wollte ich es sehr gerne lesen.
Ich finde, dass das Cover sehr gut zu dem Thema des Buches passt. Dort sieht man Julia und Ines auf getrennten Bildern, die eine mitten in der Berliner Stadt und die andere auf dem Sofa sitzend einen Brief schreiben. Die Bilder werden getrennt durch die Berliner Mauer.
Die Hauptcharakter, Julia und Ines waren mir sehr symphatisch. Ich fand es sehr schön, dass sie sich von anfang an so gut verstanden haben und auch etwa auf einer Wellenlänge waren, obwohl sie sich ja überhaupt nicht kannten.
Der Schreibstil hat mir zwar relativ gut gefallen, jedoch hat es mich ein bisschen gestört, dass in den Briefen wörtliche Rede vorkam. Ich habe Briefe nie mit wörtlicher Rede geschrieben, ich habe die Situation mit meinen Worten einfach nur nacherzählt. Das war aber auch das einzige was mich gestört hat.
Die Handlung der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Man lernt Julia und Ines schnell kennen und man erfährt während der Geschichte soo viel über die DDR-Zeiten und auch wie das mit der Berliner Mauer ablief. Das war wirklich interessant!
Die Geschichte hatte auch eine gewisse Spannung, da die beiden ja versuchten etwas herauszufinden, das mit ihren Familien zu tun hatten. Und als sie es letztenendes herausfanden, war ich schon ziemlich schockiert, da ich mit so einem Ende niemals gerechnet habe.
Aber mir hat das Ende gut gefallen und ich hoffe Julia und Ines haben sich dann tatsächlich persönlich sehen können.
Immer mal wieder...
5/5
19.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Packende Geschichte in der man viel über Ost- und Westberlin vor dem Mauerfall erfährt
Meine Meinung:
Zum Cover
Das Cover passt haargenau zur Geschichte! Ich mag die Farben, die einen etwas älteren Stil haben und gut zum Jahr 1988 passen! Die zwei Mädchen auf dem Bild treffen genau auf Julia und Ines zu! Das Mädchen auf dem oberen Bild war für mich Julia, da sie als braunhaariges Mädchen mit langen Haaren beschreiben wurde und auch den allersten Brief abschickte, während das untere Mädchen für mich Ines war. Später habe ich bemerkt, dass der Hintergrund der Schrift eine Mauer darstellt, was mir auch nochmal sehr gut gefallen hat und ein symbolisches Abbild darstellt, weil die Mädchen ja tatsächlich durch eine Mauer getrennt sind. Auch der Schriftzug ist gut getroffen und wirkt leicht altmodisch.
Zum Inhalt:
Durch dieses Buch erfährt man eine Menge über Berlin im Jahr 1988 und lernt zwei tolle, starke Mädchen und Kämpferinnen kennen, die so nah und doch so fern voneinander leben, denn zwischen ihnen ist die Mauer Berlins. Julia lebt in der DDR auf der Ostseite sehr eingeschränkt. Als ihre Nachbarin „Oma Ursel“ ihr eine Brief Freundschaft mit Ursels Enkelin Ines vermittelt schreiben sie sich regelmäßig. Doch sie müssen vorsichtig sein, denn niemand darf wissen, dass Ines Großtante Christa die Briefe über die Grenze schmuggelt, wenn sie Oma Ursel besucht. Die beiden Vertrauen sich ihre engsten Geheimnisse an, Kummer, Sorgen und Erlebnisse. Und dann kommen sie einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur!
Meine Meinung:
Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch mich so sehr packen würde. Aber von Seite zur Seite, wurde es immer spannender! Nie hätte ich gedacht, dass sich die Briefe so krass entwickeln würden! Ich war die ganze Zeit total gefesselt und habe mich jeden Nachmittag oder Abend aufs Lesen dieses Buches gefreut!
Man erfährt viel über die Geschichte Berlins. Während Ines Julia schreibt, wie es im Westen zugeht, wie schlecht sie mit ihrem Schulalltag und ihren Mitmenschen klarkommt, schildert Julia mit welchen Problemen sie in der DDR auf der Ostseite zu kämpfen hat. Es hat sich beim Lesen so echt angefühlt, wirklich als hätte man alles miterlebt. Die Autorinnen müssen sehr viel recherchiert haben und ich habe viele schockierende Dinge über die DDR erfahren!
Die Briefe sind schön ausführlich und anschaulich geschrieben. Julia und Ines erzählen von ihren Sorgen, Erlebnissen und was ihnen Kummer bereitet. Die Briefe waren sehr abwechslungsreich, da immer etwas Neues passiert! Vor allem gefällt, mir dass die Geschichte einen roten Faden hat. Ursprünglich hatte ich vermutet, dass ein bisschen aus der DDR erzählt wird und wie es auf West- und Ostseite zugeht. Aber es steckt so, so viel mehr dahinter! Julia und Ines kommen nämlich einem riesigen Geheimnis auf die Spur, welches sie beide betrifft und alles verändert!
Sie finden immer mehr heraus und man fiebert einfach mit! Nach diesem Buch fühlte es sich so an, als würde es Julia und Ines wirklich geben. Ich habe mich ihnen so nahe gefühlt und ihre Persönlichkeit, ihre Träume, Ziele und Vorlieben so gut kennengelernt! Es fiel mir schwer mich von ihnen zu verabschieden und das Buch zur Seite zu legen.
Was ich krass fand: Nur eine einige Mauer trennt die beiden Freundinnen. Eigentlich leben sie in der gleichen Stadt und doch können sie sich nicht sehen, weil diese Mauer zwischen ihnen steht. Das Ganze wird noch mit einer Karte hinten im Buch veranschaulicht. Dort ist die Mauer eingezeichnet und die Häuser der beiden. Außerdem werden Begriffe von Früher erklärt, die in den Briefen fettgedruckt waren. Das war sehr hilfreich!
Die Brieffreundschaft wir immer enger zwischen Julia und Ines und längst sind sie nicht mehr nur Brieffreunde, sondern echte Freundinnen! Das Buch ist in kompletter Briefform geschrieben. Trotzdem werden die Briefe ausführlich und anschaulich beschreiben auch mit Dialogen. Fast in Tagebuchform. Oft bin ich bei solchen Büchern sehr kritisch, wenn alles nur in Briefformat geschrieben wird oder es nur Chatverlaufe geht, aber hier wurde ich positiv überrascht! Ich finde es vor allem gut, dass die Briefe immer abwechselnd geschrieben werden und sie gegenseitig warten bis der nächste kommt und darauf antworten, statt einen Brief nach dem anderen zu schicken, wenn sich einer mal kurz nicht meldet.
Nachdem ich das Buch beendet habe, war ich absolut sprachlos! Mal was ganz anderes! Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich komme einfach nicht darüber hinweg es beendet zu haben! Das Ende war eigentlich relativ gut gelöst, vielleicht ein bisschen plötzlich für mich. Man konnte sich denken wie es weitergeht. Trotzdem hätte ich mir einen Epilog gewünscht, nicht in Briefform. Es hätten auch nur drei Sätze sein können, dann wäre ich schon zufrieden gewesen. Trotzdem hat mir das Buch super gefallen, auch wenn für mich viele Fragen offengeblieben sind! Ich möchte nicht spoilern, aber was passiert mit Julia und Ines danach, was passiert mit den Familien? Meiner Meinung nach gibt es auf jeden Fall noch viel aufzuklären und es schreit nach einem zweiten Band, obwohl ich, weiß dass es keinen geben muss und kann. Die Geschichte basiert ja eher auf die Ereignisse Berlins, aber trotzdem hätte ich so gerne gewusst, wie es mit den zwei Freundinnen weitergeht!
Fazit: Ein packendes und spannendes Buch, das mich einfach nicht loslässt und sehr zum Nachdenken angeregt hat. Es erzählt über die Ereignisse Berlins 1988 aus der Sicht zweier sehr starken Mädchen die ich total in mein Herz geschlossen habe.
Wuschel
aus Nußloch
4/5
13.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Erschütternd!
Beschreibung:
Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, welche im Westen von Berlin lebt. Weder Julias Vater, noch Ines Mutter dulden diese Freundschaft, weshalb beide alles dafür tun, dass diese geheim bleibt, denn neben den üblichen Alltagsproblemen von Jugendlichen, kommen die beiden Mädchen einem Geheimnis auf die Spur. Dem Grund, weshalb Ines Mutter nichts mehr mit dem Staat zu tun haben möchte, aus dem sie einst floh – und noch viel mehr.
Meinung:
Das Buch ist komplett in Briefform verfasst. Einerseits käme dies vermutlich glaubwürdiger rüber, wenn man mehr auf die direkte Rede verzichtet hätte – denn wer kann sich schon etliche Dialoge im Detail merken?! Auf der anderen Seite, durfte ich bei Jugendbüchern in Tagebuch- oder Briefform feststellen, dass dies häufiger vor kommt. Schließlich ist so das Lesen und Aufnehmen des Geschehenen für den jugendlichen Leser einfacher, weswegen ich gar nicht meckern möchte – es jedoch auch nicht unerwähnt lassen möchte.
Die Briefe zwischen den beiden Mädchen fand ich meist recht unterhaltsam, doch aufgrund der Hintergründe machte sich gelegentlich auch ein beklemmendes Gefühl breit. Wer all dies nicht mit erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen wie es damals war, aber mir geht es trotz allem immer wieder unter die Haut. Heute finde ich es schon extrem schwer, wenn man seine Meinung – egal wie diese ausfällt – laut auszusprechen, denn es gibt immer einen, der einen falsch oder gar nicht versteht. Dennoch sind die Konsequenzen dafür weniger weit reichend wie damals. In dieser Zeit musste man stets damit rechnen, dass man womöglich noch im Gefängnis landete. Da interessierte es keinen ob es ein Missverständnis war oder nicht. Da der Vater von Julia zu allem Übel auch noch Polizist in der DDR war, macht es die Sache nicht wirklich einfacher.
Ihr merkt, ich konnte mich recht gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen - auch ohne eigene Erfahrungswerte. Habe des öfteren mit gebangt und Fingernägel gekaut. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, was damals alles schief lief.
Sehr informativ ist außerdem das beigefügte Glossar sowie die Geschichte Berlins. Vieles weiß man vielleicht noch aus dem Geschichtsunterricht und bei anderen Anekdoten denk man sich einfach nur: Wer hätte das gedacht. Der Schreibstil war im allgemeinen einfach und jugendlich – authentisch zur damaligen Zeit. Entsprechend schnell rauschte ich auch über die Seiten. Zudem wird es irgendwann sogar so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Man entwickelt seine ganz eigene Theorie zu dem großen – im Klappentext angepriesenen – Familiengeheimnis und möchte entsprechend dran bleiben um es zu lüften.
Entsprechend gut gefiel mir auch das Buch, da ich alles geboten bekam. Geschichte, Unterhaltung und Spannung. Zwar fehlte die Schoki und der Tee, aber die hat ja der typische Bücherwurm sowieso irgendwo gebunkert.
Das Highlight war für mich dann das Ende, da man buchstäblich von Glücksgefühlen überschüttet wird. Vielleicht könnte man sagen: Ende gut, alles gut. Doch das fände ich dann schon extrem weit her geholt, denn aus meiner Sicht wiegt dieses Geheimnis so schwer, dass man es nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen kann. Hier sind der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt was im verlauf der Zukunft noch passieren könnte, da die Geschichte dies nicht mehr preis gibt. Dennoch konnte ich das Buch, mehr oder weniger, beruhigt zuschlagen, wenn auch – wie so oft – erschüttert von den damaligen Zuständen.
Fazit:
Ein schönes Jugendbuch, das einem die prekäre Situation von Ost- und Westdeutschland vor Augen führt, aber dennoch unterhaltsam und spannend geschrieben sowie gestaltet ist.
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