Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen. Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Solingen
5/5
05.06.2019
Hörbuch-Download (MP3)
Einfach nur klasse
Volle 5 Sterne, da die Geschichte einfach nur schön ist, sehr gefühlvoll erzählt wird und der Humor nicht zu kurz kommt.
Als ungekürzte Lesung ebenfalls volle Punktzahl, da es auch sehr gut gelesen wird. Macht einfach Spaß!
Dark Rose
aus Troisdorf
4/5
27.06.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Wunderschön und heftig zugleich
Eleanor Oliphant ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem geregelten Leben, aber als sie bei einer Pflichtveranstaltung – andere Menschen nennen es ein geselliges Zusammensein – ihren Seelenverwandten entdeckt, startet sie die Operation „Liebe“. Um ihrem Musiker aufzufallen, verändert sie ihr Äußeres und schmiedet Pläne, wie ihre gemeinsame Zukunft wohl aussehen könnte. Gleichzeitig muss sie sich aber auch mit dem Alltag, ihrer nervigen Mummy und ihrem noch nervigeren neuen Kollegen herumschlagen. Aber warum mag sie ihn, obwohl er so nervig ist?
Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick wie ein locker flockiger Liebesroman, aber das ist es nicht. Es steckt sehr viel mehr in diesem Buch und einiges davon, bricht einem das Herz.
Eleanor ist sehr, sehr eigen. Sie wirkt teilweise wie aus der Zeit gefallen. Alles muss immer auf eine ganz bestimmte Art gemacht werden. Die Art, wie ihre Mummy meint, dass es gemacht werden muss. Man merkt aber recht schnell, dass es sich dabei nicht um eine liebevolle Mutter-Tochter-Beziehung handelt. Es gibt so einiges, das Eleanor erfolgreich verdrängt hat und das im Verlauf des Buches an die Oberfläche kommt.
Obwohl Eleanor so merkwürdig ist und teilweise komplett weltfremd ist, muss man sie meiner Meinung nach einfach mögen. Sie ist so oft unfreiwillig komisch und lebt in ihrer eigenen Blase. Sie eckt andauernd mit dem Rest der Welt an, aber auf ihre ganz eigene Art und als Leser:in wird man sehr gut unterhalten.
Ich habe das Buch als Buch begonnen und bin dann nach dem reinhören zum Hörbuch gewechselt. Ich rate dringend zum Hörbuch. Die Sprecherin hat Eleanors Art so wunderbar eingefangen und spricht sie genau so, wie ich mir Eleanor vorgestellt habe. Dickes Lob!
Immer wieder agiert Eleanor auf eine Art, die man nicht ganz nachvollziehen kann – was man, so denke ich, aber auch nicht soll. Sie soll auch beim Leser anecken. Man soll, wie ihr neuer Kollege, Fragen stellen.
Als durch die Auflösung herauskam, was Eleanor alles verdrängt hat, bricht einem für sie das Herz. Diese liebeswerte schräge Frau hat wirklich Heftiges erlebt. Und ihre Art, ständig in allem das Positive zu sehen, vor diesem Hintergrund, macht demütig.
Fazit: Ja, stellenweise ist das Buch etwas langatmig. Ja, manchmal ist es auch ein kleines bisschen zäh. Ja, die Protagonistin ist seltsam. ABER ich fand das Buch trotzdem richtig, richtig, richtig gut. Gerade weil die Protagonistin so seltsam ist. Eleanor ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss. Sie ist komisch und seltsam und weltfremd und eigen und eckt andauernd an, aber sie ist auch unheimlich stark und wie ich finde inspirierend.
Sobald man aber erfährt, was sie verdrängt und erlebt hat in ihrer Kindheit, bricht einem für sie das Herz. Das ist wirklich heftig und nimmt einen als Leser:in mit.
Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne – und ich rate dringend zum Hörbuch, die Sprecherin hat Eleanor in meinen Augen perfekt getroffen.
Bewertung
5/5
25.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Authentisch, tief, ergreifend!!!✨️
Tauchen Sie ab in die Eleanors Welt. Sehen Sie die Welt mit ihren Augen. Sie werden verzaubert & nicht nur mit einer sehr liebenswerten jungen Frau, sondern ebenso mit sehr geheimnisvollen Momenten belohnt.
Bewertung
5/5
09.09.2025
eBook (ePUB)
Never judge a book by its cover
Ich bin mit der Erwartung an das Buch rangegangen, dass es eine kleine süße, vielleicht auch bisschen einfältige, Liebesgeschichte ist, aber weit gefehlt. Das Buch war so vielseitig. Ich habe mich mit Eleanor gefreut, mit ihr gelitten und auch manchmal die Augen verdreht über ihr Verhalten. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so emotional berührt. Ich habs verschlungen und ich habs geliebt.
Gaby Bessen
aus Mühlenbeck
5/5
01.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Welch berührende Lebensgeschichte!
Eleanor Oliphant, eine 30-jährige Frau, passt so gar nicht ins Schema einer jungen Frau von heute. Außer ihrer Arbeit und ihrem stupiden Wochenende zu Hause mit den ewig gleichen Gerichten und genügend Wodka im Haus kennt sie nichts. Soziale Kontakte sowie Freunde und Familie sind ihr nahezu fremd.
Auf Äußerlichkeiten legt sie keinen Wert, sie eckt bei ihren Kollegen und Kolleginnen regelmäßig wegen ihrer oft wunderlichen Art an und wird ohnehin zum Schauobjekt, da sie Narben auf einer Gesichtshälfte hat.
Sie hat noch eine Mutter, die sich einmal pro Woche bei ihr telefonisch meldet, doch das Verhältnis ist arg gestört. Der Hinweis auf eine frühere Beziehung zu einem Mann, der sie geschlagen und sexuell missbraucht hat, lässt schnell erahnen, dass vieles in Eleanors Leben schiefgelaufen ist.
Bei einer beruflichen Veranstaltung glaubt sie, in einem Musiker den Mann fürs Leben entdeckt zu haben und beginnt langsam damit, ihr Schneckenhaus zu verlassen, sich äußerlich zu verändern, damit sie für die schicksalhafte Begegnung mit ihm gewappnet ist.
Eleanors neuer Kollege Raymond scheint tiefer zu schauen und in seiner Gegenwart streckt sie so nach und nach die Fühler in ein normales Leben aus.
Doch ein Konzert mit dem ersehnten Musiker macht Eleanor klar, dass sie sich an etwas geklammert hat, das mit der Realität nichts zu tun hat. Sie hat sich verrannt. Dank Raymonds Fürsorge, der sie sogar vor einem Selbstmord bewahrt, gibt sie sich nicht auf, begibt sich sogar in eine Therapie.
Bis hierher ist der Roman wie ein Liebesroman, der sich langsam und stetig entwickelt, wären da nicht die wöchentlichen Gespräche mit der Mutter, an denen Eleanor immer wieder zu zerbrechen droht.
Erst in der Therapie gelingt es der einfühlsamen Therapeutin Maria Eleanor aus der Verdrängung ihrer Kindheit herauszuholen. Das Ausmaß dessen, was sich in der Familie abgespielt hatte, ist an manchen Stellen schwer auszuhalten.
Umso schöner ist es zu erfahren, wie Eleanor zu sich selbst findet und lernt das Leben zu lieben, eine Erfahrung, die man ihr zwanzig Jahre früher gewünscht hätte.
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5/5
20.08.2022
Buch (Taschenbuch)
ein toller Roman zum Thema Selbstermächtigung
Eleanor hat alles und hat nichts, sie ist nicht darauf aus, von allen gemocht zu werden, sie ist nicht sympathisch, sie sagt, was sie denkt und bleibt für sich. Doch dann verliebt sich Eleanor und ihre Welt wird auf den Kopf gestellt. Und dann steht auch noch der neue IT-Techniker auf der Matte und ist ganz anders, als alle anderen Menschen, die sie kennt.
Ich möchte hier inhaltlich nicht weiter vorgreifen: Nur soviel, wer sich einen klassischen Love-Story-Plot erwartet und ein bloßes Feel-Good-Reading, wird überrascht werden. In diesem Buch geht es um Selbstbehauptung und - ermächtigung, um Menschlichkeit, Liebe und Verständnis. Es war wunderbar, mit Eleanor diese Reise zu machen. Ein zu Herzen gehendes, spannendes und emotionales Buch, das ich immer wieder gerne weiterempfehle.
Als ich mir „Ich, Eleanor Oliphant“ zugelegt habe, habe ich mir einen locker, leichten Sommerroman erwartet. Mit viel Witz, schnell zu lesen und einer Portion Liebe. Dieser Roman hat nicht alle dieser Eigenschaften erfüllt, dafür umso mehr zu bieten.
Es wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die es im Leben nicht immer einfach und auch große Hürden zu überwinden hatte. Eleanor ist verschroben und eigensinnig- ein wahnsinnig spannender Charakter, auch wenn nicht alle Handlungen nachvollziehbar sind. Im Laufe des Romans lösen sich jedoch viele Fragezeichen auf, die während des Lesens aufgekommen sind.
Mir persönlich hat dieses Buch von Gail Honeyman sehr gut gefallen und ich würde es vielleicht nicht als locker, leichter Sommerlektüre weiterempfehlen, dafür als Buch mit sehr viel Tiefgang und Emotionen.
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