Produktbild: Schilf im Wind
Band 22

Schilf im Wind

Aus der Reihe Manesse Bibliothek
5

4,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Verkaufsrang

44785

Erscheinungsdatum

22.03.2018

Verlag

Epubli

Seitenzahl

245 (Printausgabe)

Dateigröße

4594 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783746710204

Beschreibung

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ePUB

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  • nicht oder eingeschränkt barrierefrei

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Verkaufsrang

44785

Erscheinungsdatum

22.03.2018

Verlag

Epubli

Seitenzahl

245 (Printausgabe)

Dateigröße

4594 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783746710204

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  • https://lieslos.blog/

    5/5

    05.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein absolut lesenswerter italienischer Klassiker!

    Der italienische Klassiker „Schilf im Wind“, der Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Heimatinsel Sardinien der Literaturnobelpreisträgerin Grazia Deledda (1871–1936) spielt, ist eine Wucht und die Neuauflage dieses 1913 erstmals erschienenen Werkes kann sich sehen lassen! Der Manesse Verlag hat aus dem inhaltlichen Meisterwerk auch ein optisches Schmuckstück gemacht. Wir begleiten die drei adligen und unverheirateten Schwestern Ruth, Esther und Noemi Pintor, die ein ehemals großes, aber inzwischen verschuldetes und heruntergekommenes Landgut in einer entlegenen und kargen Gegend Sardiniens bewohnen. Die vierte und älteste Schwester Donna Lia floh vor vielen Jahren vor ihrem despotischen Vater unter dramatischen Umständen von der Insel und brachte Schande über die Familie. Eines Tages besucht der junge und charismatische Don Giacinto, der Sohn ebendieser inzwischen verstorbenen Schwester, seine Tanten auf dem Landgut. Gemischte Gefühle erwarten ihn. Viel Hoffnung wird in ihn gesetzt und viel Vertrauen wird ihm entgegengebracht. Wird er den Pintors helfen, das verlorene Ansehen wiederzuerlangen? Wohl nicht…Ernüchterung und Enttäuschung lassen nicht lange auf sich warten. Spekulationen und Gerüchte entstehen und kursieren. Der betagte und treue Knecht Efix bewirtschaftet das Anwesen engagiert, geduldig und unentgeltlich…aus einem Schuldbewusstsein heraus. Grazia Deledda erzählt dieses italienische Drama, das an eine griechischen Tragödie erinnert, ruhig und unaufgeregt und man kann sich in die wunderbaren, ausschweifenden und poetischen Schilderungen und Beschreibungen von Landschaft, Traditionen und Menschen hineinfallen lassen. Es gelingt der Autorin hervorragend, die Schönheit der Natur, das Ambiente und die Atmosphäre einzufangen. Eindrucksvolle und sinnliche Sprachbilder machen dieses Werk zu einem literarischen Highlight. Ich empfehle diesen beeindruckenden und absolut lesenswerten Klassiker, in dem es um Schuld und Sühne, Liebe und Hass, Traditionen, Gesellschaftsstrukturen, Religion, Mythen und Aberglaube geht, sehr gerne weiter!

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    23.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein klassischer Sardinien-Roma…

    Ein klassischer Sardinien-Roman „Und mit einem Mal hatte Efix das Gefühl, dass seine unglückseligen Herrinnen endlich eine Stütze, einen Beschützer gefunden hatten, der mehr wert war als er selbst.“ (Zitat Seite 229) Inhalt Schon zu Lebzeiten ist der despotische Vater von Donna Ester, Donna Ruth und Donna Noemi gezwungen, nach und nach seine umfangreichen Ländereien zu verkaufen. Nach seinem Tod leben die unverheirateten Schwestern in ihrem längst restaurierungsbedürftigen Haus von dem Ertrag des einzigen sich noch in ihrem Besitz befindlichen kleinen Landgutes, das seit vielen Jahren von ihrem alten Knecht Efix bewirtschaftet wird. Als der Neffe Don Giacinto, der Sohn ihrer verstorbenen Schwester Lia, die einst aus dem strengen Vaterhaus geflüchtet war, seinen Besuch ankündigt, hat Efix große Hoffnung, dass sich nun alles zum Besseren wenden und der Neffe sich in Zukunft um seine Tanten kümmern wird. Doch so wie der Wind die Schilfrohre zu brechen versucht, bringt das Schicksal Ereignisse, denen sich Ester, Ruth, Noemi und auch Efix stellen müssen. Thema und Genre Dieser Roman, erschienen 1913, handelt von Schicksal, Schuld, Buße, Liebe, der Gesellschaftsstruktur auf der traditionsverhafteten Insel Sardinien am Beginn des 20. Jahrhunderts, Religion, Mythen, Aberglaube, und dem einfachen Leben in der herben, kargen Landschaft Sardiniens. Charaktere Efix lebt ein sehr genügsames Leben umgeben von der Natur seiner Heimat. Seinen langjährigen Dienst für die Schwestern Pintor sieht er als Sühne und selbst auferlegte Strafe für eine tief in der Vergangenheit liegende Schuld. Giacinto, der Neffe der Damen Pintor, ist ein junger Mann mit guten Vorsätzen, doch labil und korrumpierbar. Die einzelnen Figuren dieses Romans sind klar und naturalistisch geschildert und zeigen ein authentisches Gesellschaftsbild auf dieser in sich abgeschlossenen, fest in den alten Traditionen verankerten Insel am Beginn des 20. Jahrhunderts. Handlung und Schreibstil Es werden die Ereignisse im Leben der Damen Pintor und ihres treuen Knechts Efix in der Gegenwart, also zu Beginn des 20. Jahrhunderts, geschildert. Erklärende Rückblenden ergänzen die aktuelle Handlung, die aus dem personalen Blickpunkt von Efix geschildert wird. Die Beschreibung der Denkweise und Gefühle der einzelnen Charaktere, der unterschiedlichen Konflikte, erinnert in ihrem sprachlichen Überschwang an die Rührstücke, die im deutschen Sprachraum zu Beginn des 19. Jahrhunderts, also hundert Jahre früher, entstanden sind. Interessant machen diesen Roman die vielschichtigen Einblicke in das damalige Leben auf Sardinien, die Armut, die einfachen Lebensumstände, die Situation der Frauen, den Niedergang des Landadels verbunden mit dem Verlust der Güter, der Aufstieg der Kaufleute. Sehr treffend beschrieben ist auch die Geisteshaltung der Menschen zwischen der strengen katholischen Gläubigkeit mit vielen religiösen Festen und Pilgerfahrten, doch gleichzeitig tief in der alten Magie und dem Aberglauben verwurzelt, mit Kobolden und Geisterwesen. Zahlreiche Anmerkungen von Jochen Reichel erleichtern das Verständnis der einzelnen Begriffe. Dennoch zeigt auch die überarbeitete, sehr genaue Übersetzung meiner Meinung nach einige Schwachstellen, man hätte die damals typischen Bezeichnungen in der italienischen Originalform belassen sollen. Das älteren Menschen gegenüber als Zeichen des Respekts verwendete „Zio“ und „Zia“ ist keine verwandtschaftliche Bezeichnung und die Übersetzung mit „Onkel“ und „Tante“ mag in den vielen Fällen, wo es zum Beispiel nicht tatsächlich um die Tanten von Giacinto geht, verwirrend sein (ich habe beide Fassungen gelesen, die italienische und die deutsche). Fazit Ein interessantes Gesamtbild des Lebens auf der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch immer abgeschiedenen und den eigenen Regeln folgenden Insel Sardinien. Besonders beeindruckend an diesem Roman der sardischen Nobelpreisträgerin sind vor allem die poetischen, einprägsamen Schilderungen der Na

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    25.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahrscheinlich wissen nur…

    Wahrscheinlich wissen nur eingefleischte Literatur-Liebhaber, dass Grazia Deledda (18171-1936) 1926 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Nach Selma Lagerlöf (1909) war es erst der zweite Literaturnobelpreis für eine Frau. Zum 150. Geburtstag der italienischen Schriftstellerin hat der Manesse Verlag ihren bekanntesten Roman „Schilf im Wind“ aus dem Jahr 1913 neu aufgelegt. Für dieses Werk erhielt Deledda die Auszeichnung. Der Roman spielt auf Sardinien, der Heimatinsel von Deledda, im frühen 20. Jahrhundert. Drei adlige Schwestern (Ruth, Esther und Noemi Pintor) bewohnen ein ehemals großes, aber heruntergekommenes Landgut in einer entlegenen Gegend. Das Land ist karg und die Böden geben nicht viel her. Trister Alltag bestimmt das Leben. Allein der Knecht Efix bewirtschaftet das Landgut - so gut es geht. Eine große Schuld aus früheren Jahren bindet den dienstbaren Geist an das Schicksal der Schwestern. Einen Lohn hat Efix schon lange nicht mehr erhalten, aber er fügt sich geduldig in sein Schicksal. Nach der Ankunft des jungen Don Giacinto, Sohn der vierten, ältesten der Pintor-Schwestern, die vor vielen Jahren unter dramatischen Umständen von der Insel geflohen war, ruhen alle Hoffnungen auf ihm. Doch der junge Hoffnungsträger kann nicht mit Geld umgehen und so kehrt bald Ernüchterung ein. Wie Schilf im Wind ertragen alle ihr Schicksal. Der Roman ist ein archaisches Drama um Schuld und Sühne, das von Deledda jedoch in einem eher ruhigen Erzählton geschildert wird. Beschreibungen der Landschaft, der Traditionen und Bräuche tragen ihren Teil dazu bei. Der Roman liegt in einer schön gestalteten Neuausgabe und Übersetzung von Bruno Goetz vor. In seinem Nachwort beleuchtet der Schweizer Romanist und Journalist Federico Hindermann kurz Leben und Werk der Schriftstellerin.

  • Circlestones Books Blog

    4/5

    04.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein klassischer Sardinien-Roman

    „Und mit einem Mal hatte Efix das Gefühl, dass seine unglückseligen Herrinnen endlich eine Stütze, einen Beschützer gefunden hatten, der mehr wert war als er selbst.“ (Zitat Seite 229) Inhalt Schon zu Lebzeiten ist der despotische Vater von Donna Ester, Donna Ruth und Donna Noemi gezwungen, nach und nach seine umfangreichen Ländereien zu verkaufen. Nach seinem Tod leben die unverheirateten Schwestern in ihrem längst restaurierungsbedürftigen Haus von dem Ertrag des einzigen sich noch in ihrem Besitz befindlichen kleinen Landgutes, das seit vielen Jahren von ihrem alten Knecht Efix bewirtschaftet wird. Als der Neffe Don Giacinto, der Sohn ihrer verstorbenen Schwester Lia, die einst aus dem strengen Vaterhaus geflüchtet war, seinen Besuch ankündigt, hat Efix große Hoffnung, dass sich nun alles zum Besseren wenden und der Neffe sich in Zukunft um seine Tanten kümmern wird. Doch so wie der Wind die Schilfrohre zu brechen versucht, bringt das Schicksal Ereignisse, denen sich Ester, Ruth, Noemi und auch Efix stellen müssen. Thema und Genre Dieser Roman, erschienen 1913, handelt von Schicksal, Schuld, Buße, Liebe, der Gesellschaftsstruktur auf der traditionsverhafteten Insel Sardinien am Beginn des 20. Jahrhunderts, Religion, Mythen, Aberglaube, und dem einfachen Leben in der herben, kargen Landschaft Sardiniens. Charaktere Efix lebt ein sehr genügsames Leben umgeben von der Natur seiner Heimat. Seinen langjährigen Dienst für die Schwestern Pintor sieht er als Sühne und selbst auferlegte Strafe für eine tief in der Vergangenheit liegende Schuld. Giacinto, der Neffe der Damen Pintor, ist ein junger Mann mit guten Vorsätzen, doch labil und korrumpierbar. Die einzelnen Figuren dieses Romans sind klar und naturalistisch geschildert und zeigen ein authentisches Gesellschaftsbild auf dieser in sich abgeschlossenen, fest in den alten Traditionen verankerten Insel am Beginn des 20. Jahrhunderts. Handlung und Schreibstil Es werden die Ereignisse im Leben der Damen Pintor und ihres treuen Knechts Efix in der Gegenwart, also zu Beginn des 20. Jahrhunderts, geschildert. Erklärende Rückblenden ergänzen die aktuelle Handlung, die aus dem personalen Blickpunkt von Efix geschildert wird. Die Beschreibung der Denkweise und Gefühle der einzelnen Charaktere, der unterschiedlichen Konflikte, erinnert in ihrem sprachlichen Überschwang an die Rührstücke, die im deutschen Sprachraum zu Beginn des 19. Jahrhunderts, also hundert Jahre früher, entstanden sind. Interessant machen diesen Roman die vielschichtigen Einblicke in das damalige Leben auf Sardinien, die Armut, die einfachen Lebensumstände, die Situation der Frauen, den Niedergang des Landadels verbunden mit dem Verlust der Güter, der Aufstieg der Kaufleute. Sehr treffend beschrieben ist auch die Geisteshaltung der Menschen zwischen der strengen katholischen Gläubigkeit mit vielen religiösen Festen und Pilgerfahrten, doch gleichzeitig tief in der alten Magie und dem Aberglauben verwurzelt, mit Kobolden und Geisterwesen. Zahlreiche Anmerkungen von Jochen Reichel erleichtern das Verständnis der einzelnen Begriffe. Dennoch zeigt auch die überarbeitete, sehr genaue Übersetzung meiner Meinung nach einige Schwachstellen, man hätte die damals typischen Bezeichnungen in der italienischen Originalform belassen sollen. Das älteren Menschen gegenüber als Zeichen des Respekts verwendete „Zio“ und „Zia“ ist keine verwandtschaftliche Bezeichnung und die Übersetzung mit „Onkel“ und „Tante“ mag in den vielen Fällen, wo es zum Beispiel nicht tatsächlich um die Tanten von Giacinto geht, verwirrend sein (ich habe beide Fassungen gelesen, die italienische und die deutsche). Fazit Ein interessantes Gesamtbild des Lebens auf der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch immer abgeschiedenen und den eigenen Regeln folgenden Insel Sardinien. Besonders beeindruckend an diesem Roman der sardischen Nobelpreisträgerin sind vor allem die poetischen, einprägsamen Schilderungen der Natur und Landschaft ihrer Heimat.

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    Thalia Book Circle Community

    3/5

    02.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvoll aber düster...

    Auf einem halb verfallenen Landgut inmitten der kargen Landschaft Sardiniens, zwischen Granatapfelbäumen und wilden Kaktusfeigen, verbüßt der Knecht Efix eine geheime Schuld im Dienst der Schwestern Pintor. Doch schon bald werden die Frauen in ihrer trostlosen Abgeschiedenheit, gewissermaßen auf einer Insel innerhalb der Insel, von der Vergangenheit eingeholt. Von dieser archaischen, unwirklichen Welt, mit Kobolden, die ihre Schätze verstecken, und Feen, die auf ihren Webstühlen Goldstoffe herstellen, scheint der Mensch nur widerwillig geduldet zu sein.  Fast zeitlos, dahinströmend im Rhythmus der Naturgezeiten, wirkt das Geschehen in diesem fast märchenhaft anmutenden Werk Grazia Deleddas (1871–1936). Dem Schilf im Wind vergleichbar sind die Menschen, die uns die Nobelpreisträgerin  in ihrem Sardinien-Roman vor Augen führt: geduldig, vom Schicksal erfasst, niedergedrückt und von der Liebe schließlich wieder emporgerichtet.  Naturschilderungen in allen Farbnuancen bilden das Grundgerüst dieses Romans: sehr bildhaft und stellenweise überaus poetisch - aber die teilweise sehr langen Sätze mit den vielen Details und zahllosen Beschreibungen empfand ich durchaus auch als anstrengend. Andererseits tragen gerade diese Schilderungen zur wohl gewollt elegischen Stimmung bei, so dass sie wiederum passend erscheinen. Die Stimmung der Erzählung ist leise, melancholisch, und oftmals fast traumhaft (im Sinne von: wie in einem Traum). Ich gewann zeitweise den Eindruck, in etwas Vergangenem festgehalten zu werden, gemeinsam mit den Figuren. Ein karges, armes Leben führen da die meisten, und abgesehen von den täglichen Ritualen gibt es kaum Erwähnenswertes. Kirchenfeste stellen den Höhepunkt im Leben der Dorfbewohner dar, da lassen es sich alle gut gehen und feiern, dann jedoch zieht nur allzu bald wieder der von Armut geprägte, malariaverseuchte, mühsalgeplagte, von Andachten unterbrochene und von Aberglauben bestimmte Alltag ein. Ganz im Stile eines klassischen Dramas, kommen die Charaktere dem Leser nicht wirklich nahe. Efix als Knecht der Schwestern Pinto steht im Mittelpunkt des Geschehens. Er ist es, der alles zu richten versucht, sich den Schwestern verpflichtet fühlt, obschon sie ihm schon seit Monaten keinen Lohn mehr zahlen können, und der von einer Schuld zerfressen scheint, die ihm immer mehr von seiner Lebensenergie raubt.  Schuld und Sühne sind hier ebenso Thema wie Kirche und Aberglaube, die große Armut allerorten gegenüber der übervollen Schönheit der Natur sowie das traditionelle Dorfleben und der Geisterglaube - und dazu durchweg tragische Figuren. Einige Längen - gerade im letzten Drittel des Romans - sowie eine Anhäufung von Schilderungen von Kirchenfesten bewirkten, dass ich das Lesen zeitweise als etwas zäh empfand.  Zusätzlich hemmten auch die zahlreichen Fußnoten den Lesefluss, die zwar im Text gekennzeichnet sind, dann aber viel weiter hinten im Buch aufgeführt werden: 103 Anmerkungen auf 26 kleinebedruckten Seiten. Ich fand es schwierig zu entscheiden, welche davon ich getrost übergehen konnte und welche unbedingt nachgelesen werden sollten - und so habe ich letztlich fast alle Fußnoten verfolgt, was den Lesefluss jedoch stets empfindlich unterbrach. Ich bin tatsächlich etwas zwiegespalten, was diesen Roman anbelangt. Ich habe ihn nicht ungern gelesen - und tatsächlich ist es doch schön, dass solche alten “Schätze” - immerhin von einer Nobelpreisträgerin für Literatur - nicht verloren gehen und auch der heutigen Leserschaft zugänglich gemacht werden. Aber man muss sich wirklich auf die Erzählung einlassen, was mir nicht durchgehend leicht fiel. Immerhin ist diese Neuauflage im Kleinformat mit dem bildschönen Cover ein wahres optisches Kleinod. Und ich freue mich letztlich doch, dass ich die mir bis dahin unbekannte Autorin, die als eine der bislang wenigen Frauen den Literaturnobelpreis gewann, mit diesem Roman kennenlernen durfte…      © Parden

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