Der Rational-Choice-Ansatz - kritisch betrachtet
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
132 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640348688
der Mensch im Leben eine Wahl treffen. Wie der Mensch letztlich zur Entscheidung
gelangt, damit setzt sich unter anderem auch die Theorie der rationalen Wahl
auseinander, sie versucht "(...) sozialwissenschaftlich relevante Ereignisse auf die
Mikrostrukturen des Handelns zurückzuführen", (vgl. Schmidt, S. 22). "Im Kern der
Rational-Choice-Erklärung sozialer Prozesse steht die Erklärung des Handelns von
Akteuren", (Esser, S. 20). Ausgangspunkt ist dabei die Annahme, dass die Handlungen
rational handelnder Akteure die Phänomene der Sozialwelt bestimmen, wobei den
Akteuren unterstellt wird, sie wählten eine bestimmte Alternative, weil sie - vereinfacht
ausgedrückt - den maximalen Nutzen erwarten lässt. Der Rational-Choice-Ansatz
tauchte in den 1980er Jahren auf und lässt sich auf keinen Hauptvertreter zurückführen.
Die "Familie der Rational Choice-Theorien", wie es Schmidt benennt, gliedert sich im
Wesentlichen in zwei Theorievarianten: In die Nutzentheorie und in die Spieltheorie,
wobei - kurz gesagt - erstere Anwendung findet in Situationen strategischer
Unabhängigkeit und letztere bei Situationen mit strategischer Interpendenz, (vgl.
Schmidt, S. 22).
In dieser Arbeit werde ich zunächst auf die Ursprünge der Theorie der Rationalen Wahl
verweisen. Es soll das Bild des homo oeconomicus skizziert werden, das seine
realitätsnähere Weiterentwicklung im "RREEMM" Modell nach Lindenberg findet.
Anhand der Theorie von Elster soll anschließend dargelegt werden, welche
Beschränkungen - abgesehen von Grenzen der äußeren Umwelt - rationales Handeln im
Akteur selbst finden kann, womit aufgezeigt wird, dass Rationalität immer auch ein
Stück weit ein relativer Begriff ist, der vom Akteur selbst abhängt und sich nur mit
Mühe in ein wissenschaftlich berechenbares Schema einordnen lässt. In Form des
Gefangenendilemmas soll ein Einblick in die Spieltheorie gewährt werden. Bevor ich
schließlich auf die Kritik zum Ansatz der Rationalen Wahl eingehe, werde ich die
Anwendung der Rational-Choice-Theorie in der Familiensoziologie aufzeigen.
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