Ein gehetzter Stratege? Zur historischen Rolle des preußischen Staatskanzlers Karl August von Hardenberg während der polnisch-sächsischen Krise von 1814/1815
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
41 (Printausgabe)
Dateigröße
1514 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640549405
Als die strategische Kardinalsfrage und zugleich wichtigster Problemkomplex der Wiener Kongressverhandlungen kristallisierten sich die sogenannte polnische und die mit ihr eng verbundene sächsische Frage heraus. Die Ansprüche Russlands zur Schaffung eines von ihm abhängigen "Königreiches Polen" und die preußischen Wünsche auf eine vollständige Einverleibung Sachsens kollidierten mit den Ordnungs- und Sicherheitsinteressen der übrigen Verhandlungsmächte Österreich, England und Frankreich.
Eng verwoben mit den großpolnischen Begehrlichkeiten Russlands entwickelte sich die diplomatische Mission Hardenbergs gegen Ende des Jahres 1814 zu einer offenen Krise zwischen den Verhandlungsmächten, die kurzzeitig sogar auf einen Krieg zusteuerten. Heinrich von Treitschke bezeichnete den Kongress daher als "eine Hexenküche politischer Intriganten" und attestierte Hardenberg zugleich eine durchweg negative diplomatische Verhandlungsbilanz.
Der Auffassung des Historikers Karl Griewank beipflichtend, dass Hardenberg stets ein "unbeirrbarer Fechter für das im Augenblick Erreichbare" sei, wird in der folgenden wissenschaftlichen Untersuchung versucht, aufzuzeigen, dass der Terminus des "gehetzten Strategen" als angemessen erscheint, um die diplomatische Bilanz des Fürsten Hardenberg unter Berücksichtigung der systemischen Determinanten und akteursspezifischen Verflechtungen darzulegen.
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