Die Frau im demokratischen Athen
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
121 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638292047
Die in diesem Zitat dargestellte Stellung der Frau im demokratischen Athen vermittelt den Eindruck, daß sich das Leben der Athenerinnen nur auf ihr Haus beschränkte, in dem sie von der Außenwelt abgeschlossen lebten. Die These der ,orientalischen Abgeschlossenheit' wurde immer wieder bis in unsere Zeit von den Historikern übernommen. Die ältere Forschungsliteratur liefert die grundsätzliche These, daß die Frau eine abhängige Stellung und ein geringes Ansehen besessen habe. Sind diese Aussagen jedoch berechtigt? Was für ein Leben führte die Frau im demokratischen Athen? Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie die Frau innerhalb der Gesellschaft des demokratischen Athens lebte und welchen Stellenwert sie in ihr eingenommen hat. Der zeitliche Rahmen umfaßt die klassische Zeit, also in etwa die zwei Jahrhunderte von den Perserkriegen bis zur Regierung Alexanders des Großen. Dabei beschränke ich mich aber nur auf die athenischen Frauen mit Bürgerrecht.
Die klassische polis Athen war eine Männergemeinschaft, die sowohl die Fremden, als auch die Frauen ausgeschlossen hat und ihnen kein Recht auf die Beteiligung an der Politik zubilligte. Allgemein gesehen waren die Frauen im demokratischen Athen den Männern gegenüber minderberechtigt und nahmen daraus folgernd eine untergeordnete Stellung in der Gesellschaft ein. Als eine gute Frau galt die, die durch die Eheschließung und das Gebären von Kindern zum Erhalt der Familie (oikos) in der Polisgemeinschaft beitrug und zudem den Haushalt versorgte und die Kinder erzog. Erkannten die Frauen, daß ihre Rechte im Vergleich zu denen der Männer beschränkt waren? Oder haben sie die ihnen zugewiesene Rolle in der Gesellschaft einfach hingenommen, weil sie ihre Lage als selbstverständlichen Teil der bestehenden Ordnung der Welt akzeptierten? War die Bewegungsfreiheit der Frau wirklich so stark eingeschränkt, daß sie stets "im Inneren der Häuser sitzt, das Gynaikonitis genannt wird, zu dem nur die nächsten Verwandten Zutritt haben", wie es der Schriftsteller Cornelius Nepos beschreibt?
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