Multikulturalität im Sport Integration und kulturelle Konflikte im Profifußball
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.11.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
155 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640742530
Faszination, die dieser Sport zweifellos auszustrahlen scheint, fördert mehr noch als in
anderen Sportarten den Zusammenhalt von Gruppen und schafft Zugehörigkeiten und
Prozesse der bedingungslosen Identifikation. Die Anhängerschaft der großen
Profivereine stellt sich mit einer derartigen Hingabe dar, die so kaum anderswo zu
beobachten ist. Auch die Auswahlmannschaften der Länder vereinen oftmals ihre
Nation in einer besonders intensiven Weise hinter sich.
Einige Faktoren nehmen im modernen Fußball jedoch Einfluss auf das traditionelle
Zugehörigkeitsempfinden des Sportlers sowie des Betrachters zu seinem Verein oder
seiner Nationalmannschaft.
Die zunehmende mediale Vermarktung des professionellen Sports und die Entwicklung
des bloßen athletischen Wettstreits hin zum gesellschaftlichen Großereignis beeinflusst
das Verhalten der Akteure sowie des Publikums ganz erheblich. Der Sportzuschauer
wird in hochmodernen Arenen und mit der Fernsehübertragung eines Spiels aus jedem
denkbaren Blickwinkel immer mehr zum Konsumenten einer
Unterhaltungsdienstleistung gemacht und die Konzentration verlagert sich vom reinen
sportlichen Mitfiebern mit dem Heimatverein hin zur oftmals erfolgsabhängigen
Sympathie mit einem Club, deren Ursprünge nur zum Teil in lokaler Zugehörigkeit
liegen. Wie bei jedem Eingriff in ein vormals bestehendes vermeintliches
gesellschaftliches Gleichgewicht bleibt es jedoch nicht aus, dass sich konträr dazu
Gruppierungen formieren, in denen Vereinstreue und lokale Zugehörigkeit höchste
Priorität besitzen.
Zudem bewirkt die Entwicklung der ursprünglichen Sportvereine, die heute zunehmend
als Wirtschaftsunternehmen verstanden werden müssen, dass kulturelle und lokale
Zugehörigkeiten auf Seiten der Sportler selten werden. Fußballspieler scheinen in
erster Linie Arbeitnehmer zu sein, deren sportliches Handwerk sie in großen
konkurrierenden Wirtschaftsbetrieben ausüben und dabei nicht unerhebliche
Verdienste für ihre Leistungen empfangen. Vereine sind am Erfolg orientiert und
können geeignetes Spielermaterial für Geld erwerben und handeln auf einem weltweit
organisierten und unter Vermittlern aufgeteilten Transfermarkt.
Diese Verschiebungen bezüglich der Bedeutung von regionaler, nationaler und
kultureller Zugehörigkeit eröffnen eine Vielzahl von Perspektiven.
In dieser Hausarbeit wird der moderne Fußball auf seine kulturellen Erscheinungen hin
untersucht.
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