Produktbild: Orchis

Orchis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

37521

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1763 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218011150

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

37521

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1763 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218011150

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  • Kaffeeelse

    5/5

    08.07.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderschön und Magisch

    Was für ein wunderschönes Buch, was für eine lyrische Sprache, was für eine Fantasie! Ich habe es geliebt dieses Buch. Es sozusagen verschlungen, in einem Ruck gelesen, nicht mehr weglegen wollen/können. Beim Lesen des Buches fühlt man sich durch die Art der Sprache zu den Klassikern der Abenteuerliteratur versetzt. Gleichzeitig hat es eine ungemein poetische, lyrische, betörende und wortgewaltige Form, die bezaubert, mitreißt und tief berührt. Die Beschreibungen der Natur sind sinnlich und phantastisch, man ist mitten drin, fühlt die Natur, das pralle Leben, es drängen sich Bilder auf und man sieht, hört und riecht förmlich. Und gleichzeitig ist es auch eine tiefe Reise in die menschliche Psyche, zeigt Formen eines manischen und wahnhaften Erlebens. Anselm, der Protagonist, ein Biologe und bekennender Darwin Gegner (Evolutionstheorie und Abhandlungen zu den Orchideen werden von Anselm angezweifelt) macht Ende des 19. Jahrhunderts eine Reise nach Madagaskar, auf der Suche nach einer besonderen Orchideenart, er macht eine Famadihana, eine rituelle Umbettung der Toten mit und reist in den Dschungel zu seinen Orchideen und findet auch eine besondere. Schon da tritt eine leicht manische Art des Protagonisten zu tage. Ein Führer/Guide, Isaac tritt etwas in den Fokus von Anselm und bringt dessen Gefühlswelt zusätzlich durcheinander. Auf der Schifffahrt in Richtung Heimat verändert sich das Empfinden Anselms derartig, dass er eine Orchidee aus/auf seiner Schulter wachsen sieht. Dieses Erleben teilt/versteht aber niemand und sein Befinden verschlechtert sich weiterhin, schließlich in der Heimat angekommen verbessert sich sein Zustand nicht, so dass seine besorgten Eltern ihn letztendlich in eine Nervenheilanstalt einweisen. Nach einer längeren Zeit in dieser wird Anselm scheinbar geheilt entlassen. Und die spannende und märchenhafte Geschichte geht weiter, eine Reise/Rausch zwischen Wahn und Wirklichkeit, wunderschön und voller Magie.

  • Bewertung

    aus Leiblfing

    5/5

    04.06.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachgewaltig und poetisch

    Der noch junge Botaniker Anselm hat sein Leben der Orchideenforschung gewidmet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts macht er sich nach langer Vorbereitungszeit auf nach Madagaskar, wo er eine seltene Art vermutet. Schon auf der Reise wird ihm alles zu viel, ist er sich selber nicht mehr sicher, was ist wahr, was ist Traum. Kaum zu Hause angekommen, nimmt ihn sein Wahn vollkommen gefangen; schließlich muss er mehrere Monate in einer Nervenheilanstalt verbringen. Einigermaßen genesen, will er seine berufliche Laufbahn wieder aufnehmen, doch diesmal kommt ihm ein Mann namens Darwin mit einer These dazwischen, die so gar nicht in sein Weltbild passen will. Dieser Roman zeichnet sich durch absolut schöne, zauberhafte Sprache aus. Leichtfüßig und genau beobachtend zeichnet die Autorin wundervolle Natur- und Umweltbeschreibungen wie auf einer Leinwand. Man kann den Regenwald beinahe mit den Händen greifen. "Der Himmel zerfloss mit dem Meer in das leuchtende Grau einer Wolke, sein Licht wurde von der Erde angezogen und trotz der diffusen Dunstschicht war es stark genug, um sich an jede Fläche zu heften und Schatten zu werfen." Seite 34 Poetisch und wortgewaltig ist dieses Werk etwas ganz besonderes. Diese Sprache passt einfach perfekt in die damalige Zeit und die Lebensumstände Anselms. Gewiss wird dieses Buch nicht jedem gefallen, denn man muss es langsam lesen und auf sich wirken lassen. Dann aber wird man in eine wundersame Welt entführt. Auch sollte man vielleicht nicht jede Aussage akribisch nach ihrem Wahrheitsgehalt bzw. Logik untersuchen, sondern sich einfach mit Anselm treiben lassen. Außerdem möchte ich noch Folgendes positiv anmerken: die Autorin hat scheinbar große Sorgfalt bei der Recherche dieses Romans walten lassen. Ich habe nichts überprüft, aber die Beschreibungen und das Detailwissen zur Klassifizierung etwa der unterschiedlichen Orchideenarten erschienen mir großartig. Auch die wunderschöne Aufmachung des Buches selbst hat mir sehr gut gefallen. Liebevoll und qualitativ hochwertig, wie der Inhalt. Dies war mein erstes Buch aus dem österreichischen Kremayr&Scheriau Verlag. Ihn werde ich genauso wie die Autorin im Auge behalten müssen. Dringende Leseempfehlung!

  • Sikal

    5/5

    30.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo hört Leidenschaft auf und wo beginnt Wahn?

    „Eines Tages, so erzählte er später, begannen die Orchideen sich zu bewegen, irgendwann legten sie ihre Blätter auf seinen Kopf, hielten ihn, und ihre Blütenhäupter legten sie daneben. Sie wuchsen, wurden schwer und groß, viel schwerer, als er tragen konnte.“ Das Buch lebt eindeutig von seiner poetischen, wunderbaren Sprache. Es ist ein Genuss zu lesen (wenn man ausschweifende, lyrische Ergüsse mag). Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und in diese Zeit passt diese Sprache ganz einfach. Anselm, ein junger Botaniker ist auf der Suche nach einer besonderen Orchidee, die er – so hofft er – in Madagaskar finden wird. „Der Stern von Madagaskar“ verzaubert ihn ebenso, wie ein junger Mann, der als Diener der Königin arbeitet und zu Anselms Reiseführer wird. Es gelingt ihm einige Exemplare für Forschungszwecke mit auf das Schiff zu nehmen, das ihn wieder nach Europa bringt. Doch als er seine Orchideen an die stürmische See verliert, bekommt Anselm Halluzinationen – eine Orchidee wächst aus seiner Schulter, die er ab sofort hegt und pflegt. Zurück bei seinen Eltern sehen sie die Notwendigkeit, Anselm in eine Nervenheilanstalt zu bringen. Bald scheint es, dass er wieder gesund ist und beruflich Fuß fasst. Doch man merkt, dass er ein Getriebener ist, seine Studenten mit seinen eigenen Interessen überfordert und sein Größenwahn im manches Mal zu schaffen macht. Plötzlich muss er sich mit Darwins Theorien auseinandersetzen, was ganz und gar nicht in sein Weltbild zu passen scheint. Er nimmt sich vor, alles von Darwin zu widerlegen, um selbst gefeiert und hochgepriesen zu werden. Als er überstürzt nach China aufbricht, um wieder eine besondere Orchidee zu finden, ahnt er noch nicht, wie sehr die Zeit gegen ihn arbeitet. Die Autorin Verena Stauffer erhielt für ihre Publikationen bereits einige Auszeichnungen, „Orchis“ ist ihr Debüt – und was soll man sagen, ich finde, dieses ist sehr gut gelungen. Die Geschichte ist durch märchenhafte, teils surreale Beschreibungen sehr lebendig. Die Sprache erfordert ein genaues und langsames Lesen, dafür darf man auch in eine besondere Welt eintauchen – immer an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Gerne vergebe ich für diese besondere Geschichte 5 Sterne

  • C. Welser

    aus Salzburg

    5/5

    26.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Orchideenforscher auf Abwegen

    Eine sehr ungewöhnliche Geschichte, die sich durch ihre dichte, ausladende Sprache abhebt und für jeden Leser etwas zum Entdecken offen lässt. Ein sehr intensives, sprachgewaltiges Buch!

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    25.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wahrer Leserausch!

    Verena Stauffer legt ein äußerst bemerkenswertes Debüt vor: Der Roman ist nichts für Leser, die einen nüchternen Stil schätzen. Die Autorin hat eine sehr spezielle Schreibweise, ihr Umgang mit Sprache ist wirklich besonders. Von Anfang an haben mich die überschwänglichen, oftmals fast lyrischen Beschreibungen begeistert. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte immer surrealer und phantastischer. Das wird nicht jeder mögen - ich habe es geliebt! Der Roman ist geradezu ein Rausch, ich habe selten beim Lesen so viele Sinneseindrücke so lebhaft in meiner Vorstellung erfahren. Nicht nur Bilder, sondern auch Geräusche, Gerüche und Geschmäcker, dieses Buch ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Dazu trägt auch die aufmerksame Gestaltung durch den Verlag bei: hochwertiges Papier für den Schutzumschlag und ein farblich passendes Lesebändchen sind liebevolle Details, die mein bibliophiles Herz schneller schlagen lassen. Die Geschichte ist abenteuerlich: Der junge Botaniker Anselm macht sich Anfang des 19. Jahrhunderts mit mehreren Forschungsreisen auf die Suche nach einer ganz besonderen Orchidee. Die Suche gerät zur fixen Idee, der er alles andere unterordnet. Das Reisen an sich ist zu dieser Zeit nicht nur beschwerlich, sondern auch gefährlich, das erfährt der Protagonist etwa auf Madagaskar, das unter der Regentschaft einer äußerst grausamen Königin leidet. Aber weitaus abenteuerlicher als die Rahmenhandlung ist der Blick in Anselms Psyche. Auch nachdem er scheinbar gesund aus einer Nervenheilanstalt entlassen wird, häufen sich mit der Zeit seine Wahnvorstellungen. Der Leser bleibt dabei oft im Ungewissen, was Wahrheit und was Wahn ist, wo die Realität aufhört und die Fantasie beginnt. Und so bleibt bei der Geschichte - bis zum Ende - viel Interpretationsspielraum. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein Leseerlebnis geschenkt, das sich ins Gedächtnis einbrennt. Grandios!

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