Sie heißen Atlantis und Thule, Kibu und Fusang. Schon der Klang ihrer Namen verzaubert. Doch niemand hat die sagenhaften Inseln je gefunden. Jahrhunderte lang glaubte man fest an ihre Existenz. Heute sind sie auf keiner Seekarte mehr verzeichnet. Malachy Tallacks Entdeckungsreise führt zu den merkwürdigsten Orten der Welt. Mit viel Witz und leidenschaftlicher Neugier erkundet er zwei Dutzend Eilande rund um den Globus, von der Antike bis in unsere Zeit. Er erzählt von versunkenen Reichen, betrügerischen Mönchen und Paradiesen unter dem Wind. Die geheimnisvollen Inseln sind bloße Schöpfungen der menschlichen Fantasie und haben doch in Mythen und Erzählungen überdauert. Den Atlas der imaginären Inseln, Legenden und Wunder hat die großartige Katie Scott fabelhaft illustriert und mit leuchtenden Farben in Szene gesetzt.
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Nicht nur für kartenliebhaber
Gertie G. aus Wien am 23.03.2018
Bewertungsnummer: 1091917
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Von Inseln, die keiner je fand/Malachy Tallack/5 Sterne
Autor Malachy Tallack nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise zu 24 Inseln, die eine Eintragung auf Seekarten geschafft haben, ohne zu existieren. Und nicht nur das! Einige dieser Phantominseln haben sogar Jahrhunderte auf Pergament und Papier und in den Köpfen der Menschen überdauert.
Wie es zu solchen Fantasien kommt?
Von echten Irrtümern, falsch klassifizierten Wetterphänomenen, falsch abgezeichneten Karteninhalten und Wunschdenken bis hin zu bewussten Falschmeldungen ist hier alles vertreten.
Wer hat noch nie von Atlantis oder dem Königreich von Thule gehört? Mythen, Sagen und Vorstellungen vom Paradies mischen sich mit Halbwahrheiten.
Der Autor fasst jeweils vier Inseln zu einem Kapitel zusammen, u.a. „Inseln des Lebens und des Todes“, „Versunkene Länder“, „Trügerische Inseln“ oder „Widerrufene Entdeckungen“.
Manches, wie der Mythos Atlantis geistert seit mehr als 2.000 Jahre durch die Köpfe der Menschheit. Ganz faszinierend ist, dass man sogar im Zeitalter der Satelliten-Vermessung dem Phantom „Sandy Island“ nachjagte: Dort, wo laut Koordinaten die Inseln sein sollten, fand das Forschungsschiff nur Wasser, allerdings rund 1.400 m tief. „Sandy-Island“ wird 2012 aus den Kartenwerken entfernt.
Manchmal sucht eine Schiffsbesatzung nach einem Archipel („Davies Land“) und findet eine andere Insel, die Osterinsel nämlich (1721, Niederländische Westindien-Kompagnie).
Auch das wechselhafte Schicksal der Los Jardines-Inseln regt zum Schmunzeln an. Über 400 Jahre waren sie in unterschiedlicher Größe auf den Seekarten verzeichnet. Jedes Mal, wenn sie nicht entdeckt werden konnten, änderten sie ihre Größe, ihre Anzahl und ihre Lage.
Dieses Buch ist eines der vielen, die sich mit nicht existenten Inseln oder Ländern beschäftigen. Dennoch ist dieses Werk in seiner Präsentation einzigartig: Es wird mit wunderschönen Zeichnungen von echten Tieren und Pflanzen sowie von Fabelwesen aus der Zeichenfeder von Katie Scott bereichert.
Die anspruchsvolle Verarbeitung wird um eine Weltkarte mit allen genannten Inseln ergänzt. Das Buch verspricht einen kurzweiligen Lesegenuss und ist ein tolles Geschenk, nicht nur für Kartenliebhaber.
Faszinierende Schöpfungen der Fantasie
Sikal am 09.03.2018
Bewertungsnummer: 1088623
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Seit die Menschen Geschichten erfinden, erfinden sie auch Inseln. Von jeher begegnen wir ihnen in der Literatur wie in der Legende. Für Gesellschaften, die am Meer leben, ist der Traum von anderen Ufern der natürlichste Traum überhaupt. Polynesier, Marsch-Araber, die alten Griechen und die Kelten: Sie alle haben sich Länder jenseits ihres Horizonts vorgestellt. Sie alle erzählten Geschichten von Inseln.
Wer hat noch nie von Atlantis gehört? Wohl jedem ist schon mal Platons Fiktion zu Ohren gekommen, das Außergewöhnliche daran ist, dass mehr als 2000 Jahre danach noch immer eine Faszination von Atlantis ausgeht, der Mythos hochgehalten wird. Doch nicht nur Atlantis und Thule werden in dem Buch vorgestellt, klingende Namen wie z.B. Isle Phelipeaux, Sandy Island, Hawaiki, die Inseln der sieben Städte oder Terra Nova Islands werden porträtiert.
Der Autor Malachy Tallack nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise zu nicht existierenden Eilanden Schöpfungen der Fantasie, der Täuschung oder des Irrtums. Er erzählt von geheimnisvollen Mythen, betrügerischen Entdeckern und überlieferten Seekarten, die oftmals die Jahrhunderte überdauerten.
24 Inseln werden vorgestellt, die quer über die Ozeane verstreut sind. Diese werden in Kapiteln zusammengefasst, so findet man z.B. Inseln des Lebens und des Todes, Versunkene Länder, Trügerische Inseln, Widerrufene Entdeckungen und viele mehr. Spannend fand ich die Geschichte rund um Sandy Island, bei der im Jahr 2012 eine Forschungsschiff unterschiedliche Karten zu Rate zog (unter anderem auch Google Earth) und auf manchen eine Insel aufschien als sie sich der Stelle vorsichtig näherten, blieb der Meeresboden mehr als einen Kilometer unter ihnen und sie konnten getrost mitten durch Sandy Island hindurch schippern, ohne der Gefahr auf Grund zu laufen.
Durch die farbenfrohen Illustrationen von Katie Scott ist dieses Buch ein wahrer Augenschmaus, sehr originelle Ergänzungen zu den unterhaltsamen Geschichten.
Die Geschichte von Sandy Island machte den Menschen Hoffnung. Sie zeigte, dass das Geheimnisvolle nicht gänzlich zerstört war. Es ist immer noch da draußen, man muss nur wissen, wo man zu suchen hat. Es mag keine unbekannten Inseln mehr auf der Welt zu entdecken geben, aber vielleicht gibt es da noch eine weitere intakt gebliebene Ex-Insel, ein Phantom, das darauf wartet, weg-entdeckt zu werden. Und vielleicht sollten wir es dabei belassen.
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